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Kein rechtfertigender Notstand für Genmais-Gegnerin

2010-06-30 @ 11:42 in Juristisches

Erfolglos blieb die Berufung einer 29-jährigen Französin, die als Mitglied der Initiative „Gendreck weg“ vor zwei Jahren zusammen mit anderen Aktivisten ein Maisfeld in Westheim (Kreis Kitzingen) von gentechnisch veränderten Pflanzen „befreit“ hat. Vom Amtsgericht Kitzingen war sie im Juli 2009 wegen gemeinschaftlicher Sachbeschädigung zu 45 Tagessätzen von 15 Euro (675 Euro) Geldstrafe verurteilt worden. Dieses Urteil bestätgite jetzt die Berufungskammer des Landgerichts und verwarf die Berufung der 29-jährigen.

Die Kammer sah es als erwiesen an, das die Angeklagte zusammen mit anderen Personen auf dem Maisfeld, auf dem unter anderem auch gentechnisch veränderte Maispflanzen der Sorte MON810 angebaut waren, junge Maispflanzen herausgerissen und zerstört hat. Das hat die angeklagte auch nie abgestritten. Sie versuchte aber, sich auf einen so genannten „rechtfertigenden Notstand“, also auf Notwehr gegen die vermutete Gefahr, die von gentechnisch veränderten Pflanzen ausgehen könnte, zu berufen.

Die Kammer glaubte der 29-jährigen, dass sie aus ihrer subjektiven Sicht die Vorraussetzungen eines rechtfertigenden Notstandes angenommen hat. Die von ihr gewählten Mittel waren nach Überzeugung des Gerichts nicht geeignet, um die durch Genmais drohenden Gefahren abzuwenden. Das Berufungsurteil ist nicht rechtskräftig, die Angeklagte hat bereits Revision eingelegt.

Angeklagte: Giftmordversuch war nur ein Medikamenten-Test

2010-06-29 @ 14:48 in Juristisches

Eine wegen versuchten Giftmordes angeklagte junge Frau hat am Dienstag vor dem Würzburger Landgericht die Tat eingeräumt, eine Tötungsabsicht aber abgestritten. Die Staatsanwaltschaft legt der Altenpflege-Helferin zur Last, eine damals 20-jährige Mitbewohnerin am 12. Oktober 2009 in ihrer Wohnung mit 131 Milligramm des starken Schmerzmittels „Tilidin“ heimtückisch vergiftet zu haben.

Die Angeklagte hat zugegeben, das Medikament mit Hilfe einer Injektionsnadel heimlich in eine Milchpackung der 20-Jährigen gespritzt zu haben. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die kräftig gebaute Angeklagte ihre jüngere und attraktivere Untermieterin aus „Neid, Missgunst und Hass“ töten wollte. „Das stimmt nicht, ich habe mich gut mit ihr verstanden“, versicherte die Angeklagte. Ihre Erklärung für die Tat: Sie habe unter eine depressiven Verstimmung mit Selbstmordgedanken gelitten und die Wirkung des Schmerzmittels testen wollen.

„Ich habe nach einer Möglichkeit gesucht, schmerzfrei aus dem Leben zu scheiden. Ich wusste, dass das keine tödliche Dosis war“, so die 23-Jährige. Seine Mandantin habe die Tötung des Opfers zu keinem Zeitpunkt billigend in Kauf genommen, betonte der Verteidiger. Nachdem die junge Studentin über Kreislaufprobleme, Herzrasen und Übelkeit klagte, trank die Angeklagte selbst von der Milch: „“Damit wollte ich den Verdacht von mir ablenken.“

Beide Frauen wurden in einer Klinik behandelt, es bestand keine Lebensgefahr. Nach der Tat „habe ich mich in Würzburg nicht mehr sicher gefühlt und stand vor dem Nichts“, sagte das Opfer. Sie hat ihr Lehramtsstudium abgebrochen und beginnt im Sommer eine Ausbildung zur Hotelfachfrau.

