Unterfranken-CSU: Ärger über Motsch-Vorstoß
Keine Überraschungen bei der Listen-Aufstellung der Unterfranken-CSU: Mit Landtagsvizepräsidentin Barbara Stamm und Staatsminister Eberhard Sinner an der Spitze gehen die Christsozialen in die Landtagswahl am 29. September. „Wenn es uns in Umfragen schlechter geht, als wir es gewohnt sind, müssen wir Geschlossenheit zeigen“, mahnte der CSU-Bezirksvorsitzende, Bundeswirtschaftminister Michael Glos.
Bei der Landtagswahl vor fünf Jahren zogen vier unterfränkische Kandidaten über die Liste in den Landtag ein. Eine Prognose für die Abstimmung am 29. September wollte Michael Glos am Samstag nicht abgeben. „Die Wahl wird nicht leicht“, betonte er. Die am Freitag veröffentlichte Umfrage, nach der derzeit nur noch 44 Prozent der bayerischen Wähler für die CSU stimmen würden, war beherrschendes Thema der Aufstellungsversammlung auf der Festung Marienberg.
„Ich halte diese Umfrage für ein Störmanöver“, sagte Glos und forderte Geschlossenheit von seinen Parteifreunden. Nach dem Wechsel der Parteiführung gelte es, nach vorne zu schauen: Mit Ministerpräsident Günter Beckstein und Parteichef Erwin Huber habe die Partei ein „schlagkräftiges Duo“ an der Spitze, die CSU sei ein entscheidender Standortvorteil für Bayern. „Wir dürfen nur nicht schlecht übereinander reden“, so Glos. Das Ziel der CSU heißt wieder „50 Prozent plus X“.
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Würzburger Foltermord-Urteil rechtskräftig
Viereinhalb Monate dauerte im vergangenen Jahr der Prozess vor dem Landgericht Würzburg gegen einen 51-jährigen Mann aus Volkach (Kreis Kitzingen), der seine 73 Jahre alte Schwiegermutter im April 2006 grausam gequält, getötet und anschließend zerstückelt hat. Seine Verurteilung wegen Mordes und Vergewaltigung zu lebenslanger Haft ist inzwischen rechtskräftig.
Wie Oberstaatsanwalt Erik Ohlenschlager am Freitag auf Anfrage bestätigte, hat der Bundesgerichtshof (BGH) kürzlich die Revision des Angeklagten als unbegründet verworfen. Das Urteil der Würzburger Schwurgerichtskammer gegen den Maschinenbauer weise keine Rechtsfehler auf, so die Karlsruher Richter.
Für den Verurteilten bedeutet die BGH-Entscheidung, dass er den Rest seines Lebens hinter Gittern verbringen muss. Das Schwurgericht hatte in seinem Urteil vom 31. Oktober 2007 die so genannte „besondere Schwere der Schuld“ des 51-Jährigen festgestellt. Deshalb gibt es für ihn keine Chance auf Haftentlassung nach 15 Jahren.
Neunjähriger Enkelin immer wieder zu nahe gekommen
Acht Monate in der Psychiatrie in Gemünden hat er bereits hinter sich. Seit Donnerstag muss sich ein 64-jähriger Rentner aus Gemünden vor der Großen Jugendkammer des Würzburger Landgerichts verantworten, weil er seine Enkelin mehrfach sexuell missbraucht haben soll. Der Mann hat seine sexuellen Fantasien nicht nur in einem Buch niedergeschrieben, sondern teilweise auch mit seiner Enkeltochter ausgelebt, als diese erst neun bis elf Jahre alt war.
Wenn die Mutter des Mädchens bei der Arbeit war, kümmerten sich die Großeltern um ihre Enkeltochter. Besonders der „Opa“ war nach Aussage der Mutter „sehr auf das Mädchen fixiert“: Er holte sie von der Schule ab, machte mit ihr Hausaufgaben, ging mit ihr spazieren, schaute mit ihr Horror- und Actionfilme. Und wenn seine Ehefrau nicht da war, kam er dem Kind zu nahe.
