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Dachsanierung: Noch 2 Millionen Euro für das Strafjustizzentrum

2010-08-19 @ 17:35 in Lokales

Foto (c) P.WötzelEnde 2004 sind Staatsanwalt und die Strafabteilungen von Amts- und Landgericht Würzburg in ihr neues Strafjustizzentrum eingezogen, der Neubau hat 25 Millionen Euro gekostet. Jetzt kommen noch einmal gut 2 Millionen Euro dazu: Soviel kostet die Sanierung des undichten Glasdaches nach nicht einmal sechs Jahren Nutzungsdauer des Gebäudes.

Relativ schlicht und ohne Schnickschnack“ sei das Gebäude in der Ottostraße in Würzburg im Inneren konzipiert, sagte die Architektin bei einem Rundgang durch das Strafjustizzentrum im Oktober 2004. Für das Dach hatte sich ihr Büro eine Konstruktion aus Stahlträgern und großen Glasscheiben ausgedacht. Da es sich um modernes Sonnenschutzglas handelte, sollten auch im Sommer „70 Prozent der Wärme-Energie“ draußen bleiben, versprach die Planerin.

Dass dieses Versprechen nicht annähernd eingehalten wurde, das weiß jeder, der einmal an einem heißen Sommertag in einem der Büros im 2. Stockwerk wie in einer Sauna saß. Doch nicht nur die Wärme dringt nahezu ungehindert ein: Von Beginn an ist das Dach undicht, selbst bei leichten Regenfällen tropft Wasser ins Gebäude. Zahlreiche Eimer direkt unter dem Dach, aber auch an vielen Stellen des Foyers sind an Regentagen ein alltägliches Bild im Strafjustizzentrum. Die Feuchtigkeit führte bereits zu Schäden an hölzernen Treppenstufen, Handläufen und Böden. Ständige teure Reparaturen waren die Folge.

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Stellplatz-Zählung: Über 21.000 in der erweiterten Würzburger Innenstadt

2010-08-19 @ 17:21 in Lokales

Foto (c) P.WötzelNach den Worten von Oberbürgermeister Georg Rosenthal (SPD) war es harte Arbeit für Schüler und Studenten: Die Stadt Würzburg hat die PKW-Stellplätze in der Innenstadt zählen lassen – und kam zu einem für die Verantwortlichen erstaunlichen Ergebnis: Rund 21.500 Stellplätze gibt es im erweiterten Innenstadtbereich. „Eine enorm hohe Zahl“, sagt Baureferent Christian Baumgart.

Es ist das erste Mal, dass die Stadt eine so genaue Erhebung hat durchführen lassen. Vorher waren nur die Stellplatzzahlen der Parkhäuser (über 3.750) und der Großparkplätze (über 1.600) genau bekannt. Jetzt wurde im so genannten „Bischofshut“ und den zentrumsnahen Statteilen Grombühl, Sanderau, Mainviertel und Äußere Pleich / Alter Hafen jeder einzelne Stellplatz erfasst. 42 Prozent der Stellplätze oder gut 10.000 sind bewirtschaftet, der Rest frei oder für Inhaber eines Anwohner-Parkausweises vorgesehen.

Die Gesamtzahl kann sich durchaus sehen lassen“, so OB Rosenthal. Der Hintergrund der Aktion: „Jetzt haben wir eine objektive Grundlage. Dadurch werden im Stadtrat künftig sachlichere Diskussionen ohne Kampfgetümmel um einzelne Stellplätze möglich“, hofft Baumgart.

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4. Würzburger Hafensommer: Besucherzahlen stabil

2010-08-17 @ 16:29 in Lokales

Sonntag auf der Hafentreppe. Foto (c) P.WötzelAuch wenn einige Besucher die Veranstaltung wegen des wenig sommerlichen Wetters der vergangenen drei Wochen scherzhaft als „Hafenherbst“ bezeichneten: Die Besucherzahlen beim 4. Würzburger Hafensommer blieben im Vergleich zum Vorjahr stabil. „Der Hafensommer ist immer noch ein kleines Pflänzchen, das von Jahr zu Jahr wächst und gedeiht“, so Würzburgs Kulturreferent Muchtar Al Ghusain bei seiner Bilanz am Sonntag.

