Mehrjährige Haftstrafen für Bayern-Fans gefordert
Wegen ihrer Beteiligung an einem brutalen Überfall auf friedliche Nürnberger Fans sollen drei Anhänger des deutschen Fußball-Rekordmeisters FC Bayern München zu Freiheitsstrafen zwischen 21 Monaten und zweieinhalb Jahren verurteilt werden. Im Prozess gegen die drei 21, 22 und 26 Jahre alten Männer vor dem Würzburger Amtsgericht hat die Staatsanwaltschaft am Mittwoch eine Verurteilung wegen gemeinschaftlichen schweren Landfriedensbruchs, gemeinschaftlicher Körperverletzung und im Fall des 21-Jährigen wegen schwerer Körperverletzung beantragt. Die Angeklagten sind die ersten von über zwanzig Bayern-“Ultras“ des Fanclubs „Schickeria München“, die sich wegen ihrer Beteiligung an dem Überfall am 5. Mai 2007 auf der Raststätte Würzburg Nord verantworten müssen.
In zwei Bussen war die „Schickeria“, die vom FC Bayern nicht als offizieller Fanclub anerkannt wird, auf dem Weg zum Bayern-Auswärtsspiel in Mönchengladbach, als sie auf der Raststätte auf Busse mit Mitgliedern des „Supporters Club Nürnberg“ trafen. „Sofort und ohne den geringsten Anlass“, so Staatsanwältin Susanne Krischker, sei eine größere Gruppe Bayern-Fans aus ihren Bussen gestürmt und habe die Nürnberger angegriffen.
An der Spitze der 22-jährige Angeklagte aus Oberfranken, der als erstes auf den Busfahrer der Nürnberger einsprang. Die gewaltbereiten Bayern-Fans „wollten schlagen und treten, was ihnen in den Weg kam. Das war ein organisierter Angriff“, betonte Krischker. Dabei flogen auch volle Glas- und Plastikflaschen auf und in den Nürnberger Bus. Die Frau des Busfahrers wurde von einer Flasche so schwer im Gesicht verletzt, dass sie ihr linkes Auge verlor.
(More)
Alte Frau überfahren: Staatsanwalt fordert Einweisung in die Psychiatrie
Sieben Jahre Freiheitsstrafe und die Einweisung in die Psychiatrie forderten am Mittwoch Staatsanwaltschaft und Nebenklage im Prozess um den Tod einer 84-jährigen Rentnerin vor dem Würzburger Landgericht. Oberstaatsanwalt Erik Ohlenschlager beantragte, die 66-jährige Angeklagte, die die gehbehinderte alte Frau auf dem Parkplatz eines Supermarkts in Ochsenfurt (Kreis Würzburg) überfahren hat, wegen gefährlicher Körperverletzung mit Todesfolge und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr zu verurteilen.
Ohlenschlager ist davon überzeugt, dass die Angeklagte ihr Opfer vorsätzlich angefahren, den Tod der Rentnerin aber fahrlässig verursacht hat. Man müsse von einer erheblich eingeschränkten Steuerungsfähigkeit ausgehen, betonte der Anklagevertreter. In die Psychiatrie soll die 66-Jährige, weil von ihr laut Ohlenschlager wegen einer „massiven Wahnerkrankung“ ein erhebliches Risiko für die Allgemeinheit ausgeht.
(More)
Uni-Präsident beleidigt: "Ich fühle mich diffamiert"
"Wir haben gegen ein Kapitalverbrechen protestiert“, sagte Heike Pauline Grauf gestern vor dem Würzburger Amtsgericht. Weil sie bei ihrem Protest gegen Tierversuche an der Universität die Grenzen der Kunst- und Meinungsfreiheit überschritten haben, wurden die 48-Jährige und zwei ihrer Mitstreiter zu Geldstrafen verurteilt.
