Goppel bei Hochschul-Diskussion unter Beschuss
Sichtlich genervt war Wissenschaftsminister Dr. Thomas Goppel nach einer zweistündigen Podiumsdiskussion über die bayerische Hochschulpolitik am Montag in der Stadtmensa. Die Vorwürfe in Richtung Staatsregierung kamen von allen Seiten, Goppel war auf sich alleine gestellt. Am Ende lieferte er sich ein kurzes, aber heftiges Wortgefecht mit einem unhöflichen Zuhörer.
„Eine Unverschämtheit“, brüllte der junge Mann dem Minister hinterher, der – wie vorher auch angekündigt – nach gut zwei Stunden den Saal verließ, um seinen Zug nach München zu erreichen. Goppel machte auf dem Absatz kehrt und geigte dem Schreihals die Meinung. Auch vor dem Gebäude ging die Auseinandersetzung noch kurz weiter, bevor der Minister sich in seiner Dienstlimousine zum Bahnhof fahren ließ.
„Er war heute nicht gut in Form“, stellten mehrere Zuhörer anschließend fest. Tatsächlich verfinsterte sich Goppels Miene zusehends, als er während der zwei Stunden immer wieder von allen Seiten kritisiert wurde. Mit ihm auf dem Podium saßen vor nur knapp hundert Zuhörern die Landtagsmitglieder Adelheid Rupp (SPD) und Ulrike Gote (Bündnis 90/Grüne), die nicht mit Angriffen auf die Staatsregierung sparten.
„In den Jahren 2003 bis 2007 haben wir das, was notwendig war, nicht getan“, räumte Goppel im Verlauf der Diskussion ein. Es bestehe ein Investitionsbedarf von drei bis vier Milliarden Euro an Bayerns Hochschulen: „Das ist in zehn Jahren zu erledigen, wir haben dafür pro Jahr 300 bis 400 Millionen Euro zur Verfügung.“ Für die Uni Regensburg, deren Einrichtungen in einem besonders schlechten Zustand sind, wurde ein Sonderprogramm aufgelegt. Aber auch an der Uni Würzburg herrschen teilweise marode Zustände, wie ein von Studenten gedrehtes Video, das auch schon in der Sendung „Südwild“ des Bayerischen Fernsehens ausgestrahlt wurde, in eindrucksvollen Bildern zeigte.
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TC Weiß-Blau mitten drin im Abstiegskampf
Jetzt wird es richtig eng für die Tennis-Frauen des TC Weiß-Blau Würzburg in der Regionalliga. Am Sonntag gaben sie trotz 4:2-Führung nach den Einzeln den Sieg im Heimspiel gegen Spitzenreiter GW Luitpoldpark München noch aus der Hand. Alle drei Doppel gingen verloren, der TC Weiß-Blau bleibt nach der 4:5-Niederlage nach vier von sechs Partien der Medenrunde ohne Punkt auf dem letzten Tabellenplatz.
Dabei lief gegen die ungeschlagenen Gäste zunächst alles nach Plan. Zwar unterlag Würzburgs Nummer zwei Lisa Summerer (Österreich) nach einer dreistündigen Hitzeschlacht und großem Kampf in drei Sätzen.
Doch im Anschluss machte Spitzenspielerin Petra Russegger kurzen Prozess mit ihrer Gegnerin: Die österreichische Vizemeisterin siegte gegen Kristina Steiert glatt mit 6:2 und 6.1. Die dritte Österreicherin in Reihen des TC Weiß-Blau, Jennifer Schmidt, drehte ihr Einzel nach einem 0:4-Rückstand im dritten Satz und holte den Punkt für Würzburg.
Ihren ersten Einzel-Sieg in der Regionalliga feierte auch Aline Staudt. „Bei meinen Niederlagen habe ich besser gespielt“, sagte die 16-jährige Kitzingerin hinterher selbstkritisch.
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Frankreich schlägt Deutschland in Würzburg mit 1:0
Deutschland gegen Frankreich beim ETSV Würzburg - mit einem Länderspiel der Studentinnen-Nationalmannschaften hat am Samstag das Projekt Frauenfußball in Würzburg begonnen.
