Würzburger Werbefilm ohne Weltniveau
"Würzburg ist für mich Weltkulturerbe, Weingenuss und Wohlgefühl" - viele Wörter mit "W" benutzt der Würzburger NachtWächter Wolfgang Mainka bei seinem Auftritt in einem neuen Würzburger Imagefilmchen, das seit heute auf der Homepage der Stadt zu sehen ist.
Zwei Dinge haben mich verWundert: Das Wort "Weltniveau" kommt kein einziges Mal vor, und die Macher der Referenz Film haben eine amerikanische Touristin aufgetan, die sich begeistert über "friendly people" äußert. Wo die Wohl herkommt? Oder sie hat gegen Gage geschwindelt ...
Wieder über tausend bei der 2. Würzburger "Skatenight"
Auch bei ihrer zweiten Auflage lockte die „Skatenight“ am Samstag wieder über tausend Inline-Skater auf die Straßen in der Innenstadt. Die Organisation lief noch besser als bei der Premiere am Pfingstsonntag, Teilnehmer und Veranstalter freuten sich über eine gelungene Veranstaltung.
Ende Mai wurde die erste von drei Runden durch die Karmelitenstraße, Juliuspromenade, Röntgenring, Semmelstraße, Theaterstraße, Balthasar-Neumann-Promenade, Neubaustraße und Mainkai noch weit vor Einbruch der Dämmerung gestartet und auch beim Zieleinlauf war es noch hell. Dieses Mal hatte die Skate-Night ihren Namen wirklich verdient: Bei Dunkelheit auf abgesperrten Straßen frei zu rollen, war für die mehr als tausend Teilnehmer ein besonderes Erlebnis.
Vor allem auf dem neu gestalteten Mainkai unterhalb der beleuchteten Festung bot sich ein tolles Bild. „Auch wenn es im Dunkeln an einigen Stellen auf Würzburgs Straßen nicht immer lustig ist. Auf der Balthasar-Neumann-Promenade läuft es am Besten“, meinte Radio-Gong-Moderator Andi Puhl nach der ersten Runde, als er die Inliner bereits wieder abgeschnallt hatte. „Ich kann es gar nicht richtig und bin froh, dass ich nicht auf die Schnauze gefallen bin“, grinste Puhl.
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Die Ladybaskets besiegen sich selbst
Basketball, 2. Liga Süd Frauen
TG Ladybaskets Würzburg – Bender Baskets Grünberg 60:66 (12:25, 19:10, 15:17, 14:14)
Nicht so erfolgreich wie erhofft verlief der Saisonauftakt der TGW-Frauen in der 2. Liga Süd. Gegen die Bender Baskets Grünberg leisteten sich die Ladybaskets zu viele unnötige Fehler, um am Ende erfolgreich zu sein. „Wir haben das Spiel in der Offensive verloren“, fasste TGW-Coach Werner Brust das Geschehen zusammen.
Ein Grund, den Kopf hängen zu lassen, ist das Resultat nicht. „Ich zähle Grünberg zu den Spitzenmannschaften der Liga“, so Brust. Zwar haben die Gäste keine Ausländerin, dafür aber zwei aktuelle U18-Nationalspielerinnen in ihren Reihen: Finja Schaake und Julia Gaudermann, beide 17 Jahre alt, gehören auch bereits zum Kader des Erstligisten BC Marburg. Die beiden Youngster erzielten in der Feggrube zusammen 39 der 66 Grünberger Punkte und sorgten so im Duett für den Sieg der Gäste.
Bei den TGW-Frauen gibt es keine Alleinunterhalterinnen, sieht man einmal von Centerin Janet Hatfield ab. Die Kanadierin hielt ihr Team mit 19 Punkten und 16 Rebounds lange im Spiel. Dass Grünberg am Ende deutlicher gewann, als es das Endergebnis von 66:60 (35:31) aussagt, lag nicht an Hatfield, nicht an Schaake oder Gaudermann, nicht am fehlenden Einsatz und auch nicht an der Leistung der Ladybaskets in der Defensive. „Wir haben gut genug verteidigt, um das Spiel zu gewinnen“, sagte Werner Brust. Es waren die vielen Fehler im Spiel nach vorne (25 Ballverluste), mit denen sich die Würzburgerinnen immer wieder selbst stoppten.