Ältere Mitglieder der unterfränkischen Kunstszene könnten sich an das Jahr 1975 erinnert fühlen: Damals wurde Theatermacher Wolfgang Schulz wegen seines Stücks „Der Geist von Oberzell“ zu 1.200 D-Mark Geldstrafe verurteilt. Schulz hatte darin das Management einer großen Würzburger Firma als Ausbeuter dargestellt, der Beleidigungsprozess ging bis vor den Bundesgerichtshof. Ob Heike Pauline Grauf und die anderen Mitglieder des Würzburger Aktionstheaters „Maulauf!“ auch durch alle Instanzen ziehen werden, ist noch offen. Schon gestern wäre ihr Kampf für die Kunstfreiheit beinahe dem schnöden Mammon zum Opfer gefallen: Der Richter hatte in Aussicht gestellt, das Verfahren gegen Zahlung einer geringen Geldauflage einzustellen. Kurz waren die drei Angeklagten in Versuchung, dann entschlossen sie sich, weiter um einen Freispruch zu kämpfen.
(More)
Müller Würzburg scheitert im Viertelfinale
Auch wenn das Ergebnis eindeutig war: Weltklasse-Tischtennis sahen über 1.850 Zuschauer gestern abend in der s.Oliver-Arena im Hinspiel des Champions League-Viertelfinales zwischen Müller Würzburg und dem Top-Favoriten SVS Niederösterreich.
Die Würzburger gewannen nur vier Sätze, verloren mit 0:3, botten ihren Fans gegen den Österreicher Werner Schlager (Weltmeister 2003) und den amtierenden Olympiasieger Ryu Seung Min aus Korea aber eine gute Vorstellung.
Hier der kurze Bericht von "tischtennis.de":
Mit 3:0 siegte der favorisierte Gast SVS Niederösterreich bei Müller Würzburg im Viertelfinalhinspiel. 1.850 Zuschauer erlebten bei freiem Eintritt diese interessante Partie, in der die Würzburger Spieler Tan Rui Wu und Thomas Keinath bei ihren 1:3-Niederlagen gegen Werner Schlager und Ryu Seung Min keineswegs enttäuschten.
Im dritten Einzel schaffte es der beheherzt spielende Penholder-Linkshänder Ling Wei Chao sogar in den Entscheidungssatz gegen Abwehrass Chen Weixing, musste am Ende aber doch dem Austro-Chinesen gratulieren. Die Würzburger Chancen auf den Halbfinaleinzug sind nach dieser deutlichen Heimniederlage nur noch theoretischer Natur.
Schlüssel am Hals: Zweieinhalb Jahre Haft
Ein 35-jähriger Schausteller aus Würzburg, der eine 17-Jährige überfallen, bedroht und in eine dunkle Seitenstraße gezerrt hat, soll für zweieinhalb Jahre ins Gefängnis. Das Würzburger Amtsgericht verurteilte den Mann kürzlich wegen versuchter sexueller Nötigung und gefährlicher Körperverletzung.
Die Hose des 35-Jährigen war noch geöffnet, als er kurz nach der Tat in den frühen Morgenstunden des 19. Juni 2007 versteckt in einer Hofeinfahrt gefunden und verhaftet wurde. Nicht nur deshalb gehen Oberstaatsanwalt Thomas Bellay und das Schöffengericht davon aus, dass der damals stark angetrunkene Angeklagte sexuelle Absichten hatte. „Nur dadurch ist die Tat zu erklären“, sagte Bellay, der eine Gesamtfreiheitsstrafe von dreieinhalb Jahren beantragte.
(More)
Kandidaten-Diskussion beim Bündnis für Zivilcourage
Für Menschlichkeit im Alltag und gegen jede Art von Diskriminierung setzt sich das vor gut einem Jahr gegründete „Bündnis für Zivilcourage“ in Würzburg ein. Beim 2. Symposium für Zivilcourage waren die OB-Kandidaten gefragt. Am Ende stand fast einhellig die Forderung nach der Einrichtung eines Anti-Diskriminierungsbeauftragten bei der Stadtverwaltung.
Ausländer oder Behinderte, die bei Behörden und von Busfahrern schlecht behandelt werden, muslimische Kopftuch-Trägerinnen, die in der Straßenbahn Opfer von Übergriffen werden, gleichgeschlechtliche Paare, die ihr Ja-Wort nicht im Trausaal des Rathauses sprechen dürfen: Diskriminierung hat auch in Würzburg viele Gesichter. Dass Amtsinhaberin Dr. Pia Beckmann und ihre vier Konkurrenten um den OB-Sessel in diesem Punkt nicht einig sein würden, war nicht zu erwarten.