Uns so kommts: Frauen-Bayernligist TSV Uengershausen ist mit allen seinen Mannschaften zum ETSV gewechselt und will in Würzburg durchstarten.
Hochkarätige Neuzugänge, darunter vier aktuelle Erstliga-Spielerinnen, sollen dafür sorgen, dass bereits am Ende der ersten Bayernliga-Saison der Aufstieg in die Regionalliga steht. Mittelfristig wollen die Verantwortlichen Würzburgs Sportstudenten für den ETSV begeistern und auf dem Platz an der Mergentheimer Straße einen Zweitligisten etablieren.
Einen kleinen Vorgeschmack gab es am Samstag vor rund 300 Zuschauern bereits: Zunächst fertigten die Bayernliga-Frauen die Würzburger Studentinnen mit 4:2 ab, dann siegte Frankreich gegen eine ersatzgeschwächste deutsche Mannschaft knapp mit 1:0.
„Wir waren durch unser intensives Trainingslager einfach platt. Ein Unentschieden wäre schön, aber nicht verdient gewesen“, sagte Deutschlands Trainer Norbert Düwel nach der Partie.
Angeklagter muss zur Einstellung des Verfahrens überredet werden
Fast zu seinem Glück zwingen musste Strafrichter Thomas Behl am Montag einen 48-jährigen Gastwirt, der sich wegen fahrlässiger Brandstiftung vor dem Amtsgericht Würzburg verantworten musste. Der Angeklagte musste erst dazu überredet werden, eine Einstellung des Verfahrens gegen Zahlung von tausend Euro Geldbuße zu akzeptieren. Dadurch hat er mehrere tausend Euro gespart.
Dass der 48-Jährige ein Mitverschulden an dem Feuer hat, das am Nachmittag des 3. Februar 2007 in der Küche seines Speiselokals in der Innenstadt ausbrach, daran hatte Behl nach den Ausführungen von gleich zwei Sachverständigen keinen Zweifel. Zwar stritten sich die beiden Gutachter vor Gericht um die Ursache für das Feuer, bei dem ein Gebäude- und Sachschaden von rund 50.000 Euro entstand. In beiden Fällen treffe der Angeklagte aber auf jeden Fall ein geringes Verschulden.
„Sie kommen hier nicht ungeschoren weg“, betonte Behl. Im Strafbefehl, gegen den der Gastwirt Einspruch eingelegt hatte, war er zu 2.400 Euro Geldstrafe (60 Tagessätze von 40 Euro) verurteilt worden. Bei einer Verurteilung hätte er außerdem die nicht unerheblichen Verfahrenskosten tragen müssen. Trotzdem taten sich der 48-Jährige und seiner Ehefrau schwer, die Geldbuße zu akzeptieren. „Dann bekommen unsere vier Kinder halt nichts mehr zu essen“, meinte die Frau.
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Die SPD will Franken nach vorne bringen
18 von 41 Mitgliedern der aktuellen SPD-Landtagsfraktion kommen aus Franken. Grund genug für die nordbayerische Abteilung der Sozialdemokraten, mit ihrer dritten Franken-Konferenz am Freitag in Würzburg „die fränkischen Stärken zu zeigen und auszubauen. Wir wollen Franken in Bayern an die Spitze setzen“, so die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Susann Biedefeld (Coburg).
„Bayern, aber gerechter“ lautet das Motto der bayerischen Sozialdemokraten. Die fränkischen Abgeordneten gehen noch einen Schritt weiter und setzen sich gemeinsam für die Chancengleichheit von Nord- und Südbayern ein. „Der Süden wächst, der Norden schrumpft“, teilten sie gestern der Presse mit: Ober- und Unterfranken müssen bis zum Jahr 2025 mit einem Bevölkerungsrückgang von 15 Prozent rechnen. Diese Entwicklung soll verhindert werden. Die Veranstaltung in Würzburg war bereits die dritte Franken-Konferenz der SPD-Fraktion, nach Mittel- und Oberfranken in den vergangenen beiden Jahren war jetzt Unterfranken an der Reihe.
