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Einsichtiger Exhibitionist setzt wegen Sex-Sucht auf Exorzismus

2008-08-26 @ 11:46 in Juristisches

Weil er sich im Würzburger Ringpark vor einer jungen Frau entblößt hat, musste ein ehemaliger Briefträger aus dem Kreis Kitzingen vor dem Amtsgericht erscheinen. Strafrichter Jürgen Weber verurteilte den 43-Jährigen wegen exhibitionistischer Handlungen zu zwei Monaten Gefängnis auf Bewährung.

Zu seiner Verhandlung erschien der Angeklagte, der seinen dürftigen Lebensunterhalt als Nachhilfelehrer verdient, ohne Verteidiger. Die Tat vom 20. Juli 2007 im Ringpark am Sanderring gab er offen zu. Nur die von Psychiater Dr. Detlef Blocher vorgeschlagenen Konsequenzen schmeckten ihm nicht so recht. Aufgrund einer depressiven Verstimmung und seiner „dranghaften“ Sexualität sei eine Behandlung mit Psychopharmaka und gleichzeitige Psychotherapie die beste Möglichkeit, weitere Taten zu verhindern, so der Sachverständige.

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Präsidentschaftskandidatin Schwan beim Nicht-Wahlkampf in Würzburg

2008-08-26 @ 11:37 in Lokales, Politik

"Überkreuzdialog" mit der Gebärdensprachendolmetscherin. Foto (c) P.WötzelIn Würzburg gibt sich derzeit die SPD-Prominenz die Klinke in die Hand: Nach dem Besuch des Parteivorsitzenden Kurt Beck am Donnerstag sprach gestern Gesine Schwan vor gut 200 Bürgern im Biergarten am Alten Kranen über Bildung und Demokratie.

Die SPD-Kandidatin für das Amt des Bundespräsidenten kam gut an beim Publikum: „Geben sie ihr Bestes, damit sie es werden“, sagte ein Mann, der sich ein Autogramm von der 65-jährigen Politikwissenschaftlerin geben ließ. „Gesine um zwölf“ hatte die SPD die Veranstaltung genannt, der prominente Gast traf mit Ehemann Peter Eigen rechtzeitig ein und nahm sich zwei Stunden Zeit für ihr Publikum.

„Das ist keine Wahlkampf-Veranstaltung“, betonte SPD-Landtagskandidat Marco Schneider. Es sei ihm vielmehr ein persönliches Bedürfnis gewesen, Gesine Schwan zum Thema Bildung und Demokratie nach Würzburg einzuladen. Schneider und sein Landkreis-Kollege Volkmar Halbleib hielten sich an die eigene Vorgabe und machten keine Werbung in eigener Sache.

Oberbürgermeister Georg Rosenthal begrüßte Schwan, die sich zum zweiten Mal nach 2004 um das höchste Amt im Staat bewirbt, mit den Erfahrungen aus seinem eigenen erfolgreichen Wahlkampf: „Wenn man aktiv ist und mit den Menschen ins Gespräch kommt, kann man erfolgreich sein.“ Während die meisten Zuhörer sich in ihrer Mittagspause Bratwürste und Bier gönnten, stärkte sich Gesine Schwan mit einer Tasse Kaffee und trat dann ans Mikrofon.

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Querschnittgelähmter Polizist mit sprachgesteuertem Büro zurück im Dienst

2008-08-26 @ 11:34 in Juristisches, Lokales

Uwe Herold am neuen Arbeitsplatz. Foto (c) P.WötzelAm 1. September beginnt die zweite Karriere des Uwe Herold: Der 36-jährige Polizeihauptmeister ist seit einem schweren Dienstunfall querschnittgelähmt. Bei der Kriminalpolizei in Würzburg kann der ehemalige Hundeführer drei Jahre nach seinem Sturz von einem Baum dank moderner Technik seinen Dienst am Computer fortsetzen.

