Schwurgericht braucht im zweiten Prozess ein zweites Gutachten
Auf unbestimmte Zeit vertagt hat das Würzburger Landgericht seine Entscheidung über die Einweisung einer 67-jährigen Todesfahrerin in die Psychiatrie. Die Angeklagte hat am 26. Januar 2007 auf dem Parkplatz eines Einkaufsmarktes in Ochsenfurt eine 84-jährige Rentnerin übergefahren und getötet (wir berichteten). Nach Anhörung eines Sachverständigen entschied das Schwurgericht am Mittwoch, ein weiteres Gutachten zu den medizinischen Voraussetzungen einer Unterbringung der 67-Jährigen einzuholen.
Bereits im Februar vergangenen Jahres wurde die Frau vom Landgericht Würzburg wegen Körperverletzung mit Todesfolge und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt. Weil sie seit der Tat in Untersuchungshaft saß, hat sie mittlerweile fast die Hälfte ihrer Gefängnisstrafe abgesessen. Rechtskräftig sind aber nur Schuldspruch und Strafmaß des Würzburger Urteils. Nach einer Revision der Verteidigung hob der Bundesgerichtshof (BGH) die ebenfalls ausgesprochene unbefristete Einweisung in die Psychiatrie auf. Über die Voraussetzungen wird jetzt vor einer anderen Strafkammer des Landgerichts neu verhandelt.
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Arbeitsrichter: Diese Kündigungsgründe "reichen hinten und vorne nicht"
Keine guten Karten hat der Bezirk Unterfranken in seiner arbeitsgerichtlichen Auseinandersetzung mit einem Pfleger der Forensik des Bezirkskrankenhauses (BKH). Der Pfleger hat gegen seine Kündigung geklagt, die Anfang März wegen des Verdachts strafbarer Handlungen ausgesprochen wurde. Am vergangenen Montag trafen sich die Parteien zur Güteverhandlung vor dem Arbeitsgericht in Würzburg. Die Gründe, mit denen der Bezirk die Kündigung bisher begründet hat, „reichen hinten und vorne nicht aus“, betonte der Richter.
Gewisse „Vorkommnisse“ mit Patienten soll es im vergangenen Jahr in der forensischen Abteilung des BKH gegeben haben, das hat der Bezirk im März eingeräumt. Drei Pflegekräfte wurden beurlaubt, zwei von ihnen durften bald ihre Arbeit wieder aufnehmen. Der dritte Pfleger, jetzt Kläger vor dem Arbeitsgericht, saß zweieinhalb Monate lang zuhause. Erst seit Kurzem wird er in einer anderen Station des BKH eingesetzt – allerdings nur vorläufig.
Der Bezirk hat ihn auch bei der Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der „Gefangenenbefreiung“ angezeigt. Vor dem Arbeitsgericht wurden die Hintergründe klar: Der Bezirk wirft dem Pfleger vor, im vergangenen August einen zur Sicherungsverwahrung in der geschlossenen Abteilung untergebrachten Strafgefangenen zu dessen Frau nach Marktheidenfeld gefahren und dort eine Zeitlang unbeaufsichtigt gelassen zu haben.
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Kaufhof-Chef wird WümS-Vorsitzender
„Würzburg macht Spaß“ (WümS) hat einen neuen Vorstand und vom 1. Juni an auch wieder einen Geschäftsführer. Die Mitgliederversammlung des Stadtmarketing-Vereins wählte am Donnerstag Kaufhof-Geschäftsführer Friedhelm Bröske einstimmig zum neuen 1. Vorsitzenden. „Es gibt vielfältige Aufgaben, die wir angehen müssen“, sagte Bröske. Dr. Leonard Landois besetzt den seit sieben Monaten vakanten Posten des WümS-Geschäftsführers.
Landois, der in den vergangenen zwei Jahren beim Stadtmarketing in Ansbach tätig war, hat in Würzburg studiert und kann Würzburger Wurzeln vorweisen: Seine Mutter ist Würzburgerin, sein Großvater hatte ein Einzelhandelsgeschäft in der Kaiserstraße. Er will bei WümS für eine Professionalisierung des Auftritts nach außen sorgen: Der Verein soll künftig bei Politik und Bürgern wieder als wichtigster Akteur in Sachen Stadtmarketing wahrgenommen werden. Nachdem Landois schon Vorstand und Beirat des Vereins von sich überzeugt hatte, stimmte auch die Mitgliederversammlung seiner Einstellung zum 1. Juni einstimmig zu.