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Hysterischer Anfall vor Gericht kostet 150 Euro
Ihr Nervenkostüm nicht im Griff hat offenbar eine 44-jährige Würzburgerin: Erst wurde sie in einem Geschäft in der Semmelstraße ausfällig, dann schrie sie im Strafprozess vor dem Amtsgericht so laut herum, dass der Richter ihr ein Ordnungsgeld aufbrummte. Wegen Beleidigung einer Verkäuferin wurde sie am Mittwoch zu 800 Euro Geldstrafe verurteilt.
Am Ende platzte dem Richter endgültig der Kragen: „Halten sie den Mund!“, herrschte er die Angeklagte an. Auf ihre Verurteilung zu 40 Tagessätzen von 20 Euro Geldstrafe hatte die Frau hysterisch reagiert und den Vorsitzenden während der Urteilsbegründung trotz mehrfacher Warnung angeschrien: „So eine Gemeinheit! Die Ungerechtigkeit am Gericht kotzt mich an!“ 150 Euro, ersatzweise fünf Tage Ordnungshaft, sprach der Richter daraufhin zusätzlich zur Geldstrafe aus. „Jetzt nehme ich mir einen Anwalt!“, antwortete die Frau lautstark. Das hätte sie besser schon vor der Verhandlung getan, dann wäre die Eskalation wahrscheinlich vermieden worden.
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Trennung nicht akzeptiert
Dringend erwachsen werden muss ein 24-jähriger Würzburger, der die Trennung von seiner Freundin nicht verwinden konnte. Um die Studentin zurückzubekommen, terrorisierte er sie mehrere Monate lang und überschritt dabei immer wieder die erlaubten Grenzen. Unter anderem wegen Freiheitsberaubung, Bedrohung, Nötigung, Sachbeschädigung und Straßenverkehrsgefährdung wurde er vom Amtsgericht zu sieben Monaten Gefängnis auf Bewährung verurteilt.
Für den 24-Jährigen war alles nicht so schlimm: „Er verharmlost die Taten und legt sich seine eigene Wahrheit zurecht“, sagte Strafrichterin Gudrun Helm. Die Aussage seiner Ex-Freundin zeichnete ein wenig schmeichelhaftes Bild des Angeklagten: Sie hatte Schluss gemacht, weil er gegen ihren Willen einen Handy-Vertrag auf ihren Namen abgeschlossen hatte. Die Trennung wollte der junge Mann nicht akzeptieren. Wenn er die Studentin aus Kitzingen nur mit Anrufen und SMS drangsaliert hätte, wäre alles nicht so schlimm gewesen.
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Auch nach Geständnis keine Bewährung für Sextäter
Böse Überraschung für einen 38-Jährigen vor der Berufungskammer des Landgerichts: Obwohl der ehemalige Haustechniker am Dienstag in zweiter Instanz ein Geständnis ablegte, erhielt er auch von der 3. Strafkammer keine Bewährungschance. Wegen sexueller Nötigung und Vergewaltigung einer Reinigungskraft soll er zwei Jahre und zwei Monate im Gefängnis sitzen.
Es stand Aussage gegen Aussage, aber schon bei der Verhandlung der ersten Instanz Mitte Dezember glaubte das Amtsgericht ohne Einschränkung dem 28-jährigen Opfer (wir berichteten). Die stark lernbehinderte junge Frau, die im „Science Park“ im Gewerbegebiet Ost als Putz-Helferin eingesetzt war, zeigte in ihrer Aussage zwar leichte Unsicherheiten, schilderte die entscheidenden Punkte aber auf überzeugende Art und Weise.
„Es gibt viele Anhaltspunkte dafür, dass ihre Aussage richtig war“, sagte deshalb die Vorsitzende der Berufungskammer, Richterin Helga Müller, gleich zu Beginn zum Angeklagten. Es sei wohl besser, ein Geständnis abzulegen, statt eine höhere Strafe als die zweieinhalb Jahre aus der ersten Instanz zu riskieren.
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Im Rausch mit Gasflasche und Streichhölzern hantiert
Weil er im Rausch beinahe sein Haus mit Hilfe einer Propangasflasche gesprengt hätte, musste sich ein Rentner aus dem Kreis Kitzingen an seinem 47. Hochzeitstag vor dem Würzburger Amtsgericht veantworten. Der 70-jährige alkoholkranke Winzer wurde gestern zu einem Jahr Gefängnis auf Bewährung verurteilt.