(More)
Adami-Bad-Sanierung auf der Zielgeraden
Fast vier Millionen Euro hat der SV 05 Würzburg bisher für die Sanierung des vereinseigenen Wolfgang-Adami-Bades ausgegeben, jetzt ist die Zielgerade erreicht. Die Delegiertenversammlung des Vereins genehmigte einstimmig eine Kreditaufnahme von 350.000 Euro, um den restlichen Eigenanteil des Vereins an der Gesamtfinanzierung aufzubringen.
750.000 Euro wird Würzburgs größter Sportverein am Ende selbst für die Schwimmbad-Sanierung aufgewendet haben. Mit jeweils rund 1,7 Millionen Euro haben sich die Stadt und der Freistaat Bayern an der 4,2 Millionen Euro teuren Ertüchtigung des Bades beteiligt.
(More)
Stadtrat stärkt dem Kulturreferenten den Rücken
Muchtar Al Ghusain scheint alles richtig gemacht zu haben: Breite Zustimmung erntete der Kulturreferent gestern im Stadtrat für seine Entscheidung, das Orchester des Mainfranken Theaters nicht am Kulturprogramm im Vorfeld der Olympischen Spiele teilnehmen zu lassen. Auch Oberbürgermeisterin Dr. Pia Beckmann äußerte sich erstmals zu dem Thema: „Wir hatten keine Grundlage, die es gerechtfertigt hätte, ein finanzielles Risiko einzugehen.“
Bevor er den Stadtrat über die Vorgänge im Vorfeld der Absage informierte, erläuterte der Kulturreferent zusammen mit Theaterintendant Herrmann Schneider der Presse die Gründe für das Scheitern des Projekts. Künstlerisch traute man sich das Peking-Gastspiel durchaus zu, die ungeklärten Finanzierungsfragen haben bei der Absage die Hauptrolle gespielt: Die rund 100.000 Euro, mit denen sich das Theater an dem Gastspiel des philharmonischen Orchesters in Peking hätte beteiligen müssen, „sind für uns alles andere als ein Pappenstiel“, betonte Al Ghusain. Bekanntlich steht das Drei-Sparten-Haus seit Jahren finanziell auf der Kippe. Ein unkalkulierbares Risiko habe man in dieser Situation nicht eingehen können, so Intendant Schneider: „Man muss immer an das gesamte Haus denken.“
(More)
Auch ein Dienstgeheimnis ist ein Privatgeheimnis
Weil sie nach einer Ausschreibung einen unterlegenen Bieter über Details des Gewinner-Angebots informiert hat, musste sich eine ehemalige Sachbearbeiterin des Würzburger Entwässerungsbetriebes vor dem Amtsgericht verantworten. Das Urteil: 1.800 Euro Geldstrafe wegen „Verrats von Privatgeheimnissen“.
„Inzwischen weiß ich, dass es ein Fehler war. Damals habe ich mir überhaupt nichts dabei gedacht“, sagte die 47-jährige Diplom-Ingenieurin vor Gericht. Es war im Jahr 2006, als die Planung und Vergabe von Kanalbauarbeiten in der Friedrichstraße anstanden, die vom Entwässerungsbetrieb wie üblich öffentlich ausgeschrieben wurden. Das mit 830.000 Euro günstigste Angebot gab eine Baufirma aus Schweinfurt ab, ein Konkurrent aus Bad Kissingen verlangte 3.000 Euro mehr.
(More)
315.000 Euro hinterzogen, um Geschäft zu retten
Weil er sein Geschäft retten wollte, hat ein alteingesessener Würzburger Einzelhändler dem Finanzamt mehr als 300.000 Euro vorenthalten. Am Donnerstag wurde der 54-Jährige wegen Steuerhinterziehung in insgesamt zwölf Fällen zu einem Jahr und zehn Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt.
