Gut 110.000 Besucher beim 22. Africa Festival
So klingt ein rundum zufriedenes Veranstalter-Team: „Das 22. Africa Festival war ein voller Erfolg. Hiermit ernennen wir Petrus zum Ehrenmitglied“, sagte Pressesprecher Christian Raith nach vier warmen, sonnigen und friedlichen Tagen auf den Würzburger Mainwiesen.
Die Wohlfühl-Atmosphäre für Besucher und Musiker ist den Organisatoren wichtiger als die Jagd nach neuen Rekorden. Trotzdem sind Festival-Leiter Stefan Oschmann und seiner Mitstreiter mehr als erfreut über „deutlich mehr als 100.000 Besucher“, so Raith.
Seit dem Start vor 21 Jahren geht es beim Würzburger Africa Festival um Musik, Kultur und Lebensgefühl der Menschen vom schwarzen Kontinent.
Und wenn sich vier Tage lang viele Menschen aus zahlreichen Nationen treffen, dann gibt es viele Sprachen zu hören und anschließend viele Geschichten zu erzählen.
So wie die von der Frau, die auf dem Händler-Basar mit afrikanischen Waren und Kunsthandwerk erstaunt vor einem Stand mit großen Bast-Matten stehen blieb: „Wenn ich das gewusst hätte. Solche Matten habe ich mir extra aus Mali schicken lassen.“
(More)
100.000 Euro für die Reinigung der Kulturspeicher-Fenster

Würzburgs Stadträte sind beim Verteilen der Haushaltsmittel vorsichtig geworden: Trotz Überschuss von 4,6 Millionen Euro aus dem vergangen Jahr und zusätzlich erwarteter Einnahmen aus der Gewerbesteuer war die Beratung des Nachtragshaushalts geprägt von Diskussionen über vergleichsweise kleinere Beträge und Ermahnungen zur Zurückhaltung bei den Ausgaben. Der Etat wurde mit nur einer Gegenstimme verabschiedet.
Irgendwann wurde dem Oberbürgermeister die Diskussion zu viel: „Wir haben ordentlich gearbeitet. Krisen-Szenarien treffen auf unseren Haushalt nicht zu. Wir verteilen hier keine Mittel aus Krediten, sondern Überschüsse aus dem vergangenen Haushaltsjahr“, betonte Georg Rosenthal (SPD).
Mit einem Plus von 4,6 Millionen Euro konnte Stadtkämmerer Christian Schuchardt dank seiner konservativen Haushaltsführung das Jahr 2009 abschließen. Zwei Millionen davon wurden als erste Rücklage für die Finanzierung der Landesgartenschau 2018 zurückgelegt, eine Million zusätzlich in den Straßenunterhalt gesteckt. Schuchardt erinnerte noch einmal daran, dass das städtische Investitionsvolumen mit insgesamt 28,6 Millionen Euro in diesem Jahr so hoch ist wie in den letzten zwei Jahrzehnten nicht – und zwar ohne Neuverschuldung.
(More)
Baumgart: "Wir bauen nicht, um andere zu schikanieren"

Der „Zeller Bock“ ist aus Sicherheitsgründen komplett gesperrt, der Stadtring kann im Bereich Konrad-Adenauer-Brücke kann wegen Sanierungs- und Abdichtungsarbeiten derzeit nur einspurig befahren werden. Und jetzt kommt auch noch die alljährliche „Sommeroffensive“ im Würzburger Straßenbau: Zumindest bis Mitte September müssen Autofahrer an vielen Stellen der Domstadt mit verstärkten Behinderungen rechnen.
Es muss nicht immer die Reparatur des Straßenbelags sein: In der Spiegelstraße nahe der Fußgängerzone ist derzeit die Straße aufgerissen, weil Gas-, Strom und Wasseranschlüsse für einen Neubau verlegt werden. Die fast einen Fahrstreifen breite Grube (Foto) wird gleichzeitig für archäologische Untersuchungen genutzt.
Grundsätzlich, so Würzburgs Baureferent Christian Baumgart bei der Vorstellung der aktuellen SOS-Maßnahmen (Save Our Streets), „führen wir diese Arbeiten nicht durch, um andere zu schikanieren. Wir bauen gerade für die, die an den Baustellen im Stau stehen und sich am lautesten darüber beschweren“.