Am 18. Juni 2005 änderte sich das Leben von Uwe Herold von einer Sekunde auf die andere auf tragische Weise. Bei einer Übung sollte der Hundeführer auf einen Baum klettern, um dort vom Hund eines Kollegen aufgespürt zu werden. Herold stürzte vom Baum und schlug mit dem Kopf auf, der heute 36-Jährige verbrachte viele Monate im Krankenhaus.

Die Ärzte befürchteten anfangs, der Polizeihauptmeister würde den Rest seines Lebens an einer Beatmungsmaschine hängen. Drei Jahre nach dem Unfall hat sich Herolds Gesundheitszustand soweit verbessert, dass Unterfrankens Polizeipräsident Helmut Koch ein Versprechen einlösen kann, das er dem Polizeihauptmeister nach der Rückkehr aus der Reha gegen hat. Herold habe „von Anfang an gesagt, dass er Polizist bleiben will“, sagte Koch am Samstag beim Pressetermin mit Innenminister Joachim Herrmann an Herolds neuem Arbeitsplatz bei der Kriminalpolizei. Dort tritt er an einem Computer mit Sprachsteuerung am 1. September seinen Dienst an.

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CSU will wieder "regierungsfähige" Mehrheit

2008-08-26 @ 11:30 in Lokales, Politik

Innenminister in der Kleingartenanlage. Foto (c) P.WötzelGanz im Zeichen des Landtags-Wahlkampfes stand das alljährliche CSU-Sommerfest in der Kleingartenanlage am Hubland: „Wir brauchen am 28. September jede Stimme für eine klare und verlässliche Mehrheit“, sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann am Samstag vor gut 150 Zuhörern.

Sogar eine Abordnung der Senioren-Union aus Suhl war gekommen, um den Innenminister sprechen zu hören. Der stammt zwar aus Erlangen, hat aber Verwandtschaft in Würzburg: „Ich nutze heute die Gelegenheit, meine Tante und meinen Onkel mal wieder zu treffen.“ Das war aber nicht der Hauptgrund für seinen Abstecher nach Würzburg.

Vor der Rede beim CSU-Sommerfest verlieh der Innenminister dem Bundestagsabgeordneten Paul Lehrieder die kommunale Verdienstmedaille in Bronze, danach besuchte er den querschnittgelähmten Polizisten Uwe Herold an seinem neuen Arbeitsplatz bei der Kriminalpolizei.

Dazwischen war Kaffee, Kuchen und eine Wahlkampfrede in der Kleingartenanlage angesagt. In fünf Wochen wählen die Bayern ihren neuen Landtag, und danach möchte die CSU möglichst weiter mit über 50 Prozent der Sitze regieren. „Wir wollen keine Verhältnisse wie im hessischen Landtag, sondern eine regierungsfähige Mehrheit“, so Herrmann.

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YEU-Convention vor dem Dom gefeiert

2008-08-26 @ 11:25 in Lokales

YEU-Party vor dem Dom. Foto (c) P.WötzelSichtlich erschöpft, aber auch sehr zufrieden sind Roland Bege und seine Mitstreiter: 55 junge Menschen aus 21 Ländern waren in den vergangenen drei Wochen bei der deutschen Gruppe von „Youth for Exchange and Understanding“ (YEU) in Würzburg, Glashagen und Berlin zu Gast. Zum Abschluss der internationalen Begegnung präsentierten sich die Teilnehmer am Freitag mit Liedern, Tänzen und Improvisationstheater auf dem Domvorplatz.

Sirtaki, Lieder wie „We are the world“ und pantomimische Szenen, die zum Mitmachen einluden: Die Abschlussveranstaltung der „YEU Convention 2008“ in Deutschland war bunt, fröhlich und sorgte für Aufmerksamkeit bei den Passanten. Auf einer Stellwand hatten die Teilnehmer ihre Gedanken über das dreiwöchige Treffen festgehalten. „Ich dachte, dass alle Leute verschieden sind, aber ich habe mich geirrt: Wir alle sind Menschen“, stand da unter anderem zu lesen. „Wenn verschiedene Kulturen zusammen kommen, können Wunder geschehen“, schrieb ein anderer Teilnehmer.

Damit ist das wichtigste Ziel der „Convention“ erreicht: „Wir haben gemerkt, dass jeder etwas anders tickt“, so Roland Bege.