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Erzieherinnen protestierten in Würzburg
Ihrer Forderung nach mehr Lohn und besseren Arbeitsbedingungen haben die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst am Dienstag erneut durch Streiks und Kundgebungen Nachdruck verliehen. In Würzburg gingen über 400 Streikende aus Unterfranken auf die Straße, darunter auch rund 140 Erzieherinnen aus Kindertagesstätten in Alzenau-Wasserlos, Elsenfeld, Obernburg, Hösbach, Erlenbach, Gemünden und Langenprozelten.
Unterstützt wurden die Streikenden von Studierenden der Fachakademien für Sozialpädagogik (FAKS) in Aschaffenburg und Würzburg. Komplett geschlossen wurde keine der vom Streik betroffenen Einrichtungen am Untermain und im Main-Spessart-Kreis: „Es wurden so viele Mitarbeiter wie möglich für den Streik freigestellt“, erklärte die Aschaffenburger Gewerkschaftssekretärin Birgit Streit von der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di.
Noch bis zu morgigen Donnerstag sollen Kindergärten in 30 bayerischen Kommunen bestreikt werden. Mit ihren Aktionen wollen die Beschäftigten Druck auf die kommunalen Arbeitgeber ausüben. Sie fordern einen Gesundheitstarifvertrag und Gehaltssteigerungen. In Unterfranken haben sich bisher hauptsächlich Angestellte aus Einrichtungen in den Landkreisen an den Streiks beteiligt. „Die ländlichen Bereiche sind deutlich kämpferischer“, sagte Doris Stadelmeyer von ver.di in Würzburg.
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Neuer Prozess im "Ochsenfurter Parkplatzfall"
Eine 67-jährige Autofahrerin, die auf dem Parkplatz eines Einkaufsmarktes eine gehbehinderte Rentnerin überfahren und getötet hat, sitzt wegen dieser Tat seit heute zum zweiten Mal in Würzburg auf der Anklagebank.
Im Februar 2008 war sie vom Würzburger Landgericht wegen Körperverletzung mit Todesfolge und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das Schwurgericht sah es damals als erwiesen an, dass die Frau am 26. Januar 2007 eine ihr unbekannte 84-jährige Frau auf einem Supermarkt-Parkplatz in Ochsenfurt (Kreis Würzburg) vorsätzlich mit dem Auto angefahren und überrollt hat. Die Renterin starb noch am Unfallort an ihren schweren Verletzungen. Vor dem Anfahren hatte die Angeklagte nach Zeugenaussagen mehrfach gehupt, geschimpft und wütend gestikuliert, weil die alte Frau die Fahrbahn vor ihrem Auto zu langsam überquerte.
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NACHTRAG: Swap-Urteil kam für die WVV "völlig überraschend"
„Völlig überraschend“ kam für die Verantwortlichen der Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH (WVV) das Berufungsurteil des Oberlandesgerichts (OLG) Bamberg, in dem sämtliche Ansprüche des Unternehmens nach Verlusten aus Zins-Spekulationen abgewiesen wurden. Wie berichtet, forderte die WVV mit ihrer Klage insgesamt rund 2,7 Millionen Euro Schadensersatz wegen des Vertriebs hochriskanter „Spread-Ladder-Swaps“ von der Deutschen Bank.
Das Landgericht Würzburg hatte der WVV im vergangenen Jahr ein Drittel der geforderten Summe zugesprochen, dagegen ging die Deutsche Bank erfolgreich in Berufung. Dieses Ergebnis hatte man bei der WVV nicht erwartet: „In allen vorangegangenen Verhandlungen, auch vor dem Oberlandesgericht, wurde bei der Deutschen Bank ein Fehlverhalten gesehen“, so WVV-Pressesprecher Jürgen Dornberger. Am Sachverhalt habe sich bis zur Urteilsverkündung nichts geändert. Außerdem sei das Kreditinstitut, insbesondere vom Landgericht Frankfurt, in ähnlichen Fällen bereits mehrfach zu Schadensersatzzahlungen verurteilt worden.
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Würzburg-Marathon: Nur Arile trotzte der Hitze
Vier Streckenrekorde hielt Organisationschef Günter Herrmann im Vorfeld für möglich, am Ende konnte er sich über einen freuen: Die hochsommerlichen Temperaturen gingen am Sonntag beim Würzburg-Marathon auch an den afrikanischen Läufern nicht spurlos vorbei.
Einer war freilich schon im Ziel, bevor es richtig warm wurde: Der 25-jährige Kenianer Julius Arile ließ drei weitere Afrikaner im Halbmarathon weit hinter sich und siegte in neuer Würzburger Bestzeit von 1:04:18 Stunden.