„Zu viele unerzwungene Fehlpässe und überhastete Offensivaktionen“ hatte Brust vor allem in der zweiten Halbzeit gesehen: „Und wir haben auch einige hundertprozentige Chancen vergeben.“ Damit meinte der Coach die beiden Korbleger beim Stand von 54:59 aus Sicht der TGW-Frauen, die Tina Schulz und Michaela Brust nicht verwerten konnten. Statt vier Minuten vor Schluss auf einen Zähler zu verkürzen, wuchs der Rückstand in der Folge auf zehn Punkte und die Partie war entschieden.
Da nützte auch die eindeutige Würzburger Überlegenheit unter den Körben (48:36 Rebounds) nichts. Das Fazit des Trainers: „Auf dieser Leistung kann man aufbauen. Die Verteidigung steht gut, in der Offensive müssen wir noch zulegen.“
Spielfilm:
10:10 (5. Minute), 12:27 (11.), 31:31 (20.), 35:44 (25.), 54:59 (35.), 60:66 (Endstand).
Würzburg:
Janet Hatfield 19 Punkte (16 Rebounds), Jasmin Fantl 12/2 Dreier, Raphaela Jochimczyk 8 (9 Rebounds), Michaela Brust 6, Julia Schwägerl 5, Felicitas Schneider 4, Tina Schulz 4, Sabine Sigloch 2, Aniko Hushegyiova, Ines Liebler.
Grünberg:
Schaake 26 Punkte/2 Dreier, Gaudermann 13/1, Frankenberger 12, Henning 10, Keil 3, Strack 2, Dickler, Happel, Steuber.
Würzburg Baskets fahren den ersten Zweitliga-Sieg ein
Mit dem erwartet deutlichen Sieg bei einem der schwächeren Teams der "Pro B" sind die Würzburg Baskets am Samstag in die 2. Liga gestartet.
Bei BIS Speyer lag der Aufsteiger nach dem ersten Viertel mit 35:13 in Front und schaukelte anschließend einen nie gefährdeten 85:66-Sieg nach Hause.
Auf ein volles Haus hoffen die Baskets-Verantwortlichen beim ersten Heimspiel am Samstag um 19.30 Uhr in der s.Oliver-Arena. Zu Gast ist Mitaufsteiger BC Weissenhorn, amtierender Meister der Regionalliga Südwest.
Statistik
Tabelle
Kleiner verärgert den Stadtrat: Grüner Markt bleibt auch an Weihnachten auf dem Marktplatz
Der „grüne Markt“ soll bleiben, wo er ist: Würzburgs Kommunalreferent Wolfgang Kleiner hat sich jetzt im Stadtrat schon zum dritten Mal innerhalb eines halben Jahres eine blutige Nase geholt, weil er die Obst- und Gemüsestände des Wochenmarktes während des Würzburger Weihnachtsmarkts von ihrem angestammten Platz auf dem Unteren Marktplatz auf eine wesentlich kleinere Ausweichfläche vor dem Rathaus verbannen wollte.
Mitte März informierte Kleiner den zuständigen Bau- und Ordnungsausschuss des Stadtrats zum ersten Mal darüber, dass er den grünen Markt – zunächst probeweise – an den Platz um den Vierröhrenbrunnen in der Fußgängerzone verlegen wolle. Schon bei diesem ersten Anlauf war die Empörung der Räte groß, der Ausschuss ist sich seither einig, dass die Marktleute dauerhaft auf dem Marktplatz bleiben und eventuell sogar um weitere Beschicker ergänzt werden sollen. Sämtliche Veranstaltungen haben darauf Rücksicht zu nehmen, schrieben die Räte Kleiner ins Stammbuch.
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Würzburg, Rottendorf, Sommerhausen: Riesige Marihuana-Aufzuchtanlagen ausgehoben
Professionelle Aufzuchtanlagen für Marihuana in einer Größe, wie sie in Bayern bisher nicht gefunden wurden, hat die unterfränkische Polizei am Dienstag in Würzburg und Umgebung ausgehoben. Zwölf Tatverdächtige, elf Vietnamesen und ein Deutscher, ein Geschäftsmann aus Würzburg, wurden verhaftet. Den Straßenverkaufswert der sichergestellten Drogen schätzt die Staatsanwaltschaft auf 1,5 Millionen Euro.