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SPD-Chef andächtig im Dom-Museum

2008-08-26 @ 11:22 in Lokales, Politik

Lenssen erklärt, Beck hört zu. Foto (c) P.WötzelViele Medienvertreter, kaum neugierige Bürger: Der Besuch des SPD-Vorsitzenden Kurt Beck im Museum am Dom ging am Donnerstag recht unauffällig über die Bühne. Als Abschlussort seiner Sommerreise durch vier Bundesländer habe er Würzburg bewusst gewählt, sagte Beck: „Diese Stadt hat eine große Kulturgeschichte.“ Am Freitag gab der rheinland-pfälzische Ministerpräsident vor der Kulisse von Alter Mainbrücke und Festung dem Nachrichtensender „N24“ ein Interview.

Der SPD-Vorsitzende traf fast auf die Minute pünktlich hinter dem Dom ein. Willkommen geheißen wurde Kurt Beck von Oberbürgermeister Georg Rosenthal und dem Hausherrn des Museums, Domkapitular Jürgen Lenssen. Drei Fernsehteams, zahlreiche Fotografen und wenige Bürger begleiteten den SPD-Chef bei seinem 45-minütigen Rundgang.

Etwas später gesellte sich der Landtags-Spitzenkandidat der bayerischen Sozialdemokraten, Franz Maget, dazu. Die beiden Würzburger SPD-Wahlkämpfer Marco Schneider und Volkmar Halbleib nutzen ebenfalls die Gelegenheit, sich mit ihrem Parteivorsitzenden ablichten zu lassen.

Im Museum redete Beck wenig und zeigte sich sehr interessiert an den Ausführungen des bischöflichen Kunstreferenten. Lenssen erläuterte ausgewählte Ausstellungsstücke und das Konzept des Museums und ließ dabei auch die Auseinandersetzungen um einzelne Kunstwerke nicht aus. Einige Museumsbesucher der Ausstellung "Verloren Himmelsräume" im Untergeschoss waren sichtlich froh, als die Gruppe um den SPD-Chef weiterzog und sie wieder ungestört die Bilder betrachten konnten.

Kurt Beck bedankte sich anschließend bei Lenssen für "eine brillante Führung“. Er sei „in einem besonderen Sinne begeistert“, sagte der SPD-Chef, der auch noch Fragen der Fernsehteams beantwortete. Wahlkampf und Bundespolitik waren dabei kaum ein Thema, Fragen über die internen SPD-Querelen blockte Beck ab. Mit seiner Sommerreise zeigte sich der SPD-Chef zufrieden: „Würzburg ist ein würdiger Höhepunkt.“

 

Eine Schwarze bei den Schwarzen

2008-08-26 @ 11:08 in Lokales, Politik

Jacqueline und Dolmetscher. Foto (c) P.WötzelDie „Seismografen“ an der Parteibasis der CSU haben der Kreisvorsitzende Oliver Jörg und die Landtags-Abgeordneten Barbara Stamm und Walter Eykmann am Freitag im Hofbräu-Keller für langjährige Mitgliedschaft geehrt. 65 Würzburger CSU-Mitglieder haben sich in den vergangenen zwei Jahren die Urkunden und Ehrennadeln für 25-jährige, 40-jährige und 50-jährige Parteizugehörigkeit verdient.

„Auf diesen Termin freue ich mich immer ganz besonders“, sagte der Kreisvorsitzende. Die Geehrten haben sich nach den Worten von Oliver Jörg über Jahrzehnte nachhaltig in der Stadt und den Stadtteilen für die christlichen Grundwerte und das christliche Menschenbild eingesetzt: „Sie sind im gesellschaftlichen Leben fest verwurzelt, ihr Engagement macht eine Volkspartei aus. Wir brauchen sie als Seismografen vor Ort.“

Interessierte Zuhörerin war Jacqueline Bisimwa Murangaza, die in der Demokratischen Republik Kongo eine christlich-demokratische Partei nach dem Vorbild der CSU gegründet hat. „Die CSU ist eine große Partei, die die christlichen Werte in Wirtschaft und Politik etabliert hat. Ein großes Vorbild für uns, wir wünschen uns eine Partnerschaft“, sagte Murangaza.