Exakt 14 Minuten und 40 Sekunden nach Arile, der in der Endphase des Rennens dank eines großen Vorsprungs sogar Zeit hatte, einen Schuh neu zu binden, kam als erster Europäer Sebastiano Ilardi ins Ziel. Der 52-Jährige vom RV Viktoria Wombach war zum wiederholten Male in Würzburg am Start, kam mit den schwierigen Bedingungen offenbar gut zurecht und ließ zahlreiche jüngere Athleten hinter sich.
Wer nicht nach spätestens eineinhalb Stunden im Ziel war, musste unter bis zu 28 Grad Celsius im Schatten leiden. „Die Temperaturen haben mir höllisch zu schaffen gemacht“, sagte Landrat Thomas Schiebel (Main-Spessart-Kreis). Der passionierte Dauerläufer (Sport ist mir wichtig, deshalb nehme ich mir die Zeit dafür.“) benötigte für die 21 Kilometer knapp zwei Stunden und sieben Minuten.
Auch an Läufern vom schwarzen Kontinent gehen solche äußeren Bedingungen nicht spurlos vorbei. Das spürte vor allem der 23-jährige Kenianer Joel Kiptoo. ER benötigte für die 42,195 Kilometer in Würzburg über zwölf Minuten mehr als im Oktober beim Köln-Marathon. In Köln belegte er mit 2:22:39 Stunden Rang zehn, in Würzburg genügten seine 2:35:03 Stunden für den zweiten Platz hinter Michael Tluvay aus Tansania. Der 32-Jährige nahm seinem Konkurrenten auf der zweiten Streckenhälfte volle zehn Minuten ab und siegte in 2:24:14 Stunden.
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SPD-Verfassungsempfang
Am 8. Mai 1949 wurde es verabschiedet, seit Samstag ist es genau 60 Jahre her, dass das Grundgesetz in Kraft getreten ist. In zahlreichen Veranstaltungen und Festakten wurde die Verfassung der Bundesrepublik bereits gewürdigt und gefeiert. Am vergangenen Mittwoch hatte der Würzburger SPD-Landtagsabgeordnete Volkmar Halbleib im Namen seiner Fraktion zum Verfassungsempfang geladen.
Einen Unterschied gibt es zu den Veranstaltungen anderer Parteien: „Der Verfassungempfang hat bei uns Tradition, wir feiern das Grundgesetz auch in Jahren ohne Jubiläum“, betonte Halbleib bei der Begrüßung von rund 60 Gästen im Felix-Fechenbach-Haus. SPD-Bundestagskandidatin Marion Reuther würdigte das Grundgesetz als „großes und unschätzbares Gut“ und „stolze Errungenschaft der jungen BRD“. Das Grundgesetz sei auch 60 Jahre nach seiner Verabschiedung „im wahrsten Sinne des Wortes in bester Verfassung“.
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Theaterstraße fordert komplette Verkehrsberuhigung
Straßenbahn und Fußgängerzone in der Theaterstraße? Kein Problem, zumindest für den Bund der Selbstständigen und die betroffenen Geschäftsleute. Die Forderung der Anlieger gehen sogar über die bisherigen Pläne hinaus: An Stelle einer Auto-Fahrspur Richtung Bahnhof zwischen Ludwigstraße und Semmelstraße soll nach den Wünschen der Gewerbetreibenden die Theaterstraße komplett vom Autoverkehr befreit werden.
Thomas Schäfer hat eine Mission: Der WVV-Geschäftsführer ist in diesen Wochen fast täglich unterwegs, um möglichst viele Würzburger frühzeitig über das Projekt Frauenland-Straßenbahn zu informieren. Dabei erlebt er nicht nur kritische Fragen und Widerstand, sondern zunehmend auch positive Überraschungen. Dass gegen eine mögliche Verlegung der Ottostraße samt Straßenbahntrasse durch das Glacis bisher kein Widerspruch kam, hat nicht nur Schäfer überrascht.
Am vergangenen Dienstag sprach er auf Einladung des Bundes der Selbstständigen im Bürgerspital über die Straßenbahn-Pläne und wurde dabei mit einer unerwarteten Entwicklung konfrontiert. „Es gibt bei uns einen vollkommenen Konsens für die Straßenbahn“, so die Vorsitzende des Selbstständigen-Bundes, Charlotte Schlossareck. Die Geschäftsleute in der Theaterstraße, allen voran Bürgerspital-Wirt Peter Wiesenegg, sprachen sich sogar für eine komplette Verkehrsberuhigung der Theaterstraße aus.