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Drogenbedingte Psychose: Freispruch für 23-Jährigen
Vom Vorwurf des versuchten Totschlags freigesprochen wurde ein betäubungsmittelabhängiger 23-Jähriger aus dem Kreis Kitzingen, der wegen einer drogenbedingten Psychose bei seiner Tat nicht schuldfähig war. Am 4. Juli 2007 hatte er einem Mann in dessen Wohnung ein acht Zentimeter langes Klappmesser in Herznähe in die Brust gestoßen.
Zuvor hatte der 23-Jährige die Wohnungstür eingetreten. Auch von einem Baseballschläger, den das Opfer zur Verteidigung ergriffen hatte, ließ sich der Täter nicht von seinem lebensbedrohlichen Stich abhalten. Nur durch glückliche Umstände wurden Herz und Lunge nicht verletzt. Weil er im Zustand der schuldunfähigkeit handelte, musste der Täter freigesprochen werden. Einzige Konsequenz seiner Tat: Die Unterbringung in einer Entziehungsanstalt wurde angeordnet.
Hartnäckiger Pädofiler zu Bewährungsstrafe verurteilt
Selbst eine Hausdurchsuchung brachte ihn nicht zur Vernunft: Nur einen Tag, nachdem sein Computer mit einer Vielzahl kinderpornografischer Dateien sichergestellt worden war, kaufte sich ein 54-Jähriger aus dem Kreis Würzburg einen neuen PC und lud erneut illegale Bilder und Filme aus dem Internet herunter. Einen Monat später wurde auch der zweite Computer beschlagnahmt. Jetzt wurde der arbeitslose Kellner vom Würzburger Amtsgericht wegen Besitzes und Erwerb kinderpornografischer Schriften zu 18 Monaten Gefängnis auf Bewährung verurteilt.
„Es war wie ein Zwang“, sagte der 54-Jährige vor Gericht. Im Jahr 2005 bekam er zum ersten Mal Videokassetten mit den Titeln „Kipo“ und GV“ angeboten und kaufte sie. Später besorgte er sich sein Material, das in mehreren hundert Fällen den teilweise schweren sexuellen Missbrauch kleiner und kleinster Kinder zeigt, im Internet.
„Für jedes Bild musste irgendwann ein Kind diese Taten erdulden“, sagte die Vorsitzende Richterin Gudrun Helm. Schon am Tag nach der ersten Wohnungsdurchsuchung im Oktober 2006 kaufte sich der Angeklagte einen neuen Computer und wiederholte seine Taten. „Ich konnte einfach nicht aufhören“, so der Arbeitslose.
Eineinhalb Jahre sind seither vergangen. Erst im Januar, offenbar unter dem Druck des Strafverfahrens, raffte sich der Angeklagte auf und begann eine Psychotherapie, um seine pädofilen Neigungen in den Griff zu kriegen. Die Therapie muss er fortsetzen, wenn die Bewährung nicht widerrufen werden soll. 500 Euro Geldbuße muss er erst bezahlen, wenn er einen Job gefunden hat. Das Urteil ist bereits rechtskräftig.
Rentner soll Enkelin mehrfach missbraucht haben
Weil er aufgrund einer Persönlichkeits- und Verhaltensstörung seine elfjährige Enkelin mehrfach sexuell missbraucht haben soll, wurde ein Rentner aus Gemünden Anfang September vorläufig in der Psychiatrie untergebracht. Am heutigen Donnerstag sitzt der 64-Jährige wegen sexuellen Missbrauchs und schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern vor dem Landgericht Würzburg auf der Anklagebank.
Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, an seiner heute 13 Jahre alte Enkelin zwischen April 2005 und September 2006 in mindestens acht Fällen sexuelle Handlungen vorgenommen zu haben. Die Übergriffe sollen jeweils bei Besuchen der Enkeltochter in seiner Wohnung in Gemünden stattgefunden haben. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft geht ein vorläufiges psychiatrisches Gutachten davon aus, dass der Rentner bei den Taten erheblich in seiner Steuerungsfähigkeit eingeschränkt war.
14-jährige Pflegetochter vergewaltigt?
Ein schwieriger Prozess der Wahrheitsfindung hat am Dienstag vor dem Würzburger Amtsgericht begonnen: Ein Handwerksmeister aus dem Raum Marktheidenfeld whert sich gegen den Vorwurf, vor vier Jahren eine 14-jährige Pflege-Tochter zum Geschlechtsverkehr gezwungen zu haben. Der 43-Jährige Familienvater muss sich wegen sexuellen Missbrauchs Schutzbefohlener und Vergewaltigung verantworten.