Rund 11.000 Menschen kamen 2009 zu den Veranstaltungen auf die Hafentreppe zwischen Kulturspeicher und Heizkraftwerk. Dieses Jahr waren es zwar nur 9.500. Das lag aber daran, dass zum kostenlosen Abschlusskonzert am Sonntag aus Sicherheitsgründen nur knapp 1.500 Zuschauer zugelassen wurden. Im vergangenen Jahr drängten sich am letzten Abend gut 3.000 Menschen um das Hafenbecken.

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Baum-Umzug in der Zellerau

2010-08-11 @ 23:02 in Lokales

Foto (c) P.WötzelMit einem "Spatenstich" der besonderen Art haben am Montag die Vorbereitungen für ein großes Wohnbauprojekt der Würzburger Stadtbau GmbH im Stadtteil Zellerau begonnen. Sieben große Bäume, darunter fünf Linden, die seit den 1950er Jahren auf einem Grundstück in der Brunostraße standen, wurden durch eine Spezialfirma umgepflanzt.

Begonnen haben die Arbeiten mit einer gut 15 Meter hohen und über 15 Tonnen schweren Kastanie (unser Bild), die samt Wurzeln und Erdreich mit einem Durchmesser von drei Metern aus dem Boden gehoben wurde, um auf einem anderen Grundstück in etwa 200 Meter Entfernung völlig unbeschädigt wieder eingepflanzt zu werden.

Die spektakuläre Umzugsaktion mit einem Spezialfahrzeug dauerte etwa eine Stunde. In einem Jahr sollen die ausgelagerten Bäume, deren Wurzeln eine Pilzbehandlung erhalten, wieder an ihre ursprünglichen Standorte zurückkehren. Dort werden sie bessere Bedingungen als bisher vorfinden: Bisher standen sie auf großen Mengen Nachkriegs-Bauschutt.

"Eine Baugrube um die Bäume herum und der ständige Einsatz von Baumaschinen sind ein größeres Risiko als die Verpflanzung", so Stadtbau-Architekt Hubert Hoffmann. Unter dem Arbeitstitel "Neues Wohnen Brunostraße" errichtet die städtische Immobilien-Gesellschaft für etwa 20 Millionen Euro auf einem rund 10.0000 Quadratmeter großen Grundstück neun Stadthäuser mit 100 modernen Miet- und Eigentumswohnungen.

Beim Architektenwettbewerb hat laut Stadtbau-Chef Hans Sartoris der Entwurf gewonnen, "der am meisten auf den alten Baumbestand Rücksicht nimmt".

Nautiland: Gedanken schweifen lassen und Ideen entwickeln

2010-08-09 @ 22:47 in Lokales

Foto (c) P.WötzelDer Beschluss des Stadtrats Mitte November war einstimmig: Das marode Nautiland soll am Standort saniert und zu einem „marktgerechten Familien- und Freizeitbad mit Sauna-Anlage“ umgebaut werden. Vor der Entscheidung über die Finanzierung und die Vergabe der Planungen sind jetzt die Bürger dran: In einer ersten „Bürgerplanwerkstatt“ wurden Ideen, Empfehlungen und Bedenken gesammelt.

Auf den ersten Blick waren es nur etwa 40 Bürger, die sich an der Veranstaltung am Freitagabend in der Franz-Oberthür-Schule beteiligten. Doch der Eindruck täuscht: Das Aktionsbündnis für den Erhalt von Nautiland und Eisbahn besteht aus Vertretern zahlreicher Vereine, Organisationen und Parteien, die Anwesenden dürfen daher getrost als Multiplikatoren gelten. Dass sie sich in den vergangenen Jahren intensiv mit der Zukunft des Nautiland-Bades beschäftigt haben, wurde gleich zu Beginn deutlich. Schon in den ersten Minuten wurden alle kritischen Fragen wie die Finanzierung des Ausbaus, die unbefriedigende Parkplatz-Situation oder die dringend notwendige Ausweitung des Angebots samt Marketing-Konzept angesprochen.

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Stadtrat schimpft: Frankenhalle wird fast 6 Millionen Euro teurer als angekündigt

2010-08-02 @ 19:43 in Lokales

Foto (c) P.WötzelEndgültig entschieden wird über die Zukunft der maroden Frankenhalle am Alten Hafen in Würzburg erst bei den Haushaltsberatungen im Spätherbst. Doch schon jetzt sorgte das ambitionierte Projekt der Stadtverwaltung wegen einer Kostensteigerung von deutlich über 50 Prozent für heftige Diskussionen im Stadtrat. Am Ende wurde mit 23:19 Stimmen eine Summe von 60.000 Euro genehmigt, mit der die Planung von Sanierung und Umbau der ehemaligen Viehauktionshalle weiter vorangetrieben werden kann.