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FGAG-Chef zu drei Jahren und zehn Monaten Gefängnis verurteilt

2008-08-20 @ 13:48 in Juristisches

Günter W. Grünewald ist gut weggekommen: Wegen 70 Fällen des gewerbsmäßigen Betrugs wurde der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Aschaffenburger Vermögensberatungs- und -verwaltungs-Aktiengesellschaft (FGAG) am Donnerstag vom Würzburger Landgericht zu drei Jahren und zehn Monaten Gefängnis verurteilt. Die 5. Strafkammer blieb damit fünf Monate unter der Strafobergrenze, die sie dem 61-jährigen Bankkaufmann für den Fall eines umfassenden Geständnisses zugesichert hatte.

Dass wir nach unten abweichen, ist außergewöhnlich“, betonte der Vorsitzende Richter Burkhard Pöpperl. Grünewald habe „ein Geständnis ohne Wenn und Aber“ abgelegt und Reue gezeigt. Als die FGAG im Jahr 2000 vor dem Ruin stand und die Anlagen von über 500 Aktionären verloren waren, suchte der Vorstandvorsitzende neue Anleger, denen er Anteile an der Aktiengesellschaft verkaufen konnte.

54 Geschädigte, von der Verkäuferin bis zum ehemaligen Präsidenten eines bekannten westdeutschen Fußballvereins, investierten zwischen Frühjahr 2001 und Herbst 2002 in 70 Fällen insgesamt rund 2,1 Millionen Euro in wertlose FGAG-Aktien. Grünewald hatte den Anlegern vorgespiegelt, es handele sich um eine Anlage mit wenig Risiko und hohen Rendite-Chancen. „Die Aktien waren tatsächlich so gut wie wertlos, das habe ich den Aktionären nicht gesagt. Das war ein Fehler, den ich heute bedauere“, so der 61-Jährige in seinem Geständnis.

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UL-Antrag wendet sich an den falschen Addressaten

2008-08-20 @ 13:44 in Juristisches

Die Glaubensgemeinschaft „Universelles Leben“ (UL) wehrt sich vor Gericht gegen die Behauptung, ihre Gründerin sei früher in psychiatrischer Behandlung gewesen. Das hat ein katholischer Religionslehrer an einer Würzburger Berufsschule in einem Arbeitsblatt geschrieben. Mit einem Antrag beim Verwaltungsgericht Würzburg wollte der UL-Trägerverein den Erlass einer einstweiligen Anordnung erreichen: Darin sollte der Diözese Würzburg untersagt werden, die Behauptung weiter aufstellen zu lassen. Der Antrag wurde abgelehnt, weil er sich nach Ansicht des Verwaltungsgerichts nicht an den richtigen Adressaten richtete.

Nicht der Diözese, sondern der Stadt Würzburg als Träger der Berufsschule muss die Äußerung des Pfarrers zugerechnet werden, so die Richter in einem am Freitag veröffentlichten Beschluss. Gründerin und zentrale Figur des UL ist bekanntlich die „Prophetin“ Gabriele Wittek. Diese sei "öfters in psychiatrischer Behandlung“ gewesen, behauptete ein katholischer Geistlicher in einem Arbeitsblatt, das er im Juli im Religionsunterricht austeilte.

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"Eiswurf" von der Windkraft-Anlage?

2008-08-20 @ 13:38 in Juristisches

Keine Erfolgsaussichten räumt das Verwaltungsgericht Würzburg den Klagen von acht Bürgern und zwei Gemeinden gegen eine Windkraftanlage ein, die in der Nähe des Ochsenfurter Ortsteils Erlach entstehen sollen. Das Gericht verwarf die teilweise seltsamen Argumente der Nachbarn und ordnete auf Angtrag des Investors die sofortige Vollziehbarkeit der immissionsschutzrechtlichen Genehmigung an.