„Mein Mandant bestreitet diese Vorwürfe.“ Mit diesen Worten leitete Verteidiger Norman Jacob am Dienstag vor dem Jugendschutzgericht eine langwierige Beweisaufnahme ein, die auch am späten Nachmittag noch nicht beendet war. Grund für das Strafverfahren und eine dreiwöchige Untersuchungshaft im April 2007 sei einzig und allein die „sehr schlechte Ehe“ des Angeklagten: „Darin liegt der Hintergrund für die belastenden Aussagen.“ Dem 43-Jährige liegt zur Last, eine 14-jährige Schülerin, die zusammen mit ihrer älteren Schwester bei ihm und seiner Familie zur Pflege untergebracht war, Anfang Mai 2005 vergewaltigt zu haben.
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Würzburg Baskets feiern Platz drei mit 2.200 Fans
Das hätten sich auch die kühnsten Optimisten im vergangenen Herbst nicht träumen lassen: Vor der Rekordkulisse von über 2.200 begeisterten Fans haben die SCH Würzburg Baskets am Samstag in der s.Oliver-Arena die Gotha Rockets mit 102:94 besiegt und sich damit den dritten Platz in der Regionalliga Südost gesichert.
Die ersten drei Viertel waren in allen Belangen der Höhepunkt einer erfolgreichen Premieren-Spielzeit. Angetrieben von ihren frenetischen Anhängern ließen die Baskets von Beginn an keinen Zweifel darüber aufkommen, dass sie das Endspiel um Rang drei unbedingt gewinnen wollten.
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6.428 wollten dabei sein: Sagenhafter Teilnehmer-Rekord beim Jubiläums-Residenzlauf
Es war ein Tag der Rekorde: Exakt 6.428 Teilnehmer, fast tausend mehr als im vergangenen Jahr, sorgten beim 20. Residenzlauf für einen sagenhaften Teilnahme-Rekord.
Rennleiter Alfred Langenbrunner strahlte über das ganze Gesicht: „Ich bin zufrieden mit der Gesamtleistung unserer Mannschaft.“
Damit meinte er nicht etwa die tollen sportlichen Leistungen beim „Lauf der Asse“, sondern den großen Einsatz der vielen Helfer im Hintergrund, die den Residenzlauf seit zwanzig Jahren möglich machen.
Auch Organisationschef Peter Müller-Reichart dachte am Ende eines erfolgreichen Tages an das eingespielte Residenzlauf-Team, das wieder für einen reibungslosen Ablauf sorgte: „Bei so einem Jubiläum ist einmal ein großer Dank an unsere Helfer angebracht.“
Stress hatten die Organisatoren nur mit einigen auf der Strecke geparkten Autos, die abgeschleppt werden mussten.
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Hervorragende Siegerzeiten beim 20. Residenzlauf
Auch nach seiner 20. Auflage darf sich der Würzburger Residenzlauf wieder mit Fug und Recht als „Deutschlands schnellster Straßenlauf“ bezeichnen.
Bei den Frauen verfehlte Doris Changeywo aus Kenia mit 31:35 Minuten den Streckenrekord nur um fünf Sekunden.
Bei den Männern bot ihr Landsmann Job Tanui mit 28:05 Minuten ebenfalls eine hervorragende Leistung.
„Mit beiden Zeiten sind wir wieder ganz klar Deutschlands Nummer eins. Ich bin absolut zufrieden“, freute sich Rennleiter Alfred Langenbrunner.
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DKV gegen Olympia-Boykott - Sechs Medaillen sind das Ziel
Ein „Luxusproblem“ haben die erfolgsverwöhnten deutschen Kanusportler vier Monate vor den Olympischen Spielen in Peking: „Vor allem bei den Frauen haben wir für die uns zur Verfügung stehenden Startplätze zu viele gute Athletinnen. Das wird noch eine harte Ausscheidung“, sagte Olaf Heukrodt, Präsident des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV), nach einer Sitzung des Verbandsausschusses am Wochenende in Würzburg.