Zwei der drei Trassen, zwischen denen sich der Stadtrat am 22. Juni entscheiden muss, führen von der Juliuspromenade durch die Theaterstraße zur Residenz. Bisher ist geplant, den unteren Teil zwischen Barbarossaplatz und Textor-/Semmelstraße vollständig vom Autoverkehr zu befreien zur Fußgängerzone zu machen. Im oberen Teil bis zur Ludwigstraße ist eine Auto-Fahrspur mit Einbahnverkehr Richtung Bahnhof vorgesehen. Damit können sich die Geschäftsleute nicht anfreunden, sie fordern eine komplette Verkehrsberuhigung. Der Grund: „Straßenbahn und Einbahnregelung waren der Tod der Sanderstraße“, so Charlotte Schlossareck.
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Straßenbahn bringt Stadtentwicklung und neue Fahrgäste
Eine neue Straßenbahnlinie bringt die städtbauliche Entwicklung voran, lockt mehr Fahrgäste an als jeder Bus und sorgt bei den Verkehrsbetrieben für ein besseres betriebswirtschaftliches Ergebnis. So war es in Gera mit der „Stadtbahn-Linie 1“, und so wird es auch in Würzburg sein. Davon sind die Veranstalter und die rund 60 Teilnehmer des ÖPNV-Tages überzeugt, bei dem es am Samstag im Kulturspeicher nur um ein Thema ging: Die Erweiterung der Würzburger Straßenbahn durch die geplante Frauenland-Linie von der Innenstadt zum Hubland und Leighton-Areal. Noch stehen drei Trassen zur Auswahl, am 22. Juni wird sich der Stadtrat in einer mit Spannung erwarteten Sondersitzung für eine davon entscheiden. Die Veranstalter des gut besuchten ÖPNV-Tages, der Verkehrsclub Deutschland (VCD), die Interessengemeinschaft Würzburger Straßenbahn (IWS) und der Fahrgastverband „Pro Bahn“ bevorzugen eindeutig die so genannte Variante „2c“, für die rund 60 Millionen Euro veranschlagt und mit der nachweislich die meisten potenziellen ÖPNV-Nutzer erreicht werden.
Sie führt bekanntlich durch die Theaterstraße, Balthasar-Neumann-Promenade, Ottostraße, Zeppelinstraße, Zu-Rhein-Straße und Frauenland-Platz zum Wittelsbacher Platz und von dort über Zwerchgraben und Maurmeierstraße auf die Hubland-Höhen. Zusätzlich wünschen sich die ÖPNV-Befürworter die „Spange“ von der Haltestelle Sanderring hinüber zur Ottostraße. „Auch die Mehrheit des Stadtrats und ich selbst befürworten die Trasse 2c“, betonte Bürgermeisterin Marion Schäfer (SPD) bei der Eröffnung des ÖPNV-Tages. Begrüßen konnte sie dabei Stadtratskollegen von SPD, Grünen und der Linkspartei.
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NACHTRAG: Top-Wetter beim Seifenkisten-Rennen
Rennleiter Hartmut Emser war erleichtert: „Der Wettergott hatte ein Einsehen mit den Flitzern gemeint“, sagte der Rennleiter des Seifenkisten-Rennens um den Kiwanis-Cup. Am Sonntag um kurz nach halb vier hatten alle 89 Teilnehmer ihre zwei Wertungsläufe bei strahlendem Sonnenschein absolviert. Die Organisatoren waren hochzufrieden mit ihrem Kiwanis-Cup. „Ich mache das jetzt zum vierzehnten Mal, aber so toll geklappt wie heute hat es noch nie“, strahlte Thomas Menzel vom Kiwanis-Club Mainfranken e.V. nach der Siegerehrung.
Wer einmal dabei war, der kommt immer wieder: Das gilt beim Würzburger Seifenkistenrennen nicht nur für die Rennfahrer, sondern auch für die Helfer am Start, im Ziel und an der Strecke. Nach 13 Jahren ist das Team so gut eingespielt, dass am Sonntag von Anfang bis zum Ende alles wie am Schnürchen klappte. Sorgen hatten die Veranstalter im Vorfeld nur wegen des schlechten Wetters in den Tagen vor dem Rennen. Doch Regen war gestern kein Thema: „Ich bin begeistert. Es war ein tolles Rennen bei tollem Wetter, ohne Unfall und mit einem neuen Zuschauerrekord“, so Emser. Mehrere tausend Menschen waren bei den Trainingsläufen am Vormittag und beim Rennen am Nachmittag dabei und sorgten für echte Rennatmosphäre in der Wittelbacher Straße.