(More)
Proteststudenten nur teilweise zufrieden - Weitere Aktionen denkbar
Keine Überraschungen gab es kürzlich bei einer als „Pressekonferenz“ an
gekündigten Podiumsdiskussion von Vertretern des „Würzburger Bildungsprotests“ mit dem Präsidenten der Universität Würzburg, Professor Dr. Alfred Forchel. Nach Ablauf ihrer Ultimaten an Uni und Landtag sind die ehemaligen Uni-Besetzer nur teilweise mit dem Erreichten zufrieden.
Vor allem bei ihrer Hauptforderung, der Abschaffung der Studiengebühren, gibt es bislang von Seiten der Staatsregierung keine Zugeständnisse.
Auch der Wunsch an die Universitätsleitung, die Würzburger Studienbeiträge nach Vorbild der Fachhochschule von bisher 500 Euro auf den Mindestsatz von 300 Euro pro Semester abzusenken, blieb bisher unerfüllt. Eventuell sei eine Reduzierung um rund 80 Euro möglich, sagte Forchel: „Aber das ist noch längst nicht sicher.“
Der Forderung nach öffentlichen Sitzungen aller Gremien der Universität erteilte der Präsident ebenso eine klare Absage wie der Schaffung eines „Uni-Parlaments“ mit einem Viertel Vertretern der Studierenden. Damit liegt Forchel beim Thema Mitbestimmung auf einer Linie mit Wissenschaftminister Wolfgang Heubisch (FDP) und auf Konfrontationskurs mit dem „Bildungsprotest“.
(More)
Berufung wegen unentschuldigter Abwesenheit verworfen
Vom Amtsgericht Gemünden wurde er im Oktober wegen „ungebührlichen Verhaltens“ vom Verfahren ausgeschlossen, in der 2. Instanz fehlte der Angeklagte dann unentschuldigt: Die 4. Strafkammer des Würzburger Landgerichts konnte am Mittwoch im wahrsten Sinne des Wortes kurzen Prozess machen und mal wieder eine Berufung eines 67-jährigen, selbst ernannten „Spessart-Rebellen“ verwerfen.
Der 67-Jährige stand schon oft vor Gericht, in den letzten Jahren hat er sich wegen seiner Zuckerkrankheit immer wieder selbst für verhandlungsunfähig erklärt. Deshalb saß Landgerichtsarzt Martin Weiland im Sitzungssaal, um seinen Gesundheitszustand zu überprüfen. Doch dieses Mal – anders als im Oktober 2008, als schon einmal eine Berufung des Angeklagten wegen Abwesenheit verworfen wurde – berief sich der 67-Jährige gar nicht ausdrücklich auf seine Erkrankung oder ließ Atteste vorlegen.
(More)
Zweitplatzierter Engländer über den Würzburg-Marathon: "Hier ist alles viel enthusiastischer!"

Die Teilnehmerzahlen waren mit über 3.500 stabil, eine 15-Jährige aus Unterfranken sorgte im Halbmarathon für Aufsehen, ein Brite ärgerte einen Kenianer und die neue Bayerische Meisterin freute sich über ihren ersten Sieg bei einem Stadtmarathon.
„Unser zehnter Marathon war aus unserer Sicht ein großer Erfolg. Wir haben wieder viel positives Feedback von den Läufern erhalten“, sagte Organisatoren-Sprecher Johannes Büttner.
Vier Wochen vor ihrem 16. Geburtstag war es Lisa Staudt aus Oberwerrn bei Schweinfurt, die eine der interessanten Geschichten dieses Sonntags schrieb. Die 15-Jährige belegte im Halbmarathon den zweiten Platz und blieb mit 1:20:45 Stunden nur etwas mehr als drei Minuten hinter Profi-Läuferin Christine Chepkomei aus Kenia.
Und das war nicht einmal persönlicher Rekord für die Nachwuchs-Läuferin: Im vergangenen Jahr gewann sie den Halbmarathon in Fürth mit bayerischem B-Jugend-Rekord von 1:20:19 Stunden. Dabei läuft Staudt erst seit etwa 2 Jahren im Leistungsbereich: „Vorher nur so zum Ausgleich mit meinen Freundinnen.“ Und die 15-Jährige hat ein konkretes Ziel: „Mit 18 will ich beim New-York-Marathon dabei sein.“
Im Halbmarathon der Männer siegte mit sechseinhalb Minuten Vorsprung Moses Kiptum aus Kenia.