Viele Details waren es nicht, die die Vertreter von Staatsanwaltschaft und der Kriminalpolizei unter Hinweis auf das laufende Ermittlungsverfahren gegen zwölf Verdächtige – zehn Männer und zwei Frauen im Alter zwischen 29 und 47 Jahren – am Freitag vor der Presse preisgaben. Die Ermittler ließen lieber Bilder sprechen: Auf einem kurzen Video sind die großen Fabrikhallen und Räume zu sehen, in denen laut Oberstaatsanwalt Dr. Dietrich Geuder „Marihuana-Pflanzen in allen Wachstumsstadien, getrocknetes Material und für den Abtransport fertig verpacktes Rauschgift“ gefunden wurde. Geuder schätzt, dass insgesamt etwa 160 Kilo Pflanzenmaterial sichergestellt wurde. „Es spricht einiges dafür, dass schon Drogen verkauft wurden“, so Geuder.
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Würzburg Baskets: Sieg im DBB-Pokal, am Samstag startet die "ProB"
Guter Pflichtspiel-Auftakt für die Würzburg Baskets: Am Mittwoch stutzten sie die selbst ernannten "Uni-Riesen" des USC Leipzig (Regionalliga) in der ersten Runde des reformierten DBB-Pokals (ohne Bundesligisten) auf normales Maß zurück und gewannen standesgemäß mit 91:64 (25:14, 17:21, 22:15, 27:14).
Herausragender Akteur war einmal mehr der junge Maxi Kleber mit 19 Punkten (3 Dreier), Scharfschütze Jorge Schmidt steuerte 15 Punkte (3 Dreier) bei.
Am morgigen Samstag wird es dann richtig ernst für die Baskets: Mit einem Auswärtsspiel bei BIS Speyer starten sie in die 2. Liga "Pro B".
Das erste Heimspiel gegen Mitaufsteiger Weissenhorn findet am 3. Oktober um 19.30 Uhr in der s.Oliver-Arena statt.
Baskets-Punktverteilung in Leipzig: JeJuan Plair 6, Dominik Schneider 10, Jorge Schmidt 15 (3 Dreier), Dimitri McDuffie 11 (2 Dreier), Maxi Kleber 19 (3 Dreier), Brazzo Henneberger 10 (2 Dreier), Christoph Hackenesch 4, Lars Buss 6, Al Elliot 2, Chris Heinrich 7.
Eisingen: Staatsanwaltschaft ermittelt auch wegen Freiheitsberaubung
Nach der bundesweiten Medienberichterstattung über die Vorfälle im St. Josefs-Stift in Eisingen (Kreis Würzburg) hat die Staatsanwaltschaft Würzburg am Mittwoch ihre Ermittlungen auf den Verdacht der Freiheitsberaubung erweitert. Der Geschäftsführer der größten unterfränkischen Behinderteneinrichtung, Bernhard Götz, sei deshalb bereits erneut als Zeuge vernommen worden, teilte Oberstaatsanwalt Erik Ohlenschlager mit.
Ende Juli hatte die Leitung der Einrichtung gegen eine ehemalige und eine aktuelle Mitarbeiterin Anzeige wegen des Verdachts der Nötigung, Körperverletzung und Misshandlung Schutzbefohlener gestellt. Nachdem eine Fachkraft aus privaten Gründen gekündigt hatte, tauchte ein halbstündiger Videofilm auf, auf dem die Frau zu sehen ist, wie sie eine Bewohnerin der sozialtherapeutischen Gruppe der ohne Hilfsmittel auf dem Boden fixiert. Das Video soll vor etwa zwei Jahren entstanden sein.
In einer Pressemitteilung erläutert Geschäftsführer Götz, die Fachkraft wende in dem Film „deeskalierende Maßnahmen an, die so auch in Fortbildungen gelehrt werden“. Problematisch sei dabei nicht nur die Dauer der Maßnahme, sondern auch die Tatsache, dass kein aggressives Verhalten der Bewohnerin erkennbar sei. Außerdem habe die Frau „mit Blick zur Kamera kenntlich gemacht, dass sie keine Filmaufnahmen wünscht“, so Götz. Diese Handlungsweise der Mitarbeiterinnen entspreche nicht den pädagogischen Grundsätzen der Einrichtung und verletze Persönlichkeitsrechte. Die Mitarbeiterin, die auf Anweisung die Kamera bediente, wurde mittlerweile intern versetzt.