Im vergangenen Jahr hatte der Stadtrat beschlossen, dass die Sanierungskosten für die Frankenhalle 9,5 Millionen Euro nicht überschreiten dürfen. Doch in der neuesten Beschlussvorlage standen andere Zahlen: 15,3 Millionen Euro und damit 5,8 Millionen mehr sollen Instandsetzung der Fassade und Innenausbau jetzt kosten. Ab Herbst 2013 ist die sanierte Halle als Ausweich-Spielstätte für das Mainfranken Theater vorgesehen. Dann soll das Theatergebäude zwei Spielzeiten lang ebenfalls von Grund auf saniert werden.

Oberbürgermeister Georg Rosenthal (SPD) warb im Stadtrat für das Projekt und erläuterte den Grund für die massive Kostensteigerung: Es habe sich herausgestellt, dass sich die Halle nach der Theaternutzung besser am Markt platzieren lasse, wenn man das Nutzungskonzept erweitere: „Es wird definitiv kein Projekt, das Gewinn abwirft. Aber wir brauchen eine gewisse Multifunktionalität“, so Rosenthal.

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Mutige Bungee-Springer am Stadtstrand

2010-08-01 @ 19:06 in Lokales

Foto (c) P.WötzelDas Wetter war toll, das Ambiente auch: Zahlreiche mutige Männer und Frauen nutzten am Wochenende die Gelegenheit, vom Würzburger Stadtstrand aus über dem Main einen Bungee-Sprung zu absolvieren.

Vor der malerischen Kulisse von Festung, Käppele und Weinbergen wurden sie von einem großen Kran auf rund 55 Meter Höhe gehievt.

Von dort ließen sie sich, mit den Knöcheln am Bungee-Seil befestigt, in die Tiefe fallen.

Bei Weitem nicht alle, aber doch einige der mutigen Springer konnten als Höhepunkt ihres waghalsigen Sprunges teilweise mit Armen und Kopf ins kühle Wasser des Mains eintauchen.

Der Respekt und der Applaus der anderen Gäste des Stadtstrands war ihnen sicher.

Positive WM-Bilanz - Zusätzliche Steuereinnahmen für die Stadt

2010-07-28 @ 19:01 in Lokales

Nicht nur die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist mit ihrem Abschneiden in Südafrika zufrieden, auch die Stadt Würzburg hat eine positive Bilanz der Fußball-Weltmeisterschaft gezogen. „Alle Public-Viewing-Veranstaltungen sind problemlos verlaufen“, so Kommunalreferent Wolfgang Kleiner.

Verboten war unter anderem der Verkauf von Getränken in Glasflaschen und Gläsern bei WM-Übertragungen. Das „Papp-Becher-Gebot“ hat laut Kleiner dazu geführt, dass die Würzburger Stadtreiniger weniger als 4.000 Kilogramm Müll, das meiste davon Glasbruch, entsorgen mussten.

Bei der Weltmeisterschaft 2006 waren es noch rund 16.000 Kilogramm und damit viermal so viel. Positiver Effekt: Nur eine Person hat sich an den Scherben verletzt.

 

Kämmerer freut sich über zusätzliche Einnahmen - zweiter Nachtragshaushalt

Der Würzburger Stadtrat wird nach der Sommerpause Ende September zum zweiten Mal einen Nachtragshaushalt für das laufende Jahr beraten und dabei offenbar mehrere Millionen Euro zusätzliche Ausgaben beschließen können. Grund ist eine „erhebliche Erhöhung“ der städtischen Einnahmen aus der Gewerbe- und der Einkommenssteuer, die Stadtkämmerer Christian Schuchardt kürzlich im Stadtrat bekannt gab. Eine genaue Zahl wollte Schuchardt auch auf Nachfrage nicht nennen.

 

 

NACHTRAG: Aus Frust unbekannten Mann abgestochen

2010-07-28 @ 18:59 in Lokales

Frust nach einem Streit mit Freunden und Alkohol waren nach den Worten eines 18-Jährigen der Auslöser für eine unerklärliche Tat: Der Gymnasiast hat zum Auftakt seins Prozesses vor dem Würzburger Landgericht gestanden, einem 64-jährigen Mann im Vorbeilaufen ein Messer in den Bauch gestoßen zu haben. Angeklagt ist der Schüler wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung.