Es war der teure Umzug vor ein paar Jahren von einer 1b- in eine 1a-Lage in der Fußgängerzone, der den Geschäftsmann in finanzielle Schwierigkeiten brachte. Obwohl ihm sein Steuerberater wegen der schlechten Ertragslage von der Verlagerung seines Geschäfts abgeraten hatte, nahm der Angeklagte einen Kredit in fünfstelliger Höhe auf, um den Umbau am neuen Standort zu finanzieren. Die Entscheidung rächte sich: Bald konnte er seine Verbindlichkeiten nicht mehr bezahlen und begann damit, Waren zum Einkaufspreis oder gar darunter an Internet-Händler zu verkaufen. Die entsprechenden Einnahmen „habe ich steuerlich nicht gemeldet“, sagte der 54-Jährige vor Gericht.
(More)
Kunstfreiheit oder Beleidigung?
Für Zurückhaltung sind die Würzburger Aktionskünstlerin Heike Pauline Grauf und ihre Straßentheatergruppe „Maulauf!“ nicht bekannt. Jetzt sollen Grauf und drei Mitstreiter nach Ansicht der Staatsanwaltschaft die Grenzen der Kunstfreiheit überschritten haben: Sie müssen sich wegen Beleidigung des Würzburger Uni-Präsidenten Professor Dr. Axel Haase und fahrlässiger Körperverletzung vor Gericht verantworten.
„Narrenfreiheit für Satire!“, fordert Heike Pauline Grauf, die auch schon Hühner vor dem Tod auf der Theaterbühne gerettet hat und bei einer Aktion vor der Marienkapelle splitternackt ausgezogen wurde. Das Geschehen, das sie und drei weitere Maulauf!-Mitglieder jetzt vor Gericht gebracht hat, bezeichnet sie in einer Pressemitteilung als „Aktionstheaterstück gegen Tierversuche“.
(More)
Parkplatz-Prozess: Plädoyers am Mittwoch
Der Prozess um den Tod einer 84-jährigen Rentnerin vor dem Würzburger Landgericht steht nun doch kurz vor dem Abschluss. Die Schwurgerichtskmmer wies gestern den Antrag des Verteidigers auf eine weiteres psychiatrisches Gutachten zurück. Am kommenden Mittwoch sollen die Plädoyers gehalten werden. Der 66-jährigen Angeklagten liegt zur Last, auf dem Parkplatz eines Einkaufsmarktes in Ochsenfurt (Kreis Würzburg) eine ihr völlig unbekannte Rentnerin absichtlich überfahren und getötet zu haben.
Der Sachverständige, Professor Dr. Martin Krupinski von der Universität Würzburg, hatte der 66-Jährigen, die nach Ansicht mehrerer Psychiater an einer paranoiden Persönlichkeitsstörung leidet, eine erheblich eingeschränkte Schuldfähigkeit bescheinigt und ihre Unterbringung in der Psychiatrie empfohlen. Vor allem die Einweisung in die geschlossene psychiatrische Abteilung des Bezirkskrankenhauses in Lohr will Verteidiger Norman Jacob verhindern: „Dort tut sich zu oft einfach nichts“, erklärte der erfahrene Verteidiger. Jacob hatte Krupinksi daher unter anderem „,mangelnde Sachkunde“ vorgeworfen und beantragt, ein zweites psychiatrisches Gutachten einzuholen.
(More)
Obdachlosem die Hilfe verweigert
Ein Problem mit lästigen und aggressiven Obdachlosen haben die Kaufleute am Würzburger Marktplatz nach Angaben einer 56-jährigen Marktfrau, die am Mittwoch wegen unterlassener Hilfeleistung vor dem Amtsgericht erscheinen musste. Weil sie für einen betrunkenen und an der Hand verletzten Mann keine Hilfe rief, wurde sie zu 1.500 Euro Geldstrafe verurteilt.
„Das ist doch nur ein besoffener Obdachloser“, soll die Frau gesagt haben, als sie von einem Passanten gefragt wurde, ob sie für den Mann, der mit blutverschmierter Hand vor ihrem Marktstand auf einer Ruhebank lag, einen Krankenwagen gerufen hatte. Zu diesem Zeitpunkt lag der Betrunkene schon längere Zeit verletzt auf der Bank, darunter hatte sich eine größere Blutlache gebildet. Dass der Mann sich an den Scherben einer zerbrochenen Flasche die Hand aufgeschnitten hatte, wusste die Angeklagte. Sie hatte den Mann bereits zweimal angesprochen. „Er sagte, es ist nicht so schlimm“, erklärte die 56-Jährige vor Gericht.
