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Rangierlokführer soll übermüdet zwei Signale überfahren haben

2010-07-16 @ 18:28 in Juristisches

Drei Verletzte forderte in den frühen Morgenstunden des 30. März 2006 der Zusammenstoß einer Rangierlok mit einem Güterzug zwischen Veitshöchheim und Würzburg. Weil er nach Ansicht der Staatsanwaltschaft im Führerhaus eingeschlafen sein soll, muss sich derzeit der 66-jährige Lokführer der Rangierlok wegen fahrlässiger „Gefährdung des Bahnverkehrs“ vor dem Würzburger Amtsgericht verantworten. Der Angeklagte habe vor dem Unfall zwei Haltezeichen überfahren, so die Anklage.

Das Amtsgericht erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft einen Strafbefehl über 3.600 Euro (90 Tagessätze von 40 Euro) Geldstrafe, gegen den der Lokführer Einspruch einlegte. Vor Gericht gab er an, das Führerhaus der Lok sei kurz vor der zweitägigen Überführungsfahrt von der Fabrik in Nordrhein-Westlfalen nach Augsburg frisch gestrichen worden. Aufgrund der Ausdünstungen der frischen Farbe will der 66-Jährige ohnmächtig geworden sein. Bei dem Unfall brach er sich die Rippen, die beiden Lokführer des Güterzugs, die den Zusammenstoß auch durch eine Vollbremsung nicht verhindern konnten, wurden leicht verletzt.

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