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Profi-Schmuckdiebe verurteilt
Unterfranken hätten sie lieber auslassen sollen: Nach einer ganzen Serie von Schmuck-Diebstählen in Nord- und Westdeutschland mit einer Beute im Wert von fast 300.000 Euro flogen zwei professionelle Straftäter beim Versuch eines Trickdiebstahls bei einem Juwelier in Kitzingen auf. Am Dienstag wurden sie vom Würzburger Landgericht zu Haftstrafen von sechs Jahren und drei Monaten sowie zweieinhalb Jahren verurteilt.
Haupttäter war ein heute 44-jähriger Koch, der wie sein jüngerer Komplize aus Osteuropa kommt. In Deutschland war er wegen Diebstahls bereits achtmal vorbestraft. Als er im April 2007 zuletzt aus dem Gefängnis entlassen wurde, wurde er in sein Heimatland abgeschoben. Nur zwei Monate später war er wieder da und bestritt seinen Lebensunterhalt mit Straftaten. „Dort gibt es keine Arbeit. Was sollte ich machen?“, sagte er vor Gericht. „Er ist ein Berufsstraftäter“, sagte Staatsanwalt Tobias Kostuch. "Ich bin kein Profi", betonte dagegen der 44-Jährige.
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NACHTRAG: Kilian ist wieder da
St. Kilian ist wieder da: Vor zwei Wochen wurde in Anwesenheit von über 100 Würzburgern die 400 Kilo schwere Bronze-Statue des Frankenapostels mit einem Kran auf seinen angestammten Platz in acht Metern Höhe auf dem Kiliansbrunnen vor dem Würzburger Hauptbahnhof gehievt.Bei der Montage der Figur auf dem Brunnen legte Oberbürgermeister Georg Rosenthal (SPD) selbst Hand an.
Zuvor hatte der OB eine Zeitkapsel mit mehreren Zeitungen, Münzen und einer Domkumentation der Brunnen-Sanierung in den Sockel der Statue eingelassen, aus dem in etwa zwei Monaten das Wasser wieder fließen soll.
Die Statue des Heiligen Kilian hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich: Das Geschenk des Prinzregenten Luitpold an die Würzburger Bevölkerung sollte im Zweiten Weltkrieg eingeschmolzen werden und wurde nach Kriegsende unversehrt auf einem Schrottplatz in Hamburg entdeckt.
1949, also vor 60 Jahren, kehrte die Statue als Symbol des Wiederaufbaus zum ersten Mal auf ihren Brunnen zurück. Seit dem 15. Mai 2009 hat St. Kilian die Würzburger Innenstadt wieder im Blick. Jetzt muss noch die neue Brunnenstube und die Technik fertiggestellt werden. Ende Juli soll das Würzburger Wahrzeichen im Rahmen eines Brunnenfestes wieder zum Sprudeln gebracht werden.
Meine Meinung:
Ich gebe zu, dass ich in den vergangenen zwei Jahren sehr skeptisch war, ob man wirklich so viel Geld für die Sanierung eines alten und in meinen Augen nicht sehr schönen Brunnens ausgeben muss. Seit ich zweimal die Gelegenheit hatte, den neuen Brunnen auf dem Baugerüst nicht nur zu sehen, sondern auch zu spüren, habe ich meine Meinung geändert. Das Ding ist wirklich beeindruckend und gehört genau da hin, wo es seit 114 Jahren stand.
Dass über 100 Würzburger dabei sein wollten, als die aufgehübschte Kilians-Bronzestatue einschwebte, spricht für sich. Da hängen für ältere Menschen viele Emotionen und Erinnerungen dran. Es waren aber auch junge Leute da.
Wer mehr über die Historie des Brunnens erfahren will, dem empfehle ich ein Gespräch mit Heinrich Weppert von der Geschichtswerkstatt. Der erinnert sich zum Beispiel daran, dass nach dem Krieg mal ein paar Lausbuben Waschmittelpulver in den Brunnen geschüttet und dann eine Art frühe Schaumparty gefeiert haben. Ich habe den leisen Verdacht, dass Weppert die Buben persönlich kennt.
Auf das vom OB angekündigte Brunnenfest bin ich schon gespannt. Bleibt zu hoffen, dass durch Kilian, der ja seit seiner ersten Rückkehr im Jahr 1949 als Symbol des Wiederaufbaus gilt, endlich auch die Sanierung des Hauptbahnhofs vorankommt.
