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Stummer Montags-Protest der Telekom-Mitarbeiter

2008-09-30 @ 10:41 in Lokales

Montags-Demonstration. Foto (c) P.WötzelDie Mitarbeiter der Telekom wollen sich mit der geplanten Schließung des Würzburger Call-Centers nicht abfinden: Gut 40 von ihnen protestierten gestern um 12 Uhr am Paradeplatz gegen die Verlagerung ihrer Arbeitsplätze in das 110 Kilometer entfernte Callcenter der Telekom in Fulda.

Zwar hat das Unternehmen versichert, allen betroffenen Würzburger Mitarbeitern in Fulda neue Arbeitsplätze anbieten zu wollen. Doch gerade für Teilzeitbeschäftigte und allein erziehende Frauen, die einen großen Teil der Beschäftigten im Call-Center am Paradeplatz ausmachen, ist die Fahrt zu einem über hundert Kilometer entfernten Arbeitzsplatz keine tragfähige Alternative.

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SPD: Frustrierter Schneider, zufriedener Groetsch

2008-09-30 @ 10:36 in Lokales, Politik

Der lautstarke Jubel über die Wahlschlappe der CSU währte nur Sekunden: Als bei der ersten Prognose am Sonntag um 18 Uhr das Ergebnis der Sozialdemokraten genannt wurde, herrschte in der Würzburger SPD-Zentrale lähmendes Entsetzen. „Das kann doch nicht wahr sein!“, schimpfte Landtagskandidat Marco Schneider und trat frustriert gegen einen Stuhl.

„Ich freue mich über die 50 Prozent minus XXL für die CSU. Das hatte ich so prognostiziert“, sagte Schneider ein paar Minuten später. Den Jubel der Freien Wähler wollte er sich trotzdem nicht im Fernsehen ansehen.

Auch der bisherige Würzburger SPD-Landtagsabgeordnete Rainer Boutter zeigte sich schwer enttäuscht über das gute Abschneiden der Freien Wähler und die Verluste der SPD: „Wir haben im Landtag fünf Jahre lang Opposition gegen die Zwei-Drittel-Mehrheit der CSU gemacht, und die Freien Wähler profitieren jetzt davon. Dabei enthält ihr Wahlprogramm bis auf das letzte Komma unsere Positionen“, so Boutter.

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Grüne jubeln: "Die schwarzen Jahre sind vorbei!"

2008-09-30 @ 10:31 in Lokales, Politik

Fernsehabend im Fechenbachhaus. Foto (c) P.WötzelBei den Würzburger Grünen stand das eigene Ergebnis am Wahlabend lange Zeit komplett im Hintergrund. Statt dessen wurde ausdauernd und lautstark über die Schlappe der CSU gejubelt. Landkreis-Direktkandidat Martin Heilig brachte einen Toast aus: „Die schwarzen Jahre sind vorbei!“

„Auch ich freue mich riesig darüber, dass die Alleinherrschaft der CSU endlich vorbei ist. Für uns ist nicht entscheidend, ob wir am Ende 8,5 oder 9,5 Prozent haben“, sagte auch Matthias Gauger, Direktkandidat der Grünen in der Stadt Würzburg. Ähnliche Aussagen gab es im Fechenbachhaus überall zu hören, die Stimmung war dem entsprechend ausgelassen. „Das ist einfach sensationell. Ich hatte schon im Wahlkampf das Gefühl, dass es so kommen könnte“, so Martin Heilig, der zusammen mit Gauger in Stadt und Landkreis um Zweitstimmen für die Grünen gekämpft hat. Er freute sich „erst an zweiter Stelle über ein tolles grünes Ergebnis“.

Matthias Gauger war der Einzige im Saal, der sich immer wieder mit der Auszählung in Stadt und Landkreis Würzburg beschäftigte. Am Ende hatte er mit 15,5 Prozent der Stimmen ein Ergebnis, mit dem er „froh und glücklich“ ist: „Ich habe es geschafft, mich in Würzburg als dritte Kraft zu präsentieren.“ Ob er es über die grüne Liste sogar in den Landtag geschafft hat, stand am Sonntagabend noch nicht fest. Der dritte Platz auf der Liste war von Anfang an das Ziel des Politikwissenschaftlers.