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Rechtsanwalt wirft Ex-Kollegin "Dagobert-Duck-Syndrom" vor
Überraschende Einsicht bei einem 50-jährigen Rechtsanwalt und Strafverteidiger aus Würzburg: Mit dem Ziel „Freispruch“ ging er am Dienstag in eine Berufungsverhandlung wegen Untreue, knapp zwei Stunden später akzeptierte er eine Verurteilung zu 3.250 Euro (130 Tagessätze von 25 Euro) Geldstrafe.
Die Staatsanwaltschaft legte ihm zur Last, vor mehreren Jahren Gelder in Höhe von rund 7.000 Euro für eine Firma eingetrieben, die Beträge aber nicht oder nur in kleinen Teilbeträgen an den Mandanten ausgezahlt zu haben. Das Amtsgericht Würzburg hat den Juristen deshalb vor drei Jahren zu 190 Tagessätzen von 80 Euro (15.200 Euro) Geldstrafe verurteilt. Mit auf der Anklagebank saß damals eine Kanzlei-Partnerin des 50-Jährigen. Dass das Verfahren gegen die Anwältin mittlerweile gegen Zahlung einer Geldbuße von 1.800 Euro eingestellt wurde, kam dem Angeklagten gerade recht: So konnte er vor dem Landgericht den Großteil der Verantwortung von sich weisen.
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Film gedreht: Ermittlungen gegen Mitarbeiterinnen einer Behinderteneinrichtung
Wegen des Verdachts der Nötigung, Misshandlung von Schutzbefohlenen und Körperverletzung ermittelt die Staatsanwaltschaft Würzburg derzeit gegen eine ehemalige und eine aktuelle Mitarbeiterin des St. Josef-Stifts in Eisingen. Die Leitung der Behinderteneinrichtung hat bereits Ende Juli Anzeige gegen die zwei Frauen erstattet. Sie haben einen Videofilm gedreht, in dem eine behinderte Erwachsene „ohne Hilfsmittel am Boden fixiert wird“, bestätigte Oberstaatsanwalt Erik Ohlenschlager.
Von einer „Züchtigung“ der Bewohnerin, wie am Diesntag in einer überregionalen Zeitung berichtet, könne aber nicht die Rede sein, betonte die Pressesprecherin der Einrichtung, Dr. Andrea Schödl, im Gespräch mit unserer Zeitung. Die Staatsanwaltschaft habe man nach dem Fund des Videofilms eingeschaltet, „weil wir nicht selbst entscheiden wollten, ob das gefilmte Verhalten strafrechtlich relevant war“.
Die Mitarbeiterin, die vor der Kamera gezeigt haben soll, wie man die Heimbewohnerin ruhig stellen kann, hat laut Schödl bereits im April „aus privaten Gründen selbst gekündigt“. Erst danach wurde der Film durch Zufall entdeckt. Die Mitarbeiterin, die die Videokamera bediente, arbeitet nach wie vor in der Einrichtung. Die Ermittlungen gegen beide Frauen dauern an.
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Freistaat saniert bei der "BePo" für 21,6 Millionen Euro
In den kommenden Jahren werden Bagger und Bauarbeiter das Bild auf dem Gelände der 3. Bereitschaftspolizei-Abteilung (BePo) in Würzburg prägen: Der Freistaat investiert dort bis 2012 rund 21,6 Millionen Euro in verschiedene Sanierungsmaßnahmen. „Wir müssen alles dafür tun, um die Arbeitsbedingungen unserer Polizei zu verbessern“, betonte Innenstaatssekretär Bernd Weiß (CSU) gestern vor Ort.
Den mit 15,2 Millionen Euro größten Betrag verschlingt die Generalsanierung der Unterkunft für 240 Polizeischüler: Das viergeschossige „Gebäude 16“ ist ein wesentlicher Bestandteil eines denkmalgeschützten Ensembles auf dem BePo-Gelände, ursprünglich eine Militärkaserne aus dem Jahr 1907. Das Gebäude wird entkernt, neu aufgeteilt und auf den neuesten technischen Stand gebracht, um die Betriebskosten deutlich zu senken. „Darüber sind wir sehr froh. Die Unterbringung ist heute noch so wie vor 26 Jahren, als ich angefangen habe“, sagte Polizei-Oberrat Uwe Sauer.