Angeklagte Giftmischerin: Ich wollte nur die Wirkung testen

2010-06-29 @ 08:49 in Juristisches

Kein versuchter heimtückischer Giftmord, sondern der Wirkungstest eines Schmerzmittels soll die Tat gewesen sein, wegen der eine 23-jährige Altenpflege-Helferin seit Dienstag vor dem Würzburger Schwurgericht auf der Anklagebank sitzt. Sie habe seit längerer Zeit Selbstmordgedanken gehabt, wollte aber um jeden Preis schmerzfrei aus dem Leben scheiden, behauptet die junge Frau. Als dem Opfer von dem heimlich in ihre Milch gespritzten Medikament übel wurde, „da kam es für mich nicht mehr in Frage“, so die 23-Jährige.

Höflich ausgedrückt, ist die Angeklagte nicht nur kräftig gebaut, sondern dick. Das soll, zumindest nach Auffassung der Staatsanwaltschaft, einer der Gründe für die Tat vom 12. Oktober 2009 gewesen sein. An diesem Tag spritzte die 23-Jährige in ihrer Würzburger Wohnung mit Hilfe einer Injektionsnadel insgesamt 131 Milligramm des Schmerzmittels „Tilidin“ in einen verschlossenen Tetrapack Milch, der ihrer Mitbewohnerin gehörte.

Die Angeklagte „litt massiv unter ihrer mangelnden Attraktivität und dem Verlust ihres Arbeitsplatzes“, so Staatsanwalt Peter Weiß. Daraus sollen sich, in Verbindung mit einer depressiven Verstimmung, „Hassgedanken“ gegenüber der schlanken, zierlich gebauten und im Leben erfolgreichen Mitbewohnerin entwickelt haben, die sich in dem Giftanschlag entluden. „Sie wollte ihre Frustration an der Mitbewohnerin auslassen“, heißt es in der Anklageschrift, der ein psychiatrisches Gutachten zugrunde liegt.

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Umsonst, Draußen und Trocken: Das Festival findet auch 2011 statt

2010-06-23 @ 18:44 in Lokales

Umsonst und Trocken. Foto (c) P.Wötzel Musik, Kultur und kein Tropfen Regen: Die Veranstalter des Würzburger „Umsonst und Draussen“ (U&D) konnten nach der 23. Auflage ihres Musikfestivals eine positive Bilanz ziehen. Nach schwächeren Jahren, in denen sogar der Fortbestand des Traditions-Festivals wegen hoher Defizite gefährdet war, ging U&D-Sprecher Tilman Hampl am Sonntagnachmittag zum zweiten Mal in Folge von gut 75.000 Besuchern aus. „Wir sind für 2011 auf der sicheren Seite“, sagte Hampl.

Das liegt am guten Besuch vor allem an den kühlen, aber trockenen Abenden. Am Samstag war der Andrang zeitweise so groß, dass die U&D-Helfer einen Noteingang einrichten mussten: Mit Hilfe von Stühlen konnten die Besucher ganz offiziell über den Zaun klettern. Planungssicherheit verschafft den Organisatoren auch Hauptsponsor Sparda Bank, dessen bis 2011 laufender Vertrag wohl verlängert werden wird.

Während im vergangenen Jahr die Aschaffenburger „Aloha from Hell“ für einen Riesenandrang schon am ersten Abend sorgten, stand mit den „Killerpilzen“ die publikumswirksamste Band in diesem Jahr erst am Sonntagabend auf der überdachten „Drinnen-Bühne“. Egal, ob draußen oder drin: Das Musik- und Kulturprogramm auf dem U&D war auch in diesem Jahr abwechslungsreich wie immer.

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Würzburger Fischerzunft feierte ihr 1000-jähriges Bestehen

2010-06-23 @ 18:37 in Lokales

Truhe, Tracht und Tradition: Die Würzburger Fischerzunft. Foto (c) P.WötzelDie Jubilarin kann in diesem Jahr ihr 1000-jähriges Bestehen feiern. Kein Wunder, dass zum Festakt der Würzburger Fischerzunft besonders viele Gratulanten kamen. Mit den 130 Teilnehmern des bayerischen Landesfischereitages und zahlreichen Vertretern aus Politik und Gesellschaft war die Neubaukirche der Alten Universität voll besetzt.