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Sechsjährige Enkelin missbraucht - Vier Jahre acht Monate Haft

2008-09-30 @ 10:22 in Juristisches

Sein Geständnis ersparte dem Opfer einen Auftritt vor Gericht: Wegen sechsfachen schweren sexuellen Missbrauchs und vorsätzlicher Körperverletzung seiner erst sechs Jahre alten Enkelin ist ein 59-jähriger Arbeiter aus dem Kreis Würzburg am vergangenen Donnerstag zu vier Jahren und acht Monaten Gefängnis verurteilt worden.

Das Mädchen stammt aus einer geschiedenen Ehe und lebt bei seinem Vater. Die Wohnung der Großeltern war deshalb für die Sechsjährige wie ein zweites Zuhause. Zumindest so lange, bis Ehefrau des Angeklagten im Frühjahr 2007 verstarb. Danach begannen die üblen Übergriffe des 59-Jährigen an dem Kindergartenkind.

Die genaue Zahl der Missbrauchshandlungen ist nicht bekannt, sechs Fälle brachte die Staatsanwaltschaft zur Anklage. In zwei Fällen wollte der Angeklagte zusätzlich, dass sich die Enkelin kinderpornografische Bilder auf dem Computer ansieht. „Als ich in die Schule gekommen bin, hat er damit aufgehört“, sagte das Mädchen bei seinen Vernehmungen bei Polizei und Ermittlungsrichterin.

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Erfolgreicher Saisonstart für Baskets und Ladybaskets

2008-09-28 @ 10:11 in Sport

Die Würzburg Baskets sind gestern in Weiden erfolgreich in die neue Saison in der Regionalliga Süd gestartet. Die Baskets wurden ihrer Favoritenstellung gerecht und siegten bei den Cocoon Baskets Weiden deutlich mit 109:91 (29:13, 26:27, 26:18, 28:33).

Die Punkteverteilung oder ein Spielbericht ist im Internet leider noch nicht zu finden, auch nicht auf der Seite der Würzburg Baskets. Sehr schade, so etwas hätte es zu meiner Zeit als Öffentlichkeitsarbeiter und Webmaster der X-Rays nicht gegeben.

Noch unprofessioneller agiert die Bundesliga der Frauen, auf deren offizieller Homepage heute noch nicht einmal das Ergebnis vom gestrigen Spiel der TGW Ladybaskets in Sandhausen veröffentlicht ist. Ich habe gerade erfahren, dass die Ladybaskets mit 21 Punkten Unterschied gewonnen haben.

Die TGW-Verantwortlichen selbst haben es bis heute nicht geschafft, das Ergebnis des Erstrunden-Pokalspiels vom Mittwoch (die TGW-Frauen siegten 48:42 gegen Herzogenaurach) auf ihre Homepage zu stellen. Dabei gibt es extra eine Rubrik "Aktuelle Ergebnisse". Da haben wir wohl unterschiedliche Ansichten darüber, was "aktuell" bedeutet.

Das erste Heimspiel bestreiten die Ladybaskets am Freitag um 15.45 Uhr in der Feggrube gegen Ludwigsburg, die Männer empfangen am Sonntag um 16 Uhr die SpVgg Rattelsdorf in der s.Oliver-Arena.

Ich empfehle den Besuch beider Spiele, vor allem am Sonntag sollte man dabei sein: Die Baskets-Verantwortlichen haben sich zum Ziel gesetzt, 3.000 Zuschauer in die Arena zu locken. Mehr als 2.000 werden es auf jeden Fall - diese Stimmung sollte man nicht verpassen, zumal ein deutlicher Heimsieg zu erwarten ist.

Wie man seine Fans zeitnah und umfassend informiert, macht übrigens der Würzburger FV in der Fußball-Bayernliga vor: Spätestens am Abend nach jedem Spiel der ersten Mannschaft steht ein ausführlicher eigener Spielbericht auf der WFV-Homepage, gestern über das bedauerliche 1:1 in Rain/Lech.

Auch nach erfolgreicher Revision keine Strafaussetzung zur Bewährung

2008-09-27 @ 17:46 in Juristisches

Mehr als dreieinhalb Jahre nach einem Massenunfall mit tödlichem Ausgang auf der A7 bei Dettelbach ist der Unfallverursacher vom Landgericht Würzburg bereits zum zweiten Mal zu einer Gefängnisstrafe ohne Bewährung verurteilt worden.

