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NACHTRAG: Dringender Tatverdacht genügt dem DFB - Stadionverbot für 81 Bayern-Fans

2010-01-31 @ 18:08 in Sport, Lokales

Wegen Randale und Übergriffen auf drei Polizisten am Würzburger Hauptbahnhof will der Deutsche Fußball-Bund (DFB) bundesweite Stadionverbote gegen 81 Mitglieder des FC-Bayern-Fanclubs „Schickeria“ verhängen.

Sie gehörten zu den rund 130 Bayern-Fans, die auf der Reise zum Auswärtsspiel nach Mainz am 22. August 2009 am Aschaffenburger Hauptbahnhof von der Polizei gestoppt wurden. Zuvor war es am Bahnhof in Würzburg zu Übergriffen gegen drei Polizisten gekommen, die die Sachbeschädigungen im Zug der Fußball-Anhänger in Augenschein nehmen wollten. Einer der Beamten erlitt gebrochene Rippen, die beiden anderen Prellungen und Schürfwunden.

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Würzburger "Feuerteufel" angeklagt

2010-01-30 @ 18:06 in Juristisches, Lokales

37 Jahre alt ist ein italienischer Pizza-Bäcker aus dem Kreis Würzburg, der von der Staatsanwaltschaft verdächtigt wird, für eine gefährliche Brandserie im Würzburger Stadtgebiet verantwortlich zu sein. Der mutmaßliche Feuerteufel sitzt seit Ende Oktober in Untersuchungshaft. Wie Oberstaatsanwalt Erik Ohlenschlager mittlerweile bestätigte, wurde inzwischen Anklage wegen besonders schwerer Brandstiftung, vierfacher versuchter schwerer Brandstiftung und 19 Fällen der Körperverletzung gegen den Mann erhoben.

Der 37-Jährige, der laut Ohlenschlager bisher keine Angaben zu den Vorwürfen gemacht hat, wurde in den frühen Morgenstunden des 26. Oktober 2009 in der Würzburger Innenstadt von einer Polizeistreife festgenommen. Ganz in der Nähe war kurz zuvor im Keller eines Sechsfamilienhauses Papier in einem Weidenkorb in Brand gesteckt worden. Es war bereits die fünfte Brandstiftung innerhalb eines knappen Monats in Würzburg. Die Taten liefen immer nach dem gleichen Muster ab: Der Täter gelangte in den frühen Morgenstunden über die unverschlossene Eingangstür in den Keller oder das Treppenhaus eines Wohnhauses und zündete brennbare Materialien an. Nur im ersten Fall, am 21. September 2009 um vier Uhr in der Leistenstraße, wurde das Feuer so spät entdeckt, dass es auf das Haus übergreifen konnte.

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Bestechlicher Juniorchef: Von der Familie bestraft, im Gefängnis isoliert

2010-01-29 @ 18:03 in Juristisches

Wegen „Bestechlichkeit im geschäftlichen Verkehr“ und Untreue hat das Würzburger Landgericht den ehemaligen Juniorchef eines großen Unternehmens aus dem Kreis Würzburg zu zwei Jahren Gefängnis auf Bewährung verurteilt. „Die Höchststrafe haben sie schon von ihrer Familie erhalten“, sagte der Vorsitzende der 5. Strafkammer, Burkhard Pöpperl.

Die Taten liegen schon ein paar Jahre zurück und sind teilweise verjährt: Zwischen 1999 und 2004 nutzte der heute 42-jährige Sohn des Firmen-Patriarchen seine Stellung als Vertriebs- und Marketing-Leiter, um sich selbst die Taschen zu füllen. Insgesamt hat er seine Ex-Firma um fast eine Million Euro geschädigt, im Prozess ging es um rund 400.000 Euro Schaden.

Weil er Geld brauchte, um seinen recht extravaganten Lebenswandel zu finanzieren, forderte der Angeklagte die Geschäftsführer von zwei Werbeagenturen, deren Hauptkunde sein Unternehmen war, offen zu Bestechungszahlungen auf. Den Schaden hatten aber nicht die Geschäftspartner, sondern die Firma des Angeklagten: Der sorgte nämlich dafür, dass seine Partner die Bestechungsgelder durch Scheinrechnungen wieder hereinholen konnten. Der Erlös der Untreue-Handlungen wurde nach Angaben des 42-Jährigen gleichmäßig aufgeteilt.