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NACHTRAG: Es war Stadtfest
Das Wetter passte, die Besucherzahlen auch: Tausende Menschen drängten sich am Freitag und Samstag beim mittlerweile 21. Stadtfest in der Würzburger Innenstadt.
Vor allem vor den zahlreichen Bühnen, auf denen neben zahlreichen sportlichen und kulturellen Vorführungen insgesamt rund hundert Stunden Livemusik mit Bands aus ganz Unterfranken geboten wurde, drängten sich schon am Freitagabend große Menschenmassen.
Am Samstag füllte sich die Innenstadt um die Mittagszeit.
Dabei konzentrierte sich der Großteil der Stadtfest-Besucher auf die Angebote in der Würzburger Fußgängerzone, in den Nebenstraßen war teilweise wenig los.
Mit einer Ausnahme: Die Semmelstraße hatte wieder den roten Teppich für die Kinder ausgerollt und war von Eltern mit ihrem Nachwuchs entsprechend gut besucht.
Würzburger Wahlkämpfer: Auf der Straße besser als im Internet
US-Präsident Barack Obama hat es vorgemacht: Mit einer bis dato beispiellosen Kampagne hat der demokratische Kandidat es im vergangenen Jahr geschafft, den Wahlkampf im Internet zu revolutionieren. Die deutschen Bundestags-Wahlkämpfer haben sich einiges vom 90-köpfigen Obama-Team abgeschaut. Bei den Direktkandidaten im Wahlkreis Würzburg herrscht allerdings noch Nachholbedarf.
Eine modern gestaltete Homepage im Internet ist inzwischen Standard für jeden Kandidaten, der sich heutzutage um die Gunst der Wähler bewirbt. Die Unterschiede zwischen den Internet-Auftritten der Würzburger Wahlkämpfer sind nicht groß, mit einer Ausnahme: Die Homepage von Stadtrat Holger Grünwedel, der für „Die Linke“ kandidiert, ist spärlich ausgefallen. Nur die allernötigsten Informationen über den Kandidaten, sein Wahlprogramm und die Arbeit im Stadtrat.
Alle anderen Direktkandidaten liefern das Standard-Programm in verschiedener Aufmachung: Lebenslauf, Bilder, Pressemitteilungen, Reden, Termine der Wahlkampfauftritte. Das gilt für CSU-MdB Paul Lehrieder ebenso wie für Marion Reuther von der SPD, Patrick Friedl von den Grünen und Joachim Spatz von der FDP. Bei der Internet-Suchmaschine „Google“ sind alle Kandidaten-Seiten gut platziert und mit Eingabe des Namens problemlos zu finden. Wer sich auf diese Weise informieren will, hat also keine Schwierigkeiten.
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Parkhaus-Gebühren: OB verteidigt geplante Erhöhung und kritisiert Einzelhandel
Im Streit um die Gebühren in den Würzburger Parkhäusern hat Oberbürgermeister Georg Rosenthal (SPD) die geplante Erhöhung um 13,1 Prozent verteidigt. Die Verkürzung der Parkzeit von einer Stunde auf 50 Minuten bei gleich bleibendem Preis von 1,50 Euro in den Kernzeiten sei für den Parkhaus-Betreiber Stadtverkehrs-GmbH (SVG) betriebswirtschaftlich notwendig, so Rosenthal.
Wie berichtet, wurde nach Protesten des Einzelhandels die Stadtrats-Entscheidung über die Erhöhung der Gebühren in den zehn von der SVG betriebenen Parkhäusern auf Oktober vertagt. Rosenthal hat aus mehreren Gründen wenig Verständnis für die Kritik an der zum 1. Januar 2010 geplanten Erhöhung von Seiten des Stadtmarketing-Vereins „Würzburg macht Spaß“ und des Einzelhandels-Verbandes.
