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Ein kurzer Rückblick auf das Würzburger Sportjahr 2007

2007-12-31 @ 10:25 in Sport

So sehen Sieger aus. Foto (c) P.WötzelOhne die ganz spektakulären Höhepunkte verlief das Sportjahr eins nach dem WM-Sommermärchen in Würzburg. Nicht überraschend, aber eine besondere Erwähnung wert: Würzburgs Schwimm-Stars glänzten auch 2007 wieder mit tollen Leistungen.

Auch dem Weg zur Olympiade 2008 in Peking legten Thomas und Annika Lurz bei den Weltmeisterschaften in Melbourne eine erfolgreiche Zwischenstation ein und brachten einmal Gold und dreimal Silber mit nach Hause. Langstrecken-As Thomas Lurz holte über fünf Kilometer bereits seinen insgesamt fünften WM-Titel.


 

Würzburg Baskets locken die Zuschauer

Immer volles Haus bei den Würzburg Baskets. Foto (c) P.WötzelNach dem sang- und klanglosen Abstieg der „Mainfranken Baskets“ aus der Zweiten Liga schien es, als sei der Würzburger Profi-Basketball endgültig am Ende. Weit gefehlt: Durch den Aufstieg des SC Heuchelhof in die 1. Regionalliga wurde ein Projekt möglich, das in der laufenden Saison im Schnitt über 1.200 Zuschauer pro Spiel in die s.Oliver-Arena lockt.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten in der neuen Spielklasse haben sich die SCH Würzburg Baskets mit inzwischen neun Siegen in Folge fest im Spitzenfeld der Liga etabliert. Die angestrebte Rückkehr ins Profi-Lager könnte damit schneller klappen als geplant. Auch die Frauen der TG maxi dsl Würzburg sind nach ihrem Abstieg aus Liga Zwei noch ungeschlagen und wollen noch in dieser Saison den Wiederaufstieg schaffen.

Der WFV steckt in der Krise

Zum zweiten Mal in Folge beendete der Würzburger FV in diesem Jahr die Bayernliga in der oberen Tabellenhälfte. Nach einem sensationellen dritten Platz reichte es in der Spielzeit 2006/2007 für Rang neun. Nach dem frühen Saisonhöhepunkt gegen Bundesligist VfL Wolfsburg in der ersten DFB-Pokalrunde (0:4 vor über 11.000 Zuschauern im Kickers-Stadion) steckt der Bayernligist derzeit aber in einer handfesten sportlichen Krise und mitten drin im Abstiegskampf.

Ganz anders Lokalrivale Würzburger Kickers: Im Jahr ihres hundertjährigen Bestehens überwintern die Rothosen in der Landesliga Nord auf Platz eins und planen schon die Aufstiegsfeier.

Nach dem DFB-Pokal war die WFV-Welt noch in Ordnung. Foto (c) P.Wötzel 

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Neuer Fachbereich für den Verbraucherschutz

2007-12-30 @ 13:31 in Lokales

Dr. Winfried Uecker - Foto (c) Christian WeissDie Stadtverwaltung bekommt Zuwachs: Am 1. Januar 2008 wird der neue Fachbereich „Verbraucherschutz, Veterinärwesen und Lebensmittelhygiene“ seine Arbeit aufnehmen. Das Amt vereint alle Dienststellen, die sich mit dem Gesundheitsschutz der Verbraucher beschäftigen, unter einem Dach.

Mit dem neuen Fachbereich setzt die Stadt eine Vorgabe des Freistaats Bayern um, der nach den zahlreichen Lebensmittelskandalen der letzten Zeit die Effizienz der Behörden erhöhen wollte. Die gravierendste Änderung: Auch für das Veterinärwesen innerhalb der Stadtgrenzen ist ab sofort wieder die Stadt selbst zuständig. Bisher wurde dieser Aufgabenbereich vom Veterinäramt des Landkreises wahrgenommen. Von dort kommt auch der Leiter des neuen Fachbereichs: Dr. Winfried Ueckert (53), früher bereits städtischer Amtstierarzt, war zuletzt stellvertretender Chef der Veterinär-Dienststelle im Landratsamt.