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Doping-Dealer: 50 Untergrund-Labors in Deutschland

2010-01-28 @ 17:59 in Juristisches

„Auch im Amateursport ist Doping weit verbreitet“, hieß es kürzlich bei einer Veranstaltung am Sportinstitut der Universität Würzburg. Dort wurde unter anderem auch über die juristischen Konsequenzen von Doping gesprochen. Die erfuhr ein 35-jähriger Fitness-Trainer und Doping-Dealer aus Würzburg ein paar Tage: Er wurde wegen mehrerer Verstöße gegen das Arzneimittelgesetz zu einem Jahr und zehn Monaten Gefängnis auf Bewährung verurteilt.

Der Besitz von anabolen Steroiden und anderer Medikamente zur Leistungssteigerung ist erst ab einer so genannten „nicht geringen Menge“ strafbar. Die hatte der 35-Jährige mit dem Medikamentenlager in seiner Wohnung nicht nur weit überschritten: Er gab auch zu, mit Mitteln wie Nandrolon, Clenbuterol oder Testosteron, die von Bodybuildern zur Beschleunigung des Trainingserfolgs genommen werden, gehandelt zu haben. Über einen Zeitraum von einem halben Jahr hat er die verschreibungspflichtigen Substanzen im Internet besorgt und bis zu sechsmal pro Monat mit 100 Euro Gewinn an seine Abnehmer weiterverschickt.

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Mini-Stipendium für 50 Erstsemester

2010-01-27 @ 17:54 in Lokales

Uni-Präsident und Einser-Abiturienten. Foto (c) P.WötzelStolze 25.000 Euro hat der Präsident der Würzburger Julius-Maximilians-Universität, Professor Dr. Alfred Forchel, an 50 Erstsemester verteilt. Bereits kurz nach seinem Amtsantritt im November hatte Forchel die Aktion „50 mal 500“ ins Leben gerufen, um Studien-Anfängern mit herausragenden Abitur-Noten ihre Studiengebühren für das laufende Wintersemester in Höhe von 500 Euro zurückzuerstatten.

Die Voraussetzung: Die Erstsemester mussten eine Abiturnote von 1,5 oder besser vorweisen können. Rund 200 Erstsemester haben sich um das Mini-Stipendium beworben. Der Auswahlprozess dauerte eine Weile. Unter anderen deshalb, weil sich auch Studenten beworben haben, die aus sozialen Gründe gar keine Studienbeiträge zahlen müssen. Die 50 Auserwählten, darunter auch einige vom Untermain und dem Main-Spessart-Kreis, erhielten ihre Urkunden und Schecks von Forchel persönlich ausgehändigt.

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Doping: "Einzelne sühnen für die Schieflage der ganzen Gesellschaft"

2010-01-26 @ 17:45 in Sport

 

Meutgens, Lechner. Foto (c) P.WötzelIm Kampf gegen Doping geht es in Deutschland nicht darum, die Strukturen der unerlaubten Leistungssteigerung in den verschiedenen Sportarten aufzudecken. Einziges Ziel sei es, die einzelnen Täter zu bestrafen, um dadurch vom eigentlichen Problem abzulenken. Diese These hat Dr. Peter Dewald von der Universität Würzburg aufgestellt.

„Die Dopingbekämpfung in Deutschland ist völlig unzureichend, weil sie von der Gesellschaft kaum unterstützt wird“, sagte der Sport-Soziologe bei einem Kolloquium zum Thema „Doping – Enthüllung und Verhüllung im Sport“ in Würzburg.

Doping-Skandale laufen laut Dewald wie ein Ritual immer nach einem festen Schema ab: „Doping-Fälle werden immer auf oberflächliche Weise abgearbeitet. Ein Einzelner steht am Pranger und die Verbände vermitteln der Öffentlichkeit das Bild, das Problem im Griff zu haben.“

Der beim Doping ertappte Athlet sühne damit für die Schieflage einer ganzen Gesellschaft: „Einzelpersonen werden in den Mittelpunkt gerückt. Die Doping-Bekämpfung ist dadurch in einer Sackgasse geraten“, so Dewald. Das liegt seiner Ansicht nach daran, dass weder die Sportverbänden noch die Gesellschaft ein echtes Interesse daran haben, den Dopingsumpf auszutrocknen.