„Ich habe zugestochen, wollte ihn aber nicht umbringen. Mein ganzer Frust hat sich entladen“, sagte der 18-Jährige, der seit der Tat vom 7. Februar 2010 in Untersuchungshaft sitzt. Seine Lehrer beschrieben ihn als intelligent und unauffällig, allerdgins soll er auch schon einmal eine Prügelei auf dem Schulhof mit seinem Handy gefilmt haben. Am Vorabend des unerklärlichen Messerstichs trank der Gymnasiast Whisky mit zwei Freunden, dabei kam es zu einem Streit. Davon will der Angeklagte so frustriert gewesen sein, dass er einem völlig unbekannten Mann in der Gattinger Straße in Würzburg das Messer in den Bauch stach.

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Rosenthal: Raus aus den Wohnzimmern, Genossen!

2010-07-26 @ 18:51 in Lokales, Politik

Es war Stadtparteitag der WürzburgSPD, und Oberbürgermeister Georg Rosenthal ging mit seinen Genossen streng ins Gericht: "Wer nie aus seinem Wohnzimmer rauskommt, der kann von den Bürgern nicht kennengelernt werden", schrieb Rosenthal kürzlich den nur etwa 50 Sozialdemokraten ins Stammbuch, die den Weg in den Radlersaal in Heidingsfeld gefunden hatten.

Gemeint haben dürfte der OB freilich eher die, die nicht gekommen waren. "Ich wünsche mir, dass die Würzburger Sozialdemokraten mit ihren Ideen und Vorstellungen in die Öffentlichkeit gehen und sich der Diskussion stellen. Wer diesen Schritt nicht geht, kann nicht den nötigen Beitrag zur Stärkung der Partei leisten", so Rosenthal. Bei öffentlichen Veranstaltungen wie Bürgerwerkstätten vermisst der OB häufig seine Parteifreunde: "Dabei gibt es in dieser Stadt viele Themen, bei denen wir gefordert sind."

Auch im Würzburger Stadtrat würde sich Rosenthal häufiger volle Ränge wünschen: "Und zwar nicht nur, wenn es um ein paar Bäume geht. Wenn mehr Bürger die Diskussionen im Stadtrat verfolgen würden, würde das die Position der SPD nachhaltig stärken", ist sich Rosenthal sicher. Vorhaben und Herausforderungen gibt es genug im Oberzentrum. Dabei hat sich die Stadt in der Vergangenheit bei Verhandlungen mit Investoren nach den Worten des OB nicht immer als verlässlich erwiesen: "Wir sind für Vertragspartner ein stressiges Moment."

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NACHTRAG: Residenz schlüpft in die Rolle des Louvre

2010-07-22 @ 18:35 in Lokales

Foto (c) P.WötzelJetzt ist es amtlich: Neben Hollywood-Stars wie Orlando Bloom (bekannt aus "Herr der Ringe"), Milla Jovovich ("Das 5 Element") und Oscar-Preisträger Christoph Waltz bekommen auch die Würzburger Residenz und andere Orte in der Domstadt eine Rolle in der Neuverfilmung der "3 Musketiere".

Wie die Pressestelle der "Constantin Film" inzwischen auch offiziell bekannt gab, wird der 3-D-Streifen ab dem 30. August in München, Würzburg, Bamberg, Bamberg, Burghausen und auf Herrenchiemsee gedreht. Die Innenaufnahmen finden im Studio Babelsberg in Potsdam statt.

"Hollywood goes Bayern", so die Constantin, die sich beim Drehplan und den genauen Drehorten aber noch bedeckt hält. Nach bislang unbestätigten Informationen soll das Weltkulturerbe Residenz, im 18. Jahrhundert im Auftrag der Würzburger Fürstbischöfe erbaut, unter anderem die Rolle des Pariser "Louvre" des 17. Jahrhunderts übernehmen.

Würzburgs Oberbürgermeister Georg Rosenthal freut sich bereits auf den Filmstart der "3 Musketiere" im Sommer 2011: "Würzburg unterstützt dieses Projekt. Der Film bietet die optimale Chance, die Stadt mit den touristischen Sehenswürdigkeiten zu präsentieren und von ihrer schönsten Seite zu zeigen."