Neben dem Veterinärwesen kümmert sich der neue Fachbereich, der zum Kommunal- und Ordnungsreferat gehört, um die Lebensmittelüberwachung (bisher Teil des Fachbereichs „Allgemeine Bürgerdienste“) und die Fleischhygiene (bisher ein eigenes Amt). Durch die Vereinigung der drei Dienststellen erhofft sich Kommunalreferent Wolfgang Kleiner, „dass die Verwaltungsabläufe wesentlich schneller als bisher bewältigt werden können“. Mit einem Personalabbau ist die Zusammenlegung nicht verbunden, da die Stadt einen Aufgabenbereich dazu bekommt. Mehr Kontrollen als bisher soll es aber nicht geben:„Wir haben unsere Aufgaben auch bisher gut erfüllt, in Würzburg gab es noch keinen Lebensmittelskandal. Die Effizienz wird jetzt aber deutlich erhöht“, so Kleiner.

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Silvesterfeier in der Schutzzone

2007-12-30 @ 13:19 in Lokales

Plastikflaschen sind erlaubt - Foto (c) P.WötzelFeiern ohne Scherben und Böller: Auch in diesem Jahr kann der Jahreswechsel auf der Alten Mainbrücke, am Vierröhrenbrunnen und in der Domstraße in einer Schutzzone ohne Feuerwerkskörper und Glasflaschen gefeiert werden. „Die Bürger können sich dort wieder auf ein friedliches Silvester freuen“, verspricht Kommunalreferent Wolfgang Kleiner.

In der Silvesternacht 2003/2004 wurde das städtische Sicherheitskonzept zum ersten Mal umgesetzt. Der Erfolg spricht für sich: Seither konnte der Jahreswechsel in der Schutzzone ohne Sorge um die eigene Gesundheit gefeiert werden. Rund 5000 Menschen begrüßten dort in der letzten Silvesternacht das neue Jahr. In der Vergangenheit war es immer wieder vorgekommen, dass Flaschen als Wurfgeschosse eingesetzt und Feuerwerkskörper in die Menge geschossen wurden. In Einzelfällen wurden sogar Sanitäter daran gehindert, Verletzten rasche Hilfe zu leisten.

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"Böse das Lenkrad umklammert und dann losgefahren"

2007-12-21 @ 09:07 in Juristisches

Nichts Gutes hatten die Zeugen am zweiten Verhandlungstag im Totschlagsprozess vor dem Würzburger Landgericht über die Angeklagte zu erzählen. Wie berichtet, wird der 66-jährigen Frau aus Ippesheim (Kreis Nreustadt/Aisch) vorgeworfen, eine 84-jährige gehbehinderte Frau absichtlich überfahren zu haben. „Sie hat richtig böse das Lenkrad umklammert und ist losgefahren“, sagte eine Augenzeugin des Geschehens auf dem Parkplatzs eines Einkaufsmarktes in Ochsenfurt (Kreis Würzburg).

Die 45-jährige Berufskraftfahrerin saß in dem Auto, gegen das das Opfer nach dem Überrollen durch den BMW der Angeklagten gedrückt wurde. Vorher sei die 84-Jährige stehen geblieben, habe Blickkontakt mit der Autofahrerin gehabt und sei erst dann langsam vor dem schweren Achtzylinder über die Fahrbahn gelaufen. Die Angeklagte habe "geschimpft wie verrückt, gehupt und mit den Armen gewedelt. Dann hat sie auf einmal Gas gegeben“, so die Zeugin.

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84-Jährige überfahren: "Das Opfer hatte keine Chance"

2007-12-19 @ 08:37 in Juristisches

In Deutschland passiert erst dann etwas, wenn etwas passiert ist.“ Mit diesem Satz hat der Ehemann einer wegen Totschlags angeklagten 66-Jährigen den Ärzten und dem ehemaligen Betreuer seiner Ehefrau "massive Versäumnisse" vorgeworfen. Seine Frau sitzt seit Dienstag vor dem Würzburger Schwurgericht auf der Anklagebank. Sie soll auf dem Parkplatz eines Einkaufsmarktes in Ochsenfurt (Kreis Würzburg) eine 84-jährige gehbehinderte Frau absichtlich überfahren haben.

Der Ehemann hatte die Angeklagte zuvor wegen psychischer Probleme unter Betreuung stellen lassen. Der vom Amtsgericht bestellte Betreuer sah aber nach einem halben Jahr keine Veranlassung mehr, die Betreuung aufrecht zu erhalten. "Dabei bin ich mir absolut sicher, dass bei ihr eine psychiatrische Erkrankung vorliegt", betonte der Geschäftsführer und Hobby-Pferdezüchter aus Ippesheim (Kreis Neustadt/Aisch - Bad Windsheim). Er warf seiner Frau, nach Alkoholkonsum aggressiv geworden zu sein und ihn mehrfach mit Hammer oder Messer angegriffen zu haben.