Grünbein bis Ende Juli in der Sparkasse
„Stark, kräftig und expressiv“ seien sie, hat einmal ein Kulturredakteur der „Welt“ über die Bilder der Schweinfurter Malerin Ruth Grünbein geschrieben. Von der Ausdrucksstärke ihrer Werke können sich derzeit die Besucher des Sparkassen-Beratungszentrums in der Hofstraße überzeugen.
19 Werke von Ruth Grünbein – die meisten sehr groß, wenige auch in einem kleinen Format – hängen im ersten Stock der Sparkassen-Zentrale und fallen in dem technokratisch-unterkühlt eingerichteten Raum durch ihre meist kräftigen Farben sofort angenehm ins Auge. Mission erfüllt: „Die Bilder haben die wertvolle Aufgabe, unser Beratungszentrum zu schmücken. Unsere Kunden sollen sich in einer angenehmen Atmosphäre wohlfühlen“, sagte Sparkassen-Vorstandsmitglied Nikolaus Peter Hasch bei der Vernissage. Bis zu vier Kunstausstellungen leistet sich die Sparkasse Mainfranken pro Jahr, nicht selten werden am Ende einzelne Bilder angekauft. „Die Kunstwerke haben schon viele Besucher in unser Haus gelockt“, so Hasch. Kein Zweifel, dass das auch bei den Werken von Ruth Grünbein der Fall sein wird.
„Ich wünsche mir, dass sich die Menschen auf meine Bilder einlassen und genauso viel Freude dabei empfinden wie ich beim Malen“, ließ die Schweinfurterin, die ihre künstlerische Ausbildung erst im Alter von 40 Jahren begann, den Besuchern der Vernissage ausrichten. Gelernt hat Ruth Grünbein unter anderem in New York und Venedig und bei Markus Lüpertz, dem Rektor der Düsseldorfer Kunstakademie. Der sagte vor drei Jahren über die Werke seiner Schülerin: „Farben sind für Ruth Grünbein Standortbestimmung. [...] Das eine Bild fordert das andere, und bei mehreren Bilder entsteht ein Rausch, der nie unterbrochen werden sollte“.
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NACHTRAG: Stadt verteilt keine "Genehmigungs-Joker"
Konzerte ja, Tanzveranstaltungen nein: Um die Nutzung der ehemaligen Posthallen am Würzburger Hauptbahnhof gibt es Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Betreiber, der Stadt Würzburg und dem Hotel- und Gaststättenverband. Seit das ehemalige Briefsortierzentrum der Deutschen Post von der PH-Event GmbH zur Veranstaltungshalle gemacht wurde, fanden dort über 50 Konzerte und Tanzveranstaltungen mit mehr als 40.000 Besuchern statt. Etwa die Hälfte kommt aus Würzburg und Umgebung, die Übrigen aus ganz Unterfranken, Hessen und Baden-Württemberg.
Gegen Disko-Veranstaltungen in den Posthallen machen Würzburger Diskotheken-Inhaber über den Gaststättenverband mobil. Das Problem für den Posthallen-Betreiber: Bisher bekommt die PH-Event GmbH von der Stadtverwaltung keine Nutzungsänderung vom Briefsortierzentrum zur Veranstaltungshalle. Deshalb muss die Genehmigung für jede Veranstaltung einzeln beantragt werden. Für eine Genehmigung ist jeweils ein „besonderer Anlass“ erforderlich, die der Hotel- und Gaststättenverband bei Disko- und Tanzveranstaltungen bestreitet.
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NACHTRAG: Frankenhalle verpackt
Verpackungskünstler Christo hätte kaum besser hinbekommen: Ein paar Tage lang war die sanierungsbedürftige Frankenhalle in der Nachbarschaft des Würzburger Kulturspeichers mit schwarz-rot-gelben Planen verhüllt. 3.500 Quadratmeter Plane waren notwendig, um die über 80 Jahre alte Halle, in der früher Konzerte, politische Veranstaltungen und Vieh-Auktionen stattfanden, abzudecken. Die gewählten Farben waren nicht patriotisch gemeint: Schwarz-Rot-Gelb sind die Farben der ausführenden Firma.
Grund für die Verhüllung war eine Ungeziefer-Bekämpfungsaktion: 250 bis 300 Kilogramm Gas wurden in der Frankenhalle eingesetzt, um den gemeinen Hausbock und den Holzwurm loszuwerden, die die hölzernen Tribünen und die Dachkonstruktion der Halle befallen haben. 60 bis 70 Stunden musste das Mittel „Sulfuryldifluorid“ einwirken, für die Anwohner bestand keine Gesundheitsgefahr. 100.000 Euro kostet die Ungezieferbekämpfung, die die Halle in einem sanierungsfähigen Zustand halten soll.
