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Alter Kranen: Mobiles Foyer soll Anwohner vor Lärm schützen

2010-07-04 @ 12:03 in Lokales

Foto (c) P.WötzelEine mobile „Glas-Falt-Anlage“ soll am Abend für die nötige Ruhe sorgen: Das geplante „Main-Wirtshaus“ im historischen Zoll-Gebäude „Alter Kranen“ am Würzburger Mainufer hat kürzlich eine wichtige Hürde genommen.

Der Bau- und Ordnungsausschuss des Stadtrats stimmte mit großer Mehrheit einer Planänderung zu, die dem Denkmal- und dem Lärmschutz geschuldet ist.

Aus dem ehemaligen „Haus des Frankenweins“ will die Würzburger Hofbräu ein großes Wirtshaus mit Osteria im Obergeschoss und einem „Tanzclub“ im Untergeschoss machen.

Der Umbau steht derzeit still, außerdem gibt es zahlreiche Bedenken: Die lärm-geplagten Anwohner im Umkreis fürchten zusätzliche Belästigungen, Denkmalschützer waren mit den Plänen nicht einverstanden.

Jetzt hat die Hofbräu auf den Anbau eines Balkons und zusätzliche Außentreppen an dem historischen Gebäude aus dem 17. Jahrhundert verzichtet.

„Die neue Lösung lässt Bauvolumen und Kubatur unbeeinträchtigt“, stellt Stadtheimatpfleger Hans Steidle in seiner Stellungnahme fest.

Foto (c) P.WötzelBleibt das Problem des Lärmschutzes, der durch eine Art mobiles Foyer gewährleistet werden soll.

Die hallenartige historische Durchfahrt unter dem Zollgebäude wird nach den Plänen am Abend mit Falt-Türen aus Glas geschlossen, in dem Gewölbe sollen die Raucher unter den Gästen des Tanzclubs ungestört ihrem Laster frönen können.

Der Zugang erfolgt ausschließlich von der der Wohnbebauung abgewandten Wasserseite. „Die bisher akzeptabelste Lösung“, so Steidle.

Das Landesamt für Denkmalpflege fordert allerdings „eine möglichst weit zurückliegende Montage der Schallschutzwand“, damit der ursprüngliche Eindruck des Gewölbes erhalten bleibt.

Stadtbaurat Christian Baumgart warb im Ausschuss mit Erfolg für diese Lösung: „Schließlich ist das eine städtische Immobilie, die wir da verpachten wollen.“

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