NACHTRAG: Würzburger Stadtrat will nichts mit Nürnberg zu tun haben

2010-07-21 @ 18:33 in Lokales, Politik

Raus aus der Metropolregion Nürnberg, rein in die "Region Mainfranken GmbH": Der Würzburger Stadtrat ist kürzlich nur teilweise den Wünschen von Oberbürgermeister Georg Rosenthal (SPD) gefolgt. Mit knapper Mehrheit von 26:21 Stimmen entschieden die Räte, die vor zwei Jahren begonnene passive Mitgliedschaft in der Metropolregion Nürnberg wieder zu beenden.

Grünen-Stadträtin Karin Miethaner-Vent fasste die Bedenken der Gegner, die um die Eigenständigkeit der Unterfranken-Metropole fürchten, in zwei Sätzen zusammen: "Wir wären dort nur das fünfte Rad am Wagen. Ich will nicht, dass Würzburg eine S-Bahnstation von Nürnberg wird." Die Metropolregion (MR) Nürnberg besteht derzeit aus 21 Landkreisen und 12 kreisfreien Städten. Würzburg liegt am äußersten westlichen Ende. Der Landkreis Würzburg, der eine Mitgliedschaft kategorisch ablehnt, verhindert den direkten Anschluss.

 

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NACHTRAG: Kiliani-Hitze-Fußball-Zwischenbilanz

2010-07-12 @ 18:11 in Lokales

Eiszeit auf der Talavera. Foto (c) P.WötzelZehn Tage sind vorbei bei Unterfrankens größtem Volksfest, und die Schausteller sind trotz strahlenden Sonnenscheins nicht ganz zufrieden mit Kiliani 2010: „Die Hitze und die Fußball-Weltmeisterschaft haben sich auf die Besucherzahlen ausgewirkt. Wir gehen aber davon aus, dass es in der zweiten Woche eine Steigerung geben wird“, berichtete Schausteller-Sprecher Heiner Distel am Montag.

Sie waren auf alles vorbereitet: 2.000 dünne Regencapes hatten die Schausteller in Erwartung sommerlicher Wolkenbrüche für da diesjährige Kiliani-Volksfest geordert, um sie bei Bedarf kostenlos an die Besucher zu verteilen. Und dann war an den ersten zehn Tagen kaum eine Wolke am Himmel zu sehen: „Damit hat sich die Investition schon gelohnt, das werden wir beibehalten“, schmunzelte Distel.

Wirklich recht kann es der Wettergott den Schaustellern ohnehin nur selten machen. Auch strahlender Sonnenschein ist nicht nur positiv, wenn das Thermometer auf über 30 Grad im Schatten steigt: „Bei diesen Temperaturen heizt sich der Platz tagsüber so richtig auf. Da kommen die Besucher erst um 21 Uhr“, so Distel.

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Leichter erleichtern auf "Netten Toiletten"

2010-07-11 @ 18:04 in Lokales

Klo-Hinweis in der Domstraße. Foto (c) P.WötzelWen ein dringendes Bedürfnis plagt, der kann sich ab sofort in Würzburg leichter erleichtern: Durch die Aktion „Nette Toilette“ hat sich die Zahl der öffentlichen Toiletten in der Domstadt seit Anfang Juli mehr als verdoppelt.

Gut 30 Gastronomen und Einzelhändler haben sich bereit erklärt und auch vertraglich verpflichtet, ihre Toiletten während der Geschäftszeiten Passanten und Kunden zur Verfügung zu stellen. Das Konzept wurde 2001 in Aalen entwickelt und mittlerweile von über hundert deutschen Städten übernommen. Die Geschäfte und Kneipen erhalten von der Stadt einen Zuschuss für die Reinigungskosten.

Zu erkennen sind die beteiligten Läden und Gastwirtschaften an dem roten Aufkleber „Nette Toilette“. Auf unserem Bild ist der Eingang zum Bekleidungshaus „Schlier“ in der Domstraße zu sehen.

Zusammen mit den bisherigen rund 20 öffentlichen Toiletten gibt es in der Würzburger Innenstadt jetzt mehr als 50 Möglichkeiten, ein stilles Örtchen aufzusuchen.