Auch Professor Dr. Dieter Salch trug am Sonntag die traditionelle rot-weiß-blaue Tracht der Würzburger Fischer. „Vor Gott sind tausend Jahre wie ein Tag, weltlich betrachtet ist es eine unvorstellbare Zeitspanne. Aber ich bin mir sicher, dass unsere Zunft auch noch ihr 2000-jähriges Jubiläum erleben wird“, sagte der Ehrensenator der Fischerzunft, der für die Feierlichkeiten im Jubiläumsjahr verantwortlich zeichnete. Als Mitglieder einer der ältesten Zünfte in Europa – das Gründungsjahr 1010 ist laut Salch durch „eine lange, nachhaltige Tradition überliefert“ - haben die Würzburger Fischer viele Jahrhunderte lang „einen wesentlichen Beitrag zum wirtschaftlichen, kulturellen und religiösen Leben in unserer Stadt geleistet“, betonte Oberbürgermeister Georg Rosenthal, der eines der zahlreichen Grußworte sprach.

Zwei Männer wurden bei dem Festakt schmerzlich vermisst: Die beiden Zunft-Obermeister Dr. Walter Brod (bis 1982) und Georg Göß (1982 bis 2010), die beide in diesem Frühjahr verstorben sind. „Beide haben sich nicht nur in ihrer Eigenschaft als Zunft-Obermeister in unserer Stadt große Verdienste erworben“, sagte Rosenthal. Die Fischerzunft habe vor allem durch ihr großes Traditionsbewusstsein im letzten Jahrtausend viele Umwälzungen überstanden: „Damit ist sie ein Vorbild für viele andere Vereine.“

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"Schwarzbau-Villa" nach Planänderungen genehmigt

2010-06-23 @ 18:33 in Juristisches, Lokales

Das Dach muss runter, der Pool muss weg. Foto (c) P.WötzelIm Stadtrat war fast so etwas wie kollektives Aufatmen zu spüren: Nach über drei Jahren Zank und Diskussionen mit dem Bauherrn eines deutlich zu groß geratenen „Mehrgenerationen-Hauses“ am Hexenbruchweg hat der Rat am Donnerstag mit Zwei-Drittel-Mehrheit der nachträglichen Baugenehmigung zugestimmt. Der Bauherr muss einen Teil des in der Domstadt als „Schwarzbau-Villa“ bekannten Gebäudes zurückbauen, dann darf er den Rohbau endlich vollenden. Der Stadtrat will außerdem ein saftiges Bußgeld verhängen.

Es war ein schweres Stück Arbeit für Baureferent Christian Baumgart, die Mehrheit der Volksvertreter davon zu überzeugen, dass der Eigentümer nach Vorlage geänderter Pläne einen Rechtsanspruch auf Erteilung der Baugenehmigung hat. Zu groß war das Misstrauen, dass sich Bauherr und Architekt wieder nicht an die Vorgaben halten.

Nach der Vorgeschichte ist ein gesundes Misstrauen freilich durchaus berechtigt: Im September 2006 erteilte der Bau- und Ordnungsausschuss die erste Baugenehmigung, an die sich der Bauherr allerdings nur in groben Zügen hielt. Die beiden Geschosse der Villa fielen insgesamt 1,81 Meter höher aus als in den Plänen. Statt des genehmigten Flachdaches hatte das Haus plötzlich ein deutlich höheres Satteldach. Auch ein Swimming Pool wuchs erheblich und fand sich an anderer Stelle als geplant. Der einzige Baum auf dem Grundstück, der nicht hätte gefällt werden dürfen, fiel der Säge zum Opfer.

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Stadt Würzburg setzt Posthallen-Betreiber unter Druck

2010-06-23 @ 18:31 in Lokales

Noch darf er jeden Tag WM-Spiele vor bis zu 3.000 Menschen zeigen, doch ab Juli droht dem Betreiber der „Posthallen“ am Würzburger Hauptbahnhof Ungemach: Nach mehrjährigen Verhandlungen und Gesprächen ohne konkretes Ergebnis dringt die Stadtverwaltung darauf, dass Konzert-Veranstalter Joachim Schulz eine Baugenehmigung beantragt und dafür unter anderem die Einhaltung der Brandschutzvorschriften nachweist. Tut er das nicht, bekommt er keine Genehmigungen mehr für seine Pop- und Rockkonzerte.