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US-Hospital wird "Mönchberg-Park" mit 160 Wohnungen

2010-01-25 @ 17:37 in Lokales

Ex-Hospital, bald "Mönchberg-Park". Foto (c) P.WötzelVom Krankenhaus zum Wohnpark: Es tut sich was beim ehemaligen Hospital der US-Streitkräfte im Würzburger Stadtteil Frauenland. Der Bau- und Ordnungsausschuss des Stadtrats brachte kürzlich einstimmig den ersten von drei Bauabschnitten für den „Mönchberg-Park“ des Nürnberger Investors Maiberg GmbH einstimmig auf den Weg.

Es ist das erste Projekt im Umfeld der ehemaligen amerikanischen Leighton-Kaserne, das richtig Fahrt aufnimmt. Die Maiwald GmbH ist auf Sanierung von Altbauten spezialisiert. Die Nürnberger Firma hat das 56.000 Quadratmeter große Hospital-Gelände mit allen Gebäuden für 60 Millionen Euro von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) gekauft und will das Krankenhaus in rund 160 Wohnungen und einige Büro-Einheiten umwandeln.

Die unter Denkmalschutz stehenden Hauptgebäude der Klinik aus dem Jahr 1937, vor dem Einzug der Amerikaner ein Lazarett der Wehrmacht, werden von Maiberg in 15 Eigentümer-Gemeinschaften aufgeteilt. Das Nürnberger Unternehmen hat für das Projekt eine Würzburger Niederlassung gegründet.

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Der Schandfleck kommt weg

2010-01-24 @ 17:15 in Lokales

Links das Rathaus, rechts der Schandfleck. Foto (c) P.WötzelStadtheimatpfleger Dr. Hans Steidle spricht von einer „Störung am Platz zum Grafeneckart mit dem mittelalterlichen Rathaus, dem hochbarocken Vierröhrenbrunnen und dem barocken Modellhaus von Balthasar Neumann“. Gemeint ist das Wohn- und Geschäftshaus Domstraße Nr.2 in der besten Lage der Würzburger Innenstadt, das durch die Gestaltung seiner Fassade seit den 1960er Jahren negativ auffällt.

Jetzt soll alles besser werden: Der Bau- und Ordnungsausschuss des Würzburger Stadtrats gab kürzlich einstimmig grünes Licht für den Umbau des Hauses samt Erneuerung der Fassade. Vor allem die „blaue Verkleidung und die unruhige Strukturierung der Fassade“ sind Steidle ein Dorn im Auge. Die Pläne für den Umbau stammen vom Würzburger Architekturbüro Geisendörfer, das unter anderem das altehrwürdige Bavaria-Kino in der Juliuspromenade in eine moderne „Sport-Arena“ verwandelte und den Umbau des ehemaligen Bekleidungshauses Breuninger in der Fußgängerzone für die Nutzung durch „Hugendubel“ plante.

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NACHTRAG: Ehemalige Audimax-Besetzer veranstalteten Kinderfasching

2010-01-23 @ 17:12 in Lokales

Am 29. Dezember waren sie die Letzten in Bayern, die nach einer Räumung ihre Protestaktion beenden mussten. Mitte Januar haben sich die ehemaligen Besetzer des Audimax-Hörsaals der Würzburger Universität als Erste in diesem Jahr wieder bemerkbar gemacht. Weil sie sich von der Uni-Leitung nicht mehr ernst genommen fühlen, haben sie am frühen Morgen den Gang vor den Büros von Uni-Präsident Prof. Dr. Alfred Forchel und Kanzler Enno Kruse mit 500 Luftballons dekoriert.

Die „Aktion Kinderfasching“ sollte darauf hinweisen, „dass wir uns von der Universitätsleitung mehr erwarten als heiße Luft“, sagte Jan Bühler, ein Sprecher des Würzburger Bildungsprotests, im Gespräch mit unserer Zeitung. Ein kurzer Rückblick: Zwischen dem 11. November und dem 17. Dezember hielten Studenten das Audimax, den größten Hörsaal der „Neuen Universität“ am Würzburger Sanderring, besetzt. Sie forderten unter anderem die Abschaffung der Studienbeiträge, mehr Mitspracherecht bei den Entscheidungen der Hochschule und eine Reform der Bachelor- und Masterstudiengänge. Durch den Protest kam zunächst ein Dialog mit dem Uni-Präsidenten in Gang, der in einigen Bereichen Verbesserungen zusagte. Auch Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch (FDP) stellte sich dem Gespräch mit den Besetzern.

