Teilgeständnis der Angeklagten: "Habe mit dem Messer nicht zugestoßen"
Nach einem bewaffneten Überfall auf ein Rentner-Ehepaar in Ochsenfurt (Kreis Würzburg) hat die Täterin zum Auftakt des Prozesses vor dem Würzburger Landgericht einen Großteil der Vorwürfe gestanden. Angeklagt ist die 60-jährige Friseurmeisterin aus Marktsteft (Kreis Kitzingen) wegen versuchten Mordes und versuchter schwerer räuberischer Erpressung. Sie soll im Verlauf des etwa einstündigen Überfalls einem damals 79 Jahre alten Mann ein Messer in Tötungsabsicht in die Brust gestochen haben. Den Überfall gab die Angeklagte zu, die Messerattacke nicht: "Ich habe nicht zugestoßen", sagte sie am Dienstag vor dem Schwurgericht.
Zu der Verletzung des Rentners soll es nach Angaben der Angeklagten bei einem Gerangel um das Jagdmesser gekommen sein, mit dem sie am Abend des 26. Januar 2009 die Herausgabe eines größeren Geldbetrages erzwingen wollte. Grund waren fast 400.000 Euro Schulden der früher erfolgreichen Geschäftsfrau, die sich bereits zum fünften Mal vor Gericht verantworten muss: "Ich hatte meinen wirtschaftlichen Absturz vor Augen und brauchte dringend Geld", sagte die Friseurmeisterin.