„Ich würde doch nie mein eigenes Haus in die Luft sprengen!“, sagte der 70-Jährige am Montag vor Gericht. So sieht er es heute, denn seit seiner Tat am 10. November 2006 hat er eine erfolgreiche Langzeit-Therapie hinter sich und ist seit über einem Jahr abstinent.
Am Tag der Tat war es anders: Nach eigenen Angaben hatte der Rentner an diesem Vormittag mehr als eine halbe Flasche Schnaps und zahlreiche Tabletten zu sich genommen, als er in unmittelbarer Nähe des geöffneten Ventils einer Propangasflasche zwei Streichhölzer entzündete. Seine Ehefrau und seine Tochter waren zu diesem Zeitpunkt ebenfalls im Haus. Was den Angeklagten zu der Tat trieb, blieb vor Gericht im Dunkeln. Frau und Tochter machten von ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch, der Rentner berief sich auf Erinnerungslücken.
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Würzburger Negativ-Ausstellung verlief positiv
Eine positive Bilanz hat die Bürgerinitiative (BI) „Ringpark in Gefahr“ am Ende ihrer Ausstellung „Blicke auf Würzburg“ gezogen. „Der Zuspruch war erstaunlich groß“, sagte Dr. Suse Schmuck, die die Foto-Schau zusammen mit fünf BI-Mitstreitern konzipiert hat.
Einige positive Beispiele für die Würzburger „Stadtmöblierung“ waren auch zu sehen, die unschönen Bilder waren aber deutlich in der Überzahl. Mit Graffiti verzierte Altglas-Container vor historischen Gebäuden, trockengelegte und vernachlässigte Brunnen, Mülltonnen und gelbe Säcke auf offener Straße, grelle Werbung auf zahlreichen Stromkästen zeigten die Bilder, die einen Monat lang im „Treffpunkt Architektur“ in der Herrenstraße zu sehen waren.
„Diese Auswüchse sind ein Abbild unserer Gesellschaft. Wir alle müssten besser sehen lernen“, sagte Treffpunkt-Sprecher Ulrich Pfannschmidt. Ihm kam beim Betrachten der Bilder der Stall des Augias in den Sinn, den Herkules in der griechischen Sage durch das Umleiten eines Flusses ausmistete. „Manches in Würzburg ist ein Saustall“, sagte Pfannschmidt.
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Wahlkampf mit Jung und Alt und Polizei
Mit dem Konflikt zwischen junger und älterer Generation und der Sicherheitslage in Würzburg beschäftigten sich die beiden SPD-Landtagskandidaten Marco Schneider (Würzburg-Stadt) und Volkmar Halbleib (Würzburg-Land). Als sachverständigen Gast begrüßten sie den Vizepräsidenten des Bayerischen Landtags, Professor Dr. Peter Paul Gantzer.
Gantzer ist als langjähriger sicherheitspolitischer Sprecher der Landtags-SPD und Autor des Buches „Alt ist was?“ Experte in beiden Bereichen. Beim Besuch der drei Polizei-Inspektionen Würzburg-Ost, Würzburg-West und Würzburg-Land ergab sich für den einzigen „roten“ ehrenkommissar der bayerischen Polizei ein insgesamt positives Bild. Mit insgesamt 7.900 straftaten im vergangenen Jajhr liege Würzburg bei den Großstädten im unteren Bereich, gleichzeitig liege die Aufklärungsquote durch die Polizei mit rund 68 Prozent noch über dem bayerischen und weit über dem Bundesdurchschnitt: „Der Würzburger lebt in einer sehr sicheren Großstadt“, stellte Gantzer fest.
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Bürgerversammlung vertagt sich nach dreieinhalb Stunden
Volle dreieinhalb Stunden dauerte die Bürgerversammlung am Dienstag in Heidingsfeld, und trotzdem konnten nicht alle wichtigen Themen besprochen werden. Über den Marktplatz im „Städtle“ soll in einer eigenen Versammlung diskutiert werden, nachdem die Situation der Jugendlichen im Stadtteil, der A3-Ausbau und der Lärmschutz der Deutschen Bahn viel Zeit in Anspruch nahm.