Auch für Ulrike Meier-Tancic aus Erlangen, die für die LG Regensburg startet, wurde es ein schöner Sonntag. Bei den zum vierten Mal in Würzburg ausgetragenen Bayerischen Meisterschaften wollte die 45-Jährige vorne mit dabei sein. Dass es dann gleich zum Gesamtsieg der Frauenwertung reichen würde, kam unerwartet: „Das ist für mich ein Riesenerfolg.“
(More)
Alte Ampeln werden auf den neuesten Stand gebracht

178 Lichtsignalanlagen, im Volksmund „Ampeln“ genannt, gibt es im Würzburger Stadtgebiet. Rund die Hälfte davon werden von den Ampel-Experten der Würzburger Versorgungs- und Verkehrsbetriebe (WVV) im Auftrag der Stadt mit Hilfe eines Zentralrechners gesteuert.
Doch es gibt auch alte Anlagen, die das Verkehrsaufkommen noch nicht mit Induktionsschleifen in der Fahrbahn an den Zentralcomputer weitergeben. Sie müssen per Funk oder gar manuell gesteuert werden.
Deshalb hat der Stadtrat jetzt eine Million Euro zur Verfügung gestellt, um die veralteten Anlagen im Sinne der Verkehrssicherheit auf den neuesten Stand zu bringen.
Es war Zeit: Für die alten Lichtsignalanlagen gibt es keine Ersatzteile mehr. 27 neue Steuereinheiten werden angeschafft, außerdem 52 Ampeln auf die wesentlich wirtschaftlichere LED-Technik umgerüstet.
Auch der Computer in der WVV-Ampelzentrale wird technisch auf den neuesten Stand gebracht, bevor es keine Ersatzteile mehr gibt.
10. Würzburger iWelt-Marathon am Sonntag ab 9 Uhr
Die Meldezahlen sind stabil, auch bei seinem ersten kleinen Jubiläum lockt der iWelt-Marathon Würzburg wieder tausende Läufer auf die Straßen der Domstadt. Der Startschuss für Marathon und Halbmarathon fällt am Sonntag um 9 Uhr am Congress-Centrum.
Im vergangenen Jahr waren rund 3.700 Teilnehmer am Start. Die Favoriten für den Sieg kommen – wie immer ohne Antrittsprämien - auch in diesem Jahr aus Kenia. Im Marathon soll Samson Suparimuk den Streckenrekord der Männer (2:15,42 Stunden) angreifen, im Halbmarathon ist sein Landsmann Moses Kiptum angekündigt. Bei den Frauen gilt Christine Chepkomei, kürzlich Vierte beim Residenzlauf, als Favoritin über die 21 Kilometer.
Wenn viele Menschen laufen, müssen Autofahrer verzichten: Zwischen 8.30 Uhr und 14 Uhr können an der ausgeschilderten Strecke abgestellte Fahrzeuge nicht wegfahren.
Bereits am Samstag findet im Ringpark beim CCW ab 14 Uhr für Kinder der Bambini-Marathon (1 Kilometer, Jahrgänge 2002-2000) und der Mini-Marathon (3 Kilometer, Jahrgänge 1994-2001) statt. In jedem Lauf sind noch viele Plätze frei. Zur Belohnung gibt’s ein Eis, ein T-Shirt und eine Marathon-Medaille. Alle Infos gibt es HIER.
Heubisch beim Stiftungsfest: "Wollen weiter in Bildung investieren"


Als er im Dezember zuletzt Mal die Würzburger Julius-Maximilians-Universität in offizieller Mission besuchte, da musste sich Bayerns Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch (FDP) mit einem ganzen Hörsaal voller Studenten auseinander setzen, die unter anderem die Abschaffung der Studiengebühren forderten. Sein Auftritt am Dienstagabend war erheblich angenehmer für den Staatsminister: Heubisch hielt die Festrede beim 428. Stiftungsfest der „Alma Julia“.
