Rothosen besiegen harmlose Schnüdel mit 2:0
Die Neuverpflichtungen haben sich schon gelohnt: Mit Ex-Profi Miroslav Spizak und Kenan Doric trafen heute nachmittag im Nachholspiel vor 2.215 Zuschauern im Dallenberg-Stadion zwei Neue für die Würzburger Kickers. Die Rothosen besiegten die "Schnüdel" vom FC 05 Schweinfurt in einer an Höhepunkten armen Partie - passend zur Tabellensituation beider Teams in der Bayernliga - mit 2:0.
Ex-Bundesligaspieler Mirsolav Spizak erzielte das 1:0 mit gütiger Mithilfe der Schweinfurter Mauer durch einen direkt verwandelten Freistoß. Doric setzte sich in der Schlussminute im Strafraum durch und schob den Ball im Fallen mit letzter Kraft am Schweinfurter Keeper vorbei in die Maschen.
Durch den Sieg im Nachhol-Spiel sind die Kickers in der Tabelle am Lokalrivalen Würzburger FV vorbei gezogen und belegen den Relegationsrang 15, die Schweinfurter bleiben abgeschlagen auf dem letzten Platz.
Schon am kommenden Samstag (15 Uhr, Kickers-Stadion) können die Blau-Weißen vom WFV die Verhältnisse wieder gerade rücken: Dann steigt das zweite Stadt-Derby der Saison am Dallenberg, Insider erwarten bis zu 3.000 Zuschauer.
Für beide Mannschaften geht es nicht nur um wichtige Punkte gegen den Abstieg, der WFV hat auch noch eine Rechnung aus dem Hinspiel offen: In der Zellerau gewannen die Rothosen nach schwacher Vorstellung der Gastgeber mit 2:1.
Intendanten-Vertragsverlängerung stößt auf Kritik
Herrmann Schneider bleibt bis zum Ende der Spielzeit 2012/2013 Intendant des Würzburger Mainfranken Theaters. Der Stadtrat der Bischofsstadt hat den Vertrag des kürzlich verlängert – nach Inforamtionen unserer Redaktion mit erhöhten Bezügen. Eine Maßnahme, die keinen ungeteilten Beifall findet: Die Fraktion der Würzburger Liste (WL) kritisiert die Mehrheit ihrer Stadtratskollegen, weil die Schneiders vorzeitige Vertragslängerung „ohne ausreichende inhaltliche Diskussion über die künftige Entwicklung des Theaters“ abgesegnet haben.
Zum Ende der Spielzeit 2010 laufen mehrere Verträge am Mainfranken Theater aus. Unter anderem wird derzeit ein neuer Generalmusikdirektor als Nachfolger von Jonathan Seers gesucht, der sein Engagement als Ersatzmann für den fristlos gekündigten Jin Wang im September 2010 beendet. Auch der vertrag des Intendanten wäre zu diesem Zeitpunkt ausgelaufen. „Wir hätten uns gewünscht, dass der Stadtrat diese Chance nutzt, um in die Zukunft zu blicken, statt eine altlast weiter mitzuschleppen“, sagte der ehemalige Theater- und Fernsehschauspieler und jetzige WL-Stadtrat Ingo Klünder am Freitag vor Pressevertretern. Mit „Altlast“ meinte er vor allem Herrmann Schneider, an dem die WL-Räte kein gutes Haar ließen.
(More)
Inline-Skater dürfen wieder nur beim Residenzlauf ran
Inline-Skater dürfen in Würzburg weiterhin nur bei einer Laufveranstaltung an den Start: Die Organisatoren des 9. iWelt-Marathon am 24. Mai haben jetzt ihre geplante Inliner-Premiere abgesagt und 30 gemeldeten Skate-Sportlern das Startgeld zurückerstattet. „Alle Genehmigungen lagen vor“, teilte Organisationschef Günter Herrmann mit. Grund für die Absage waren die erheblichen Sicherheitsbedenken der Polizei: Wegen der schnellen Skater wurden Unfälle an den Stellen befürchtet, an denen die Zuschauer die Strecke queren dürfen. Die Marathon-Streckenposten haben vor allem im Innenstadt-Bereich der Strecke immer wieder Mühe, undisziplinierte Fußgänger in Zaum zu halten. Beim Inliner-Rennen erschien die Gefahr zu groß. Freuen können sich die Skater weiterhin auf den Residenzlauf: Am 26. April dürfen sie wieder über zehn Kilometer antreten.