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NACHTRAG: Gebühren für die Fleischbeschau rechtens

2010-01-22 @ 17:10 in Juristisches

Rund 7.000 Euro Gebühren für die amtliche Fleischbeschau nicht bezahlen will ein Metzger aus Esselbach, der gegen die entsprechenden Gebührenbescheide des Landratsamts Main-Spessart aus dem Jahr 2007 vor das Verwaltungsgericht Würzburg zog. Die 7. Kammer hat entschieden, dass die Gebührenfestsetzung der Behörde rechtens war: Die Klage wurde abgewiesen.

8.228,37 Euro und damit im Schnitt rund 686 Euro pro Monat soll der Metzger für die Fleischbeschau gemäß zwölf Bescheiden des Landratsamts aus dem Jahr 2007 bezahlen. Die Höhe der Gebühren orientiere sich streng am Prinzip der Kostendeckung, so die Argumentation der Behörde im Vorfeld des Prozesses. Für den Rechtsanwalt des Klägers, Markus Stephani aus Heidelberg, ist das nicht nachvollziehbar: Der Metzger sei nur verpflichtet, eine in der bis zum 31. Dezember 2007 gültigen EU-Verordnung geregelte monatliche Pauschale von rund 102 Euro zu bezahlen. Das wären insgesamt 1.222 Euro für das Jahr 2007, das Landratsamt fordere daher über 7.000 Euro zuviel.

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NACHTRAG: Straßenausbaubeiträge - "Die Logik erschließt sich mir nicht"

2010-01-21 @ 17:07 in Juristisches

Ein kurzes juristisches Nachspiel hatte kürzlich der Ausbau der Baumhofstraße in Marktheidenfeld. Einem Marktheidenfelder Geschäftsmann und Grundstückseigentümer waren die Straßenausbaubeiträge zu hoch, deshalb klagte er vor dem Würzburger Verwaltungsgericht. Richter Hubert Strobel konnte den Kläger schnell davon überzeugen, seine Klage wieder zurückzunehmen

Auf den Grundstücken des Geschäftsmannes entlang der Baumhofstraße stehen ein Lebensmittel-Discounter, ein Bekleidungsgeschäft und ein Schuhladen. Dass er deshalb für den Ausbau der Straße zur Kasse gebeten würde, war klar. Doch nach Auffassung des Klägers hat die Stadt rund 62.000 Euro zu viel für seine insgesamt vier Grundstücke von ihm verlangt.

Vor allem die 55.000 Euro, die er für das Grundstück mit der Flurnummer 4418 bezahlen soll, sind dem Firmenchef ein dicker Dorn im Auge. Das Grundstück, auf dem sich Parkplätze befinden, verläuft von der Baumhofstraße aus am „Äußeren Ring“ entlang und kann nur von dort aus mit dem Auto befahren werden. „Dieses Grundstück hat keine Verbesserung durch den Ausbau der Baumhofstraße. Wo ist da der Sondervorteil?“, argumentierte der Rechtsanwalt des Klägers, Martin Schaut (Würzburg).

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NACHTRAG: Heroin-Bedarfsgemeinschaft vor Gericht

2010-01-20 @ 17:05 in Juristisches

Bis 2008 waren sie verheiratet, aber auch nach der Scheidung hatten die ehemaligen Eheleute noch einiges gemeinsam: Der 37-jährige Schreiner und die 33 Jahre alte Büroangestelle gehörten zu einer Art „Heroin-Bedarfsgemeinschaft“ im Raum Gemünden, die sich in Notlagen gegenseitig unterstützte. Im Juli 2009 wurden beide mit rund 12 Gramm Heroin im Auto auf der Bundesstraße 26 in der Nähe von Rechtenbach von der Polizei erwischt.

Ein knappes halbes Jahr saßen beide nach ihrer Beschaffungsfahrt nach Frankfurt in Untersuchungshaft. Jetzt wurden sie vom Würzburger Landgericht wegen Besitz von und Handel mit Betäubungsmitteln verurteilt: Der 37-Jährige muss für drei Jahre und zwei Monate, seine Ex-Frau für zwei Jahre und vier Monate hinter Gitter. Wichtiger für beide: Sie bekommen eine langfristige Drogentherapie.