Seine erste Bürgerversammlung im neuen Amt war ein Heimspiel für Oberbürgermeister Georg Rosenthal. Er wohnt selbst in Heidingsfeld und kennt die Probleme vor Ort besonders gut. „Gegen den Güterverkehr der Bahn ist die Autobahn fast eine Flüsterstrecke“, weiß Rosenthal. Eingeladen war Franz Poschenrieder von der „DB Projektbau GmbH“, die für den Lärmschutz entlang der Bahnstrecken zuständig ist.
Was er den 300 Bürgern zu sagen hatte, sorgte nicht gerade für gute Stimmung im voll besetzten Radlersaal. Selbst wenn alles optimal läuft, wird es wohl noch bis zu sieben Jahre dauern, ehe die geplanten „aktiven Lärmschutzmaßnahmen“ in die Tat umgesetzt werden. „Ziemlich schlechte Nachrichten. Es ist unbefriedigend, was sie uns vorgestellt haben“, sagte Rosenthal.
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"Cordoba ist nah!", warnt Örny Luksch
Österreicher sind offenbar echte Diplomaten: Weder Stadträtin Regine Samtleben noch Schlagzeuger Ernst „Örny“ Luksch wollen sich vor dem heutigen entscheidenden Gruppenspiel bei der Europameisterschaft zwischen Deutschland und ihrem Heimatland Österreich auf einen persönlichen Favoriten festlegen.
Regine Samtleben wurde in Ravensburg als Tochter eines Österreichers und einer Deutschen geboren. Mit der Alpenrepublik verbinden sie eine entfernte Verwandtschaft, zahlreiche Urlaube, das Skifahren und ihre österreichische Staatsangehörigkeit. „Wien ist eine meiner Traumstädte in Europa“, sagt die 65-Jährige, die seit 1996 für die Freie Wählergemeinschaft im Stadtrat sitzt.
In Wien geht es für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft heute abend im Duell gegen Gastgeber Österreich um den Einzug ins Viertelfinale der Europameisterschaft. „Ich bin zwar keine Fußball-Expertin, aber große Spiele sehe ich mir gerne an“, sagt Regine Samtleben.
Von den aktuellen österreichischen Nationalspielern kennt sie keinen einzigen beim Namen. Wem sie heute abend die Daumen drückt, wird sich wohl erst nach dem Anpfiff entscheiden. „Ich bin noch hin- und hergerissen. Normalerweise bin ich für die Schwächeren.“
Das wäre in diesem Fall wohl Österreich. „Aber wenn Deutschland genauso schlecht spielt wie gegen Kroatien, dann müsste ich ihnen die Daumen drücken.“ Ihre vier Kinder, alle in Würzburg geboren, sind für einen Sieg der deutschen Mannschaft.
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Daxenberger: "Da geht was!"
Erstmals ein zweistelliges Ergebnis wollen die bayerischen Grünen bei der Landtagwahl am 28. September erreichen. „Ich habe ein sehr gutes Gefühl: Bei dieser Wahl geht was!“, sagte der bayerische Spitzenkandidat und grüne Landesvorsitzende Sepp Daxenberger am Freitag in Würzburg.
Der Wahlkampf-Auftakt der Würzburger Grünen fand vor etwa 40 Zuhörern im Nebenzimmer des „Erdinger Weißbräu“ in der Pleich statt. Frisch gestärkt mit Braten, Knödel und Weißbier verbreitete Sepp Daxenberger eine gehörige Portion Optimismus.
Bisher waren die Landtagswahlen wegen der CSU-Vorherrschaft langweilig, diesmal könnte es interessant werden, meinte der Bio-Landwirt und ehemalige Bürgermeister von Waging am See: „Es könnte möglich sein, die CSU unter 50 Prozent zu bringen. Damit können wir unsere Anhänger mobilisieren.“ Daxenberger war eine Woche zuvor mit 93 Prozent der Stimmen zum Landtags-Spitzenkandidaten der bayerischen Grünen gekürt worden.
Trotz seines ausgeprägten oberbayerischen Dialekts konnte sich der 46-Jährige, der für die Grünen schon zwischen 1990 und 1996 im Landtag saß, bei seinen Würzburger Parteifreunden gut verständlich machen.
