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Positive WM-Bilanz - Zusätzliche Steuereinnahmen für die Stadt

2010-07-28 @ 19:01 in Lokales

Nicht nur die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist mit ihrem Abschneiden in Südafrika zufrieden, auch die Stadt Würzburg hat eine positive Bilanz der Fußball-Weltmeisterschaft gezogen. „Alle Public-Viewing-Veranstaltungen sind problemlos verlaufen“, so Kommunalreferent Wolfgang Kleiner.

Verboten war unter anderem der Verkauf von Getränken in Glasflaschen und Gläsern bei WM-Übertragungen. Das „Papp-Becher-Gebot“ hat laut Kleiner dazu geführt, dass die Würzburger Stadtreiniger weniger als 4.000 Kilogramm Müll, das meiste davon Glasbruch, entsorgen mussten.

Bei der Weltmeisterschaft 2006 waren es noch rund 16.000 Kilogramm und damit viermal so viel. Positiver Effekt: Nur eine Person hat sich an den Scherben verletzt.

 

Kämmerer freut sich über zusätzliche Einnahmen - zweiter Nachtragshaushalt

Der Würzburger Stadtrat wird nach der Sommerpause Ende September zum zweiten Mal einen Nachtragshaushalt für das laufende Jahr beraten und dabei offenbar mehrere Millionen Euro zusätzliche Ausgaben beschließen können. Grund ist eine „erhebliche Erhöhung“ der städtischen Einnahmen aus der Gewerbe- und der Einkommenssteuer, die Stadtkämmerer Christian Schuchardt kürzlich im Stadtrat bekannt gab. Eine genaue Zahl wollte Schuchardt auch auf Nachfrage nicht nennen.

 

 

NACHTRAG: Aus Frust unbekannten Mann abgestochen

2010-07-28 @ 18:59 in Lokales

Frust nach einem Streit mit Freunden und Alkohol waren nach den Worten eines 18-Jährigen der Auslöser für eine unerklärliche Tat: Der Gymnasiast hat zum Auftakt seins Prozesses vor dem Würzburger Landgericht gestanden, einem 64-jährigen Mann im Vorbeilaufen ein Messer in den Bauch gestoßen zu haben. Angeklagt ist der Schüler wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung.

„Ich habe zugestochen, wollte ihn aber nicht umbringen. Mein ganzer Frust hat sich entladen“, sagte der 18-Jährige, der seit der Tat vom 7. Februar 2010 in Untersuchungshaft sitzt. Seine Lehrer beschrieben ihn als intelligent und unauffällig, allerdgins soll er auch schon einmal eine Prügelei auf dem Schulhof mit seinem Handy gefilmt haben. Am Vorabend des unerklärlichen Messerstichs trank der Gymnasiast Whisky mit zwei Freunden, dabei kam es zu einem Streit. Davon will der Angeklagte so frustriert gewesen sein, dass er einem völlig unbekannten Mann in der Gattinger Straße in Würzburg das Messer in den Bauch stach.

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VG Würzburg bestätigt Gewerbeuntersagung wegen Unzuverlässigkeit

2010-07-27 @ 18:58 in Juristisches

Zu unzuverlässig für ein Gewerbe: Weil er bereits hohe Schulden beim Finanzamt und auch mehrere eidesstattliche Versicherungen abgegeben hat, wurde einem Mann aus Schollbrunn vom Landratsamt Main-Spessart jegliche selbstständige Tätigkeit untersagt. Diese Entscheidung hat nun auch das Würzburger Verwaltungsgericht bestätigt

Offenbar muss nicht nur der Kläger, der seine Anmeldung eines Gewerbes für "Dienstleistungen rund ums Haus" vor Gericht durchsetzen wollte, als unzuverlässig eingestuft werden. Auch sein Rechtsanwalt, der drei Wochen vor der Verhandlung fristgerecht die Ladung erhielt, fehlte am Mittwoch unentschuldigt. Vielleicht lag die Abwesenheit aber auch daran, dass die Klage ohnehin wenige bis keine Erfolgsaussichten hatte: Schon mit einem Eilantrag in gleicher Sache war der Kläger gescheitert. Immerhin: Mit einer Klagerücknahme hätte der offenbar völlig verschuldete Mann seine Verfahrenskosten reduzieren können.