Auch die Staatsanwaltschaft geht nach dem Ergebnis eines vorläufigen psychiatrischen Gutachtens davon aus, dass die Angeklagte ihren Zorn und Frust an der alten Dame ausließ und dabei den Tod der Rentnerin billigend in Kauf nahm. Deshalb wurde die 66-Jährige wegen Totschlags und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr angeklagt und sitzt seit dem Vorfall vom 26. Januar in Untersuchungshaft. Oberstaatsanwalt Erik Ohlenschlager wirft ihr vor, ihren aufgestauten Agressionen bei der Tat freien Lauf gelassen zu haben. Als die 84-jährige Geschädigte mit ihrer Gehhilfe auf dem Parkplatz des Einkaufsmarktes vor dem Auto langsam die Fahrbahn überquerte, sei die Angeklagte aus etwa einem Meter Abstand "mit laut aufheulendem Motor auf die Geschädigte zugefahren. Das Opfer hatte keine Chance", sagte Ohlenschlager.

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Autofahrerin: Es war ein Fahrfehler, keine Absicht

2007-12-18 @ 17:23 in Juristisches

Kurz gemeldet: Eine 66 Jahre alte Frau aus Mittelfranken streitet ab, eine 84-jährige, gehbehinderte Rentnerin vorsätzlich überfahren zu haben. Die ehemalige Lehrerin muss sich vor dem Schwurgericht in Würzburg wegen Totschlags und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr verantworten. „Es war keinesfalls ein vorsätzliches Verhalten, sondern ein Fahrfehler“, sagte ihr Verteidiger Norman Jacob beim Prozessauftakt am Dienstag.

Die Staatsanwaltschaft legt der 66-Jährigen zur Last, die alte Frau auf dem Parkplatz eines Einkaufsmarktes in Ochsenfurt (Kreis Würzburg) mit Absicht überfahren und dabei ihren Tod billigend in Kauf genommen zu haben. Die 84-Jährige überquerte mit einer Gehhilfe vor dem BMW 740i der Angeklagten auf dem Parkplatz langsam die Fahrbahn. Darüber soll die 66-Jährige in Wut geraten sein und mehrfach gehupt, geschimpft und heftig gestikuliert haben. Dann fuhr das Auto plötzlich los und fuhr die Renterin an.

Als die Fahrerin bremste, stürzte die alte Frau von der Motorhaube auf die Fahrbahn, wurde anschließend vom linken Vorderreifen des schweren Achtzylinders überrollt, ein Stück mitgeschleift und gegen ein anderes Auto gedrückt. Die 84-Jährige starb noch am Unfallort an ihren schweren Verletzungen. Als Motiv für die Tat geht Oberstaatsanwalt Erik Ohlenschlager von Wut und Frust aus. Die 66-Jährige soll Probleme mit dem Älter werden haben. In der Gebrechlichkeit des Opfers habe sie ihre eigene Situation erkannt: „Sie ließ ihren Aggressionen freien Lauf und fuhr mit laut aufheulendem Motor los. Das Opfer hatte keine Chance“, so Ohlenschlager. Morgen mehr.

84-Jährige absichtlich überfahren?

2007-12-18 @ 09:44 in Juristisches

Weil sie eine 84-jährige Frau auf dem Parkplatz eines Einkaufsmarktes in Ochsenfurt (Kreis Würzburg) absichtlich überfahren haben soll, muss sich eine 65-jährige Frau aus Mittelfranken ab Dienstag wegen Totschlags vor Gericht verantworten. Wut und Frust über die eigene Situation soll laut einem psychiatrischen Gutachten das Motiv für die Tat gewesen sein. Das Opfer war der Angeklagten völlig unbekannt.

Nach der Tat vom 26. Januar gab die Autofahrerin zu Protokoll, ihr sei der Fuß versehentlich vom Brems- auf das Gaspedal gerutscht, als die 84-Jährige auf dem Parkplatz vor ihrem Auto stand. Die Staatsanwaltschaft glaubt nicht an einen tragischen Unfall: Die 65-Jährige soll die Rentnerin vorsätzlich angefahren und dabei ihren Tod billigend in Kauf genommen haben.