(More)
Doppelspieltag für die Würzburg Baskets
Jetzt fehlen den Würzburg Baskets in der Regionalliga Südost nur noch drei Siege bis zur Meisterschaft: Während der Spitzenreiter am vergangenen Samstag vor gut 1.800 Zuschauern in der s.Oliver-Arena trotz durchwachsener Leistung zu einem nie gefährdeten 80:52-Erfolg gegen Gotha kam, stolperte der härteste Verfolger erneut.
Der USC Leipzig wurde im ostdeutschen Derby vom Tabellendritten BC Zwickau mit 117:90 abgeschossen und hat jetzt bereits zehn Punkte Rückstand auf die Baskets. Das bedeutet, dass die Mannschaft von Trainer Berthold Bisselik spätestens im Auswärtsspiel am 7. März in Landsberg den Sack zu und den Aufstieg in die 2. Liga „Pro B“ perfekt machen können.
Sollte Leipzig vorher noch einmal stolpern, findet die Meisterschaftsfeier bereits nach dem nächsten Heimspiel am 28. Februar gegen Ansbach statt. An diesem Samstag reisen die Baskets zum Auswärtsspiel nach Dachau. Keine 24 Stunden später, am Sonntag um 16 Uhr, sind die Cocoon Baskets aus Weiden zum Viertelfinale des Bayernpokals in der s.Oliver-Arena zu Gast.
Ladybaskets müssen am Samstag gewinnen
Richtig spannend wird der Endspurt um den vierten Playoff-Platz in der 2. Liga Süd für die Ladybaskets der TG Würzburg. Zwar haben die TGW-Frauen im Vergleich zu Verfolger Grünberg einen Sieg mehr und das deutliche bessere Korbverhältnis aufzuweisen (der direkte Vergleich endete unentschieden), aber auch das deutlich schwerere Restprogramm als der Tabellenfünfte.
Während Grünberg nur noch auf Teams aus der unteren Tabellenhälfte trifft, müssen die Ladybaskets noch beim Tabellenzweiten Rhein-Main Baskets und gegen den Tabellendritten ASC Mainz ran. Gegen besser platzierte Teams hat der Aufsteiger in dieser Saison noch keinen Sieg geholt. Die Rechnung ist einfach: Gewinnen die TGW-Mädels mindestens drei ihrer letzten vier Spiele, sind sie aus eigener Kraft in den Playoffs. In allen anderen Fällen müssen sie auf einen Grünberger Ausrutscher hoffen.
An diesem Samstag (15.45 Uhr, Sportzentrum Feggrube) ist ein TGW-Sieg im Heimspiel gegen Herzogenaurach fest eingeplant.
Maschinenpistolen-Kaufinteressent war ein V-Mann
„Das ist kein Kavaliersdelikt mehr, sondern eine Tat aus dem Bereich der Schwerkriminalität“, sagte Richter Thomas Behl. Weil sie eine israelische Maschinenpistole Marke „Uzi“ und einen Magnum-Revolver verkaufen wollten, wurden zwei Türken am Montag vom Amtsgericht Würzburg zu Freiheitsstrafen verurteilt. Die beiden 23 und 37 Jahre alten Männer aus Baden-Württemberg hatten die Verstöße gegen das Waffengesetz und das Kriegswaffenkontrollgesetz (die Maschinenpistole gilt als "Kriegswaffe") eingeräumt.
Eigentümer der beiden illegalen Waffen war ein 23-jähriger Autohändler. Er habe die Uzi und den Revolver zum Selbstschutz gekauft, ließ er seinen Verteidiger mitteilen. Außerdem sei es bei seinen Landsleuten üblich, Siege ihrer Fußball-Nationalmannschaft mit Schüssen in die Luft zu feiern. "Diese GEschichte kann man glauben, oder auch nicht. Wir glauben sie nicht", meinte Behl. Der Kauf für 1.600 Euro bei einem Mann in Heilbronn soll kurz vor der Fußball-EM 2006 stattgefunden haben. Inzwischen hat sich herausgestellt, dass der Revolver im Jahr 1993 bei einem Raubüberfall auf einen Geldtransport in Heilbronn erbeutet wurde. Die Kriminalpolizei hofft, auch diese Tat aufklären zu können.
