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NACHTRAG: Kiliani-Hitze-Fußball-Zwischenbilanz

2010-07-12 @ 18:11 in Lokales

Eiszeit auf der Talavera. Foto (c) P.WötzelZehn Tage sind vorbei bei Unterfrankens größtem Volksfest, und die Schausteller sind trotz strahlenden Sonnenscheins nicht ganz zufrieden mit Kiliani 2010: „Die Hitze und die Fußball-Weltmeisterschaft haben sich auf die Besucherzahlen ausgewirkt. Wir gehen aber davon aus, dass es in der zweiten Woche eine Steigerung geben wird“, berichtete Schausteller-Sprecher Heiner Distel am Montag.

Sie waren auf alles vorbereitet: 2.000 dünne Regencapes hatten die Schausteller in Erwartung sommerlicher Wolkenbrüche für da diesjährige Kiliani-Volksfest geordert, um sie bei Bedarf kostenlos an die Besucher zu verteilen. Und dann war an den ersten zehn Tagen kaum eine Wolke am Himmel zu sehen: „Damit hat sich die Investition schon gelohnt, das werden wir beibehalten“, schmunzelte Distel.

Wirklich recht kann es der Wettergott den Schaustellern ohnehin nur selten machen. Auch strahlender Sonnenschein ist nicht nur positiv, wenn das Thermometer auf über 30 Grad im Schatten steigt: „Bei diesen Temperaturen heizt sich der Platz tagsüber so richtig auf. Da kommen die Besucher erst um 21 Uhr“, so Distel.

Foto (c) P.WötzelAuch an den Abenden, an denen die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ihre letzten drei Spiele der WM im kühlen südafrikanischen Winter absolvierte, war weniger los als erhofft: „Das kennen wir schon von 2006. An diesen Abenden ist der Besuch auf dem Platz einfach schlecht.“ Auch das große Kiliani-Festzelt war trotz vieler Fernseher und einer Leinwand der Besuch an den Fußball-Abenden nicht so gut besucht wie sonst.

Festwirt Michael Hahn ist trotzdem zufrieden: „Wir hatten auch gute Tage, an denen wir trotz der Hitze gut besucht waren.“ Vor allem im vorderen, offenen Bereich des Zeltes war am Donnerstag und Freitag kaum ein Platz zu bekommen.

Hinten schwitzten die Besucher in den reservierten Boxen und vor der Bühne. „Alle Fenster und Lüftungsklappen sind geöffnet. Das hilft aber auch nichts, wenn kein Wind geht. Aber im Juli muss man so ein Wetter einkalkulieren“, so Hahn. Auch er setzt auf die zweite Woche, wenn die Besucherzahlen traditionell steigen.

Die Temperaturen haben sich auch auf den Bierabsatz ausgewirkt. An stelle des Hofbräu-Festbiers greifen die Gäste eher zu Radler, alkoholfreiem Weißbier und Apfelsaftschorle.

Auch am zweiten Kiliani-Mittwoch findet wieder der traditionelle Familientag mit reduzierten Fahrpreisen bis 20 Uhr statt. Das Kiliani-Volksfest endet am kommenden Sonntag mit dem großen Abschluss-Feuerwerk der Schausteller um 22.30 Uhr.

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