Die Entscheidung, mehr Nationen als bisher an den Wettbewerben teilnehmen zu lassen, „geht ganz klar zu Lasten der starken Nationen“, klagt DKV-Generalsekretär Wolfgang Over.
Unter anderem hat der DKV, traditionell einer der erfolgreichsten deutschen Sportverbände bei internationalen Wettbewerben, nur noch jeweils einen Startplatz im Kanu-Slalom zur Verfügung. „Die Qualifikation wird knallhart“, so Over.
Im Slalom bestehen vor Peking noch drei Möglichkeiten, das Olympia-Ticket zu lösen. Bei den Kanuten darf sich im Moment nur Einer-Pilot Andreas Dittmer seines Olympia-Startplatzes sicher sein.
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IW-Studie: Unterfranken gut, Würzburg nicht
„Unterfranken holt auf“ - so lautet die wichtigste Botschaft einer Untersuchung des wirtschaftlichen Potenzials der einzelnen bayerischen Regionen. Vorgestellt wurde die Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft bei einer Veranstaltung der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) am vergangenen Donnerstag in Würzburg. Staatminister Eberhard Sinner (CSU) versprach vor 350 Unternehmern und Lokalpolitikern, die bayerische Staatsregierung werde sich mit den Anregungen der Studie beschäftigen.
„Unterfranken ist für mich der internationalste Teil Bayerns“, betonte Sinner. Er plädierte für eine stärkere Zusammenarbeit zwischen den so genannten „Metropolregionen“ wie Frankfurt mit dem ländlichen Raum. Man dürfe sich nicht gegenseitig abschotten: „Was wäre Unterfranken ohne den Weltflughafen Frankfurt? Und was wäre Frankfurt ohne sein Umland?“, fragte Sinner.
Der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur – die sechsstreifige A3 zwischen Aschaffenburg und Nürnberg, die Würzburger Westumfahrung und der Ausbau der Schiene zwischen Aschaffenurg und Würzburg – haben für den Chef der bayerischen Staatskanzlei höchste Priorität. Unterfranken habe gute Zukunftschancen, die Potenziale des Regierungsbezirks sollen nach Sinners Worten gezielt weiter mobilisiert werden.
Die Entwicklungsmöglichkeiten lassen sich an den Ergebnissen der Studie ablesen. Im Vergleich zum bayerischen Durchschnitt „haben sich die Städte und Kreise in Unterfranken seit 1983 überwiegend positiv entwickelt“, sagte vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Jetzt müsse es darum gehen, die wirtschaftliche Aufbruchstimmung in sichtbare Erfolge umzumünzen.
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Auflösungserscheinungen bei der Würzburger Liste
Im neuen Stadtrat sind sie nach dem Abschied von OB-Kandidat Benendikt Kuttenkeuler und dem anschließenden Wechsel seines Nachrückers Thomas Schrenk zum Bürgerforum nur noch zu dritt, und auch um den Verein "Würzburger Liste - Die Freien Wähler" scheint es nicht gut bestellt: Nach der Kommunalwahl gab es heftige interne Streitigkeiten, die - so macht man das schon immer bei der WL - öffentlich ausgetragen wurden. Jetzt hat der Vorsitzende Joachim Hohloch die Konsequenzen gezogen und seinen Rücktritt erklärt.
Heute morgen teilt die WL mit: "Mit Bedauern müssen wir mitteilen, dass der 1. Vorsitzende der Würzburger Liste – Die Freien Wähler, Herr Joachim Hohloch, mit Datum vom 22.04.2008 zurückgetreten ist. Nach Aussage von Herrn Hohloch ist er zur Überzeugung gelangt, dass der Verein mit ihm als 1. Vorsitzenden seine kommunalpolitische Wirkung nicht mehr entfalten kann. Zu diesem Schritt haben ihn auch die drastischen und niveaulosen Angriffe auf seine Person veranlasst. Die Geschäfte des Vereins werden bis zur Neuwahl des 1. Vorsitzenden von den stellvertretenden Vorsitzenden Frau Heide Firnkes und Herrn Roland Wolf geführt."