(More)
Fünf Jahre Jugendstrafe für den "Brückenwerfer"
Der Veitshöchheimer „Brückenwerfer“ soll für fünf Jahre in die Jugendstrafanstalt. Die Große Jugendkammer des Würzburger Landgerichts verurteilte den 19-jährigen Angeklagten gestern wegen Körperverletzung mit Todesfolge. Er hatte am Abend des 3. Mai 2008 einen Freund vom Fußgängersteg zwischen Margetshöchheim und Veitshöchheim im Landkreis Würzburg in den Main geworfen und dadurch den Ertrinkungstod des 17-Jährigen verursacht.
Das Motiv für die Tat war den fünf Richtern auch nach vier Verhandungstagen unklar. Ein Streit zwischen Täter und Opfer ließ sich bensowenig nachweisen wie eine Tötungsabsicht des Angeklagten. Man könne ihm nicht widerlegen, dass er seinen Kumpel „aus Spaß“ über das Brückengeländer geschoben habe, sagte der Vorsitzende Richter Dr. Arno Heß. Das Opfer stürzte aus über fünf Metern Höhe in den Fluss. In der Dunkelheit und im 14 Grad kalten Wasser verlor der Jugendliche die Orientierung, geriet in Panik und ertrank nach einem etwa fünfminütigen Kampf gegen die Kälte und die Strömung.
(More)
Heute Urteil im Würzburger "Brückenwerfer-Prozess"
Laut Anklage soll ein Streit dazu geführt haben, dass ein 18-Jähriger am späten Abend des 3. Mai 2008 einen Freund von einem Fußgängersteg aus über fünf Metern Höhe in den Main warf. Der 17-Jährige ertrank im 14 Grad kalten Wasser zwischen Veitshöchheim und Margetshöchheim (Kreis Würzburg). Der mittlerweile 19-jährige Täter muss sich derzeit wegen Körperverletzung mit Todesfolge vor dem Würzburger Landgericht verantworten. Heute will die Große Jugendkammer ihr Urteil sprechen.
Nach inzwischen dreitägiger Beweisaufnahme bleiben Zweifel am Motiv des 19-Jährigen. Vieles spricht dafür, dass es so war, wie es der Angeklagte gleich nach der Tat der Polizei geschildert hat: „Er hat es als Blödelei mit dummem Ausgang bezeichnet“, sagte ein Kriminalbeamter im Zeugenstand. Inzwischen will sich der junge Mann nicht mehr genau erinnern können, warum er sein körperlich unterlegenes Opfer über das Geländer des Fußgängersteges hievte. Ein Geständnis hat er trotzdem abgelegt. In einem Brief an die Eltern des Opfers steht, dass er „wegen Alkohol alles zu locker genommen“ und „versehentlich“ den Tod des 17-Jährigen verursacht hat. Bei der Tat hatte er 2,2 Promille Alkohol im Blut, für ihn an einem Wochenende kein ungewöhnlicher Zustand.
(More)
Wang will weitere Ermittlungen
Der fristlos gekündigte ehemalige Würzburger Generalmusikdirektor (GMD) Jin Wang (47) will eine Fortsetzung des Ermittlungsverfahrens wegen „versuchter Nötigung zu einer sexuellen Handlung“. Die Staatsanwaltschaft hatte im vergangenen Jahr gegen den chinesischen Dirigenten mit österreichischem Pass ermittelt (wir berichteten mehrfach).
Betroffene des Geschehens war eine junge Musikstudentin, die selbst keine Anzeige gegen Wang erstattet hat. Die Staatsanwaltschaft wurde von der Stadt Würzburg informiert. Die zahlreichen Unterstützer des Ex-GMD sprechen deshalb von einer Intrige, um Wang loszuwerden, dessen Vertrag noch bis September 2010 gelaufen wäre. Das Orchester des Mainfranken-Theaters hatte sich großer Mehrheit gegen eine Verlängerung des Vertrages ausgesprochen.