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Rosenthal: Raus aus den Wohnzimmern, Genossen!

2010-07-26 @ 18:51 in Lokales, Politik

Es war Stadtparteitag der WürzburgSPD, und Oberbürgermeister Georg Rosenthal ging mit seinen Genossen streng ins Gericht: "Wer nie aus seinem Wohnzimmer rauskommt, der kann von den Bürgern nicht kennengelernt werden", schrieb Rosenthal kürzlich den nur etwa 50 Sozialdemokraten ins Stammbuch, die den Weg in den Radlersaal in Heidingsfeld gefunden hatten.

Gemeint haben dürfte der OB freilich eher die, die nicht gekommen waren. "Ich wünsche mir, dass die Würzburger Sozialdemokraten mit ihren Ideen und Vorstellungen in die Öffentlichkeit gehen und sich der Diskussion stellen. Wer diesen Schritt nicht geht, kann nicht den nötigen Beitrag zur Stärkung der Partei leisten", so Rosenthal. Bei öffentlichen Veranstaltungen wie Bürgerwerkstätten vermisst der OB häufig seine Parteifreunde: "Dabei gibt es in dieser Stadt viele Themen, bei denen wir gefordert sind."

Auch im Würzburger Stadtrat würde sich Rosenthal häufiger volle Ränge wünschen: "Und zwar nicht nur, wenn es um ein paar Bäume geht. Wenn mehr Bürger die Diskussionen im Stadtrat verfolgen würden, würde das die Position der SPD nachhaltig stärken", ist sich Rosenthal sicher. Vorhaben und Herausforderungen gibt es genug im Oberzentrum. Dabei hat sich die Stadt in der Vergangenheit bei Verhandlungen mit Investoren nach den Worten des OB nicht immer als verlässlich erwiesen: "Wir sind für Vertragspartner ein stressiges Moment."

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NACHTRAG: Splashdiver beeindrucken im "Dalle"

2010-07-23 @ 18:47 in Sport

Foto (c) P.WötzelNicht ganz so elegant wie Kunst- und Turmspringer und vor allem beim Eintauchen ins Wasser viel lauter: „Splashdiver“ wollen es möglichst laut klatschen lassen und eine hohe Wasserfontäne produzieren.

Kürzlich trafen sich die besten Athleten zur Weltmeisterschaft im Würzburger Dallenberg-Bad.

Auch diesen Begriff hat sich der Veranstalter schützen lassen, die Titelkämpfe einfach nur als „Arschbomben-WM“ zu bezeichnen, wird den Leistungen der Teilnehmer aber nicht annähernd gerecht.

Die 53 Männer und 3 Frauen, die in Würzburg am Start waren, zeigten teilweise Akrobatik in Vollendung, ehe sie das Wasser in einer von 13 erlaubten Positionen aufspritzen ließen.

Die Ausführung der Salti, Schrauben und Landungen haben unterschiedliche Schwierigkeitsgrade und werden von sechs Punktrichtern streng bewertet.

Einer von ihnen war der mehrfache Europameister im Kunst- und Turmspringen, Heiko Meyer: „Bei uns ging es darum, möglichst scherzfrei ins Wasser zu kommen. Ich habe einen Heidenrespekt vor diesen Leistungen“, sagte Meyer.

Schmerzen gehören beim Splashdiving dazu – kein Wunder, wenn man im so genannten „Brett“ mit den Rückseiten der Beine und dem Hinterteil voraus aus zehn Metern Höhe auf das Wasser klatscht.

Deutschland ist führend in der noch jungen Sportart und hat bisher alle Weltmeister gestellt.

Mehrmals auf dem Treppchen ganz oben stand bereits Christian „Elvis“ Guth, der sich in diesem Jahr mit dem Titel im Synchronspringen mit seinem Bayreuther Kollegen Felix Hirt begnügen musste.

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NACHTRAG: Residenz schlüpft in die Rolle des Louvre

2010-07-22 @ 18:35 in Lokales

Foto (c) P.WötzelJetzt ist es amtlich: Neben Hollywood-Stars wie Orlando Bloom (bekannt aus "Herr der Ringe"), Milla Jovovich ("Das 5 Element") und Oscar-Preisträger Christoph Waltz bekommen auch die Würzburger Residenz und andere Orte in der Domstadt eine Rolle in der Neuverfilmung der "3 Musketiere".