Das Problem: Die Posthalle, in der in den vergangenen Jahren zahlreiche Musiker und Bands zu Gast waren, die sonst wohl kaum nach Würzburg gekommen wären, ist baurechtlich keine Veranstaltungshalle, so dass jedes Konzert einzeln genehmigt werden muss. „Es war mit dem Betreiber abgesprochen, dass irgendwann eine Grenze erreicht ist und er eine gaststättenrechtliche Genehmigung braucht. Es kann nicht angehen, dass wir zu Gunsten eines einzigen Veranstalters unsere Grundsätze dauerhaft aufweichen“, so Ordnungsreferent Wolfgang Kleiner kürzlich im Stadtrat.

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Keine "Terrasse" vor dem Café Michel während der Kiliani-Messe

2010-06-23 @ 18:23 in Juristisches, Lokales

Im Frühjahr noch mitten auf dem Platz, bei Kiliani nicht erlaubt. Foto (c) P.WötzelDurch breiter gewordene Rettungswege ist es bei Veranstaltungen eng geworden auf dem Marktplatz. Deshalb muss das alteingesessene Café Michel am Oberen Markt in diesem Jahr während der Kiliani-Messe komplett auf seine Außenbestuhlung verzichten. Gegen diese Entscheidung der Stadt zog Betreiberin Melanie Michel ohne Erfolg vor das Verwaltungsgericht: Ihre Klage wurde abgewiesen.

Im kommenden Jahr kann das Café Michel sein hundertjähriges Bestehen feiern. Melanie Michel leitet den Familienbetrieb in der vierten Generation, seit 1980 stehen in den Sommermonaten auch Tische auf dem Oberen Markt. Im vergangenen Jahr musste Michel wegen der s.Oliver-Baustelle während der Kiliani-Verkaufsmesse erstmals komplett auf ihre "Terrasse" verzichten. Die Baustelle gibt es nicht mehr, doch auch in diesem  Jahr hat die Stadt die Sondernutzungserlaubnis für das Straßencafé während der ersten beiden Juli-Wochen nicht erteilt. Genauer gesagt: Die „stets widerruflich erteilte Genehmigung“ verliert während der Kilianimesse ihre Gültigkeit. Damit wollte sich Melanie Michel nicht abfinden und klagte gegen den Bescheid. „Wir sitzen hier nur, weil die Stadt zum ersten Mal in 30 Jahren nicht mit sich reden lässt. Es geht uns um ein einvernehmliches Miteinander mit der Kiliani-Messe“, betonte ihre Rechtsanwältin Elisabeth Gabler vor Gericht.

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"Ich will sehen, wie du stirbst"

2010-06-22 @ 18:21 in Juristisches

Wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung ist am Dienstag ein 17-Jähriger aus Arnstein (Landkreis Main-Spessart) zu vier Jahren Jugendstrafe verurteilt worden. Zusätzlich wurde seine sofortige Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus angeordnet.

Die Große Jugendkammer des Würzburger Landgerichts sah es nach zweitägiger nichtöffentlicher Verhandlung als erwiesen an, dass der Auszubildende seiner Mutter am 13. Juni 2009 im Keller ihres Wohnhauses in Arnstein heimtückisch ein Messer in den Rücken gestoßen hat. Einen heftigen Streit, wie in der Anklage beschrieben, habe es vorher aber nicht gegeben, teilte der Vorsitzende Richter der Jugendkammer, Arno Heß, auf Anfrage mit.

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"Die Wunden an der Seele sind noch lange nicht verheilt"

2010-06-21 @ 18:15 in Juristisches

Wegen der brutalen und lebensgefährlichen Messerstiche gegen seine Lebensgefährtin muss der 38-jährige Tobias R. für 6 Jahre und 9 Monate ins Gefängnis. Das Landgericht Würzburg ordnete außerdem die Unterbringung des psychisch kranken Fernfahrers in einer psychiatrischen Anstalt an.