Das Ermittlungsverfahren wurde zunächst vorläufig eingestellt, nachdem Wang sich bereit erklärt hatte, 5.000 Euro Geldbuße an gemeinnützige Einrichtungen zu bezahlen. Die Ermittlungen spielten bei der fristlosen Kündigung des GMD durch die Stadt im Dezember eine wichtige Rolle und standen auch bei einem arbeitsrechtlichen Prozess vor dem Münchner Bühnenschiedsgericht am 9. Februar im Mittelpunkt.
(More)
Regierung: OB Rosenthal hat rechtmäßig gehandelt
Die Stadt Würzburg will bis spätestens Ende des Jahres einen Nachfolger für den fristlos entlassenen Generalmusikdirektor (GMD) Jin Wang gefunden haben. Der für Wang eingesprungene Jonathan Seers steht nach Ablauf des laufenden Vertrages im September 2010 nicht mehr zur Verfügung. Die Stelle wird neu ausgeschrieben.
Im Zusammenhang mit den juristischen Auseinandersetzungen zwischen der Stadt und ihrem gefeuerten GMD wurde am Freitag außerdem bekannt, dass die Regierung von Unterfranken mittlerweile über die Aufsichtsbeschwerde gegen Oberbürgermeister Georg Rosenthal entschieden hat. Das Ergebnis: „In allen vorgetragenen Punkten ist das Verhalten des Oberbürgermeisters kommunalrechtlich nicht zu beanstanden“, teilte Regierungssprecher Johannes Hardenacke auf Anfrage mit.
Eingelegt hatte die Aufsichtsbeschwerde eine große Berliner Anwaltskanzlei im Auftrag der „Vereinigung zum Schutz der Bürgerrechte“, die sich auf die Seite von Jin Wang geschlagen hat.
Bund Naturschutz lehnt "Staudinger 6" kategorisch ab
Den „bisher größten Anschlag auf die Klimaschutzforderungen“ der Politik unternimmt laut Bund Naturschutz Bayern (BUND) die e.on Kraftwerke GmbH mit ihrem in Großkrotzenburg geplanten Steinkohlekraftwerk „Staudinger 6“. Der BUND-Vorsitzende Professor Hubert Weiger wirft der hessischen Regierung Schlamperei beim Raumordnungsverfahren vor.
e.on habe wirtschaftlich sinnvolle und nachhaltige Alternativen schon im Ansatz verworfen, das geplante Kraftwerk mache durch seine Kohlendioxid-Emissionen jegliche Klimaschutzpolitik der Bundesregierung und der Europäischen Union zunichte, betont der BUND. Das Projekt verstößt laut Weiger gegen wesentliche Forderungen der hessischen und bayerischen Landesentwicklungsprogramme und beeinträchtigt zahlreiche FFH- und Naturschutzgebiete. Der BUND lehnt das Projekt ab, Weiger räumt schon dem Raumordnungsverfahren kaum Erfolgschancen ein.
(More)
Schneider informiert Kommunalpolitiker über "Konjunkturpaket II"
Die bayerische Staatsregierung macht Dampf bei der Verteilung der Investitionszuschüsse aus dem „Konjunkturpaket II“. Bereits eine Woche vor der geplanten Verabschiedung des milliardenschweren Konjunkturpakets durch den Bundesrat am 20. Februar informierte Staatskanzleichef Siegfried Schneider gestern fast 300 Bürgermeister und Landräte aus ganz Unterfranken in Würzburg über die geplanten Investitionen und Fördermöglichkeiten.
„Wir wollen am Tag X schon in den Startlöchern stehen, damit wir die Mittel auch so schnell wie möglich auszahlen können“, sagte Schneider. Nur dadurch sei auch eine Wirksamkeit des Konjunkturprogramms gewährleistet. Verteilt werden soll der Geldsegen für die Kommunen hauptsächlich durch die Regierung von Unterfranken. Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer wünscht sich deshalb „einfache Richtlinien und einen gnädigen Rechnungshof“.