Nach dem Urteil der 3. Strafkammer des Landgerichts im September 2007 (wir berichteten) legte der 44-Jährige aus Herbrechtingen (Baden-Württemberg) mit Erfolg Revision beim Oberlandesgericht (OLG) ein. Das Urteil (ein Jahr Haft wegen fahrlässiger Tötung und vorsätzlicher Straßenverkehrsgefährdung) wurde vom OLG bezüglich der Höhe der Strafe aufgehoben und an das Landgericht zurückverwiesen.

Doch auch im zweiten Anlauf erfüllte sich die Hoffnung des Angeklagten auf eine Strafaussetzung zur Bewährung nicht: Die 4. Strafkammer verurteilte ihn jetzt zu einem Jahr und zwei Monaten Gefängnis. Drei Monate der Strafe gelten aufgrund der langen Verfahrensdauer als verbüßt. Damit folgte die Kammer der neuesten Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, die die 3. Kammer in ihrem Urteil nach Meinung des OLG nicht ausreichend berücksichtigt hatte.

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Hasen-Darstellerin muss 200 Euro Buße zahlen

2008-09-27 @ 17:42 in Juristisches

Noch einmal musste sich der Würzburger Strafrichter Thomas Behl am Montag mit einer umstrittenen Aktion der Straßentheatergruppe „Maulauf“ an der Universität beschäftigen. Wie mehrfach berichtet, hatten die Aktionskünstlerin Heike Pauline Grauf und ihre Mitstreiter am 24. Oktober 2006 an der Universität Würzburg ein Flugblatt verteilt, von dessen Inhalt sich Uni-Präsident Professor Axel Haase beleidigt fühlte. Weil sie bei diesem Protest gegen Tierversuche die Grenzen der Kunst- und Meinungsfreiheit überschritten haben, wurden Grauf und zwei weitere „Maulauf“-Mitglieder zu Geldstrafen verurteilt.

Kürzlich stand eine vierte Tierschutz-Aktivistin wegen derselben Aktion vor Gericht. Die 39-jährige Hartz-IV-Empfängerin trat bei der Aktion als Versuchshase auf, ihre Mitstreiterinnen hatten Arztkittel an. Damit statteten sie den Hörsälen in der Neuen Universität einen Besuch ab und drangen am Ende in das Vorzimmer des Uni-Präsidenten ein. Dort trug Grauf den Flugblatt-Text mit Hilfe eines Megafons vor. Darin wird Haase als vermeintlich Verantwortlicher für Tierversuche an der Uni unter anderem als „gewinn-manipulierter Versuchshase“ verunglimpft. Diese und andere scharfe Formulierungen hält „Maulauf“ für Satire, das Amtsgericht in Person von Strafrichter Thomas Behl ist anderer Auffassung.

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Würzburger Polizei bleibt in der Augustinerstraße

2008-09-27 @ 17:39 in Lokales, Politik

Inspektion Ost - Foto (c) P.WötzelDie Diskussion um die Verlagerung der Würzburger Polizeiinspektion Ost ist vom Tisch: Nachdem im Stadtrat Stimmen laut wurden, die sich auf dem Gelände des dringend sanierungsbedürftigen Polizeigebäudes in der Augustinerstraße auch zusätzliche innenstadt-Parkplätze und Einzelhandelsflächen vorstellen können, hat das Bayerische Innenministerium sein Veto eingelegt.

Auf Anfrage der Stadtverwaltung teilte Innenminister Joachim Herrmann in einem Schreiben an Oberbürgermeister Georg Rosenthal mit, dass die Polizei am bisherigen Standort festhalten wird. Als Alternativen geprüft wurden ein leer stehendes US-Hospital, das Post-Hochhaus am Hauptbahnhof und die alte Augenklinik der Universität Würzburg.

Sie alle sind der Polizei nicht nahe genug an der Innenstadt mit Nähe zur Stadtverwaltung und den Sicherheitsbehörden. „Die Erfahrung zeigt, dass es sehr wichtig ist, in den Innenstädten Polizeipräsenz zu zeigen“, so Hermann.

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Pflege-Proteste auch in Würzburg

2008-09-27 @ 17:30 in Lokales, Politik

Protest bei der AOK - Foto (c) P.WötzelMit einer Aktion in der Würzburger AOK-Direktion haben die bayernweiten Proteste der ambulanten Pflegedienste am vergangenen Montag Unterfranken erreicht. Gut 30 Mitarbeiter von mehr als einem halben Dutzend Pflegediensten fuhren mit ihren Fahrzeugen hupend vor dem Gebäude vor, entrollten Transparente und übergaben einen offenen Brief mit ihren Forderungen.