Viel Spaß dabei, kann ich da nur sagen. Unter Journalisten wird bereits eifrig spekuliert, wie lange es Ingo Klünder in der neuen WL-Stadtratsgruppierung mit den beiden Alt-OBs Klaus Zeitler und Jürgen Weber aushalten wird. Wechselmöglichkeiten innerhalb des Stadtrats gibt es ja genug, wie Leute wie Willi Dürrnagel und Thomas Schrenk in der Vergangenheit und aktuell mehrfach bewiesen haben. Muss man sich da noch wundern, dass immer weniger Wähler Lust darauf haben, ihre Stimme abzugeben? Ich persönlich bin der Meinung, dass Würzburg ohne die Würzburger Liste besser dran wäre.
Würzburg Baskets: Endspiel um Platz drei gegen Gotha
Es soll der krönende Abschluss einer erfolgreichen Auftakt-Saison werden: Am letzten Spieltag der Regionalliga Südost haben die Würzburg Baskets am Samstag (18 Uhr, s.Oliver-Arena) die „Rockets“ aus Gotha zu Gast.
Zwei Punkte Vorsprung haben die Gastgeber vor diesem mit Spannung erwarteten Duell auf den Tabellenvierten. Die Zuschauer erwartet ein echtes Endspiel um den dritten Platz: Der Sieger der Begegnung wird die Saison als bestes Team hinter den Top-Favoriten Bayern München und TG Landshut beenden.
Beim Zuschauerschnitt sind die Baskets mit rund 1.300 Besuchern pro Partie schon jetzt deutschlandweit in der Regionalliga mit weitem Abstand die Nummer eins.
Zum Finale am Samstag erwarten die Verantwortlichen einen neuen Zuschauer-Rekord. Eintrittskarten sind ab sofort im WOB-Shop in der Sterngasse 3 erhältlich.
Die beiden Baskets-Geschäftsführer Jochen Bähr und Klaus Heuberger haben bereits ein durchweg positives Fazit der Premieren-Saison gezogen: „Unsere Jugendarbeit trägt erste Früchte. In der nächsten Spielzeit werden wir versuchen, auf allen Ebenen noch eine Schippe drauf zu legen“, so Heuberger.
TGW-Mädels ungeschlagen zurück in Liga zwei
Jasmin Fantl (rechts im Bild) ist sich ganz sicher: „Wenn wir diese Mannschaft schon in der letzten Saison gehabt hätten, wären wir nicht abgestiegen.“ Seit Samstagnachmittag um 17.16 Uhr gehört der unglückliche Abstieg aus der 2. Liga Süd endgültig der Vergangenheit an. Mit einem nie gefährdeten 85:38-Sieg gegen den MTSV Schwabing haben die Frauen der TG maxi dsl Würzburg den schon lange feststehenden Meistertitel in der Regionalliga Südost auch rechnerisch unter Dach und Fach gebracht. „So sehen Sieger aus“, schallte es nach der Schlusssirene durch die Halle. Die TGW-Mädels tanzten ausgelassen im Kreis und ließen ihren Emotionen freien Lauf.
„Gewinnen macht immer Spaß“, sagte Jasmin Fantl, die wie schon vor zwei Jahren wieder entscheidenden Anteil an der überragenden Saison ihres Teams hatte. Noch ein Sieg am kommenden Wochenende in Germering fehlt der TGW, um wie schon 2006 ungeschlagen in die 2. Liga Süd aufzusteigen. Im Schnitt gewann die TGW ihre Spiele mit 26 Punkten Vorsprung, selbst die vor der Aufstiegsrunde ebenfalls ungeschlagene Truppe des SV Germering konnte ihnen nicht Paroli bieten.
Nach einer kleinen Feier am Samstagabend besiegten die TGW-Frauen im zweiten Heimspiel innerhalb von 24 Stunden am Sonntagnachmittag auch die München Baskets deutlich mit 94:57.
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3.600 Kids bei Deutschlands größtem Schülerlauf
Das haben selbst die erfolgsverwöhnten Residenzlauf-Organisatoren noch nicht erlebt: Schon nach der Voranmeldung zur 20. Auflage am kommenden Sonntag steht fest, dass es einen neuen Teilnehmer-Rekord geben wird. Exakt 5.636 Residenzläufer, darunter fast 3.600 Schüler und Kindergartenkinder, haben sich verbindlich angemeldet. Im vergangenen Jahr nahmen exakt 5.449 Läuferinnen und Läufer aller Alters- und Leistungsklassen am Residenzlauf teil – das war ebenfalls neuer Rekord.