Zum Einen liegt die letzte Preisanpassung acht Jahre zurück, nicht einmal die Erhöhung der Mehrwertsteuer von 16 auf 19 Prozent wurde bisher an die Kunden weitergegeben. Zum Anderen haben die SVG kräftig in ihre Parkhäuser und Tiefgaragen investiert und erhebliche Verbesserungen erreicht.
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Würzburger Kulturpreis 2009 für Domkapitular Jürgen Lenssen
Er hat in ganz Unterfranken künstlerische Spuren hinterlassen: Domkapitular Dr. Jürgen Lenssen, Kunstreferent der Diözese Würzburg, erhält für sein bisheriges Lebenswerk den Kulturpreis 2009 der Stadt Würzburg.
„Ein Preisträger, der sich sehen lassen kann“, sagte Würzburgs Kulturmanager Johannes Engels am Mittwoch bei der Bekanntgabe des Gewinners. Den seit 1965 vergebenen Kulturpreis der Domstadt erhielten in der Vergangenheit unter anderem die Opernsängerin Waltraud Meier, der Komponist Norbert Glanzberg und Kabarettist Frank-Markus Barwasser alias „Erwin Pelzig“.
Domkapitular Dr. Jürgen Lenssen habe in seiner Eigenschaft als Kunstreferent der Diözese „innovative Zeichen in Würzburg und der gesamten Region Mainfranken gesetzt“, sagte Engels. Lenssen, 1947 in Mönchengladbach geboren, schuf zahlreiche sakrale Kunstwerke in unterfränkischen Kirchen.
Er zeichnet außerdem für das erfolgreiche Konzept des im Frühjahr 2003 eröffneten „Museums am Dom“ in Würzburg verantwortlich. Das Museum zeigt Kunstwerke, die zwischen dem 10. und dem 21. Jahrhundert entstanden sind und stellt die alte und neue Kunst in ihrer theologischen Deutung gegenüber.
Für die Kulturpreis-Jury ist Lenssen „ein Kunst- und Kultur-Initiator, dessen Ideen, Initiativen und Werke den Kulturstandort Würzburg in herausragender Weise bestimmen und kräftigen“.
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Energieforschung: Erste Millionen-Investition auf dem Leighton-Areal geplant
Es tut sich was auf dem rund 135 Hektar großen Konversionsflächen der ehemaligen „Leighton Barracks“ in Würzburg. In unmittelbarer Nachbarschaft der Fläche, auf der sich der Hubland-Campus der Universität Würzburg um rund 39 Hektar erweitern soll, will das „Zentrum für angewandte Energieforschung Bayern“ (ZAE) 13,6 Millionen Euro ein neues Forschungsgebäude investieren. Eine Hürde ist noch zu überwinden: Die Zusage der erforderlichen Fördermittel aus dem Konjunkturpaket der Bundesregierung steht noch aus.
Es wäre das erste konkrete Projekt auf den Konversionsflächen außerhalb der Uni-Erweiterung. Würzburg ist bereits seit 1993 einer von drei Standorten des ZAE Bayern. In enger Kooperation mit dem „Lehrstuhl für experimentelle Physik VI“ der Universität wird im bestehenden ZAE-Gebäude am Hubland unter anderem im Bereich Energie-Effizienz von Gebäuden und Photovoltaik geforscht.
Das neue Forschungsgebäude sei „eine großartige Gelegenheit, zusätzliche Investitionen nach Würzburg zu holen“, betonte Oberbürgermeister Georg Rosenthal (SPD) am vergangenen Dienstag im Stadtrat.
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Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen gegen WVV-Verantwortliche ein
Nicht nur die Zivilgerichte bis hinauf zum Oberlandesgericht (OLG), auch die Staatsanwaltschaft war längere Zeit mit den Millionenverlusten beschäftigt, die den Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH (WVV) durch den Abschluss hochriskanter Zins-Spekulationsgeschäfte entstanden sind. Wie Oberstaatsanwalt Dietrich Geuder am Freitag mitteilte, hat die Anklagebehörde mittlerweile sämtliche Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Untreue gegen die ehemaligen und aktuellen WVV-Geschäftsführer eingestellt.