Insgesamt sollen in Erlach vier Windkraftanlagen (WKA) entstehen. Zwei sollen 150 Meter, zwei weitere 180 Meter hoch werden. Die beiden Letztgenannten rufen besorgte Nachbarn auf den Plan. Ochsenfurts Nachbargemeinden Eibelstadt und Randersacker befürchten eine Verunstaltung von Orts- und Landschaftsbild. Sogar aus mehreren Kilometern Entfernung, von der Festung Marienberg in Würzburg aus, würden die WKA noch zu sehen sein, so das Argument der Gemeinden.

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Haderthauer fordert Engagement und Einsatz im Wahlkampf

2008-08-06 @ 13:06 in Lokales, Politik

CSU-Generalin. Foto (c) P.WötzelStatt in einem im CSU-Landtagswahlkampf anderswo üblichen verräucherten Bierzelt empfing Landtags-Direktkandidat Oliver Jörg seine Generalsekretärin am Montag unter freiem Himmel. Christine Haderthauer nahm es mit Freude zur Kenntnis und warb im Biergarten des Pane é Vino bei ihren Parteigenossen für großes Engagement bis zum 28. September.

„Wo fünf Leute beeinander stehen, da wird ab sofort Wahlkampf gemacht“, forderte die 45-Jährige. Sie ist die erste Frau in der über 60-jährigen Geschichte der CSU und fühlt sich offenbar sehr wohl dabei: „Dieses Amt ist für mich gemacht worden.“ Die Vorzüge Würzburgs kennt Haderthauer, seit sie vor über zwanzig Jahren hier studierte, ihr erstes Kind zur Welt brachte und in die CSU eintrat. „Zentrale Ereignisse meines Lebens verbinden mich mit Würzburg, ich komme immer wieder gerne hierher“, sagte sie. Auch von einer kurzen Unterbrechung mitten in ihrer Rede ließ sie sich nicht aus dem Konzept bringen. Im Restaurant gab es einen Stromausfall, ein Techniker der Stadtwerke musste deshalb auch der CSU-Generalsekretätin für ein paar Minuten den Saft abdrehen.

Im Wahlkampf müsse es vor allem darum gehen, die „Markenkerne“ der CSU herauszuarbeiten, sagte Haderthauer. Leistung muss sich wieder lohnen, die Bürger müssen steuerlich entlastet und die Pendlerpauschale wieder eingeführt werden. Ähnliche Sätze sprach schon der CSU-Landtagsfraktionsvorsitzende Georg Schmid vor zwei Wochen, und auch Innenminister Joachim Herrmann (am 23. August beim CSU-Sommerfest am Hubland) sowie Parteichef Erwin Huber und Ministerpräsident Günter Beckstein (bei der Abschlusskundgebung am 23. September auf dem Unteren Markt) werden sie voraussichtlich wiederholen.

Im Gegensatz zu Schmid, der die politische Konkurrenz nur in einem einzigen Satz erwähnt hatte, ließ Haderthauer kein gutes Haar an Grünen, „Sozis“, Linken und Freien Wählern. Wo SPD und/oder Grüne an der Regierung beteiligt seien, finde man immer mehr Arbeitslosigkeit, mehr Schulden, mehr Armut und eine schlechtere Bildung als in unions-regierten Bundesländern.

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Grünewald legt Geständnis ab - Vier Jahre drei Monate Strafobergrenze

2008-08-06 @ 13:04 in Juristisches

Nach Vorgesprächen zwischen Staatsanwaltschaft, Verteidigung und Gericht hat der Prozess gegen Günter W. Grünewald am Dienstag mit einem Geständnis begonnen. Der 61-jährige ehemalige Vorstandsvorsitzende der Aschaffenburger Vermögensberatungs- und -verwaltungs-Aktiengesellschaft (FGAG) hat eingeräumt, 54 Anlegern entscheidende Tatsachen vorenthalten und sie um rund 2,1 Millionen Euro geschädigt zu haben. Als Gegenleistung für ein „umfassendes und glaubhaftes Geständnis“ hatte das Würzburger Landgericht dem 61-Jährigen eine Strafobergrenze von vier Jahren und drei Monaten Gefängnis zugesichert.