Beide Angeklagte waren im Methadon-Programm und bekamen wöchentlich von einem Arzt ihre Ration. Das Problem: „Es war eindeutig zu wenig“, sagte der 37-Jährige vor Gericht: „Vor allem am Wochenende hatte ich Entzugserscheinungen und lag nur noch auf der Couch rum.“ Seine neue Lebensgefährtin wusste nichts von seiner Drogensucht und sollte auch nichts merken.

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Würzburg Baskets: Gelungener Rückrundenstart gegen Speyer

2010-01-19 @ 13:05 in Sport

Danny Cioffi gegen Speyer. Foto (c) P.Wötzel2. Basketball-Bundesliga Pro B, 16. Spieltag:

Würzburg Baskets – BIS Speyer 106:69

(23:21, 31:21, 32:15, 20:12)

Glänzender Start in die Rückrunde der ProB für die Würzburg Baskets: Am Sonntagnachmittag erzielte der Tabellendritte so viele Punkte wie noch nie in dieser Saison und feierte beim 106:69 (54:42) gegen BIS Speyer vor knapp 2.000 Zuschauern in der s.Oliver-Arena einen überzeugenden Sieg. „Alle hatten sich vorgenommen, besser zu spielen als letzte Woche. Wenn wir als Mannschaft zusammen spielen, dann macht es gleich viel mehr Spaß“, sagte Kapitän Lars Buss nach der Partie.

Wie ausgewechselt im Vergleich zum Heimspiel acht Tage zuvor gegen den SC Rist Wedel präsentierten sich die Baskets gegen die Gäste aus dem Rheinland. Alle elf Spieler kamen mindestens zehn Minuten zum Einsatz, jeder einzelne trug sich in die Scorerliste ein, gleich sechs Würzburger punkteten zweistellig. Der Befreiungsschlag nach zwei vor allem in der Offensive schwachen Auftritten gelang den Baskets zwischen der 10. und der 30. Minute: Im zweiten und dritten Viertel erzielten sie 63 Punkte, mehr als in der Vorwoche im gesamten Spiel.

Nur im ersten Spielabschnitt sah es so aus, als könne der Gast aus Speyer mit seinem angriffsstarken Trio John Goode, Julian Krieger und Brandon Campbell (zusammen 55 Punkte) den Hausherren Paroli bieten. Mit 18:21 lagen die Baskets in der 8. Spielminute zurück, dann machten sie mit zehn Punkten in Folge den ersten Schritt zu einem in der Folge ungefährdeten Sieg. Kurz vor der Pause wurde die Führung erstmals zweistellig (52:40, 20. Minute), in der zweiten Halbzeit hatten die Gäste dem Würzburger Angriffswirbel dann nicht mehr viel entgegenzusetzen. Mitte des dritten Viertels erhöhten die Baskets ihre Führung auf über 20 Punkte (71:48, 25. Minute), damit war die Messe für die Gäste endgültig gelesen.

Zum zweiten Mal in dieser Saison knackten die Baskets am Sonntag die Hundert-Punkte-Marke: Dominik Schneider war es in der 39. Minute vorbehalten, die Zähler Nummer 100 und 101 zu erzielen. „Es war wichtig, dass wir heute mit einem überzeugenden Sieg einen guten Start in die Rückrunde hatten. Wir dürfen jetzt aber nicht überschwänglich werden. Dieses Spiel darf man nicht als Maßstab nehmen“, sagte Trainer Berthold Bisselik: „Ich bin sehr froh, dass sich heute einige Spieler mit guten Aktionen freistrampeln und Selbstvertrauen holen konnten. Die Leistung der Mannschaft war insgesamt sehr ordentlich. Wir hatten auch heute einige Rückschläge im Spiel, mit denen wir aber gut zurecht gekommen sind. Das muss uns auch in den nächsten Spielen gelingen.“

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JBBL: U16 der Würzburg Baskets holt den ersten Heimsieg

2010-01-19 @ 12:59 in Sport

Max Ugrai. Foto (c) P.WötzelJBBL Division Mitte/Ost, 11. Spieltag

Würzburg Baskets – Grünbau Hanau Junior White Wings 78:45

(19:12, 26:14, 12:11, 21:8)

„Gebt mir ein H…, gebt mir ein U…, gebt mir ein M…, gebt mir ein B…, gebt mir ein A…!!“ Einer guten Leistung ließ die U16 der Würzburg Baskets am Sonntag, wie ihre Vorbilder in der ProB, in der s.Oliver-Arena die „Humba“ folgen und feierte ausgelassen mit ihrem begeisterten Publikum den ersten Heimsieg der Saison.