Die CSU habe ein Glaubwürdigkeitsproblem und „ein katastrophales Führungsduo“, so Daxenberger. Die Grünen dagegen haben Antworten auf alle wichtigen Probleme, „auch wenn diese Antworten nicht immer bequem sind“.
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Ein paar Fans wollen trotz Niederlage Party machen
Die Euphorie vor dem Anpfiff war groß, die Enttäuschung nach dem Spiel auch: Viele tausend Würzburger haben gestern beim „Public Viewing“ gemeinsam mit der deutschen Nationalmannschaft gelitten. Nach der Niederlage gegen Kroatien blieb die „Fanmeile“ Sanderstraße weitgehend leer.
Schon eine Stunde vor dem Anpfiff war auf den Straßen und in den Kneipen jede Menge los. Deutschland-Trikots, Schals, schwarz-rot-goldene Girlanden beherrschten das Bild, alle waren auf dem Weg zu einem Bildschirm, um den zweiten Auftritt der Deutschen bei der Europameisterschaft zu erleben.
Wer erst um 17.30 Uhr in die Stadtmensa kam, war viel zu spät: Alle guten Plätze waren längst vergeben, im Saal und anderen Räumen drängten sich über zweitausend Menschen in Erwartung des Spiels. Bei Pommes „rot-weiß“ und Flaschenbier sorgten sie mit Gesängen und „Deutschland, Deutschland“-Sprechchören für echte Stadionatmosphäre. Bei der Nationalhymne standen alle auf und sangen gemeinsam – Gänsehaut-Feeling.
Zu Beginn des Spiels dann Begeisterung pur: Jede gelungene Aktion wurde frenetisch bejubelt. Zehn Minuten nach dem Anpfiff waren die Gesänge und Anfeuerungsrufe verstummt, Stadionatmosphäre kam nur noch aus den Lautsprechern.
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Schwarzbau ohne Chance
Keine Chance hatte ein Schwarzbau an der „Rimparer Steige“ in Grombühl am Donnerstag vor dem Verwaltungsgericht: Drei Klagen der Bauherren gegen Zwangsmaßnahmen der Stadt Würzburg wurden kostenpflichtig abgewiesen.
Fest steht: Die beiden Kläger haben sich bei ihrem Vorhaben auf ihrem Grundstück mit der Flurnummer 5149 mehrfach nicht an die Vorgaben einer im Juni 2004 beantragten Baugenehmigung gehalten. Genehmigt waren drei Stellplätze mit Stützmauern und Toranlage sowie eine Treppe. Schon ein Jahr nach Erteilung der Baugenehmigung verfügte die Bauaufsicht unter Androhung von Zwangsgeld die Einstellung der Bauarbeiten.
Im Juni 2007 wurden die Bauarbeiten per Bescheid erneut eingestellt. Bei einer Baukontrolle im vergangenen November wurde die Baustelle schließlich sogar teilweise versiegelt. All das, weil sich die Bauherren „nachhaltig gegen die Rechtsordnung auflehnen“, betont der Leiter der städtischen Bauaufsicht, Wolfgang Stingl.
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Uni-Juristin muss nicht das Sportzentrum leiten
„Faktisch beschäftigungslos“ ist eine Spitzenbeamtin der Universität Würzburg bei ihrer neuen Aufgabe als Leiterin des Uni-Sportzentrums. Das hat das Würzburger Verwaltungsgericht festgestellt: Die 46-jährige Leitende Regierungsdirektorin hatte sich mit einer Klage gegen ihre Umsetzung auf die fachfremde Position zur Wehr gesetzt und weitgehend Recht bekommen. Die 1. Kammer des Verwaltungsgerichts hat die Universität verurteilt, die Juristin „amtsangemessen“ zu beschäftigen.
