Anklage: Versuchter Mord
Wegen versuchten Mordes und versuchter schwerer räuberischer Erpressung muss sich eine mehrfach vorbestrafte Friseurmeisterin aus dem Kreis Kitzingen seit Dienstag an vor dem Würzburger Landgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft legt der 60-jährigen Frau zur Last, am 26. Januar 2009 mit schwarzer Perücke maskiert, einer Strumpfhose vor dem Gesicht und mit einem Messer bewaffnet in das Haus eines Rentner-Ehepaares in Ochsenfurt (Kreis Würzburg) eingedrungen und Geld gefordert zu haben.
Als der Rentner sich gegen den Überfall zur Wehr setzte, soll die Täterin ihn mit einem Telefonkabel um den Hals gewürgt und ihm dann das Messer in Tötungsabsicht gezielt in die Brust gestochen haben. Als Motiv für den brutalen Überfall hat die Staatsanwaltschaft Geldnot ausgemacht. Lebenswichtige Organe wurden durch den Stich nicht verletzt.
Anschließend soll die Angeklagte 50.000 Euro von dem schwerverletzten Mann und seiner Ehefrau gefordert haben. Erst als ihr klar wurde, dass das Paar kein Bargeld im Haus hatte, gab sie die Tat nach etwa einer Stunde auf. Die 60-Jährige stand zur Tatzeit unter Bewährung und flüchtete nach Spanien, wo sie zwei Wochen später verhaftet und anschließend ausgeliefert wurde. Derzeit sitzt sie eine Strafe in anderer Sache ab. Das Schwurgericht hat für den Prozess sieben Verhandlungstage angesetzt.