15 Toiletten sind behindertengerecht, mehr als 20 bieten eine Wickelmöglichkeit. Die Stadt hat ein Faltblatt mit den Standorten herausgegeben, das in der Tourist Information im Falkenhaus ausliegt und im Internet abgerufen werden kann.

Internationaler Architektur-Workshop auf dem Bürgerbräu-Gelände

2010-07-10 @ 17:48 in Lokales

Ex-Brauerei. Foto (c) P.WötzelAm Sonntag geht es los: „Neues Leben in der alten Brauerei“ - unter diesem Motto steht der 8. internationale Architektur-Workshop vom 18. bis 30. Juli in Würzburg. Mit der „alten Brauerei“ ist das Bürgerbräu-Gelände in der Zellerau gemeint. Dort wurde von 1877 bis 1991 Bier gebraut, im Anschluss fanden dort einige kulturelle Einrichtungen, unter anderem das mittlerweile geschlossene Autonome Kulturzentrum AKW, eine Heimat.

In einer der Hallen trainieren die Zweitliga-Korbjäger der Würzburg Baskets in einem Basketball-Zentrum mit Fitness-Studio. Eine Sektkellerei stellt auf dem Gelände handgerüttelten Frankensekt her.

Der Gesamtkomplex mit seinen frühindustriellen roten Backsteinbauten und historischem Baubestand wird für zwei Wochen sozusagen „Spielwiese“ für etwa 50 Architektur-Studenten aus ganz Europa. Sie sollen bestehende Nutzungen neu definieren und Ideen für die nicht genutzten Teile des Geländes entwickeln.

Namhafte Professoren und Tutoren kommen von Hochschulen aus den Niederlanden, Protugal, Spanien, Finnland, Italien und Deutschland nach Würzburg und betreuen die Studenten. In der großen Halle auf dem bürgerbräu-Areal wird ein provisorische Architekturbüro eingerichtet. Nach Abschluss des Workshops präsentieren die Teilnehmer ihre Entwürfe, die dann auch im Würzburger Rathaus ausgestellt werden.

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Stadt und Betreiber einigen sich: Es geht 3 Jahre weiter in den Posthallen

2010-07-09 @ 17:42 in Lokales

Die Posthalle am Würzburger Hauptbahnhof bleibt auch für die kommenden drei Jahre Veranstaltungsort für Rockkonzerte und andere Events. Nachdem sich Betreiber „PH Event GmbH“ und die Stadtverwaltung nach langen Verhandlungen auf geeignete Brandschutzmaßnahmen geeignet haben, erteilte der Bau- und Ordnungssauschuss des Stadtrats am Dienstag die erforderliche Baugenehmigung für eine Nutzungsänderung. Damit ist das ehemalige Briefverteilzentrum der Post bis 2013 offiziell eine Veranstaltungshalle.

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Hypo-Umnutzung bitte ohne tote Ecken

2010-07-08 @ 19:19 in Lokales

Denkmalgeschützter Teil. Foto (c) P.WötzelAn einer ganz zentralen Stelle in Würzburg tut sich was: Die HypoVereinsbank wird in absehbarer Zeit ihr Domizil am Oberen Markt verlassen, für das Areal mit einer Grundfläche von rund 1.800 Quadratmetern steht eine Nachnutzung an.

Als ersten Schritt hat der Bau- und Ordnungsausschuss des Stadtrats am Dienstag einem Bauvorbescheid zugestimmt.

Oberbürgermeister Georg Rosenthal (SPD) kann sich an der prominenten Stelle der Innenstadt Textil-Einzelhandel auf gut 7.000 Quadratmetern Verkaufsfläche vorstellen.

Vor einigen Jahren hat das Bekleidungshaus Breuninger Würzburg verlassen, weil keine attraktive Verkaufsfläche zur Verfügung stand.

„Andere Interessenten aus der Textilbranche haben in Würzburg das gleiche Problem“, so Baureferent Christian Baumgart.

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Kommt bald der Augustiner-Hochhaus-Abriss?

2010-07-05 @ 12:26 in Lokales

Die berühmt-berüchtigte Stadtsilhouette. Foto (c) P.WötzelDie Anzeichen mehren sich, dass sich die mittlerweile über fünf Jahre währende Geschichte um das abrissreife ehemalige Ämterhochhaus in der Würzburger Augustinerstraße ihrem Ende nähert.