Rund zehn Millionen sind für die Sanierung veranschlagt, Bei der Verteilung der Mittel aus dem Konjunkturpaket II ging die Frankenhalle leer aus. Die Stadt lotet derzeit andere Fördermöglichkeiten aus. Oberbürgermeister Georg Rosenthal (SPD) setzt dabei auf das Städtebauförderprogramm „Stadtumbau West“. Die Frankenhalle soll nach der Renovierung als Ausweichspielstätte für das Mainfranken Theater dienen. Das Drei-Sparten-Haus ist ebenfalls in die Jahre gekommen und muss dringend saniert werden.
NACHTRAG: Mehr als 3.000 bei Anti-Studiengebühren-Demo
Vor der Einführung waren die Proteste eher verhalten, jetzt funken Bayerns Studierende „SOS“ (Studieren Ohne Studiengebühren): Vor dem Bayerischen Verfassungsgerichtshof ist eine Popularklage gegen die 500 Euro pro Semester anhängig, die Opposition hat im Landtag die Abschaffung beantragt. Vor zwei Wochen gingen die Studierenden an dreizehn Hochschulstandorten im Freistaat auf die Straße. Auftakt war in Würzburg, wo über 3.000 junge Menschen lautstark für mehr Bildungsgerechtigkeit und gegen Studiengebühren demonstrierten.
Die Proteste sollten nur ein erstes Zeichen sein, betonte bei der Abschlusskundgebung auf dem Würzburger Marktplatz Demo-Organisator Claas Meyer vom Sprecherrat der Uni Würzburg: „Wir kämpfen so lange weiter, bis die Scheiß Studiengebühren endlich weg sind!“, rief er unter dem Jubel der Demonstranten ins Mikrofon. Über 3.000 Teilnehmer hatte die Würzburger Demo nach Angaben der Polizei, rund 4.000 waren nach Schätzungen der Veranstalter. Zu den Demonstrationen aufgerufen hatte die bayernweite Initiative „SOS“, unter anderem gingen Studierende in München, Nürnberg, Augsburg, Regensburg, Coburg, Bayreuth und Freising auf die Straße.
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Wegen Subventionsbetrug auf der Anklagebank
Fast eine Viertel Million Euro an Fördermitteln hat sich eine Firma aus Marktheidenfeld in den Jahren 2001 und 2002 als zinsbefreites Darlehen von der Landesgewerbeanstalt (LGA) in Nürnberg auszahlen lassen. Mittlerweile hat sich herausgestellt, dass der Auszahlung der Fördergelder falsche Angaben zugrunde liegen. Das Würzburger Amtsgericht muss jetzt die Frage klären, wer für den Subventionsbetrug strafrechtlich verantwortlich ist.
Auf der Anklagebank sitzt die 56-jährige Senior-Chefin des Unternehmens. Sie hat als Geschäftsführerin der Firma vor acht Jahren die Anträge und Formulare unterzeichnet, die für die Auszahlung der Fördergelder maßgeblich waren. Dabei soll sie nach Ansicht der Staatsanwaltschaft gewusst oder zumindest billigend in Kauf genommen haben, dass zu viele Arbeitsstunden der Mitarbeiter, die mit dem geförderten Projekt beschäftigt waren, abgerechnet wurden. Urlaubs- und Krankheitstage sollen als Arbeitszeit verrechnet worden sein, um die Stundenzahl und damit die Fördersumme in die Höhe zu treiben.
Die Abweichungen können dazu führen, „dass die Zuwendungen für das Projekt komplett aufgehoben werden“, betonte ein maßgeblicher LGA-Mitarbeiter vor Gericht. Vor einer Entscheidung will die LGA offenbar den Ausgang des Strafverfahrens abwarten. Elf Zeugen hatte der Vorsitzende Jürgen Weber vor das Schöffengericht geladen, um Licht in die Subventionsaffäre zu bringen. Nur eine Zeugin belastete die Angeklagte: Ausgerechnet ihre Schwiegertochter, zum Zeitpunkt des Subventionsantrags in der Firma als „Juniorchefin“ bekannt. Sie und der Sohn der Angeklagten wollten die Firma damals offenbar gegen den Willen der Senior-Chefs übernehmen. Heute grüßen sich beide Generationen nicht einmal, wenn sie sich zufällig auf der Straße begegnen.
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"Provinz auf Weltniveau" goes "Jovoto"
Der Slogan bleibt umstritten und hat vielleicht bald ausgedient: Mit „Würzburg. Die Provinz auf Weltniveau“ hat die „Würzburg AG“ vor einem halben Jahr nicht nur in der Domstadt, sondern weit darüber hinaus für Gesprächsstoff und Schlagzeilen gesorgt.