Der so genannte „Deal“ zwischen den Prozessbeteiligten führt dazu, dass das Urteil gegen Grünewald möglicherweise schon am morgigen Donnerstag verkündet werden kann. Im Zentrum der Anklage stehen 70 Fälle des gewerbsmäßigen Betrugs. Grünewald nannte einen Grund für seine Straftaten: „Ich wollte alles tun, um die Firma zu erhalten und die Gelder der Aktionäre auf mittlere und lange Sicht retten. Ich habe dabei auch mein ganzes Privatvermögen verloren“, so der 61-Jährige. 1991 hängte er seinen Job als Bankdirektor in frankfurt an den Nagel, um die FGAG zu gründen.

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Anlagebetrug mit wertlosen Namensaktien?

2008-08-04 @ 11:10 in Juristisches

Es geht um 71 Fälle des Betrugs, Insolvenzverschleppung und Verletzung der Buchführungspflicht: Nach über sieben Monaten Untersuchungshaft muss sich Günther W. Grünewald von Dienstag an vor dem Würzburger Landgericht verantworten. Der 61-jährige ehemalige Vorstandsvorsitzende der Aschaffenburger Vermögensberatungs- und -verwaltungs-Aktiengesellschaft (FGAG) soll zahlreiche Aktionäre getäuscht und trotz Zahlungsunfähigkeit der AG keinen Insolvenzantrag gestellt haben.

1991 gegründet, vermittelte die FGAG zunächst Geldanlagen. Im Jahr 2000 gab sie der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) ihre Zulassung zurück, die vom Vorstandsvorsitzenden Günther W. Grünewald und dem Aufsichtsratsvorsitzenden Rechtsanwalt Gisbert Eser geführte Aktiengesellschaft konzentrierte sich von da an auf die Verwaltung des eigenen Vermögens. Offenbar eher schlecht als recht: Spätestens nach der Börsenkrise 2001/2002 geriet die Firma in ernste finanzielle Schwierigkeiten, schon seit 1999 soll sie kontinuierlich Verluste erlitten haben.

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Nautiland-Sanierung kostet mindestens 12 Millionen Euro

2008-08-04 @ 10:58 in Lokales, Politik

Fast leeres Nautiland.Gebäude und Technik sind alt und mehr als marode, die Besucherzahlen gehen zurück, die Wasserflächen sind zu groß: Voraussichtlich noch in diesem Jahr wird sich der Stadtrat mit der Zukuinft des Familienbades Nautiland beschäftigen. Mindestens 12 Millionen Euro, so schätzt Stadtbau-Chef Hans Sartoris, würde eine ordentliche Sanierung kosten. Geprüft wird derzeit auch ein Neubau am Dallenberg.

Die Wahlkampf ist vorbei, jetzt werden sich alte und neue Stadtratsmitglieder an ihren Versprechungen messen lassen müssen: Quer über alle Parteien und Gruppierungen wurde vor der Kommunalwahl zugesagt, sich für den Erhalt eines Familienbades in Würzburg einsetzen zu wollen.

Die Zellerauer Aktionsgemeinschaft für den Erhalt von Nautiland und Eisbahn sorgt dafür, dass das Thema nicht von der Tagesordnung verschwindet. Von Hans Sartoris, Geschäftsführer des Nautiland-Betreibers Stadtbau und Badleiter Reinhold Schnarr ließ sich das Bündnis am Freitag auf Einladung der Zellerauer SPD vor Ort über den aktuellen Zustand informieren.

Ein paar Fakten vorneweg: Im Jahr 2000 zählte das Nautiland noch rund 390.000 Besucher, in den vergangenen drei Jahren hat sich die Zahl bei etwa 290.000 eingependelt. Das jährliche Defizit, das als Betriebskostenzuschuss aus dem städtischen Haushalt bezahlt werden muss, betrug 2005 noch 520.000 Euro, im letzten Jahr 650.000 Euro, 2006 sogar 695.000 Euro. Die Energiekosten steigen stetig, in diesem Jahr wird die Stadtbau wohl über 100.000 Euro mehr als 2007 (da waren es rund 550.000 Euro) für Wasser, Heizung und Strom ausgeben müssen. Für die notdürftige Instandhaltung inklusive Dachreparatur der Schwimmhalle wurden in den letzten drei Jahren 330.000 Euro ausgegeben.