Die sehen so aus: Die bayerischen Wohlfahrtsverbände wollen eine Erhöhung der Gebührensätze für die Pflege-Leistungen von mindestens 2,5 Prozent. Hintergrund sind die ständig steigenden Sprit-, Sach- und Lohnkosten.

Seit in der Krankenpflege der Grundsatz „ambulant vor stationär“ eingeführt wurde (durch den Ausgaben der Krankenkassen gesunken sind), müssen die Pflegedienste immer mehr Leistungen übernehmen, für die sie gar nicht oder nicht ausreichend bezahlt werden.

Sie wollen wenigstens kostendeckend arbeiten und ihre Pflege-Fachkräfte nach Tarif bezahlen können. „So geht es nicht mehr weiter. Wir haben den Eindruck, dass die Kassen uns ausbluten wollen“, sagte Hendrik Lütke, Leiter des Fachbereichs Altenhilfe der Würzburger Diakonie.

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"Eine der wichtigsten Stellen der Stadt"

2008-09-27 @ 16:31 in Lokales

Dürrnagel im Pavillion. Foto (c) P.WötzelGroßer Andrang in der Augustinerstraße: Der „Tag der offenen Tür“ bei der Polizei am tag des Stadtfestes war sehr gut besucht. „Das ganze Haus ist voll“, sagte Polizei-Sprecher Wolfgang Glücker am Nachmittag.

Jung und Alt nutzten den ganzen Tag die Gelegenheit, sich die Waffen, Fahrzeuge oder auch die Haftzellen der Polizei (böse Buben waren keine drin) aus nächster Nähe anzusehen und zeigen zu lassen. Gut angenommen wurden auch die beiden Führungen von Stadtrat Willi Dürrnagel, der die interessante Historie des heutigen Polizei-Geländes ausführlich erläuterte.

„Hier war früher eine der wichtigsten Stellen der Stadt“, sagte Dürrnagel. Die heutige Augustinerstraße lag noch innerhalb der ersten Stadtbefestigung, die entlang der Neubaustraße zum Main hinunter verlief. Auf Höhe der früheren Einhorn-Apotheke (Ecke Augustiner-/Neubaustraße) war ein Stadttor, das von der St. Georgen-Kapelle überbaut war. Von dieser Kapelle erhielt die Augustinerstraße ihren ersten Namen „Jörgengasse“, später dann „Rittergasse“.

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Wahlkampf-Stress beim Stadtfest

2008-09-27 @ 16:26 in Lokales, Politik

SPD-Wahlkämpfer. Foto (c) P.WötzelDr. Wolfgang Bötsch war stinksauer: „Das ist ein Unding! Absolut unmöglich, das lassen wir uns nicht bieten!“, schimpfte der ehemalige Bundespostminister am vergangenen Samstag auf dem Stadtfest. Der Grund: Die Organisatoren von „Würzburg macht Spaß“ (WümS) hatten den Landtags-Wahlkampf-Stand der CSU in die recht dürftig frequentierte Spiegelstraße verbannt.

WümS-Vorsitzender Heribert Endres bekam bei seinem Rundgang den Unmut von Bötsch persönlich zu spüren. „Da konnte man das aber nicht mehr ändern“, sagte Endres später.

Beim Stadtfest im kommenden Jahr, dann mitten in der heißen Phase des Bundestagswahlkampfs, will die CSU wieder an ihren angestammten Platz am Oberen Markt. „Wenn nötig, werde ich Verfassungsbeschwere einlegen“, kündigte Bötsch an.

Auch die SPD war mit ihrem Platz im vorderen Teil der Eichhornstraße nicht wirklich zufrieden. „Immerhin besser als vor unserem Haus in der Semmelstraße“, sagte Wahlkampf-Manager Michael Frank. Dort sollte die SPD urspünglich ihren Stand aufbauen.

Landtagskandidat Marco Schneider (im Bild) machte allerdings aus der Not eine Tugend, füllte die Taschen seines Mantels mit Wahlkampf-Material und zog durch die Straßen. „Das war das erste Mal, das ich beim Stadtfest alles gesehen habe“, so Schneider.