Die stolzen Zahlen haben die Residenzlauf-Macher um Organisationschef Peter Müller-Reichart und Rennleiter Alfred Langenbrunner von der TG Würzburg vor allem den sportbegeisterten Kindern der Region zu verdanken. Die vor sechs Jahren ins Leben gerufene Aktion „Schulen und Kindergärten laufen für die Gesundheit“ hat erneut auch die optimistischsten Erwartungen in den Schatten gestellt. Deutschlands größter Schülerlauf findet am Sonntag auf den Straßen rund um die Würzburger Residenz statt.
„Wir sind von der Resonanz überwältigt. Das wird ein bundesweit einmaliges Ereignis“, so Martin Heyn, der die Aktion seit 2002 für das Gesundheitsamt betreut. Eigentlich sollte in diesem Jahr bei 3.000 Schülern Schluss sein. Aber wenn eine engagierte Lehrerin an einem späten Sonntagnachmittag auf dem Weg in den Ski-Urlaub persönlich noch mehrere hundert Anmeldungen vorbeibringt, kann man natürlich nicht ablehnen. Exakt 3.594 Schüler und Kindergarten-Knirpse, rund 1.000 mehr als letztes Jahr, wollen am Sonntag für einen Euro Startgebühr mitlaufen. Diese Zahl ist deshalb bemerkenswert, weil nur Klassen und Gruppen, die mit mindestens halber Stärke antreten, in den Genuss der Ermäßigung kommen.
Insgesamt sind 44 Schulen und 25 Kindergärten aus Stadt und Landkreis dabei. Spitzenreiter ist die Volksschule Waldbüttelbrunn mit 270 Teilnehmern. Bei den Gymnasien hat das Riemenschneider mit 223 Läufern die Nase vorn, bei den Realschulen die Jakob-Stoll-Schule mit 135 Teilnehmern. Die FOS/BOS Würzburg-Kitzingen ist mit 180 Teilnehmern dabei, aus den Kindergärten kommen die 485 kleinsten Residenzläufer.
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Brauerei-Prokurist veruntreut Leergut
Einen unschönen Abschied nach 34 Berufsjahren hatte ein Prokurist einer Würzburger Brauerei: Das Unternehmen kündigte ihm, nachdem er Leergut im Wert von 1.300 Euro hatte mitgehen lassen. Jetzt wurde der 55-Jährige deshalb vom Amtsgericht wegen Untreue zu 10.800 Euro Geldstrafe verurteilt.
Es habe sich lediglich um ein Versehen gehandelt, als er mit elf Paletten Leergut auf dem LKW bei der Brauerei vom Hof fuhr, gab der Angeklagte vor Gericht zu Protokoll. Einen Lieferschein für die leeren Wasserkästen im Wert von 1.306 Euro fanden seine Mitarbeiter anschließend nicht. Aus diesem und offenbar auch aus einigen anderen Gründen wurde er entlassen. „Es gibt zahlreiche weitere Vorwürfe“, sagte der Strafrichter.
Per Strafbefehl wurde der 55-Jährige wegen Untreue zu 90 Tagessätzen von 180 Euro Geldstrafe verurteilt. Dagegen hatte er Einspruch eingelegt. Die Gerichtsverhandlung wollten sich einige ehemalige Mitarbeiter nicht entgehen lassen. Besonders beliebt schient der Ex-Prokurist nicht gewesen zu sein: „Ich wollte mal sehen, wie sie als Mensch sind. Uns haben sie ja immer nur schikaniert“, rief ihm ein ältere Frau nach der Urteilsverkündung zu.
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Grüne mit Tolle und Mütze an der Spitze
Mit den beiden Landtagsabgeordneten Simone Tolle (Main-Spessart-Kreis) und Thomas Mütze (Aschaffenburg) an der Spitze gehen die unterfränkischen Grünen selbstbewusst in die Landtagswahl Ende September. „Wir wollen dazu beitragen, die CSU vom Sockel ihrer absoluten Mehrheit zu stoßen“, sagte Spitzenkandidatin Simone Tolle nach der Aufstellungsversammlung am Samstag in Würzburg.
