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Unterfranken-CSU fordert außerunversitäre Forschungseinrichtungen: "Jetzt sind wir dran!"

2010-07-05 @ 12:35 in Politik

CSU-Bezirksparteitag in Randersacker. Foto (c) P.WötzelFünf Tage vor der Kabinettssitzung in Bad Kissingen hat die unterfränkische CSU von der Staatsregierung Unterstützung für den Wissenschaftsstandort Unterfranken und die Einhaltung von Zusagen zur Einrichtung eines Forschungszentrums für Nanotechnologie in Würburg eingefordert.

In Anwesenheit von Innenminister Joachim Herrmann verabschiedete der Bezirksparteitag in Randersacker am Samstag einstimmig ein Positionspapier, in dem die Einrichtung außer-universitärer Forschungseinrichtungen dringend angemahnt wird.

Das neue Motto der Unterfranken-CSU stammt von Landtagspräsidentin Barbara Stamm: „Jetzt sind wir dran“, betonte sie Anfang Mai, als Ministerpräsident Horst Seehofer an einer Vorstandssitzung in Würzburg teilnahm.

Seehofer versicherte damals, Unterfranken werde in München „gleichwertig mit allen anderen Teilräumen Bayerns“ gesehen. Während der Ministerpräsident am Samstag beim „Tag der Franken“ in Kulmbach weilte und dort schon einmal die Absicht der Staatsregierung zum „Ausbau der außeruniversitären Forschungslandschaft in Nordbayern“ zusagte, wurde sein Innenminister bei tropischen Temperaturen in der Sporthalle des Weinorts Randersacker mit ganz konkreten Forderungen konfrontiert.

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Kommt bald der Augustiner-Hochhaus-Abriss?

2010-07-05 @ 12:26 in Lokales

Die berühmt-berüchtigte Stadtsilhouette. Foto (c) P.WötzelDie Anzeichen mehren sich, dass sich die mittlerweile über fünf Jahre währende Geschichte um das abrissreife ehemalige Ämterhochhaus in der Würzburger Augustinerstraße ihrem Ende nähert.

Nachdem der Bauherr „Informica Real Invest“ aus Reichenberg (Kreis Würzburg) neue Pläne eingereicht hat, die jetzt den Vorgaben des Stadtrats entsprechen, hat der Bau- und Ordnungsausschuss am vergangenen Dienstag dem aktualisierten Vorhaben- und Erschließungsplan für den neuen „Tricyan Tower“ grünes Licht gegeben.

Seinen 80. Geburtstag hat das marode gebäude mittlerweile gefeiert. Anfang April war es genau fünf Jahre her, dass das Haus wegen akuter Einsturzgefahr geräumt und eingerüstet wurde. Seither steht es äußerlich unverändert wie ein Fels in der Augustinerstraße und wartet auf sein Schicksal. Der Abriss ist beschlossene Sache.

Allerdings machte sich der Investor beim Stadtrat unbeliebt, weil er den Nachfolger ein gutes Stück zu hoch plante.

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Missbrauch in der Kirche: "Den Betroffenen zeigen, dass man sie ernst nimmt"

2010-07-05 @ 12:16 in Lokales

Gut besuchte Diskussion im Burkardus-Haus. Foto (c) P.WötzelEinen weiteren Schritt bei der Aufarbeitung der zahllosen Missbrauchsfälle in ihren Einrichtungen hat die Diözese Würzburg am Mittwoch gemacht: Dekanat und Domschule hatten zu einer Podiumsdiskussion geladen, in deren Verlauf die Taten und ihre Folgen für Betroffene und die Kirche offen und sachlich diskutiert wurden.

"Es ist wichtig, in jedem einzelnen Fall ganz genau hinzusehen und dabei auch das Umfeld der Betroffenen, aber auch der Täter einzubeziehen", sagte Dr. Karl Hillenbrand, der Generalvikar der Diözese.

Immer noch gibt es in der Kirche Menschen, die die Probleme lieber aussitzen als lösen wollen, berichtete Hillenbrand vor gut 120 Zuhörern: "Ich halte es für töricht, wenn ich aus den eigenen Reihen höre: Das wird schon irgendwann vorüber gehen."

Nur Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit im Umgang mit den Missbrauchsfällen werde der katholischen Kirche helfen, ihre Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen, so der Generalvikar.

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Erster Neubau auf dem Leighton-Gelände: Experimentalgebäude für energeisparendes Bauen

2010-07-05 @ 12:14 in Lokales, Politik

Der erste Neubau auf den Konversionsflächen der ehemaligen „Leighton Barracks“ in Würzburg ist in trockenen Tüchern: In unmittelbarer Nachbarschaft der Universitäts-Erweiterung am Hubland baut das „Zentrum für angewandte Energieforschung Bayern“ (ZAE) demnächst ein neues Forschungsgebäude für rund 10 Millionen Euro. „Die Finanzierung ist mittlerweile gesichert“, bestätigten die CSU-Europa-Abgeordnete Anja Weisgerber und ihr Landtagskollege Oliver Jörg.

Der ZAE-Neubau ist das erste Neubau-Projekt auf den Würzburger Konversionsflächen außerhalb der 39 Hektar großen Uni-Erweiterung. Schon im vergangenen September wurde der Flächennutzungsplan geändert und ein Bebauungsplan für das rund 10.000 Quadratmeter große „Sondergebiet Zentrum für angewandte Energieforschung“ aufgestellt. Doch dann geriet die Finanzierung ins Stocken. Offenbar wurde das Projekt inzwischen etwas abgespeckt, denn in der ersten Variante war noch von Investitionen in Höhe von 13,6 Millionen Euro die Rede.

„Wir haben uns stark dafür eingesetzt, dass das Forschungsgebäude gebaut werden kann“, betonte Weisgerber. Die unterfränkischen Abgeordneten hatten die Sorge, dass die ZAE-Erweiterung neben dem geplanten „Energie-Campus“ in Nürnberg und Erlangen bei den staatlichen Zuschüssen zu kurz kommen könnte. Jetzt sind 4,5 Millionen Euro vom Bund und 3,9 Millionen Euro vom Freistaat zugesagt. Der Rest wird durch Sponsoren und Eigenmittel des ZAE aufgebracht. Von der Ansiedlung des Forschungsgebäudes für energiesparendes Bauen erhofft sich die Stadt eine Initialzündung für die Ansiedlung weiterer außeruniversitärer Forschungseinrichtungen.