Angeklagt war Tobias R. wegen versuchten Mordes, verurteilt wurde er wegen gefährlicher Körperverletzung. Staatsanwalt Thomas Trapp und das Schwiergericht waren sich einig, dass der 38-Jährige am 3. November 2009 in dem Haus in Himmelstadt freiwillig von dem Tötungsversuch zurückgetreten ist. Daher könne er dafür nicht bestraft werden, betonte der Vorsitzende des Schwurgerichts, Lothar Schmitt.

Der Angeklagte hatte der 47-jährigen Frau zwei Wochen nach dem endgültigen Ende einer über sechsjährigen Beziehung und Kündigung des Mietvertrags des gemeinsam bewohnten Hauses bei einem heftigen Streit zunächst ein Keramikmesser mit so großer Wucht in den Hals gestoßen, dass die Spitze der Klinge die Wirbelsäule traf und abbrach. Danach griff er nach einem zweiten Messer und stieß es ihr zweimal 3 Zentimeter tief in den Bauch.

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Kooperationsangebot der Uni an alle Gymnasien

2010-06-20 @ 18:09 in Lokales

Vertragsunterzeichnung. Foto (c) P.WötzelAbiturienten den Übergang vom Gymnasium auf die Hochschule so weit wie möglich erleichtern: Das ist das Ziel einer neuen Kooperation, die die Würzburger Julius-Maximilians-Universität allen unterfränkischen Gymnasien anbietet. Den ersten Vertrag unterzeichnete Uni-Präsident Professor Dr. Alfred Forchel jetzt mit dem Würzburger Deutschhaus-Gymnasium.

Das Interesse ist groß. Schon bei einer Informationsveranstaltung für die Schulleiter haben mehr als 20 der insgesamt 45 unterfränkischen Gymnasien erklärt, einen Kooperationsvertrag mit der Alma Julia abschließen zu wollen.

Auch Gymnasien aus Aschaffenburg und Miltenberg warten nach Angaben der Uni-Leitung bereits auf einen Termin zur Vertragsunterzeichnung. Entstanden ist die Kooperation, die laut Forchel in diesem Umfang bayernweit bisher einmalig ist und Vorbildcharakter haben könnte, auf Anregung des Ministerialbeauftragten für die Gymnasien in Unterfranken, Rudolf Schmitt.

„Das ist ein symbolischer Akt mit weit reichender Bedeutung für beide Seiten. Wir wollen optimale Übergangsbedingungen für die Abiturienten schaffen“, sagte Forchel bei der Unterzeichnung des Vertrages mit Deutschhaus-Schulleiter Norbert Bauer.

Unterstützt wird die Kooperation auch vom Bayerischen Landtag: „Es tut gut zu sehen, wie Bildung vernetzt wird. Das war vor allem zwischen Universität und Gymnasium bisher nicht so ausgeprägt“, so der Landtagsabgeordnete Manfred Ländner (Würzburg).

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Hotelturm-Fertigstellung verzögert sich - mal wieder

2010-06-19 @ 18:01 in Lokales

Hotelturm-Baustelle. Foto (c) P.WötzelDie Fertigstellung des Hotelturms in der Schweinfurter Straße in Würzburg hat sich wieder einmal verzögert.

Ende April wollte der neue Bauherr „Würzburg Estates SA“ das halbfertige Gebäude als Vier-Sterne-Hotel mit 204 Zimmern und Suiten sowie zwei Konferenz- und Tagungsgeschossen und separatem Fitness- und Wellnessbereich fertig bauen.

So teilte es Würzburgs Baureferent Christian Baumgart Mitte Februar mit. Seitdem wurde zwar eine Bautafel aufgestellt (siehe Bild), getan hat sich am Gebäude aber noch nichts.

Das wird nicht so bleiben, versicherte Baumgart vor Kurzem auf Nachfrage im Bau- und Ordnungsausschuss des Stadtrats.

Der Investor habe im März über 40.000 Euro an Gebühren für die Baugenehmigung und die Stellplatz-Ablöse bezahlt: „Das würde er nicht tun, wenn er nicht bauen wollte“, so Baumgart.

Die Gründe für die Verzögerung kennt er nicht.

Spätestens Ende des Jahres 2011 muss das Vier-Sterne-Haus für die GHotel-Gruppe fertig gestellt sein.