Auch die FDP wehrte sich gegen einen Platz in der Semmelstraße. Mit seinem Stand im hinteren Teil der Eichhornstraße war Landtagskandidat Jens Brandt aber auch nicht glücklich: „Man muss halt das Beste draus machen.“

Zufrieden waren nur die Linkspartei auf dem Platz vor K+L Ruppert und die Grünen am Oberen Markt. Der Unterschied: Während die anderen Parteien ihre Plätze von den WümS-Organisatoren zugewiesen bekamen, hatten Grüne und Linke ihre Stände schon vor langer Zeit bei der Stadt Würzburg beantragt und genehmigt bekommen.

Tote Hose in der Neubau-, Kinderparadies in der Semmelstraße

2008-09-27 @ 15:15 in Lokales

Jamie Patts am Freitag - Foto (c) P.WötzelZwei unterschiedliche Tage gab es beim 20. Würzburger Stadtfest: Der Freitag war „bombastisch“, der Samstag von Wetter und der Stimmung her „ein wenig unterkühlt“, stellte Heribert Endres fest. „Insgesamt können wir zufrieden sein“, zog der Vorsitzende des Stadtmarketing-Vereins „Würzburg macht Spaß“ (WümS) Bilanz.

„Die Fläche ist größer geworden. Man schafft es kaum, überall vorbeizuschauen“, so Endres beim Gespräch mit Pressevertretern am Samstagnachmittag.

Zu diesem Zeitpunkt hatte der WümS-Vorsitzende Johanniterplatz, Sanderstraße und Neubaustraße noch nicht besucht. Dort war – sicher waren auch die kühlen Temperaturen schuld – so gut wie gar nichts los. Am Johanniterplatz blieben die Biertische leer, der einzige Stand in der Sanderstraße vor „Papier Pfeiffer“ hätte wesentlich mehr Besucher verdient gehabt.

Warum die Neubaustraße bis in die Abendstunden gesperrt war, bleibt das Geheimnis der Organisatoren: Außer Musik aus einem einsamen Lautsprecher war dort nichts geboten.

Auch in der Innenstadt lief das Stadtfest am Samstag etwas schleppend an: Nur wenige Zuhörer hatte die „Clarino Jazz Band“ beim Frühschoppen in der Augustiner-Straße. Um 10 Uhr sollte es los gehen, um halb elf waren noch nicht einmal alle Tische aufgebaut. Besser wurde es, je weiter man Richtung Innenstadt marschierte.

Die großen Bühnen am Vierröhren-Brunnen, am Oberen und Unteren Markt und auch die Volksblatt-Bühne am Barbarossa-Platz zogen mit ihrem abwechslungsreichen Programm die Besucher an.

Das war auch an einem sonnigen Spätsommerabend am Freitag schon so. Um 18 Uhr eröffnete Oberbürgermeister Georg Rosenthal das Stadtfest auf der TV touring-Bühne zum ersten Mal mit einem Bieranstich. Nach zwei Schlägen sprudelten hundert Liter Freibier aus dem Fass.

Stimmung und Kauflust am Samstag bezeichnete Endres als „unterkühlt“. Am meisten profitierten die Geschäfte, die nicht nur auf der Straße präsent waren, sondern auch im Haus ein Stadtfest-Angebot hatten, wie das Bekleidungshaus Schlier mit seinen Modeschauen.

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"Early Clinical Trial Unit" an der Würzburger Uni-Klinik

2008-09-27 @ 15:08 in Lokales

Keine medizinische Fachveranstaltung, sondern eine gemeinsame Veranstaltung für Ärzte, Patienten und Angehörige war der 5. Bayerische Krebskongress am vergangenen Wochenende im Würzburger Congress-Centrum. Prävention, Früherkennung und neue Therapie-Ansätze standen im Mittelpunkt der Veranstaltung der Bayerischen Krebsgesellschaft. Kongress-Präsident Professor Dr. Hermann Einsele von der Würzburger Uni-Klinik (Mitte) berichtete unter anderem über eine neue Station, in der neu entwickelte Medikamente den Patienten schneller als bisher zur Verfügung stehen.