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83-jähriger Geisterfahrer für tödlichen Unfall verantwortlich

2007-12-17 @ 14:14 in Juristisches

„Ich war total neben der Kappe und konnte mich nicht mehr richtig konzentrieren“, sagte ein 83-jähriger Mann aus Steinfeld bei Lohr am Freitag vor dem Würzburger Amtsgericht. Der Rentner war am 1. September 2006 auf der Bundesstraße 27 im Würzburger Stadtgebiet als Geisterfahrer unterwegs. Dabei hatte er einen Frontalzusammenstoß mit einem 47-jährigen Motorradfahrer aus dem Main-Spessart-Kreis, der bei dem Unfall ums Leben kam. Wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Gefährdung des Straßenverkehrs wurde der 83-Jährige zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt.

Wie es dazu kam, dass er um kurz vor 21 Uhr auf der stadtauswärts führenden Spur der B27 zwischen Würzburg und Veitshöchheim in Richtung Stadtmitte fuhr, weiß der Angeklagte heute nicht mehr. Eigentlich wollte er eine Bekannte aus Polen an jenem Abend zum Busbahnhof nach Würzburg fahren und noch vor Einbruch der Dunkelheit wieder zuhause sein: „Im Dunkeln ist Auto fahren schwierig für mich.“ Kein Wunder: Bei einer medizinisch-psychologischen Untersuchung nach dem Unfall wurde festgestellt, dass der 83-Jährige bei der Leistungsfähigkeit im Straßenverkehr schon seit längerer Zeit deutlich unter den Mindestanforderungen liegt. „Er war fahruntüchtig“, lautet die Zusammenfassung der Untersuchung.

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Nebenbuhler "verdrängt und verleugnet"?

2007-12-14 @ 08:37 in Juristisches

Festgestellt wurde bei ihm eine narzisstische Persönlichkeitsstörung mit Tendenzen zur Vermeidung von Konflikten. Ob ein 33-jähriger Mann aus Kreuzwertheim im Affekt handelte, als er seine Ehefrau in der Badewanne ertränkte, hat der psychiatrische Sachverständige im Mordprozess vor dem Würzburger Landgericht am Donnerstag aber offen gelassen.

Dass der 33-jährige Abwasser-Meister bei der Tat am 19. November 2006 in seiner Schuldfähigkeit erheblich eingeschränkt war, hält Professor Dr. Martin Krupinski von der Universität Würzburg nur unter bestimmten Voraussetzungen für denkbar. Wie berichtet, hat der Angeklagte gestanden, seine 30 Jahre alte Ehefrau im Badezimmer des gemeinsam bewohnten Hauses in Kreuzwertheim am Hals gepackt, gewürgt und in der Badewanne unter Wasser gedrückt zu haben. Zuvor habe ihm seine Ehefrau überraschend eine Beziehung mit einem anderen Mann gestanden, seinen Auszug gefordert und angekündigt, der „Neue“ werde sich besser als er um die beiden gemeinsamen Söhne kümmern, so die Version des 33-Jährigen

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Geldstrafen für Ohrfeigen und Tritte im Amt

2007-12-14 @ 08:35 in Juristisches

Wegen Körperverletzung im Amt sollen zwei Polizisten aus Würzburg 3.600 Euro und 2.400 Euro Geldstrafe bezahlen. Die beiden 29 und 34 Jahre alten Beamten der Würzburger Inspektion Ost hatten in der vergangenen Silvesternacht einen betrunkenen 18-Jährigen auf der Wache geohrfeigt und getreten. Ein 25-jähriger Beamter wurde vom Vorwurf der Körperverletzung im Amt freigesprochen.

Zu Beginn des Prozess vor über zwei Monaten hatten die drei Polizisten eingeräumt, den heftigen Widerstand des äußerst aggressiven jungen Mannes mit körperlicher Gewalt gebrochen zu haben. Der 18-Jährige war zuvor in der Würzburger Innenstadt festgenommen worden, nachdem er mit der bloßen Hand eine Autoscheibe eingeschlagen hatte. Schon gegen die Festnahme hatte er sich heftig gewehrt, sodass er erst nach dem Einsatz von Pfefferspray von vier Beamten überwältigt werden konnte. Auch auf der Wache war der 18-Jährige kaum zu beruhigen. Vor den Hafträumen im Keller saß er mit auf den Rücken gefesselten Händen auf einem Stuhl, als er versuchte, dem 34-jährigen Angeklagten einen Kopfstoß zu verpassen. In dieser Situation rutschte dem erfahrenen Beamten die Hand aus: Als „Überreaktion aus Verärgerung“ bezeichnete der Vorsitzende Richter Jürgen Weber die zwei oder drei Ohrfeigen.