Die kleine Feierstunde hatten sich die Schützlinge von Coach Efram Yaman zuvor redlich verdient: Mit Ausnahme des dritten Viertes sahen die gut 50 Anhänger ein gutes Spiel, bei dem die Würzburger Jungs zu keinem Zeitpunkt Zweifel darüber aufkommen ließen, wer den Sieg davon tragen würde. „Wir haben heute wieder gezeigt, dass wir in diese Liga gehören“, kommentierte ein strahlender Coach das Ergebnis.

Nur in den ersten acht Minuten verlief die Partie ausgeglichen, dann begannen die Gastgeber sich Punkt um Punkt abzusetzen. Kurz vor ende des ersten Viertels platzte der Knoten, anschließend fanden die Gäste aus Hessen kein Mittel mehr, regelmäßig zu punkten. „Wir haben das ganze Spiel über eine sehr gute Verteidigung durchgezogen“ zollte Yaman seinen Schützlingen Respekt.

Nach fünf Minuten im zweiten Viertel stand es 31:14 für die Gastgeber – spätestens jetzt war klar, dass dies der Tag der Würzburg U16 werden würde. Rebounds unter beiden Körben, Ballgewinne, schöne Korbvorlagen: Vieles, was bisher nicht so gut funktioniert hatte, wurde am Sonntag erfolgreich umgesetzt.

Mit 26:14 sicherte sich die Yaman-Truppe das zweite Viertel und knüpften daran auch nach der Halbzeitpause an. Auch wenn im dritten Viertel – wie schon so oft – geschwächelt wurde, ließen sie sich nicht mehr die Butter vom Brot nehmen. Spätestens beim Spielstand von 57:37 war der Widerstand der Gäste endgültig gebrochen und es gelang jedem Würzburger Spieler, sich in die Scorerliste einzutragen. „Mit so einer konzentrierten und konstanten Leistung, wie wir sie heute gezeigt haben, können wir auch andere Mannschaften schlagen“, zeigt sich Yaman zuversichtlich.

Der Spielspaß und der Wille zum Erfolg rissen auch die Zuschauer mit, die die Atmosphäre in der s.Oliver-Arena sichtlich genossen und ihre Mannschaft unermüdlich anfeuerten. Jetzt ist erst einmal eine kleine Spielpause angesagt und der Coach möchte sie nutzen, um die Jungs auf das ein oder andere Erfolgserlebnis vorzubereiten. Bei den noch anstehenden drei Spielen der JBBL-Rückrunde trifft die Mannschaft auf die starken Mannschaften aus Nürnberg, Jena und Breitengüßbach.

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TGW-Männer holen Zittersieg im Kellerduell

2010-01-19 @ 12:55 in Sport

TGW-Topscorer Chris Gabold. Foto (c) P.WötzelRegionalliga Südost Männer, 15. Spieltag

TG 1848 Würzburg – Basket Srbija München 78:71

(23:25, 26:10, 12:23, 17:13)

Ein wahres Wechselbad der Gefühle war das Regionalliga-Kellerduell der TGW-Männer gegen Srbija München für die 150 Fans im Sportzentrum Feggrube. Nachdme sich die Hausherren anfangs in einer engen Partie schwer taten, ins Spiel zu kommen, kam es im zweiten Viertel zur vorentscheidenden Wende.

Die TGW Jungs durch ihre starke Defense einige Bälle erobern und zogen bis zur Halbzeit (49:35) auf 14 Punkte davon. Besonders auffallend war die abgeklärte Spielweise im Angriff, durch die die Schützlinge von Trainer Ferdl Michel immer wieder zu leichten Punkten kamen.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit legten dann die Gäste mit einem 11:0-Lauf furios los: Aus der sicher geglaubten Führung wurde erneut eine Nervenprobe. Mitte des Schlussabschnitts konnten die Münchner ausgleichen, das Spiel stand auf der Kippe.