Wie die Pressestelle der "Constantin Film" inzwischen auch offiziell bekannt gab, wird der 3-D-Streifen ab dem 30. August in München, Würzburg, Bamberg, Bamberg, Burghausen und auf Herrenchiemsee gedreht. Die Innenaufnahmen finden im Studio Babelsberg in Potsdam statt.

"Hollywood goes Bayern", so die Constantin, die sich beim Drehplan und den genauen Drehorten aber noch bedeckt hält. Nach bislang unbestätigten Informationen soll das Weltkulturerbe Residenz, im 18. Jahrhundert im Auftrag der Würzburger Fürstbischöfe erbaut, unter anderem die Rolle des Pariser "Louvre" des 17. Jahrhunderts übernehmen.

Würzburgs Oberbürgermeister Georg Rosenthal freut sich bereits auf den Filmstart der "3 Musketiere" im Sommer 2011: "Würzburg unterstützt dieses Projekt. Der Film bietet die optimale Chance, die Stadt mit den touristischen Sehenswürdigkeiten zu präsentieren und von ihrer schönsten Seite zu zeigen."

NACHTRAG: Würzburger Stadtrat will nichts mit Nürnberg zu tun haben

2010-07-21 @ 18:33 in Lokales, Politik

Raus aus der Metropolregion Nürnberg, rein in die "Region Mainfranken GmbH": Der Würzburger Stadtrat ist kürzlich nur teilweise den Wünschen von Oberbürgermeister Georg Rosenthal (SPD) gefolgt. Mit knapper Mehrheit von 26:21 Stimmen entschieden die Räte, die vor zwei Jahren begonnene passive Mitgliedschaft in der Metropolregion Nürnberg wieder zu beenden.

Grünen-Stadträtin Karin Miethaner-Vent fasste die Bedenken der Gegner, die um die Eigenständigkeit der Unterfranken-Metropole fürchten, in zwei Sätzen zusammen: "Wir wären dort nur das fünfte Rad am Wagen. Ich will nicht, dass Würzburg eine S-Bahnstation von Nürnberg wird." Die Metropolregion (MR) Nürnberg besteht derzeit aus 21 Landkreisen und 12 kreisfreien Städten. Würzburg liegt am äußersten westlichen Ende. Der Landkreis Würzburg, der eine Mitgliedschaft kategorisch ablehnt, verhindert den direkten Anschluss.

 

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NACHTRAG: Friseurmeisterin voll schuldfähig - Fast sieben Jahre Haft

2010-07-20 @ 18:27 in Juristisches

Im Prozess um den brutalen Überfall auf ein Ochsenfurter Rentner-Ehepaar vor dem Würzburger Landgericht hat ein psychiatrischer Gutachter der 60-jährigen Angeklagten volle Schuldfähigkeit bescheinigt. Zwar müsse man zu Gunsten der Friseurin davon ausgehen, dass sie an einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung leide, so Professor Dr. Martin Krupinksi: „Es gibt aber nichts, was eine Einschränkung der Steuerungsfähigkeit begründen könnte

Auch die sorgfältig geplante und vorbereitete Tat – die Angeklagte schminkte und maskierte sich und gab sich als Blumenbotin aus – spricht dagegen. Fest steht für Krupinksi, der die Angeklagte aus einem früheren Prozess kennt, dass sie durch ihre Persönlichkeit anfälliger als andere Menschen ist, wenn es darum geht, auf illegalem Weg an Geld zu kommen. Das hat die 60-Jährige vor dem Überfall vom 26. Januar 2009 bereits in vier Fällen bewiesen. Bis Ende der 1990er Jahre war sie eine erfolgreiche Geschäftsfrau mit zwei Friseur- und Kosmetik-Salons und einer Boutique in Kitzingen und Marktsteft. Dann ging es wirtschaftlich bergab und die kriminelle Karriere begann.