Bei seiner Ankunft im Hof der Alten Universität in Würzburg wurde Heubisch von etwa 30 protestierenden Studenten begrüßt. „Ich wurde hier wieder nett empfangen. Aber ich bleibe dabei, dass Studiengebühren der richtige Weg sind“, sagte Heubisch. Auch der Freistaat Bayern werde weiterhin ohne Kürzungen in Bildung und Familien investieren. Die Pläne von Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU), an der Bildung zu sparen, könne er nicht nachvollziehen, so der Wissenschaftsminister: „Das wird nicht der bayerische Weg sein.“ Allerdings zeichne sich bereits ab, dass dem geplanten „Bildungspakt“ von Bund und Ländern mit einem Volumen von 12 Milliarden Euro mit Bayern und Baden-Württemberg wohl nur zwei Bundesländer vorbehaltlos zustimmen werden: „Wir wollen weiter in die Zukunft investieren und wissen, dass das der optimale Weg ist“, betonte Heubisch.
(More)
Mainfränkische Wirtschaft erholt sich langsam
Die konjunkturelle Erholung der Wirtschaft in Mainfranken hat sich im ersten Quartal 2010 fortgesetzt. Das hat die aktuelle Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Würzburg-Schweinfurt ergeben. 280 Unternehmen aus dem Bereich Mainfranken haben sich zu Lage und Geschäftserwartung geäußert, aus ihren Angaben leitet die IHK eine Fortsetzung des Stabilisierungsprozesses ab. „Es geht deutlich aufwärts, die mainfränkische Wirtschaft hat wieder Fuß gefasst“, so IHK-Vorstandsmitglied Alexander Zöller. Der Konjunkturklima-Indiaktor bewegt sich mit einem Wert von derzeit 115 wieder auf einem ähnlichen Niveau wie vor der Wirtschafts- und Finanzkrise. Das habe sich aber bisher noch nicht auf die Umsätze niedergeschlagen. Aufgrund der staatlichen Konjunkturhilfen, die noch bis Ende 2011 wirksam sind, handele es sich noch nicht um einen selbsttragenden Aufschwung, sondern weiterhin um eine staatlich gestützte Erholung der Konjunktur.
Endspurt auf der Würzburger Justizbaustelle
Endspurt auf der großen Würzburger Justiz-Baustelle: Was vor einem Jahrzehnt mit dem Abriss der alten Justizvollzugsanstalt (JVA) in der Ottostraße begann, soll in etwa zwei Monaten mit der Einweihung und dem Bezug des sanierten Justiz-Palastes enden. Insgesamt hat der Freistaat Bayern über 50 Millionen Euro in die Räumlichkeiten für Staatsanwaltschaft, Amts- und Landgericht Würzburg investiert.
Nach dem Abriss der alten JVA wurde an deren Stelle das Anfang 2005 eröffnete Strafjustizzentrum erbaut. Im Anschluss wurde der Justizpalast aus der Prinzregentenzeit (erbaut im Jahr 1892) komplett entkernt, generalsaniert und hinter der historischen Fassade in ein modernes Gerichtsgebäude verwandelt. Letzter Abschnitt war die Errichtung eines neuen Gebäudes im Innenhof mit Sitzungssälen für die Zivilgerichte, der inzwischen kurz vor dem Abschluss steht.
Bis Ende Juli sollen die seit vier Jahrzehnten auf mehrere Standorte im Stadtgebiet verteilten Abteilungen des Amts- und Landgerichts Würzburg in der Ottostraße vereinigt werden – über zehn Jahre, nachdem die Baumaßnahmen begannen. Derweil wird am Strafjustizzentrum weiter gewerkelt: Nach dem Einbau einer Sicherheitsschleuse am Eingang muss das Dach des erst fünf Jahre alten Gebäudes erneuert werden. Aufgrund von Baumängeln ist die Konstruktion aus Glas und Stahl seit dem ersten Tag undicht.
Semmelstrasse fühlt sich abgeschnitten und im Stich gelassen
Von der Innenstadt abgeschnitten und vom Stadtrat vergessen fühlen sich die Einzelhändler in der Würzburger Semmelstraße. 2008 erhielt die „Werbegemeinschaft Semmelstraße“ für ein Gestaltungskonzept einen Preis vom Bayerischen Einzelhandelsverband, umgesetzt werden konnten bisher nur Kleinigkeiten.