Aber auch in dieser Situation blieb die Michel-Truppe Michel ruhig und konnte erneut mit starker Verteidigung und die Partie für uns entscheiden. Michel: " Wir hätten das Spiel höher gewinnen müssen. Trotzdem bin ich sehr zufrieden mit meiner Mannschaft."

Punkte TGW:

Christian Gabold 28, Andreas Lorenz 20/3 Dreier, Benjamin Köth 12, Sebastian Lenke 7, Simon Wagner 4, Ashkan Tralau 3/1, Maximilian Endres 2, Christopher Pommer 2, Manuel Pohl, Fabian Sommer.

 

Anlegestelle wird (vorerst?) nicht barrierefrei

2010-01-19 @ 12:33 in Lokales

Nicht barrierefrei. Foto (c) P.WötzelAusflugsschiffe müssen in Würzburg wohl auch künftig an einer nicht barrierefreien Anlegestelle vor Anker gehen. Nach einem Antrag der Grünen hat das städtische Baureferat ein halbes Jahr lang eine Lösung gesucht.

Bislang ohne Erfolg: „“Wir haben keine Stelle gefunden, an der eine barrierefreie Anlegestelle mit einem vertretbaren Aufwand machbar wäre“, teilte Stadtbaurat Christian Baumgart im Stadtrat mit.

Derzeit legen die Schiffe der Würzburger Schiffstouristik und der Veitshöchheimer Personenschifffahrt am Alten Kranen an. Dort wurde die Anlegestelle vor einigen Jahren im Zuge des Hochwasserschutzes zwar saniert und aufgehübscht, an einen barrierefreien Zugang zu den Schiffen hat man dabei aber nicht gedacht.

Steile Stein- oder Metalltreppen führen von der Kaimauer hinunter zu den Schiffen, im günstigsten Fall müssen Rollstuhlfahrer, Eltern mit Kinderwägen oder gehbehinderte Senioren 15 Stufen überwinden.

Grund genug für die Grünen im Stadtrat, im vergangenen Sommer den barrierefreien Umbau der Anlegestelle oder ihre Verlegung an eine geeignete Stelle zu beantragen. Der Wunsch nach einem einfacheren Zugang zu den beliebten Ausflugsschiffen sei auch im Seniorenbeirat der Stadt vehement geäußert worden, betonte Grünen-Stadträtin Silke Trost im Umwelt- und Planungsausschuß.

Eine barrierefreie Anlegestelle sie nicht nur für die Betroffenen, sondern auch für die touristische Anziehungskraft der Domstadt wichtig, sagte Trost. „Moderner Tourismus und Naherholung brauchen niederschwellige und barrierefreie Angebote, die zu erhöhter Attraktivität Würzburgs beitragen“, heißt es im Antrag der Grünen.

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Uni-Präsident Alfred Forchel weist Ultimatum zurück

2010-01-15 @ 17:53 in Lokales, Politik

Eigentlich wollten sich die ehemaligen Besetzer der Universität Würzburg am Donnerstagabend mit Uni-Präsident Professor Dr. Alfred Forchel treffen, um von ihm etwas über die geplante Umsetzung ihrer Forderungen zu hören. Ein von den Studenten bei ihrem Abzug am 17. Dezember ausgesprochenes Ultimatum läuft am heutigen Freitag ab.

Doch es kam anders: In seinem zweiten offenen Brief binnen vier Tagen an die Protestierenden schrieb Forchel gestern: „Universitätsleitung, die Fakultäten und Institute halten ein Ultimatum nicht für ein geeignetes Mittel zur Führung eines Diskussions- und Reformprozesses.“ Man hoffe vielmehr auf eine konstruktive Mitarbeit der Studenten an der Umsetzung der bereits in Angriff genommenen Reform der Bachelor- und Master-Studiengänge und stehe dafür zu Gesprächen bereit, so Forchel. Seinen Brief haben auch der Kanzler, die vier Vizepräsidenten und zehn Fakultätsdekane unterzeichnet.

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Würzburg Baskets starten am Sonntag in die Rückrunde

2010-01-15 @ 17:09 in Sport

Danny Cioffi. Foto (c) P.WötzelDie Bilanz der Würzburg Baskets zur Halbzeit der Zweitliga-Saison kann sich sehen lassen: Elf seiner fünfzehn Spiele hat der Aufsteiger in der ProB gewonnen und liegt damit einen Punkt hinter den Hertener Löwen auf dem dritten Rang.