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Rangierlokführer soll übermüdet zwei Signale überfahren haben

2010-07-16 @ 18:28 in Juristisches

Drei Verletzte forderte in den frühen Morgenstunden des 30. März 2006 der Zusammenstoß einer Rangierlok mit einem Güterzug zwischen Veitshöchheim und Würzburg. Weil er nach Ansicht der Staatsanwaltschaft im Führerhaus eingeschlafen sein soll, muss sich derzeit der 66-jährige Lokführer der Rangierlok wegen fahrlässiger „Gefährdung des Bahnverkehrs“ vor dem Würzburger Amtsgericht verantworten. Der Angeklagte habe vor dem Unfall zwei Haltezeichen überfahren, so die Anklage.

Das Amtsgericht erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft einen Strafbefehl über 3.600 Euro (90 Tagessätze von 40 Euro) Geldstrafe, gegen den der Lokführer Einspruch einlegte. Vor Gericht gab er an, das Führerhaus der Lok sei kurz vor der zweitägigen Überführungsfahrt von der Fabrik in Nordrhein-Westlfalen nach Augsburg frisch gestrichen worden. Aufgrund der Ausdünstungen der frischen Farbe will der 66-Jährige ohnmächtig geworden sein. Bei dem Unfall brach er sich die Rippen, die beiden Lokführer des Güterzugs, die den Zusammenstoß auch durch eine Vollbremsung nicht verhindern konnten, wurden leicht verletzt.

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Teilgeständnis der Angeklagten: "Habe mit dem Messer nicht zugestoßen"

2010-07-15 @ 18:26 in Juristisches

Nach einem bewaffneten Überfall auf ein Rentner-Ehepaar in Ochsenfurt (Kreis Würzburg) hat die Täterin zum Auftakt des Prozesses vor dem Würzburger Landgericht einen Großteil der Vorwürfe gestanden. Angeklagt ist die 60-jährige Friseurmeisterin aus Marktsteft (Kreis Kitzingen) wegen versuchten Mordes und versuchter schwerer räuberischer Erpressung. Sie soll im Verlauf des etwa einstündigen Überfalls einem damals 79 Jahre alten Mann ein Messer in Tötungsabsicht in die Brust gestochen haben. Den Überfall gab die Angeklagte zu, die Messerattacke nicht: "Ich habe nicht zugestoßen", sagte sie am Dienstag vor dem Schwurgericht.

Zu der Verletzung des Rentners soll es nach Angaben der Angeklagten bei einem Gerangel um das Jagdmesser gekommen sein, mit dem sie am Abend des 26. Januar 2009 die Herausgabe eines größeren Geldbetrages erzwingen wollte. Grund waren fast 400.000 Euro Schulden der früher erfolgreichen Geschäftsfrau, die sich bereits zum fünften Mal vor Gericht verantworten muss: "Ich hatte meinen wirtschaftlichen Absturz vor Augen und brauchte dringend Geld", sagte die Friseurmeisterin.

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Anklage: Versuchter Mord

2010-07-14 @ 18:24 in Juristisches

Wegen versuchten Mordes und versuchter schwerer räuberischer Erpressung muss sich eine mehrfach vorbestrafte Friseurmeisterin aus dem Kreis Kitzingen seit Dienstag an vor dem Würzburger Landgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft legt der 60-jährigen Frau zur Last, am 26. Januar 2009 mit schwarzer Perücke maskiert, einer Strumpfhose vor dem Gesicht und mit einem Messer bewaffnet in das Haus eines Rentner-Ehepaares in Ochsenfurt (Kreis Würzburg) eingedrungen und Geld gefordert zu haben.

Als der Rentner sich gegen den Überfall zur Wehr setzte, soll die Täterin ihn mit einem Telefonkabel um den Hals gewürgt und ihm dann das Messer in Tötungsabsicht gezielt in die Brust gestochen haben. Als Motiv für den brutalen Überfall hat die Staatsanwaltschaft Geldnot ausgemacht. Lebenswichtige Organe wurden durch den Stich nicht verletzt.

Anschließend soll die Angeklagte 50.000 Euro von dem schwerverletzten Mann und seiner Ehefrau gefordert haben. Erst als ihr klar wurde, dass das Paar kein Bargeld im Haus hatte, gab sie die Tat nach etwa einer Stunde auf. Die 60-Jährige stand zur Tatzeit unter Bewährung und flüchtete nach Spanien, wo sie zwei Wochen später verhaftet und anschließend ausgeliefert wurde. Derzeit sitzt sie eine Strafe in anderer Sache ab. Das Schwurgericht hat für den Prozess sieben Verhandlungstage angesetzt.