Die „Early Clinical Trial Unit“ (Abteilung für frühe klinische Tests) an der Uni-Klinik Würzburg ist die erste ihrer Art in Deutschland. „Das ist eine ganz neue Idee, eine Spezialabteilung mit intensiver berwachung der Patienten und genauer Dokumentation der Behandlung“, so Einsele. Nicht nur die Pharma-Industrie braucht die Tests ihrer Präparate, auch die Patienten sind dankbar für neue Behandlungsmethoden. An der Würzburger Uni-Klinik wurden im vergangenen Jahr über 13.000 Krebspatienten behandelt, rund 3.500 von ihnen mit neu diagnostizierten Tumoren. „Es gibt viele Patienten, die nach neuen Therapien Ausschau halten“, so Einsele.

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SPD schaut TV-Duell - Maget zum Sieger erklärt

2008-09-21 @ 12:55 in Lokales, Politik

Beckstein spricht zu Schneider. Foto (c) P.WötzelDas Aufeinandertreffen zwischen Ministerpräsident Günter Beckstein und seinem SPD-Herausforderer Franz Maget am Donnerstag im Bayerischen Fernsehen nahmen die Würzburger Landtags-Wahlkämpfer zum Anlass, zum "Public Viewing" einzuladen. Beobachtungen in der SPD-Parteizentrale in der Semmelstraße.

19.30 Uhr: Noch nichts los im SPD-Haus in der Semmelstraße. Martin Bielawski und Michael Frank haben leckere Schnittchen mit angemachtem Camembert, Wein, Bier und alkoholfreie Getränke vorbereitet und erwarten etwa 25 Genossen zum „Public Viewing“ der TV-Duell-Premiere im Bayerischen Fernsehen. Erst mit Hilfe des Berichterstatters gelingt es, die DVBT-Bilder vom Laptop via Beamer auf die Leinwand zu bringen.

20.02 Uhr: Auf der Leinwand läuft die „Tagesschau“, es sind erst sieben Genossen da. Schreckenslaute, als Hessens CDU-Ministerpräsident Roland Koch kurz in den Nachrichten zu sehen ist.

20.11 Uhr: Pünktlich zum Beginn der Debatte zwischen Maget und Beckstein treffen Landtagskandidat Marco Schneider und der SPD-Vorsitzende Eberhard Grötsch sein. „Ich hoffe, wir sehen eine angeregte Diskussion“, sagt der gesundheitlich leicht angeschlagene Schneider. Der Raum füllt sich, über 25 Zuschauer hat die Sendung am Ende in der Würzburger SPD-Zentrale.

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Würzburg Baskets müssen sportlich aufsteigen

2008-09-21 @ 12:46 in Sport

Nichts war's mit der "Wild Card" für die Würzburg Baskets: Den Aufstieg in die 2. Liga "Pro B" müssen die Baskets jetzt auf sportlichem Weg in der Regionalliga Südost schaffen.

Hier die Pressemitteilung der Baskets zur Entscheidung der Zweitligisten am gestrigen Samstag in Frankfurt:

Die SCH Würzburg Baskets werden auch in der kommenden Saison in der Regionalliga Südost an den Start gehen. Am Samstag kurz vor 15 Uhr gab die Arbeitsgemeinschaft der 2. Bundesliga im Rahmen ihrer Sitzung bekannt, dass sich die 31 Vereine der 2. Basketballbundesliga mit 20:6 Stimmen bei 5 Enthaltungen für die UBC Hannover Tigers als Nachrücker für den letzten vakanten Platz in der 2. Bundesliga Pro B entschieden haben.

Die Glückwünsche der Würzburg Baskets gehen deshalb nach Hannover.

„Eine Ursachenforschung für das relativ deutliche Ergebnis macht keinen Sinn. Die wirtschaftlichen, sportlichen und organisatorischen Standards, die wir in Würzburg haben, sind mit Sicherheit nicht so viel schlechter, wie das Abstimmungsergebnis aussagt. Wir haben alles in unserer Macht stehende getan und blicken nun nach vorne. Unser Projekt läuft erst seit gut einem Jahr und möglicherweise ist es besser, langsam zu wachsen. Wir streben nun den sportlichen Aufstieg an und setzten alles daran, die Meisterschaft nach Würzburg zu holen. Wir freuen uns auf die Saisoneröffnung am Sonntag gegen Weissenhorn und werden nächste Woche beim ersten Punktspiel in Weiden voll angreifen. Wir sind uns sicher, dass unsere Fans wie ein Mann hinter der Mannschaft stehen werden. Die Würzburg Baskets attackieren immer“, so die beiden Geschäftsführer Jochen Bähr und Klaus Heuberger in einer ersten Reaktion.