200.000 Euro, die für die Umgestaltung der unattraktiven Einkaufsstraße vorgesehen waren, sind nach zwei Jahren aus dem städtischen Haushalt verschwunden. „Bis 2013 sind keine Mittel eingestellt“, betätigte Stadtkämmerer Christian Schuchardt vergangene Woche im Hauptausschuss.
Deshalb haben alle Stadträte vor den Beratungen des Nachtragshaushalts Post aus der Semmelstraße erhalten: Trotz zahlreicher Großprojekte wie Landesgartenschau und Straßenbahn in der Domstadt „darf man kleinere Maßnahmen nicht vergessen“, fordert der Vorsitzende der Werbegemeinschaft, Karl-Heinz Metzger.
Zwei Punkte stehen auf seiner Wunschliste ganz oben: Eine Umgestaltung des kleinen Platzes am so genannten „Bäckerbrunnen“ und die Abschaltung der Ampeln an der Kreuzung Theater-/Textor-/Semmelstraße.
(More)
15. Seifenkistenrennen um den "Kiwanis-Cup"
Im ersten Durchgang fielen nur wenige Regentropfen, und beim zweiten Wertungslauf und der anschließenden Siegerehrung strahlte wieder die Sonne: Die Sorgen der Organisatoren im Vorfeld waren unberechtigt, das Wetter war am Sonntag kein Problem beim 15. Würzburger Seifenkisten-Rennen um den Kiwanis-Cup.
88 Teilnehmer gingen auf der traditionellen Strecke in der abschüssigen Wittelsbacher Straße an den Start, darunter mit Kai Michel und Patrick Banasik bei seiner neunten Teilnahme auch zwei echte Seifenkisten-Profis aus Gemünden.
Für eine tolle Rennatmosphäre sorgten wieder zahlreiche Zuschauer an der Strecke. Der Gesamterlös des vom Kiwanis-Club Würzburg-Mainfranken und der Stadt Würzburg seit 1996 alljährlich veranstalteten Rennens fließt in voller Höhe in Projekte der Kinder- und Jugendarbeit in der Domstadt.
17. Mai: Rainbow Flash gegen Homophobie auch in Würzburg
Am 17. Mai 2010 (International Day Against Homophobia) setzen Schwule und Lesben, deren Freunde, Kollegen, Eltern und Geschwister in vielen Städten der Welt ein Zeichen gegen Homophobie und lassen Luftballons in den Himmel steigen.
An diesem Tag vor 20 Jahren hat die Weltgesundheitsorganisation Homosexualität aus ihrem Diagnoseschlüssel gestrichen.
In Würzburg findet der RAINBOWFLASH am Montag, 17. Mai 2010, um 19 Uhr im Rathausinnenhof in der Rückermainstraße statt. Für Luftballons ist schon gesorgt.
Mach mit und setze ein Zeichen. 17. Mai um 19 Uhr – egal wo du bist.
2009 fand der Flashmob u.a. in den folgenden Städten dieser Welt statt:
St.Petersburg, Tscheljabinsk, Minsk, Novosibirsk, Moskau, Hamburg, Toronto, Berlin und weiteren 20 Städten Luftballons in den Himmel steigen lassen.
Der Rainbowflash Würzburg ist initiiert von der Toleranzfabrik.
Zweiter Prozess gegen Todesfahrerin erneut ausgesetzt


Eine 68-jährige Autofahrerin, die eine Rentnerin auf einem Supermarktparkplatz überfahren und getötet hat, ist am Montag erneut vergeblich vor dem Würzburger Landgericht erschienen. Auch im zweiten Anlauf konnte der Prozess um ihre dauerhafte Unterbringung in die Psychiatrie nicht beendet werden. Die 2. Strafkammer setzte die Verhandlung nach fünfstündiger Verhandlung aus, ab Ende Juli muss der Fall zum dritten Mal neu aufgerollt werden.