Mehr zum Thema:

Fotogalerie Hotelturm Würzburg

Main-Echo: Bald ein Hotel im leeren Hotelturm

Rosenthal: "Müssen bis 2013 wieder kampagnenfähig werden"

2010-06-18 @ 17:54 in Lokales, Politik

Annette Kramme. Foto (c) P.WötzelKontinuität in der Führungsriege der Unterfranken-SPD: Der Vorsitzende Frank Hoffmann und seine fünf Stellvertreter wurden beim Bezirksparteitag in Würzburg jeweils mit deutlicher Mehrheit in ihren Ämtern bestätigt.

Die fünf alten und neuen Stellvertreter des Bundestagsabgeordneten Hoffmann (Kitzingen): Kay Blankenburg (Bad Kissingen), Volkmar Halbleib Würzburg), Thorsten Meyerer (Main-Spessart/Miltenberg), Kathi Petersen (Schweinfurt) und Karin Pranghofer (Aschaffenburg). Neben den Neuwahlen beschäftigte sich der Parteitag mit dem Thema „Mehr Beschäftigung und faire Löhne“.

Der ehemalige DGB-Vorsitzende und SPD-Bundestagsabgeordnete Fritz Schösser betonte dabei als Entgegnung auf jüngste Äußerungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel: „Wir haben nicht über unsere Verhältnisse gelebt!“

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Bürger erkunden das Leighton-Areal

2010-06-17 @ 17:40 in Lokales, Linie 6

„Überraschend viel Grün“ und im Unterschied zu den bisher gezeigten Animationen und Bildern „nicht so monoton wie erwartet“: So erlebten etwa 140 Teilnehmer an der neuesten Bürgerwerkstatt das Gelände der ehemaligen Leighton Barracks. Mit einem ausführlichen Rundgang über das für die Öffentlichkeit nicht zugängliche Gelände wurde den Bürgern kürzlich ein häufig geäußerter Wunsch erfüllt.

Mit drei Bussen und dem kompletten Planungsteam waren die Teilnehmer mehrere Stunden auf dem Gelände unterwegs und wurden von den Städteplanern über neueste Details der Rahmenplanung informiert. Für Rundgang und die anschließende intensive Diskussion in der Franz-Oberthür-Schule wurde das Planungsgebiet rund um das Areal für die Uni-Erweiterung in die drei Teilbereiche Westen, Osten und Süden eingeteilt.

Im Osten, zwischen dem Uni-Areal und der Lehnleite, befindet sich der „Kürnacher Berg“, nach den Worten von Staädteplaner Thorsten Becker (BS+ Städtebau und Architektur, Frankfurt) „ein tolles und erhabenes Wohngebiet“, das noch höher liegt als die Festung auf der anderen Seite des Würzburger Kessels. Bis zu einer Wohnbebauung an dieser Stelle wird es freilich noch viele Jahre dauern, denn der Kürnacher Berg ist im Zeitplan der Entwicklung des Stadtteils Hubland für gut 4.000 Einwohner das letzte Puzzlestück. Gerade in diesem Bereich befürchten die Teilnehmer der Bürgerwerkstatt unangenehme Überraschungen durch Altlasten. Schon jetzt fordern sie, auch bei einer Altlastensanierung die Topografie auf keinen Fall zu verändern.

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Statt Möbelhaus ein Wohnprojekt

2010-06-16 @ 17:38 in Lokales

Wohnungen an Stelle eines seit 13 Jahre geschlossenen Traditions-Möbelhauses: Das 1913 gegründete und weit über die Würzburger Stadtgrenzen hinaus bekannte Möbelhaus Pflüger musste 1997 schließen, weil die Kinder des Inhabers das Geschäft nicht weiterführen wollten.

Seither steht das Areal leer, erst jetzt hat sich ein Investor gefunden: Für rund 4,4 Millionen Euro baut die „Heinz von Heiden GmbH“ am Standort im Stadtteil Frauenland eine Mehrfamilien-Wohnanlage mit 28 Wohneinheiten.

Der Bau- und Ordnungsausschuss des Würzburger Stadtrats hat das Projekt, das auch 31 PKW-Stellplätze umfasst, kürzlich ohne Gegenstimme genehmigt.