Es wird spannend für die Baskets: Regionalliga oder ProB - Heimspiel am Sonntag

2008-09-19 @ 16:28 in Sport

Baskets-Kader. Foto (c) P.WötzelDie wichtigste Entscheidung fällt bereits vor dem Start in die neue Saison: Mit Hochspannung erwarten Spieler, Trainer, Anhänger und Verantwortliche der Würzburg Baskets die Entscheidung über den letzten Teilnehmer an der „Pro B“.

Während die Spieler der Baskets an diesem Samstag über verschiedene Bühnen auf dem Würzburger Stadtfest tingeln, findet die Vollversammlung aller 31 Vereine der zweiten Liga in Frankfurt statt.

Die Vertreter der Mannschaften aus der „Pro A“ und „Pro B“ werden dabei – nach allerlei juristischem Hickhack im Vorfeld - darüber abstimmen, ob die Würzburg Baskets oder die UBC Hannover Tigers am grünen Tisch als 16. Mannschaft in die „Pro B“ nachrücken dürfen.

Während die „Tigers“ als Vizemeister der Regionalliga Nord das sportlich bessere Ergebnis als die Würzburger (Dritter in der Regionalliga Südost) aufweisen, dürften alle anderen wichtigen Gesichtspunkte wie Finanzkraft, Infrastruktur und Zuschauerzuspruch deutlich für die Baskets sprechen.

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TGW Ladybaskets starten am Mittwoch in die neue Saison

2008-09-19 @ 16:18 in Sport

17-Jährige mit Zweitliga-Erfahrung.Der Abstieg soll dieses Mal kein Thema sein: Mit Verstärkung im Trainerteam und zwei Neuzugängen aus Kanada starten die Frauen der TG Würzburg „Ladybaskets“ in die 2. Liga Süd.

Verletzungen von Centerin Aniko Hushegyiova und der erfahrenen Aufbauspielerin Micki Brust führten zur Verpflichtung von Spielmacherin Cait Haggerty (zuletzt kanadische Meisterin mit den UBC Thunderbirds) sowie Janet Hatfield, einer 1,91 Meter großen Centerin. Ex-Trainerin Janet Fowler-Michel stellte den Kontakt mit ihren beiden kanadischen Landsfrauen her.

„Damit haben wir uns an den entscheidenden Positionen verstärkt, um das Ziel Klassenhalt von Anfang an zu sichern“, so TGW-Abteilungsleiter Jürgen Cymara. Neben den beiden Kanadierinnen kehrt die erst 17-jährige Raphaela Jochimczyk (Foto (c) P.Wötzel) von einem einjährigen USA-Aufenthalt zurück.

Nennenswerte Abgänge aus dem Aufstiegskader der letzten Saison sind nicht zu verzeichnen, die Ergebnisse der Vorbereitungsspiele versprechen eine gute Saison für die "Ladybaskets".

Ernst wird es für das Team, das von den Trainern Christian Recker und – neu dabei – Klaus Perneker betreut wird, am kommenden Mittwoch, 24. September: Dann geht es im Pokal im TGW-Sportzentrum gegen Herzogenaurach.

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Da muss man hin: Herrn Gehrings gute Stube

2008-09-19 @ 12:35 in Allgemein

Normalerweise mache ich an dieser Stelle keine Werbung, aber für meine alte und neue Lieblings-Gaststätte muss ich eine Ausnahme machen: Vor 14 Tagen, nach zweiwöchiger harter Arbeit, wurde der ehemalige Raucher-Zufluchtsort, das "Gehrings" in der Neubaustraße, unter neuer Leitung neu eröffnet.

In "Herrn Gehrings guter Stube" darf jetzt zum Glück nicht mehr geraucht werden, die Gemütlichkeit ist zurück, und ich fühle mich dort so wohl wie in keiner anderen Kneipe. Das Ambiente hat eine sehr weibliche Note bekommen, man wird freundlich empfangen, und vor allem: Das Essen ist Weltklasse.

Chefin Melissa Silva steht von Montag bis Samstag (Sonntag ist Ruhetag) persönlich in der Küche und sorgt mit täglich anderen Gerichten für echte Gaumenfreuden. Und wer einmal einen von Melissas selbstgebackenen Kuchen (auch da gibt es jeden Tag einen anderen) probiert hat, der kommt mit Sicherheit wieder.