(More)
Abgesagte Orchester-Reise: Al Ghusain und Schneider wollen sich äußern
Sechs Vorstellungen in Peking waren vorgesehen, auch Aufführungen der Puccini-Oper „Turandot“ am Mainfranken Theater wären möglich gewesen: Details des geplanten Gastspiels des Philharmonischen Orchesters in China gehen aus einem Fakten-Papier hervor, mit dem Würzburger Geschäftsleute als Unterstützer des Projektes gewonnen wurden.
Wie berichtet, sollte sich das Würzburger Orchester nach Vermittlung von Generalmusikdirektor Jin Wang an einer Aufführung der Puccini-Oper "Turandot" an der Neuen Oper Peking in der Woche vor der Eröffnung der Olympischen Spiele beteiligen. Vom 1. bis 6. August 2008 sollten die Würzburger Künstler an sechs Turandot-Aufführungen mitwirken, zwei weitere Vorstellungen in Shanghai waren eine Option. "Von chinesischer Seite ist bereits ein fester Zeitplan und eine komplette Ablaufstruktur für die deutschen Künstler organisiert", heißt es in dem Schreiben.
(More)
Messer-Mordversuch traf das falsche Opfer
Aus übergroßer Eifersucht hat ein 30-jähriger Küchenhelfer seine Ex-Freundin und ihren Begleiter auf offener Straße in Würzburg niedergestochen. Die blutige Tat traf aber den falschen Mann: Ein durch fünf Messerstiche schwer verletzter 23 Jahre alter US-Soldat war nicht, wie der Angreifer dachte, der neue Freund seiner ehemaligen Lebensgefährtin. „Er war nur ein Bekannter“, betonte die 28-jährige Friseurin beim Prozessauftakt am Dienstag vor dem Schwurgericht in Würzburg.
Der Küchenhelfer und ein Mittäter, ein ebenfalls 30 Jahre alter Koch, müssen sich wegen versuchtem Mord und gefährlicher Körperverletzung verantworten (wir berichteten). Der Haupttäter hat gestern den brutalen Angriff vor einem Haus in der Grombühlstraße am Abend des 7. Oktober 2006 eingeräumt. Seine Freundin hatte Monate vorher nach einer schwierigen Beziehung mit ihm Schluss gemacht: „Jeden Tag streiten und schreien, was war mit irgendwann zuviel.“
Trotzdem stieg der 30-Jährige seiner Ex-Lebensgefährtin immer wieder nach und lauerte ihr in Stalking-Manier auf, bis sie die Polizei einschaltete. Schon während der Beziehung sei er sehr eifersüchtig gewesen und habe sie ständig bedroht, betonte die Friseurin: „Die Drohung, mir den Kopf abzuschneiden, war an der Tagesordnung“, so die heute 28-Jährige. Nur wenn sie an ihrem Arbeitplatz in einer US-Kaserne war, hatte sie ihre Ruhe.
(More)
Doch noch eine Chance für die Orchester-Reise?
Die vom Rathaus abgelehnte Beteiligung des Mainfranken Theaters am Kulturprogramm der Olympischen Spiele in Peking wird immer mehr zum Politikum. Inzwischen haben sich auch FDP und Bürgerforum in die Diskussion eingeschaltet. Derweil gibt es Anzeichen dafür, dass von chinesischer Seite möglicherweise nach wie vor Interesse an einem Würzburger Gastspiel in Peking besteht.
Wie berichtet, hatte das Philharmonische Orchester über Kontakte von Generalmusikdirektor Jin Wang eine Einladung nach Peking erhalten. Die Musiker sollten sich an einer Aufführung der Puccini-Oper „Turandot“ an der Neuen Oper Peking eine Woche vor der Eröffnung der Olympischen Spiele beteiligen. Kulturreferent Muchtar Al Ghusain hielt die Einladung nach eigener Aussage für unseriös und winkte ab. 600.000 Euro sollte die gesamte Produktion samt Reise und Unterbringung kosten, die Hälfte davon wollte die chinesische Seite aufbringen. Deren Vertreter heißt Liu und ist ein ehemaliger Sänger des Staatstheaters Saarbrücken, der am 9. März mit dem Würzburger Orchester in der Berliner Philharmonie auftritt.