Städtebaulich gab es nichts auszusetzen: „Trotz der Dichte der Bebauung wurde das geschickt gelöst“, so Baureferent Christian Baumgart.

NACHTRAG: Wenn die Bäume Trauer tragen

2010-06-15 @ 17:25 in Lokales

Trautenauer Straße. Foto (c) P.WötzelDie Bewohner der Trautenauer Straße im Würzburger Stadtteil Frauenland trauern um 174 Bäume: Nach einem mehrheitlichen Beschluss des Stadtrats nach einer langen und emotionalen Diskussion werden im Zuge der Sanierung der Rad- und Gehwege auf beiden Seiten der Straße sämtliche Bäume gefällt und durch neue ersetzt.

Nur noch etwa 409 bis 50 Bäume sind nach Angaben der Stadtverwaltung gesund, außerdem ist ihr Wurzelwerk für den maroden Zustand der Geh- und Radwege mitverantwortlich.

Ursprünglich waren in der Trautenauer Straße Hecken gepflanzt, die 1990 durch die Bäume ersetzt wurden. Heutzutage gelten Robinien nicht mehr als ideale Stadtbäume.

Für die betroffenen 119 Anwohner geht es aber nicht nur um die Bäume, sondern auch und vor allem um bares Geld: Zwei Drittel der veranschlagten 1,5 Millionen Euro für das Projekt werden auf die Anlieger umgelegt.

Pro Grundstück sind es bis zu 22.000 Euro. Die Anlieger wehrten sich gegen die „Luxussanierung“, sie wollen nicht für die Auswahl ungeeigneter Bäume durch das Gartenamt vor 20 Jahren zur Kasse gebeten werden.

Im Stadtrat wurde kürzlich bis kurz vor Mitternacht heftig und ausdauernd über das Thema diskutiert.

Das Ergebnis der Abstimmung blieb das gleiche wie wenige Wochen zuvor im Umwelt- und Planungsausschuss: Die Trautenauer Straße wird wie geplant saniert, die Kosten auf die Anlieger umgelegt.

Mehr zum Thema:

Mainpost: Baureferat äußert sich zur Trautenauer Straße

Video: Stadrat Karl Graf (FDP) erläutert seine Zustimmung zur Sanierung

Frauenländer zittern um die Brücke Rottendorfer Straße

2010-06-14 @ 17:16 in Lokales

Brücke Rottendorfer Straße. Foto (c) P.WötzelDie Siligmüllerbrücke war viele Jahre gesperrt, ist mittlerweile abgerissen, der Wiederaufbau ist alles andere als sicher. Jetzt macht sich die Würzburger Stadtteilinitiative „Unteres Frauenland e.V.“ Sorgen um die zweite wichtige Verbindung zwischen der Innenstadt und dem Stadtteil: Die Brücke über die Bahngleise in der Rottendorfer Straße sei sanierungsbedürftig.

„Wenn der Zustand noch schlechter wird, kann es passieren, dass die Brücke wie der Zeller Bock plötzlich gesperrt werden muss“, meint Jutta Zöller, die Vorsitzende des Vereins.

Die Stadtteilinitiative hat die Brücke, die es bereits seit 1870 gibt, von einem Gutachter in Augenschein nehmen lassen. Der hat einen „Fortschritt von Zerfall“, Abplatzungen und Rissebildungen im Beton festgestellt. „Die Brücke muss umgehend intensiv untersucht werden“, fordern Zöller und ihre Mitstreiter. Die Stadtverwaltung sei bisher eine Antwort auf Anfragen schuldig geblieben.

Wolfgang Baumann, 2. Vorsitzender der Stadtteilinitiative, zieht aus den Erkenntnissen des Gutachters den Schluss, dass „aufgrund der vorhandenen Schäden grundsätzliche Planungsüberlegungen erforderlich“ sind.

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Zweimal versuchter Mord vor dem Landgericht Würzburg

2010-06-13 @ 14:43 in Juristisches

Viel Arbeit wartet in der kommenden Woche auf die Würzburger Justiz: Das Landgericht muss sich mit zwei Anklagen wegen versuchten Mordes beschäftigen. Beide Angeklagte kommen aus dem Landkreis Main-Spessart und sitzen wegen brutaler Messerattacken auf der Anklagebank.