Was es nicht gibt: Jeden Tag die gleichen langweiligen Burger, Spaghettigerichte, Schinkennudeln, Baguettes etc. wie in anderen Gaststätten. Einzige Ausnahme: Das Schnitzel mit selbst geschnitzten Pommes und leckerem Salat.

Wie gesagt, das Speisenangebot wechselt täglich und wird rechtzeitig auf der Homepage veröffentlicht. Wer sich in den Newsletter einträgt, erfährt morgens schon per Mail, was es ab 12 Uhr zu Essen gibt.

Hiermit stelle ich den Antrag, den nächsten Blogger-Stammtisch nach der Feuerzangenbowle in Herrn Gerhings guter Stube stattfinden zu lassen. Mit unserem König habe ich schon drüber gesprochen, er zeigte sich nicht abgeneigt.

Erwin Huber in Würzburg: "Wer sein Land liebt, der geht zur Wahl!"

2008-09-19 @ 12:21 in Lokales, Politik

Huber in Würzburg - Foto (c) P.WötzelNäher dran am Bürger geht nicht: Dicht gedrängt standen die Menschen gestern auf dem Unteren Markt, um den CSU-Parteivorsitzenden Erwin Huber zu sehen. Zwischen Wahlkampfauftritten in Bayreuth und Neusäß machte der bayerische Finanzminister gut zwei Stunden in Würzburg Station.

Etwa hundert Menschen waren es, die zunächst einer 25-minütigen Wahlkampfrede Hubers lauschten. Nach zahlreichen Auftritten im Wahlkampf war die Stimme des CSU-Chefs bereits deutlich angeschlagen, trotzdem stellte er sich über eine Stunde dem persönlichen Gespräch mit den Bürgern. „So eine Diskussion mit den Bürgern strengt die Stimme mehr an als eine Rede mit Mikrofon“, so Huber nach einer knappen Stunde.

Kein Thema in Würzburg: Die Diskussion um die Äußerung von Ministerpräsident Günter Beckstein, nach zwei Maß Bier in sieben Stunden könne ein bayerisches Mannsbild noch Auto fahren. „Es ist schon ein Thema bei Wahlkampf-Veranstaltungen, aber die meisten nehmen es locker. Bei Reden in einem Bierzelt muss auch einmal ein lockerer Spruch erlaubt sein“, erklärte Huber auf Frage von Journalisten.

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20. Stadtfest startet heute - Jazz-Frühschoppen morgen in der Augustinerstraße

2008-09-19 @ 12:02 in Lokales

Stadtfest-OrganisatorenNach kleinen Anfängen im Jahr 1988 kommen mittlerweile regelmäßig viele zehntausend Besucher zum alljährlichen Würzburger Stadtfest. Am Freitag und Samstag ist es wieder soweit: Zwölf Bühnen und zahlreiche Aktionen in 30 Straßen sollen die Menschen aus Würzburg und der Region wieder zahlreich in die Innenstadt locken.

In der Domstraße ging es vor zwanzig Jahren los: Nach Abschluss der Gleisbauarbeiten der Straßenbahn wurde das erste Stadtfest gefeiert. Und weil gute Ideen sich meist durchsetzen, kann zwanzig Jahre später das 20. Stadtfest über die Bühne(n) gehen.

Nur einmal fiel es aus: 2001 wurde das Fest wegen der Terroranschläge des 11. September kurzfristig abgesagt. Seit 1988 hat sich einiges getan. So wird seit 2002 bereits am späten Freitagnachmittag gefeiert.

Auch in diesem Jahr startet des Stadtfest am Freitag um 16 Uhr, die offizielle Eröffnung mit Bieranstich durch Oberbürgermeister Georg Rosenthal steigt um 18 Uhr auf der Musik-Bühne von TV touring am Unteren Markt. Der lokale Fernsehsender ist in diesem Jahr gleich mit zwei Bühnen vertreten, auf der „wuevita.de-Künstlerbühne“ am Oberen Markt steht die Kultur im Mittelpunkt. Auch das VOLKSBLATT sorgt – am Samstag von 10 bis 20 Uhr – mit seiner Bühne wie gewohnt am Barbarossa-Platz für Unterhaltung und gute Laune. Die Mainpost-Bühne mit ebenso abwechslungsreichem Programm steht am Vierröhrenbrunnen.

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