Die Richter müssen darüber entscheiden, ob die wegen Körperverletzung mit Todesfolge und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr rechtskräftig zu fünf Jahren Gefängnis verurteilte Angeklagte dauerhaft in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht wird. Die 68-Jährige hat am 26. Januar 2007 eine gehbehinderte Rentnerin auf einem Supermarkt-Parkplatz in Ochsenfurt vorsätzlich mit dem Auto angefahren und überrollt. Das 84-jährige Opfer starb noch am Unfallort, die Fahrerin wurde wegen der Tat am 7. Februar 2008 verurteilt.
(More)
Horst Seehofer und die Unterfranken: "Habe mich pudelwohl gefühlt"
Die Unstimmigkeiten zwischen dem Süden und dem Norden Bayerns scheinen der Vergangenheit anzugehören: „Pudelwohl“ habe er sich bei den Parteikollegen in Würzburg gefühlt, betonte Ministerpräsident Horst Seehofer am Samstag nach einer dreieinhalbstündigen Vorstandssitzung der Unterfranken-CSU. „Für uns war es heute wichtig, dem Parteivorsitzenden zu zeigen, dass wir zusammen stehen. Wir wollen die Regionen nicht gegeneinander ausspielen“, sagte Landtagspräsidentin Barbara Stamm.
Natürlich ging es bei der Chef-Visite in Unterfranken auch um Themen wie die Griechenland-Krise und die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen. „In erster Linie haben wir aber regionale Themen besprochen“, so der Bezirksvorsitzende Michael Glos anschließend vor der Presse. Unter anderem ging es um den geplanten Ausbau der Bahnstrecke zwischen Heigenbrücken und Laufach, dessen Finanzierung das Bundesverkehrsministerium bekanntlich auf Eis gelegt hat. „Ich halte den Schwarzkopftunnel für ein besonders vordringliches Projekt“, sagte Seehofer.
Vom Bundestagsabgeordneten Norbert Geis hat er am Samstag erfahren, dass die Deutsche Bahn bereit ist, 190 Millionen Euro in das Projekt zu stecken. Die neueste Idee: Die Bahn legt mit dem Ausbau los und setzt ihre Finanzmittel ein, der Bund übernimmt dann ohne Verzögerung die Anschlussfinanzierung. „Das werden wir mit Nachdruck verfolgen. Wir wollen eine Absichtserklärung des Bundes. Es gibt hier eine besondere Dringlichkeit“, sagte der Ministerpräsident.
(More)
Beinhofer: "Wir wollen die Bürger nicht gängeln."
Gemeinsam gegen den Alkoholmissbrauch von Kindern und Jugendlichen: Die Regierung von Unterfranken und die Polizei haben ein Konzept vorgestellt, mit dem sie Alkoholexzesse von Minderjährigen und Straftaten im Umfeld von öffentlichen Veranstaltungen in den Griff bekommen wollen. Auf die Veranstalter kommen neue Auflagen und Kontrollen zu.
Die Stichworte lauten „Komasaufen“ und „Flatrate-Party“, die Zahl der alkoholisierten Kinder und Jugendlichen nimmt zu. Das soll im Regierungsbezirk ein Ende haben: „Wir fordern die Verantwortung der Veranstalter gegenüber ihren Gästen ein“, sagt Unterfrankens Polizeipräsidentin Liliane Matthes. Dabei geht es nicht nur um die Gesundheit der Minderjährigen, sondern auch um die Verhinderung von Körperverletzungsdelikten und Vandalismus. In den vergangenen zehn Jahren hat sich die Zahl der alkoholisierten jugendlichen Straftäter nach der unterfränkische Kriminalstatistik fast verdoppelt.
„Wir wollen die Bürgern und unsere Gäste nicht gängeln und ihnen das Feiern vermiesen, sondern Straftaten entgegenwirken und die Gesundheit unserer Jugend schützen“, betont Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer. Polizei, Landratsämter und Gemeinden sollen künftig an einem Strang ziehen. Die Genehmigungen für Weinfeste und andere Veranstaltungen sollen unterfrankenweit nach gleichen Kriterien erteilt werden. Für Veranstaltungen wird eine einheitliche Sperrzeit eingeführt: Spätestens um 3 Uhr früh soll künftig mit dem Feiern Schluss sein.