Am Dienstag beginnt vor dem Schwurgericht der Prozess gegen einen 38-jährigen Berufskraftfahrer, der seiner 46-jährigen Ex-Freundin am 3. November 2009 in Himmelstadt mit Tötungsabsicht mit verschiedenen Messern in Hals, Brust und Bauch gestochen haben soll. Zu der Tat soll es nach einem heftigen Streit gekommen sein, weil die zweifache Mutter die Beziehung mit dem 38-Jährigen nicht wieder aufnehmen wollte. Der Mann ist nach Angaben der Staatsanwealtschaft psychisch auffällig und sitzt seit über sieben Monaten in Untersuchunghaft.

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Empfindliche Aschaffenburger stören sich an einem Güterzug pro Nacht

2010-06-12 @ 14:24 in Juristisches

Keine Chance hatten drei lärmgeplagte Ehepaare aus Aschaffenburg-Leider, die am Mittwoch vor dem Verwaltungsgericht in Würzburg ein Nachtfahrverbot für die Hafenbahn erstreiten wollten. Schon während der Verhandlung wurde klar, dass ihr Anliegen keine Aussicht auf Erfolg haben würde. Am Donnerstag bestätigte das Gericht, dass die 6. Kammer alle drei Klagen abgewiesen hat.

Seit fast 90 Jahren sorgt die Hafenbahn für den Anschluss des Aschaffenburger Bayernhafens an das Schienenetz der Deuschen Bahn. Bewegt werden auf den Gleisen nach den Worten von Hafendirektor Wolfgang Filippi pro Jahr derzeit über 200.000 Tonnen Güter pro Jahr. Für Ärger sorgen allein die Nachtfahrten: Bis zu viermal pro Woche holt die Hafenbahn mitten in der Nacht im Aschaffenburger Hauptbahnhof einen langen Güterzug ab und verursacht dabei laut Kläger Michael Bee, Sprecher der Bürgerinitiative Hafenbahn-Anwohner „20 Meter von meinem Bett entfernt über 80 Dezibel“.

Selbst geschlossene Fenster und Ohrenstöpsel helfen nichts, durch die Schlafstörungen sehen Bee und seine Frau ihre Gesundheit ernsthaft gefährdet. Als das Ehepaar und die anderen Kläger ihre Häuser direkt an der Bahnlinie bauten, wurden die Gleise der Hafenbahn nur am Tag befahren. Erst seit wenigen Jahren werden Bewohner von Leider und Nilkheim regelmäßig um den Schlaf gebracht.

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Keine Vuvuzelas im Kickers-Stadion und in den Posthallen

2010-06-11 @ 14:22 in Lokales

Sie gehören zum südafrikanischen Fußball, sie sind unglaublich laut, und sie sind in Würzburg beim „Public Viewing“ während der Fußball-Weltmeisterschaft teilweise verboten: Wer WM-Spiele in Gesellschaft in den Posthallen oder im Stadion der Würzburger Kickers anschauen will, muss die „Vuvuzela“ zuhause lassen. „Am Eingang wird vom Sicherheitsdienst nach Waffen, Glasflaschen und Feuerwerkskörpern durchsucht. Auch Vuvuzelas werden den Leuten abgenommen“, so Alexander Hoffmann, der Leiter des Würzburger Fachbereichs „Allgemeine Bürgerdienste“.

Geräuschpegel von über 100 Dezibel durch die südafrikanischen Plastik-Trompeten sind den Würzburger Ordnungshütern zu viel, wenn sich mehrere tausend Menschen zum WM-Viewing vor der Großbildleinwand versammeln. Für die 13 Übertragungen im Kickers-Stadion am Dallenberg sind jeweils 5.000 Zuschauern zugelassen, in die Posthallen passen bis zu 3.000 Fans. Bei Fußball-Übertragungen in Gaststätten sind die Tröten nicht grundsätzlich verboten, Ordnungsreferent Wolfgang Kleiner setzt dabei auf Vernunft und Zurückhaltung der Fußball-Fans.

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