Erster Neubau auf dem Leighton-Gelände: Experimentalgebäude für energeisparendes Bauen
Der erste Neubau auf den Konversionsflächen der ehemaligen „Leighton Barracks“ in Würzburg ist in trockenen Tüchern: In unmittelbarer Nachbarschaft der Universitäts-Erweiterung am Hubland baut das „Zentrum für angewandte Energieforschung Bayern“ (ZAE) demnächst ein neues Forschungsgebäude für rund 10 Millionen Euro. „Die Finanzierung ist mittlerweile gesichert“, bestätigten die CSU-Europa-Abgeordnete Anja Weisgerber und ihr Landtagskollege Oliver Jörg.
Der ZAE-Neubau ist das erste Neubau-Projekt auf den Würzburger Konversionsflächen außerhalb der 39 Hektar großen Uni-Erweiterung. Schon im vergangenen September wurde der Flächennutzungsplan geändert und ein Bebauungsplan für das rund 10.000 Quadratmeter große „Sondergebiet Zentrum für angewandte Energieforschung“ aufgestellt. Doch dann geriet die Finanzierung ins Stocken. Offenbar wurde das Projekt inzwischen etwas abgespeckt, denn in der ersten Variante war noch von Investitionen in Höhe von 13,6 Millionen Euro die Rede.
„Wir haben uns stark dafür eingesetzt, dass das Forschungsgebäude gebaut werden kann“, betonte Weisgerber. Die unterfränkischen Abgeordneten hatten die Sorge, dass die ZAE-Erweiterung neben dem geplanten „Energie-Campus“ in Nürnberg und Erlangen bei den staatlichen Zuschüssen zu kurz kommen könnte. Jetzt sind 4,5 Millionen Euro vom Bund und 3,9 Millionen Euro vom Freistaat zugesagt. Der Rest wird durch Sponsoren und Eigenmittel des ZAE aufgebracht. Von der Ansiedlung des Forschungsgebäudes für energiesparendes Bauen erhofft sich die Stadt eine Initialzündung für die Ansiedlung weiterer außeruniversitärer Forschungseinrichtungen.