(More)
ver.di-Demonstration in der Würzburger Innenstadt
Warnstreiks in ganz Bayern, Demonstration in Würzburg: Gut 500 Beschäftigte des Öffentlichen Dienstes aus ganz Unterfranken sind am Mittwoch in der Domstadt für ihre Forderung nach acht Prozent oder mindestens 200 Euro mehr Lohn und Gehalt auf die Straße gegangen. Mit dem Wetter hatten sie mehr Glück als die Fachärzte am Vortag: Bei winterlichen Temperaturen, aber strahlendem Sonnenschein zogen sie mit lautem Pfeifkonzert durch die Innenstadt.
An Warnstreik und Demonstration waren auch Auszubildende der Würzburger Uniklinik beteiligt. Im Vorfeld des Arbeitskampfes wollten Krankenpflegeschulen ihren Schülern die Teilnahme am Streik während der Schulzeit verbieten. Bei der Abschlusskundgebung vor dem Würzburger Rathaus warf Barbara Zahn, stellvertretende ver.di-Landsleiterin, den Vertretern der Tarifgemeinschaft der Bundesländer und der bayerischen Staatsregierung Arroganz und Selbstherrlichkeit vor.
Nachdem der Freistaat den schuldenfreien Haushalt jahrelang unter anderem seinen Angestellten und Beamten „vom Munde abgespart“ habe, wandere das Geld jetzt „umstandslos in die monströsen Milliardenlöcher“ der Bayerischen Landesbank. Im Gegenzug sollen die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst als Beitrag zur Bewältigung der Wirtschaftskrise auf Lohnerhöhungen verzichten, kritisierte Zahn: „Unsere Forderungen sind Peanuts im Vergleich zu den Beträgen, mit denen die Spekulationsgeschäfte der Banken ausgebügelt werden.“
Ärzte-Demo bei Wind und Wetter
Die Bundesgesundheitsministerin als Feindbild: Eine „Abwrackprämie für Ulla Schmidt“ und ein schnelles Ende der „Planwirtschaft“ im Gesundheitswesen haben am Dienstag bei Regen und einem eisigem Wind rund 500 Teilnehmer einer Demonstration von unterfränkischen Fachärzten und ihren Angestellten in Würzburg gefordert.
Seit Montag sind im gesamten Regierungsbezirk zahlreiche Facharzt-Praxen für eine Woche geschlossen, die Mediziner demonstrieren gegen den am 1. Januar in Kraft getretenen Gesundheitsfonds. Das neue „Regelleistungsvolumen“ pro Quartal und Patient reicht nicht zum Überleben, sagen die Ärzte. Auf Flugblättern wurden die Bürger aufgefordert, den Politikern bei der Bundestagswahl am 29. September die Quittung zu geben.
„Wir kämpfen heute gegen das inhumane Gesundheitssystem und für unsere Patienten, aber natürlich auch um unsere Arbeitsplätze“, sagte Martina Rausch im Gespräch mit unserer Zeitung. Sie arbeitet seit drei Jahrzehnten als Arzthelferin in einer Aschaffenburger Praxis: „Ich erlebe seit 30 Jahren, dass man uns immer weniger bezahlt, aber immer mehr verlangt. Damit muss endlich Schluss sein“, fasste Rausch das Anliegen der Demonstranten zusammen.
Baskets empfangen die "Raketen" aus Gotha
Immer näher rückt für Spitzenreiter Würzburg Baskets die Meisterschaft in der Regionalliga Südost: Am Sonntag gewann das Team von Trainer Berthold Bisselik trotz Personalproblemen das Frankenderby in Baunach mit 77:59 (46:31). Unterstützt wurden die Baskets von über 200 mitgereisten Fans, nicht nur für die Regionalliga eine stolze Zahl.
Gegen aggressiv verteidigende Gastgeber fand der Tabellenführer nur selten seinen Rhythmus, ging aber dank der starken Leistung der beiden US-Boys Stanley Hodge (22 Punkte) und Monty Rogers (20 Punkte) im 16. Saisonspiel zum 16. Mal als Sieger vom Platz. Der Acht-Punkte-Vorsprung auf Verfolger USC Leipzig hat damit nach wie vor Bestand, spätestens im Heimspiel am 14. März gegen die Leipziger können die Baskets den Aufstieg in die zweite Liga „Pro B“ klarmachen.
Am heutiigen Samstag (19 Uhr, s.Oliver-Arena) ist ein weiteres Team aus den neuen Bundesländern zu Gast: Die „Rockets“ aus Gotha gehörten in der letzten Saison zu den Spitzenteams der Liga, derzeit müssen sie mit Rang neun vorlieb nehmen.