Nachdem der Bauherr „Informica Real Invest“ aus Reichenberg (Kreis Würzburg) neue Pläne eingereicht hat, die jetzt den Vorgaben des Stadtrats entsprechen, hat der Bau- und Ordnungsausschuss am vergangenen Dienstag dem aktualisierten Vorhaben- und Erschließungsplan für den neuen „Tricyan Tower“ grünes Licht gegeben.

Seinen 80. Geburtstag hat das marode gebäude mittlerweile gefeiert. Anfang April war es genau fünf Jahre her, dass das Haus wegen akuter Einsturzgefahr geräumt und eingerüstet wurde. Seither steht es äußerlich unverändert wie ein Fels in der Augustinerstraße und wartet auf sein Schicksal. Der Abriss ist beschlossene Sache.

Allerdings machte sich der Investor beim Stadtrat unbeliebt, weil er den Nachfolger ein gutes Stück zu hoch plante.

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Missbrauch in der Kirche: "Den Betroffenen zeigen, dass man sie ernst nimmt"

2010-07-05 @ 12:16 in Lokales

Gut besuchte Diskussion im Burkardus-Haus. Foto (c) P.WötzelEinen weiteren Schritt bei der Aufarbeitung der zahllosen Missbrauchsfälle in ihren Einrichtungen hat die Diözese Würzburg am Mittwoch gemacht: Dekanat und Domschule hatten zu einer Podiumsdiskussion geladen, in deren Verlauf die Taten und ihre Folgen für Betroffene und die Kirche offen und sachlich diskutiert wurden.

"Es ist wichtig, in jedem einzelnen Fall ganz genau hinzusehen und dabei auch das Umfeld der Betroffenen, aber auch der Täter einzubeziehen", sagte Dr. Karl Hillenbrand, der Generalvikar der Diözese.

Immer noch gibt es in der Kirche Menschen, die die Probleme lieber aussitzen als lösen wollen, berichtete Hillenbrand vor gut 120 Zuhörern: "Ich halte es für töricht, wenn ich aus den eigenen Reihen höre: Das wird schon irgendwann vorüber gehen."

Nur Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit im Umgang mit den Missbrauchsfällen werde der katholischen Kirche helfen, ihre Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen, so der Generalvikar.

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Erster Neubau auf dem Leighton-Gelände: Experimentalgebäude für energeisparendes Bauen

2010-07-05 @ 12:14 in Lokales, Politik

Der erste Neubau auf den Konversionsflächen der ehemaligen „Leighton Barracks“ in Würzburg ist in trockenen Tüchern: In unmittelbarer Nachbarschaft der Universitäts-Erweiterung am Hubland baut das „Zentrum für angewandte Energieforschung Bayern“ (ZAE) demnächst ein neues Forschungsgebäude für rund 10 Millionen Euro. „Die Finanzierung ist mittlerweile gesichert“, bestätigten die CSU-Europa-Abgeordnete Anja Weisgerber und ihr Landtagskollege Oliver Jörg.

Der ZAE-Neubau ist das erste Neubau-Projekt auf den Würzburger Konversionsflächen außerhalb der 39 Hektar großen Uni-Erweiterung. Schon im vergangenen September wurde der Flächennutzungsplan geändert und ein Bebauungsplan für das rund 10.000 Quadratmeter große „Sondergebiet Zentrum für angewandte Energieforschung“ aufgestellt. Doch dann geriet die Finanzierung ins Stocken. Offenbar wurde das Projekt inzwischen etwas abgespeckt, denn in der ersten Variante war noch von Investitionen in Höhe von 13,6 Millionen Euro die Rede.

„Wir haben uns stark dafür eingesetzt, dass das Forschungsgebäude gebaut werden kann“, betonte Weisgerber. Die unterfränkischen Abgeordneten hatten die Sorge, dass die ZAE-Erweiterung neben dem geplanten „Energie-Campus“ in Nürnberg und Erlangen bei den staatlichen Zuschüssen zu kurz kommen könnte. Jetzt sind 4,5 Millionen Euro vom Bund und 3,9 Millionen Euro vom Freistaat zugesagt. Der Rest wird durch Sponsoren und Eigenmittel des ZAE aufgebracht. Von der Ansiedlung des Forschungsgebäudes für energiesparendes Bauen erhofft sich die Stadt eine Initialzündung für die Ansiedlung weiterer außeruniversitärer Forschungseinrichtungen.

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