Gut zehn Jahre lang war die Klägerin ständige Vertreterin des Uni-Kanzlers. Anfang Oktober trat sie zudem ein neues Amt als Leiterin der Abteilung 1 (Hochschulplanung und innere Organisation) an, die zum Geschäftsbereich von Uni-Präsident Professor Dr. Axel Haase gehört. Schon wenige Wochen später erklärte Haase, das Vertrauensverhältnis zu seiner Abteilungsleiterin sei gestört. Es folgte die Versetzung der Juristin an das Universitäts-Sportzentrum (wir berichteten). Ohne die erforderliche sportwissenschaftliche und sportpädagogische Ausbildung wollte die 46-Jährige die Leitung des Sportzentrums nicht übernehmen und klagte gegen die Versetzung. Anfang des Jahres wurde ihr Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung vom Verwaltungsgericht als unbegründet zurückgewiesen, die Beamtin musste die neue Stelle zunächst antreten.
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Familie Horvat unterstützt Dreutschland und Kroatien
Wenn bei der Fußball-Europameisterschaft das deutsche Team heute abend um 18 Uhr auf Kroatien trifft, ist das für die Familie Horvat aus Würzburg ein ganz besonderes Spiel. Hans Horvat ist Kroate und wünscht sich einen Sieg für sein Geburtsland. Seine deutsche Ehefrau Susanne unterstützt Michael Ballack und Co. auf dem Weg ins Viertelfinale.
Am 17. Juli 2009 kann Hans Horvat ein rundes Jubiläum feiern: Dann ist es genau dreißig Jahre her, dass der Kroate den „Luisengarten“ übernahm. Dass das Restaurant von einer deutsch-kroatischen Familie geführt wird, erkennt man schon von der Straße aus an den Fahnen der beiden Nationen über dem Aufgang zur Terrasse an der Martin-Luther-Straße. „Seit 40 Jahren bin ich in Deutschland, ich fühle mich in Würzburg zuhause“, sagt der 58-jährige Gastronom.
In sein Geburtsland fährt er noch alle zwei Jahre in den Urlaub. Wenn aber die Nationalmannschaft Kroatiens gegen Deutschland spielt, dann schlägt sein Herz eindeutig für die Farben Rot-Weiß-Blau: „Ich bin für Kroatien. Erst wenn Kroatien nicht mehr dabei ist, dann bin ich für Deutschland.“
Auch seine Nichte Ivana (23) tippt einen 2:1-Sieg für Kroatien gegen Deutschland.
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Söder will Europa "bajuwarisieren"
„Bayerische und unterfränkische Ideen so früh wie möglich in den europäischen Entscheidungsprozess einbringen“ will Bayerns neuer Minister für Deutschland- und Europa-Angelegenheiten nach eigenen Worten. Dr. Markus Söder war gestern auf Stippvisite bei der Regierung von Unterfranken uns traf sich dabei auch mit einigen unterfränkischen Landräten, um über europäische Fragen zu sprechen.
Lobby-Arbeit für bayerische Angelegenheiten auf allen europäischen Ebenen hat Söder im Sinn, wenn er davon spricht, dass europäische Konzepte „bajuwarisiert“ werden sollen. Bestes Beispiel dafür ist die europäische Weinmarkt-Verordnung, deren Umsetzungsvorschriften derzeit ausgearbeitet werden.
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"Tag der offenen Tür" im sanierten Juliusspital
Ein „modernes Dienstleistungsunternehmen mit 425 Geschichte“ – so beschreibt sich das Juliusspital selbst. Am Sonntag konnten sich über 3.000 Besucher beim Tag der offenen Tür davon überzeugen, dass Stiftung und Krankenhaus dem eigenen Anspruch gerecht werden.
Das Programm in den sanierten Räumen des Krankenhaus-Flügels an der Juliuspromenade war so umfangreich, dass mehrere Stunden nicht genügten, um sich alles anzusehen. „Es hat sich gelohnt, dass wir uns sehr sorgfältig auf diesen Tag vorbereitet haben“, sagte Verwaltungsdirektor Walter Herberth kurz vor Ende der Veranstaltung.
Zwar hatte man selbstbewusst mit einem guten Zuspruch gerechnet, doch vom großen Interesse von laut Herberth „drei bis viertausend Menschen“ wurden die Juliusspital-Mitarbeiter dann doch positiv überrascht. Bei schönstem Schwimmbad-Wetter kamen Jung und Alt, um sich über das Ergebnis der Sanierung selbst ein Bild zu machen.
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