Die Vorgeschichte: Seit Herbst 1999 spekulierte die WVV-Geschäftsführung, zunächst erfolgreich, im Wege so genannter „Swap-Geschäfte“ mit verschiedenen Banken auf die künftige Zinsentwicklung. Im September 2005 hatte das Versorgungsunternehmen durch den Abschluss immer riskanterer Verträge rund 3,1 Millionen Euro Verlust gemacht und verklagte anschließend die Deutsche Bank auf Schadensersatz.
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Fachärztedemo mit rund 300 Teilnehmern
Zwölf Tage vor der Bundestagswahl sind am Dienstag in Würzburg Fachärzte und ihr Personal aus ganz Unterfranken auf die Straße gegangen, um erneut gegen die Gesundheitspolitik der Bundesregierung zu demonstrieren.
Ausgestattet mit Trillerpfeifen und zahlreichen Plakaten, zogen die mehrere hundert Demonstranten lautstark durch die Würzburger Innenstadt.
Nach Ansicht der Fachärzte ist durch den gegenwärtigen Kurs von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt die wohnortnahe fachärztliche Versorgung der Bevölkerung auf dem Land in Gefahr.
Die Mediziner fordern weiterhin freie Arzt-Wahl und eine Abschaffung aller Budgets.
„Der Patient ist keine Ware. Wir werden so lange auf die Straße gehen, bis die Menschlichkeit im Gesundheitssystem wieder im Vordergrund steht“, sagte ein Sprecher.
Entscheidung über Parkhaus-Gebühren-Erhöhung vertagt
Zum zweiten Mal innerhalb der letzten drei Jahre wird in Würzburg heftig über eine geplante Erhöhung der Parkhaus-Gebühren diskutiert. Die Würzburger Stadtverkehrs-GmbH (SVG), eine Tochter der städtischen Versorgungs- und Verkehrs-GmbH (WVV), will die Parkgebühren in zehn Parkhäusern ab dem 1. Januar in den Kernzeiten um umgerechnet 13 Prozent erhöhen: Für 1,50 Euro sollen Autofahrer statt bisher eine Stunde nur noch 50 Minuten parken können.
Ob es dazu kommt, ist nach der ersten Lesung der Beschlussvorlage am Montag im Hauptausschuss des Stadtrats völlig offen. Als sich nach gut 90-minütiger Diskussion eine Ablehnung der Erhöhung abzeichnete, vertagte Kämmerer Christian Schuchardt die Abstimmung auf den 12. Oktober.
Die Diskussion ist nicht neu: Als der Stadtrat auf Wunsch der SVG am 1. Oktober 2006 die Parkhaus-Gebühren von 1,50 Euro auf 2 Euro pro Stunde erhöhte, erhob sich ein Sturm des Protestes in der Domstadt, angeführt von Einzelhandelsverband (LBE) und dem Stadtmarketingverein „Würzburg macht Spaß“ (WümS). Acht Monate später wurde die Gebührenerhöhung wieder rückgängig gemacht.
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Ausstellung "Pressefoto Bayern 2008" in der Sparkasse
Im Bayerischen Landtag feierte sie Anfang des Jahres Premiere, seither tourt sie durch den Freistaat, jetzt macht sie in der Sparkassen-Zentrale in der Hofstraße Station: Die Ausstellung „Pressefoto Bayern 2008“.
Unter den 50 preisgekrönten Bildern finden sich auch mehrere Arbeiten der MAINPOST-Fotografen Theresa Müller, Thomas Obermeier und Fabian Frühwirth.
„Das sind im wahrsten Sinne des Wortes ausgezeichnete Fotos in ausgezeichneter Qualität“, sagte Sparkassen-Vorstandsvorsitzender Dr. Rudolf Fuchs bei der Eröffnung der Ausstellung. Vier Wochen lang, bis zum 9. Oktober, schmücken die Siegerbilder des Wettbewerbs „Pressefoto Bayern 2008“ des Bayerischen Journalistenverbandes (BJV) die große Schalterhalle und laden zum Betrachten ein.
Viele der Fotos sind von der Tagesaktualität freilich längst überholt: „Wir bereiten schon den Pressefoto-Wettbewerb 2009 vor“, so BJV-Vorsitzender Dr. Wolfgang Stöckel.
An der Qualität der preisgekrönten Arbeiten ändert das aber nichts. Insgesamt haben sich im vergangenen Jahr rund 90 Fotografen mit über 700 Arbeiten an dem Wettbewerb beteiligt.