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Hochwasserschutz wird länger und teurer

2008-08-04 @ 10:54 in Lokales, Politik

Neue Hochwasserschutzzone.Der Hochwasserschutz am Würzburger Mainkai wird länger und vor allem erheblich teurer als ursprünglich geplant: Rund 3,8 Millionen Euro mehr muss die Stadt in den kommenden drei Jahren dafür ausgeben. Der Stadtrat akzeptierte diese Nachricht von Baureferent Christian Baumgart und Stadtkämmerer Christian Schuchardt und beschloss mit großer Mehrheit, die Bauarbeiten fortzusetzen.

Die Hochwasserschutzmaßnahmen im Bereich zwischen der historischen Alten Mainbrücke und der Löwenbrücke werden seit drei Jahren vom Freistaat Bayern ausgeführt, die Stadt beteiligt sich mit einem Drittel an den Gesamtkosten. Im Vergleich zur Kostenschätzung aus dem Jahr 2005 hat sich das Gesamtvolumen der Maßnahme inzwischen allerdings um mehr als die Hälfte von 14,2 Millionen Euro auf 23 Millionen Euro erhöht.

Gründe dafür sind unter anderem der um das dreifache gestiegene Stahlpreis, die Erhöhung der Kosten für Bodenentsorgung und die ständig steigenden Energie- und Spritkosten, die die Baufirmen an ihre Auftrageber weitergeben. Eine Steigerung der reinen Straßenbaukosten um 30 Prozent liege im zurzeit üblichen Rahmen der Branche, teilte die Verwaltung dem Stadtrat mit.

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Gaspreise steigen zum 1. Dezember erneut

2008-08-04 @ 10:44 in Lokales, Politik, Linie 6

WVV-Straba vor dem Dom.Nach 10,6 Millionen Euro Konzessionsabgaben und 2,6 Millionen Euro Gewerbesteuer hat die Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH (WVV) im vergangenen Jahr auch noch zwei Millionen Euro Gewinn für den Haushalt der Stadt erwirtschaftet. „Unter dem Strich bin ich zufrieden“, sagte Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender Georg Rosenthal bei der Bilanzpressekonferenz. Schlecht für die WVV-Kunden: Auf sie kommt voraussichtlich am 1. Dezember erneut eine spürbare Erhöhung der Gaspreise zu. „Wir gehen von 10 bis 20 Prozent aus“, so WVV-Geschäftsführer Norbert Menke.

Die Gründe liegen auf der Hand: Die Preisexplosion auf dem Gasmarkt muss auch die WVV an die Endverbraucher weitergeben. Forderungen von Politikern nach einem günstigen Tarif für sozial Schwache erteilten Rosenthal, Menke und dessen Geschäftsführer-Kollege Thomas Schäfer eine klare Absage. Die meisten öffentlichen Äußerungen zu diesem Thema seien reiner Populismus: „Es ist allein die Aufgabe des Staates, den steigenden Preisen im Rahmen der Transferleistungen Rechnung zu tragen“, sagte Menke. Auch Rosenthal hält es für notwendig, die Höhe der Sozialleistungen zu überprüfen. Die WVV müsse leistungsfähig bleiben, so der OB.

Er hob die Bedeutung des Konzerns mit seinen 1.300 Mitarbeitern für Stadt und Region hervor. Neben Gewinnen, Steuern und Konzessionszahlungen für den städtischen Haushalt schultert der Konzern den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) mit einem jährlichen Defizit von rund 18 Millionen Euro. „Auch das ist eine Leistung für die Stadt“, so Rosenthal. 30 Millionen Euro steckt das Kommunalunternehmen in den Ausbau des eigenen Heizkraftwerks durch eine zweite Gas- und Dampfturbine und steigt damit zum drittgrößten kommunalen Stromerzeuger in Bayern auf.

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