„Wir sind in Reichweite unseres Ziels“, betont deshalb Geschäftsführer Klaus Heuberger: Einer der ersten beiden Plätze und damit die Qualifikation für die „echte“ zweite Liga ProA soll es Ende April schon sein.

Auch im DBBL-Pokal der Zweitligisten sind die Schützlinge von Trainer Berthold Bisselik noch vertreten: Am 26. Januar um 19.30 Uhr geht es in der s.Oliver-Arena gegen den Liga-Konkurrenten Nürnberger BC im Viertelfinale um den Einzug in das „Top Four“, um dessen Ausrichtung sich die Baskets beworben haben.

Und dennoch ist bei den Anhängern, von denen im Schnitt gut 2.700 pro Heimspiel in die s.Oliver-Arena pilgern, die Unzufriedenheit derzeit groß. Nach sieben Siegen in Folge zum Saisonauftakt haben die Baskets vier ihrer letzten acht Liga-Spiele verloren, die Dominanz und Lockerheit ist dem Team komplett abhanden gekommen.

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Hallenfußball-Kreismeisterschaft in der s.Oliver-Arena

2010-01-15 @ 17:01 in Sport

Zwei Wochen nach der Stadtmeisterschaft rollt ab morgen schon wieder der Ball in der s.Oliver-Arena: Stadtmeister Würzburger FV geht an diesem Samstag als Top-Favorit in die Hallenfußball-Kreismeisterschaft.

Der WFV ist als Ausrichter der einzige der fünf Landesligisten aus dem Kreis, der in der s.Oliver-Arena dabei ist. Die anderen Vier scheiterten bei den diversen Qualifikationsturnieren.

Am letzten Wochenende erwischte es die Würzburger Kickers, die es in Veitshöchheim zwar bis ins Finale schafften, dort aber gegen die SG Margetshöchheim deutlich den Kürzeren zogen.

Das zwölfköpfige Teilnehmerfeld bei der Kreismeisterschaft besteht damit aus Ausrichter Würzburger FV, TSV Reichenberg, TSV Kleinrinderfeld, SV Altfeld (Gruppe A), TSV Karlburg, SC Lindleinsmühle, TSV Güntersleben, TSV Rottendorf (Gruppe B), Titelverteidiger TSV Uettingen, 1.FC Eibelstadt, Bayern Kitzingen und SG Margetshöchheim (Gruppe C).

Das Turnier beginnt am morgigen Samstag um 15.30 Uhr. Ab 20 Uhr steht die Endrunde (Viertelfinale und Halbfinale) auf dem Programm, das Endspiel soll gegen 22.10 Uhr stattfinden.

OB, Baumgart und Stadtrat: Fahrradständer sind keine "Panzersperren"

2010-01-14 @ 17:58 in Lokales

Panzersperre? Foto (c) P.Wötzel

Neu und ein ganzes Stück größer als ihre Vorgänger sind die Fahrradständer, die in der Würzburger Innenstadt aufgestellt wurden.

Einer davon, am Oberen Markt, wurde bereits nach kurzer Zeit wieder entfernt, weil für einen fliegenden Blumenhändler und die Fahrräder zusammen gegenüber vom historischen Falkenhaus nicht genug Platz war.

Jetzt musste sich der Stadtrat mit einem Fahrradständer in der Plattnerstraße beschäftigen. CSU-Stadtrat Wolfgang Scheller hält die Abstellanlage für rund 40 Drahtesel für zu groß geraten, fühlt sich gar an eine „Panzersperre“ erinnert und stellte den Antrag, den Fahrradständer in unmittelbarer Nachbarschaft (aber nicht in Sichtweite) des Doms entfernen zu lassen.

Mit dieser Forderung steht der CSU-Mann völlig alleine da: Die neue Anlage wird vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub ADFC befürwortet und stellt laut Oberbürgermeister Georg Rosenthal (SPD) eine deutliche Verbesserung gegenüber der vorher an gleicher Stelle vorhandenen, 17 Jahre alten Variante dar.

Außerdem wird der neue Fahrradständer gut genutzt und auch von den Geschäftsleuten in der Plattnerstraße begrüßt.

Der Umwelt- und Planungsausschuß des Stadtrats lehnte Schellers Antrag folgerichtig einstimmig ab. Im Frühjahr sollen in Würzburg weitere Fahrradständer der gleichen Art aufgestellt werden.

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