Windrad-Gegner aus Urspringen erneut erfolglos

2010-07-13 @ 18:21 in Juristisches

Auch beim zweiten Versuch sind Bürger und die Gemeinden Roden und Karbach mit dem Versuch gescheitert, die immissionschutzrechtliche Genehmigung für Windräder aufheben zu lassen, die die Firma Wotan GmbH auf dem auch als „Lehmberg“ bekannten Hausberg bei Urspringen betreibt. Das Verwaltungsgericht Würzburg wies die Anfechtungsklagen ab.

Überraschend war das Urteil nicht: Schon im Frühjahr 2009 waren die Kläger mit einem gleichgelagerten Verfahren gegen zwei der vier Windkraftanlagen gescheitert. Jetzt richteten sich die Klagen gegen die anderen beiden Lehmberg-Windräder, und das Ergebnis war vorherzusehen. Die Klagen hätten „keine Erfolgsaussicht“, hatte die 4. Kammer schon im vorgelagerten Eilverfahren festgestellt und den Antrag der Kläger auf einstweiligen Rechtsschutz abgelehnt.

Die Sachlage war so klar, dass die Verfahren auf eine einzelne Richterin übertragen wurden. Im vergangenen Jahr hatte die Kammer noch in voller Besetzung entschieden. Und auch dieses Mal ließ die Einzelrichterin schon während der Verhandlung durchblicken, dass es aus Kostengründen wohl vernünftiger wäre, die Klage zurückzunehmen.

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NACHTRAG: Kiliani-Hitze-Fußball-Zwischenbilanz

2010-07-12 @ 18:11 in Lokales

Eiszeit auf der Talavera. Foto (c) P.WötzelZehn Tage sind vorbei bei Unterfrankens größtem Volksfest, und die Schausteller sind trotz strahlenden Sonnenscheins nicht ganz zufrieden mit Kiliani 2010: „Die Hitze und die Fußball-Weltmeisterschaft haben sich auf die Besucherzahlen ausgewirkt. Wir gehen aber davon aus, dass es in der zweiten Woche eine Steigerung geben wird“, berichtete Schausteller-Sprecher Heiner Distel am Montag.

Sie waren auf alles vorbereitet: 2.000 dünne Regencapes hatten die Schausteller in Erwartung sommerlicher Wolkenbrüche für da diesjährige Kiliani-Volksfest geordert, um sie bei Bedarf kostenlos an die Besucher zu verteilen. Und dann war an den ersten zehn Tagen kaum eine Wolke am Himmel zu sehen: „Damit hat sich die Investition schon gelohnt, das werden wir beibehalten“, schmunzelte Distel.

Wirklich recht kann es der Wettergott den Schaustellern ohnehin nur selten machen. Auch strahlender Sonnenschein ist nicht nur positiv, wenn das Thermometer auf über 30 Grad im Schatten steigt: „Bei diesen Temperaturen heizt sich der Platz tagsüber so richtig auf. Da kommen die Besucher erst um 21 Uhr“, so Distel.

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Leichter erleichtern auf "Netten Toiletten"

2010-07-11 @ 18:04 in Lokales

Klo-Hinweis in der Domstraße. Foto (c) P.WötzelWen ein dringendes Bedürfnis plagt, der kann sich ab sofort in Würzburg leichter erleichtern: Durch die Aktion „Nette Toilette“ hat sich die Zahl der öffentlichen Toiletten in der Domstadt seit Anfang Juli mehr als verdoppelt.

Gut 30 Gastronomen und Einzelhändler haben sich bereit erklärt und auch vertraglich verpflichtet, ihre Toiletten während der Geschäftszeiten Passanten und Kunden zur Verfügung zu stellen. Das Konzept wurde 2001 in Aalen entwickelt und mittlerweile von über hundert deutschen Städten übernommen. Die Geschäfte und Kneipen erhalten von der Stadt einen Zuschuss für die Reinigungskosten.

Zu erkennen sind die beteiligten Läden und Gastwirtschaften an dem roten Aufkleber „Nette Toilette“. Auf unserem Bild ist der Eingang zum Bekleidungshaus „Schlier“ in der Domstraße zu sehen.