Durch die guten Ergebnisse ihrer Kandidaten bei der Kommunalwahl verspüren die unterfränkischen Grünen deutlichen Rückenwind und wollen die Anzahl ihrer Mandatsträger im bayerischen Landtag ausbauen: „Wir wollen drei!“, lautet das Motto. Simone Tolle (44) geht auf Listenplatz eins ins Rennen.
Die bildungs-, frauen- und sportpolitische Sprecherin der grünen Landtagsfraktion aus Arnstein fordert unter anderem eine Änderung des Schulsystems und möchte „endlich die Dilettanten im bayerischen Kultusministerium ablösen“.
Nach den Milliardenverlusten der bayerischen Landesbank will der grüne Haushaltsexperte Thomas Mütze (41, Listenplatz zwei) ein Konzept vorlegen, um die BayernLB zukunftsfähig zu machen: „Statt auf dem amerikanischen Immobilienmarkt zu zocken, sollte lieber in nachhaltige Entwicklungen investiert werden“, so Mütze.
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Schwarzarbeit beim Party-Service
Weit über 90.000 Euro Sozialversicherungsbeiträge für gut 50 Angestellte hat ein 64 Jahre alter Gastwirt und Hotelier aus dem Main-Spessart-Kreis den Krankenkassen vorenthalten. Jetzt wurde er vom Amtsgericht Würzburg wegen Betrugs in 111 Fällen und 22-facher Steuerhinterziehung zu einem Jahr und vier Monaten Gefängnis auf Bewährung verurteilt.
Nachdem er mit zwei Betrieben in einer Würzburger Landkreis-Gemeinde in Konkurs gegangen war, kaufte der 64-jährige Gastronom im Jahr 1989 einen Landgasthof mit Hotel in einem kleinen Ort im östlichen Main-Spessart-Kreis. Dass es sich dabei um einen „abseits gelegenen Problembetrieb“ handelte, merkte der Angeklagte nach eigenen Worten erst, als das Geschäft durch eine jahrelange Straßenbaumaßnahme beeinträchtigt wurde.
Um sich über Wasser zu halten, gründete der Gastronom einen Party- und Catering-Service. Auch damit stand er finanziell ständig „unter einem wahnsinnigen Druck. Ich wusste oft nicht, ob es in der nächsten woche weitergeht“, so der 64-Jährige. Sämtliche Ersparnisse, sogar die Lebensversicherung der eigenen Mutter, steckten er und seine Familie in den Betrieb.
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Umweltamt will 500 Euro Bußgeld für rechtmäßig gefällte Blaufichte
Orkan „Kyrill“ und seine Folgen: Weil bei dem Sturm am 18. Januar 2007 eine große Blaufichte auf einem Grundstück in Würzburg-Heidingsfeld beschädigt wurde und auf die Straße zu stürzen drohte, musste der Baum nach einer Anweisung des Gartenamtes und der Berufsfeuerwehr umgehend gefällt werden. Jetzt fordert das Würzburger Umweltamt 500 Euro Bußgeld von Grundstücks-Eigentümer Hans-Günther Hüttinger. Der versteht die Welt nicht mehr: Er soll nach Ansicht der Behörde einen gesunden Baum ohne Genehmigung gefällt und damit gegen die Baumschutzverordnung verstoßen haben.
An seinem Arbeitsplatz erreichte Hans-Günther Hüttinger am Morgen des 19. Januar 2007 ein Anruf des städtischen Gartenamtes: Die zwölf Meter hohe Blaufichte auf seinem Grundstück an der Ecke Sailerstraße und Winterhäuser Straße in Heidingsfeld war am Vortag durch Orkan „Kyrill“ geknickt worden und stellte eine Gefahr für den Straßenverkehr dar. Hüttinger fuhr sofort zum Grundstück und traf dort nicht nur Mitarbeiter des Gartenamtes, sondern auch die Würzburger Berufsfeuerwehr. „Der Baum hatte in der Mitte eine Bruchstelle und hat sich immer weiter Richtung Straße geneigt“, so Hüttinger. Wegen „Gefahr im Verzug“ wollte die Feuerwehr den stolzen Baum sofort fällen. Schweren Herzens erklärte sich Hüttinger damit einverstanden: „Das Risiko konnte niemand eingehen.“
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