ETSV-Frauen am Sonntag bei der "Bayerischen"
Nach ihrem ersten offiziellen Titel bei den unterfränkischen Hallenmeisterschaften in Rottendorf geht es für die neue Frauenfußball-Abteilung des ETSV Würzburg an diesem Sonntag um mehr: In der Aischgrundhalle im mittelfränkischen Adelsdorf spielt der Bayernliga-Tabellenführer um die Bayerische Meisterschaft.
Das Turnier beginnt um 11 Uhr. In Adelsdorf trifft der ETSV unter anderem auf Regionalligist SC Regensburg und die Bayernliga-Kokurrenten RSV Drosendorf, SpVgg Hausen FC Memmingen.
Show-Training und Gesprächsrunde bei den Rothosen
In gut zwei Wochen ist es soweit: Dann starten die Würzburger Kickers mit dem Nachhol-Derby gegen Tabellennachbar FC 05 Schweinfurt (Samstag, 28. Februar, 14 Uhr, Dallenberg-Stadion) das Unternehmen Klassenerhalt in der Bayernliga.
Die Rothosen haben sich in der Winterpause mit sechs Akteuren, darunter Ex-Bundesliga-Profi Miroslaw Spitzak, verstärkt. Bei zwei Testspielen kamen die Neuen erstmals zum Einsatz: Landesligist ASV Rimpar wurde mit 2:0 besiegt, gegen Verbandsligist FV Lauda gab es ein 3:3. Am Sonntag laden die Rothosen ihre Fans ab 10.30 Uhr zum öffentlichen Showtraining mit anschließender Talk-Runde ein.
Komplett ohne Neuzugänge geht der ebenfalls abstiegsbedrohte Rivale Würzburger FV in die Rest-Rückrunde, die für die Blau-Weißen mit dem Lokalderby am 7. März um 15 Uhr im Kickers-Stadion beginnt. Im ersten Testspiel gegen Oberligist Crailsheim führte der WFV zur Pause mit 2:0, verlor aber noch mit 2:3.
TGW Ladybaskets wieder auf Playoff-Kurs
Sechs Spieltage vor Schluss der Punkterunde haben die TG Ladybaskets Würzburg in der 2. Liga Süd der Frauen einen weiteren Schritt Richtung Playoffs gemacht. Auch ohne vier Leistungsträger hatten die Ladybaskets vor eigenem Publikum gegen Schlusslicht S+B Fellbach keine Probleme und siegten souverän mit 89:61 (43:27).
Damit haben sie den vierten Tabellenplatz gefestigt: Verfolger Grünberg musste sich Spitzenreiter Leimen geschlagen geben und hat zwei Punkte Rückstand auf die TGW. Um vorbeizuziehen, müsste Grünberg an den verbleibenden fünf Spieltagen zwei Partien mehr gewinnen als die Würzburgerinnen: Der direkte Vergleich ging unentschieden aus, im Korbverhältnis liegen die Ladybaskets deutlich vorne. Kein Wunder, dass Spielmacherin Caitlin Haggarty optimistisch in die nächsten Partien geht: „Unsere Chancen auf die Playoffs sind gut. Ich denke, wir können alle Spiele gewinnen.“
(More)
Ladybaskets heute nachmittag gegen S+B Fellbach
Wenn die beiden Kanadierinnen nicht treffen, haben die TG Ladybaskets Würzburg in der 2. Liga Süd nur wenig Aussicht auf Erfolg: Centerin Janet Hatfield holte bei den Niederlagen beim direkten Playoff-Konkurrenten in Grünberg (64:67) und beim Spitzenreiter in Leimen (56:74) zwar insgesamt 29 Rebounds, erzielte aber zusammen nur elf Punkte.
Noch schwächer trat ihre Landsfrau Caitlin Hagarty in Erscheinung: Zwei Punkte und auch nur ganze zwei Korbvorlagen (!) steuerte die Spielmacherin in beiden Partien bei.