(More)
Rosenthal plädiert für "Teilhabe" aller Bürger
Eine Premiere feierte die Würzburg-SPD am gestrigen Sonntag: Zum ersten Mal lud der Stadtverband der Sozialdemokraten zu einem eigenen Neujahrsempfang in die Residenzgaststätten. Natürlich stand der Kommunalwahlkampf vor rund 80 Genossen und Gästen aus Kirche, Vereinen und Verbänden im Mittelpunkt. Er werde aber auch nach dem Wahltag ein offenes Ohr für die Anliegen der Bürger haben, versprach OB-Kandidat Georg Rosenthal.
Die Tatsache, dass Rosenthal auf seinen Wahlplakaten auf die drei Buchstaben „SPD“ verzichtet, ist immer noch ein Thema. Dadurch komme er an den Info-Ständen in der Stadt immer wieder mit den Bürgern ins ´Gespräch, berichtete der Kandidat. Er wolle die SPD nicht verleugnen, sein Slogan „Oberbürgermeister für alle“ weise aber über die Sozialdemokratie hinaus: „Ich will meine Lebenserfahrung an entscheidender Stelle für die Bürger einbringen“, betonte Rosenthal.
(More)
Bürgerinitiative "Alandsgrund" kämpft weiter
Die Bürgerinitiative (BI) „Alandsgrund“ fordert weiterhin eine Erweiterung der Fachhochschule auf dem Areal der Leighton Barracks. „Man darf hier nicht ohne Not intakte Natur zersiedeln“, betonte BI-Sprecher Siegfried Braun am Samstag bei einer Protestkundgebung von gut 150 Bürgern und zahlreichen Kommunalwahl-Kandidaten auf dem Acker am Sanderheinrichsleitenweg.
Sogar die Autofahrer zeigten Verständnis für das Anliegen der Demonstranten: Kein einziger hupte ungeduldig ob der blockierten Straße. Einige legten den Rückwärtsgang ein, einige fuhren langsam und vorsichtig durch die Menschenmenge, so auch Alt-OB Dr. Klaus Zeitler auf dem Weg zu einem anderen Termin. Die Organisatoren waren mit dem Zuspruch ihrer Aktion sehr zufrieden: Aus Angst vor einer Gegendemonstration hatten sie nämlich auf eine Ankündigung ihrer Aktion in der Presse verzichtet. Einige Befürworter der lange geplanten FH-Erweiterung auf dem Acker am Alandsgrund kamen trotzdem, der „Ring Christlich Demokratischer Studenten“ (RCDS) fordert einen möglichst schnellen Baubeginn für den dringend notwendigen Erweiterungsbau für die Fachrichtungen Gestaltung und Technik.
(More)
Blutige Messerattacke aus Eifersucht
Nach einer lebensgefährlichen Messerattacke aus Eifersucht müssen sich ein Koch und ein Küchenhelfer von heute an wegen gemeinschaftlichen versuchten Mordes und gemeinschaftlicher Körperverletzung vor dem Würzburger Landgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft legt dem 30 Jahre alten Koch zur Last, am 7. Oktober 2006 in Würzburg seine Ex-Freundin und deren neuen Freund mit einem 15 Zentimeter langen Küchenmesser auf offener Straße niedergestochen zu haben. Ein 30-jähriger Freund soll den Messerstecher dabei unterstützt haben.
(More)
Wahlentscheidungshilfe à la Würzblog
Für alle Würzburger, die sich (noch) nicht entscheiden können, wen sie bei der Online-Umfrage der Mainpost oder am 2. März auf ihrem Kommunalwahl-Zettel in der Kategorie "Oberbürgermeister" ankreuzen sollen, gibt es jetzt eine Entscheidungshilfe:
Kreativ-Blogger Ralf Thees stellt auf seinem Würzblog seit heute einen Bastelbogen für einen Wahlhilfe-Würfel mit allen OB-Kandidaten zur Verfügung. Ich bastle heute abend. Einfach nur stark, Ralf!
Korrektur: Ralf stellt den Würfel auf dem Würzblog nur zur Verfügung, kreiert wurde das Ding aber von Blogging Rööö. Einfach nur stark, Rööö!