Zusammen mit den bisherigen rund 20 öffentlichen Toiletten gibt es in der Würzburger Innenstadt jetzt mehr als 50 Möglichkeiten, ein stilles Örtchen aufzusuchen.

15 Toiletten sind behindertengerecht, mehr als 20 bieten eine Wickelmöglichkeit. Die Stadt hat ein Faltblatt mit den Standorten herausgegeben, das in der Tourist Information im Falkenhaus ausliegt und im Internet abgerufen werden kann.

Internationaler Architektur-Workshop auf dem Bürgerbräu-Gelände

2010-07-10 @ 17:48 in Lokales

Ex-Brauerei. Foto (c) P.WötzelAm Sonntag geht es los: „Neues Leben in der alten Brauerei“ - unter diesem Motto steht der 8. internationale Architektur-Workshop vom 18. bis 30. Juli in Würzburg. Mit der „alten Brauerei“ ist das Bürgerbräu-Gelände in der Zellerau gemeint. Dort wurde von 1877 bis 1991 Bier gebraut, im Anschluss fanden dort einige kulturelle Einrichtungen, unter anderem das mittlerweile geschlossene Autonome Kulturzentrum AKW, eine Heimat.

In einer der Hallen trainieren die Zweitliga-Korbjäger der Würzburg Baskets in einem Basketball-Zentrum mit Fitness-Studio. Eine Sektkellerei stellt auf dem Gelände handgerüttelten Frankensekt her.

Der Gesamtkomplex mit seinen frühindustriellen roten Backsteinbauten und historischem Baubestand wird für zwei Wochen sozusagen „Spielwiese“ für etwa 50 Architektur-Studenten aus ganz Europa. Sie sollen bestehende Nutzungen neu definieren und Ideen für die nicht genutzten Teile des Geländes entwickeln.

Namhafte Professoren und Tutoren kommen von Hochschulen aus den Niederlanden, Protugal, Spanien, Finnland, Italien und Deutschland nach Würzburg und betreuen die Studenten. In der großen Halle auf dem bürgerbräu-Areal wird ein provisorische Architekturbüro eingerichtet. Nach Abschluss des Workshops präsentieren die Teilnehmer ihre Entwürfe, die dann auch im Würzburger Rathaus ausgestellt werden.

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Stadt und Betreiber einigen sich: Es geht 3 Jahre weiter in den Posthallen

2010-07-09 @ 17:42 in Lokales

Die Posthalle am Würzburger Hauptbahnhof bleibt auch für die kommenden drei Jahre Veranstaltungsort für Rockkonzerte und andere Events. Nachdem sich Betreiber „PH Event GmbH“ und die Stadtverwaltung nach langen Verhandlungen auf geeignete Brandschutzmaßnahmen geeignet haben, erteilte der Bau- und Ordnungssauschuss des Stadtrats am Dienstag die erforderliche Baugenehmigung für eine Nutzungsänderung. Damit ist das ehemalige Briefverteilzentrum der Post bis 2013 offiziell eine Veranstaltungshalle.

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Hypo-Umnutzung bitte ohne tote Ecken

2010-07-08 @ 19:19 in Lokales

Denkmalgeschützter Teil. Foto (c) P.WötzelAn einer ganz zentralen Stelle in Würzburg tut sich was: Die HypoVereinsbank wird in absehbarer Zeit ihr Domizil am Oberen Markt verlassen, für das Areal mit einer Grundfläche von rund 1.800 Quadratmetern steht eine Nachnutzung an.

Als ersten Schritt hat der Bau- und Ordnungsausschuss des Stadtrats am Dienstag einem Bauvorbescheid zugestimmt.

Oberbürgermeister Georg Rosenthal (SPD) kann sich an der prominenten Stelle der Innenstadt Textil-Einzelhandel auf gut 7.000 Quadratmetern Verkaufsfläche vorstellen.

Vor einigen Jahren hat das Bekleidungshaus Breuninger Würzburg verlassen, weil keine attraktive Verkaufsfläche zur Verfügung stand.

„Andere Interessenten aus der Textilbranche haben in Würzburg das gleiche Problem“, so Baureferent Christian Baumgart.

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Unterfranken-CSU fordert außerunversitäre Forschungseinrichtungen: "Jetzt sind wir dran!"