Jetzt soll daraus mit Hilfe der kreativen Köpfe der Internet-Plattform Jovoto eine ganze Image-Kampagne entstehen. Einen fünfstelligen Betrag lässt sich die Würzburg AG, ein gemeinnütziger Zusammeschluss von Unternehmern, mit Hilfe von Sponsoren den Ideen-Wettbewerb kosten.
„Entwickle eine Kampagne zur unverwechselbaren Positionierung der Stadt Würzburg.“ So lautet konkret die Aufgabenstellung an die über 3.000 Mitglieder von Jovoto. Wie viele von ihnen ihre Ideen für das Würzburger Stadtmarketing einbringen werden, ist völlig offen, die Teilnahme ist freiwillig.
Bekannt wurde Jovoto kürzlich mit einem Ideenwettbewerb für die Wahlkampf-Kampagne von SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier. 350 Beiträge wurden eingereicht, die Jovoto-Mitglieder selbst stimmten über das Ergebnis des Wettbewerbs ab. So soll es auch beim Würzburg-Wettbewerb laufen. Dem Sieger winkt ein Preisgeld von 5.000 Euro.
Seit einem halben Jahr wird in Würzburg heftig über den Slogan „Provinz auf Weltniveau“ diskutiert. Die meisten halten den Begriff „Provinz“ für wenig werbewirksam, andere finden „Weltniveau“ übertrieben. Eine Werbeagentur hielt mit „Wissen, Wein und Weltkultur“ dagegen. „Genau das wollten wir erreichen“, freut sich Dieter Schneider, Vizepräsident der Würzburg AG. Der Jovoto-Wettbewerb sei der nächste Schritt auf der Suche nach dem fehlenden Würzburger Profil: „Es gibt keine andere Stadt in Deutschland, die diesen Weg geht.“
Schneider und Bastian Unterberg von Jovoto sprechen von einem „offenen Prozess“, an dessen Ende nach sechs Wochen möglichst viele gute Ideen für eine Würzburg-Kampagne stehen sollen. Möglichst viele verschiedene Facetten der Bischofsstadt – laut Würzburg AG ist die Stadt unter anderem Tourismuszentrum, kultureller Mittelpunkt der Region und Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort – sollen darin zum Ausdruck kommen.
Der umstrittene Provinz-Slogan ist zur Veränderung und Verbesserung freigegeben. Am Ende des Wettbewerbs will eine Kommission der Würzburg AG die besten Ideen aussuchen, die Rechte kaufen und dem Stadtrat präsentieren. „Wir erhoffen uns spannende Erkenntnisse für die Stadt“, so Schneider.
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Würzburger Netzwerk "Essstörungen" gegründet
Es ist ein Problem, mit dem man die Betroffenen nicht alleine lassen darf: Essstörungen können zu schweren Folgen für Körper und Psyche führen und sogar lebensgefährlich werden. Weil professionelle Beratungsstellen und das städtische Selbsthilfebüro mit einer stetig steigenden Zahl von Anfragen konfrontiert werden, hat sich jetzt das „Würzburger Netzwerk Essstörungen“ gebildet. Die beteiligten Organisationen wollen Patienten mit Magersucht oder Bulimie (Ess-Brech-Sucht) helfen, die richtigen Ansprechpartner und Therapieeinrichtungen für ihre Krankheit zu finden.
Die zentrale Botschaft des Netzwerks: „Essstörungen sind nicht schicksalhaft, sondern können behandelt werden“, sagt Dr. Bodo Warrings von der psychiatrischen Klinik der Universität Würzburg. Er ist einer der Fachleute, die sich auf Initiative des Selbsthilfebüros dem Netzwerk angeschlossen haben. Essstörungen zählen zu den psychosomatischen Erkrankungen und können in den allermeisten Fällen nur durch professionelle Hilfe gemeistert werden.
Auslöser für die Gründung des Netzwerks waren zahlreiche Anfragen nach einer Selbsthilfegruppe: 46 Betroffene, über 90 Prozent von ihnen Frauen, haben sich innerhalb kurzer Zeit beim Selbsthilfebüro als Interessenten für eine Selbsthilfegruppe registrieren lassen. Auch Barbara Hofstetter (Evangelische Kinder- und Jugendhilfe) und Christiane Meisterernst (Cartitas-Beratungsstelle für Suchtprobleme) haben einen steigenden Bedarf an Beratung festgestellt.
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