Die positive Seite der Medaille: Trotz der zwei Niederlagen in Serie sind die Ladybaskets weiter im Rennen um den vierten Playoff-Platz der Liga, in zwei Wochen kann alles wieder ganz anders aussehen. Heute nachmittag (Sonntag, 8. Februar1, 5.45 Uhr, Sportzentrum Feggrube) haben die TGW-Frauen das Schlusslicht aus Fellbach zu Gast. Eine Woche später geht es zum Vorletzten nach Keltern.
Auf Hilfestellung des Tabellenführers hoffen die Ladybaskets nach ihrer heutigen Partie: Um 18 Uhr tritt die KuSG Leimen beim punktgleichen Tabellenvierten in Grünberg an. Ein Sieg der TGW, ein Sieg des Spitzenreiters, und die Würzburgerinnen sind als Aufsteiger wieder auf Platz vier und können es an den verbleibenden fünf Spieltagen aus eigener Kraft in die Playoffs der jeweils besten vierZweitliga-Teams aus dem Süden und dem Norden schaffen.
In der kommenden Saison könnten sie Gesellschaft aus der Nachbarschaft bekommen: Die Regionalliga-Frauen der TWG Waldbüttelbrunn starten heute nachmittag als Tabellenführer mit 10:2 mitgebrachten Punkten in die Aufstiegsrunde zur 2. Liga Süd, die die TGW in der vergangenen Saison klart beherrschte.
Ob man im Fall der sportlichen Qualifikation auch aufsteigen will, hat man in Waldbüttelbrunn noch nicht entschieden. Aus meiner sicht wäre eine weitere Bündelung der Kräfte sinnvoller, statt wie im Würzburger Fußball nebeneinander her zu wursteln und so auf keinen grünen Zweig zu kommen.
Auch der Tabellenführer der Regionalliga Südost der Männer ist heute nachmittag aktiv: Die etwas ersatzgeschwächten Würzburg Baskets treten um 15 Uhr in Baunach an und werden auch dort ihre weiße Weste und die acht Punkte Vorsprung auf Verfolger USC Leipzig behalten.
Das nächste Heimspiel bestreiten die Baskets am Smstag um 19 Uhr gegenGotha,spätestensvier Wochen später können sie mit einem Heimsieg den Aufstieg in die 2. Liga auch rechnerisch endgültig sicherstellen.
"Brückenwerfer"-Prozess: Angeklagter beruft sich auf Erinnerungslücken
„Aus Spaß“ habe er einen Freund von einer Fußgängerbrücke voll bekleidet in den Main geworfen, soll ein 19-Jähriger unmittelbar nach der Tat gesagt haben. Das 17 Jahre alte Opfer stürzte am Abend des 3. Mai 2008 aus über fünf Metern Höhe zwischen Margetshöchheim und Veitshöchheim (Kreis Würzburg) in den 14 Grad kalten Fluss, geriet in Panik, rief zweimal um Hilfe und ertrank.
Seit Donnerstag muss sich der mutmaßliche Täter wegen Körperverletzung mit Todesfolge vor dem Landgericht Würzburg verantworten. Das Motiv für die Tat bleibt bislang im Dunkeln. Er hatte soviel Wodka, Whisky und Bier getrunken, dass er sich an den Abend kaum noch erinnern kann, behauptet der Angeklagte: „Ich weiß erst wieder, dass er mit dem Rücken voran ins Wasser gefallen ist.“
Bestreiten will der 19-Jährige das Geschehen nicht: „Ich denke, dass ich es war.“ Wie es dazu kam, dass der mit Figur und Gewicht eines Footballspielers ausgestattete junge Mann (1,93 Meter groß, über 100 Kilo schwer) den befreundeten Jugendlichen über das Brückengeländer hievte, darüber schweigt er sich aus.
Oberstaatsanwalt Erik Ohlenschlager geht davon aus, dass es zwischen den beiden jungen Männern auf dem Weg über die Brücke einen Streit gab, der zum Tod des 17-Jährigen führte. Einen Tötungsvorsatz kann man dem 19-Jährigen nicht nachweisen. Augenzeugen gibt es nicht, Täter und Opfer waren allein auf dem Fußgängersteg. Mehrere junge Leute waren in der Nähe der Brücke und hörten um kurz vor 23 Uhr den Aufprall des 17-Jährigen auf das Wasser und seine Hilferufe.
(More)