2010-07-05 @ 12:35 in Politik

CSU-Bezirksparteitag in Randersacker. Foto (c) P.WötzelFünf Tage vor der Kabinettssitzung in Bad Kissingen hat die unterfränkische CSU von der Staatsregierung Unterstützung für den Wissenschaftsstandort Unterfranken und die Einhaltung von Zusagen zur Einrichtung eines Forschungszentrums für Nanotechnologie in Würburg eingefordert.

In Anwesenheit von Innenminister Joachim Herrmann verabschiedete der Bezirksparteitag in Randersacker am Samstag einstimmig ein Positionspapier, in dem die Einrichtung außer-universitärer Forschungseinrichtungen dringend angemahnt wird.

Das neue Motto der Unterfranken-CSU stammt von Landtagspräsidentin Barbara Stamm: „Jetzt sind wir dran“, betonte sie Anfang Mai, als Ministerpräsident Horst Seehofer an einer Vorstandssitzung in Würzburg teilnahm.

Seehofer versicherte damals, Unterfranken werde in München „gleichwertig mit allen anderen Teilräumen Bayerns“ gesehen. Während der Ministerpräsident am Samstag beim „Tag der Franken“ in Kulmbach weilte und dort schon einmal die Absicht der Staatsregierung zum „Ausbau der außeruniversitären Forschungslandschaft in Nordbayern“ zusagte, wurde sein Innenminister bei tropischen Temperaturen in der Sporthalle des Weinorts Randersacker mit ganz konkreten Forderungen konfrontiert.

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Kommt bald der Augustiner-Hochhaus-Abriss?

2010-07-05 @ 12:26 in Lokales

Die berühmt-berüchtigte Stadtsilhouette. Foto (c) P.WötzelDie Anzeichen mehren sich, dass sich die mittlerweile über fünf Jahre währende Geschichte um das abrissreife ehemalige Ämterhochhaus in der Würzburger Augustinerstraße ihrem Ende nähert.

Nachdem der Bauherr „Informica Real Invest“ aus Reichenberg (Kreis Würzburg) neue Pläne eingereicht hat, die jetzt den Vorgaben des Stadtrats entsprechen, hat der Bau- und Ordnungsausschuss am vergangenen Dienstag dem aktualisierten Vorhaben- und Erschließungsplan für den neuen „Tricyan Tower“ grünes Licht gegeben.

Seinen 80. Geburtstag hat das marode gebäude mittlerweile gefeiert. Anfang April war es genau fünf Jahre her, dass das Haus wegen akuter Einsturzgefahr geräumt und eingerüstet wurde. Seither steht es äußerlich unverändert wie ein Fels in der Augustinerstraße und wartet auf sein Schicksal. Der Abriss ist beschlossene Sache.

Allerdings machte sich der Investor beim Stadtrat unbeliebt, weil er den Nachfolger ein gutes Stück zu hoch plante.

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Missbrauch in der Kirche: "Den Betroffenen zeigen, dass man sie ernst nimmt"

2010-07-05 @ 12:16 in Lokales

Gut besuchte Diskussion im Burkardus-Haus. Foto (c) P.WötzelEinen weiteren Schritt bei der Aufarbeitung der zahllosen Missbrauchsfälle in ihren Einrichtungen hat die Diözese Würzburg am Mittwoch gemacht: Dekanat und Domschule hatten zu einer Podiumsdiskussion geladen, in deren Verlauf die Taten und ihre Folgen für Betroffene und die Kirche offen und sachlich diskutiert wurden.

"Es ist wichtig, in jedem einzelnen Fall ganz genau hinzusehen und dabei auch das Umfeld der Betroffenen, aber auch der Täter einzubeziehen", sagte Dr. Karl Hillenbrand, der Generalvikar der Diözese.

Immer noch gibt es in der Kirche Menschen, die die Probleme lieber aussitzen als lösen wollen, berichtete Hillenbrand vor gut 120 Zuhörern: "Ich halte es für töricht, wenn ich aus den eigenen Reihen höre: Das wird schon irgendwann vorüber gehen."

Nur Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit im Umgang mit den Missbrauchsfällen werde der katholischen Kirche helfen, ihre Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen, so der Generalvikar.

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