(More)
Forderung: 250.000 Euro Schmerzensgeld wegen angeblichen Missbrauchs durch Priester
Viel haben die Zuschauer am Dienstag vom Auftakt eines Schmerzensgeld-Prozesses wegen angeblicher Misshandlungen und sexuellen Missbrauchs in einem ehemaligen katholischen Kinderheim in Würzburg nicht mitbekommen. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit wurde ein Psychiater befragt, den der Anwalt der Klägerin aufgrund seines Gutachtens über die Geschäftsfähigkeit der 49-jährigen Frau für befangen hält.
Die Klägerin, vertreten von Rechtsanwalt Christian Sailer, Sprecher und Rechtsberater der kirchenkritischen Glaubensgemeinschaft „Universelles Leben“, fordert 250.000 Euro Schmerzensgeld von der Diözese Würzburg. Bereits 2002 wandte sie sich an die Diözese und berichtete von körperlichen Übergriffen durch die Nonnen in einem Kinderheim der Franziskanerinnen.
Außerdem gab sie an, ab dem 6. Lebensjahr regelmäßig von einem Priester im Beichtstuhl sexuell schwer missbraucht worden zu sein. Laut Sailer leidet die 49-Jährige wegen der schlimmen Erlebnisse in ihrer Kindheit an einer posttraumatischen Belastungsstörung und war deshalb zumindest zeitweise nicht in der Lage, „ihr Leben in eigener Verantwortung zu führen“.
(More)
Würzburg beendet 2009 mit 4,6 Millionen Euro Überschuss
Während andernorts fast überall von desolaten Finanzen und leeren Kassen der Kommunen die Rede ist, ist Würzburgs Stadtkämmerer Christian Schuchardt noch ganz entspannt. „Wir kommen über die Runden. Unser Haushalt ist herrlich unspektakulär. Das ist das Spektakuläre daran“, sagte Schuchardt am Montag, als er den Jahresabschluss 2009 und den geplanten Nachtragshaushalt 2010 vorstellte.
Die erste gute Nachricht: Würzburg hat das Haushaltsjahr 2009 mit einem Überschuss von 4,6 Millionen Euro abgeschlossen. Erreicht wurde das gute Ergebnis unter anderem durch konsequente „Restebildung“. Das bedeutet: Veranschlagte, aber nicht benötigte Mittel wurden eingezogen. „Das ist ein Ergebnis, das sich im bundesweiten Vergleich sehr gut sehen lassen kann“, freute sich Oberbürgermeister Georg Rosenthal (SPD).
(More)
Stadtrat streitet weiter: Rennweg-Sperrung ist jetzt "offen"
Die Sperrung von Rennweg und Oeggtor neben der fürstbischöflichen Residenz bleibt Streitthema Nummer 1 im Würzburger Stadtrat. Erneut redeten sich die Räte über eine Stunde lang die Köpfe heiß, als es kürzlich zum wiederholten Male um die Auslobung eines Ideenwettbewerbs für die Aufwertung der Straßen im Umfeld des Weltkulturerbes (wir berichteten) ging.
Es war nicht das erste Mal, dass der Text der Wettbewerbsausschreibung geändert werden musste. In der ersten Version war die Sperrung des Rennwegs vorgesehen. Dann einigte man sich auf den Kompromiss, den Planern nur die „weitestgehende Verkehrsberuhigung“ zur Vorgabe zu machen. Doch das war jetzt, obwohl zuvor im zuständigen Ausschuss mehrheitlich abgesegnet, schon wieder Makulatur. Denn eine inoffizielle Koalition aus CSU, FDP und Bürgerforum ist nach wie vor strikt dagegen.
Zwar geht aus einem aufwändigen Verkehrsmodell eindeutig hervor, dass die umstrittene Sperrung des Rennwegs kaum spürbare Auswirkungen auf den Autoverkehr in der Stadt haben würde. CSU-Fraktionschef Thomas Schmitt stellt die Ergebnisse allerdings nach wie vor in Frage und befürchtet den „Verkehrsinfarkt“. Deshalb steht nach hitziger Debatte jetzt im mehrheitlich verabschiedeten Wettbewerbstext, die Frage der Oeggtor-Schließung sei nach wie vor „offen“. Fortsetzung der Auseinandersetzung folgt - spätestens dann, wenn die Ergebnisse des Wettbewerbs vorliegen.