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"Riesige Verunsicherung" bei VDO in Würzburg

2007-12-13 @ 08:14 in Lokales

Die rund 1.600 Mitarbeiter der Würzburger VDO-Niederlassung zittern auch nach dem Verkauf an den Autozulieferer Continental weiter um den Erhalt ihrer Arbeitsplätze. Der Weiterverkauf des Würzburger Werkes, in dem ausschließlich Elektromotoren für die Autoindustrie hergestellt werden, steht nach wie vor zur Debatte. Der Vorsitzende der IG Metall Bayern, Werner Neugebauer, forderte am Mittwoch in Würzburg die Einhaltung des für den Standort mit Continental im August abgeschlossenen Ergänzungs-Tarifvertrages.

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Ein Föhn läuft unter Wasser einfach weiter

2007-12-13 @ 08:09 in Juristisches

Der Versuch eines 33-jährigen Mannes aus Kreuzwertheim, die Ermordung seiner Ehefrau als Stromunfall in der Badewanne erscheinen zu lassen, war von vornherein zum Scheitern verurteilt. „Der Fehlerstrom-Schutzschalter hätte nach 50 Millisekunden ausgelöst, die Frau wäre dadurch nicht gefährdet gewesen“, erläuterte am Dienstag ein Sachverständiger des Bayerischen Landeskriminalamtes (LKA) im Mordprozess vor dem Würzburger Schwurgericht.

Wie berichtet, hat der Angeklagte gestanden, seine 30-jährige Ehefrau am Hals gepackt, gewürgt und in der halb gefüllten Badewanne unter Wasser gedrückt zu haben, bis sie tot war. Anschließend warf er einen eingeschalteten Föhn in die Wanne, um einen Unfall vorzutäuschen. Ein untauglicher Versuch: „Es ist üblich, dass ein Föhn unter Wasser einfach weiterläuft“, so die überraschende Aussage des Diplom-Physikers vom LKA. In dem modernen Haus, das die Eltern des Opfers ihrer Tochter zur Hochzeit geschenkt hatten, war ein Stromtod in der Badewanne auch aus anderen Gründen nicht möglich. Die Wasserrohre sind aus Kunststoff, „deshalb gab es keine Erdung und der Strom konnte nicht fließen“, so der Sachverständige weiter. Erst als der Angeklagte nicht nur den Föhn, sondern auch die Dose des Verlängerungskabels ins Wasser warf, reagierte der Fehlerstrom-Schutzschalter.

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Ehrenamtlicher Einsatz gegen Armut in der Stadt

2007-12-12 @ 08:31 in Lokales

Kindergartenkinder überbrachten eine 300-Euro-Spende am Tag des Ehrenamts.Hilfe für die immer stärker steigende Zahl von Mitbürgern, die an der oder gar unterhalb der Armutsgrenze leben müssen, stand beim "Tag des Ehrenamts" im Mittelpunkt. „Armut geht alle an“, betonte Sozialreferent Robert Scheller in der Stadtbücherei, wo sieben ehrenamtlich arbeitende Organisationen ihre Leistungen im sozialen Bereich präsentierten.

Menschen, die in Armut leben – ist das in einer Stadt wie Würzburg überhaupt ein Problem? Ist es, wie der erste Sachstandsbericht der ArGe Familien zum Thema Kinderarmut in der Stadt belegt. Erschreckende Zahlen wurden da am vergangenen Dienstag im Jugendhilfeausschuss präsentiert: Von den rund 17.000 Kindern und Jugendlichen in der Stadt leben derzeit fast 2.500 in Familien, die mit Arbeitslosengeld II auskommen müssen. Das bedeutet, dass fast 15 Prozent der unter 18-Jährigen im Bereich „relativer materieller Armut“ lebt. „Die Vermutung liegt nahe, dass darüber hinaus weitere Kinder in Würzburg von Armut bedroht sind“, heißt es in dem Bericht, der auf Antrag von Stadträtin Micaela Potrawa (CSU) erstellt wurde. Besonders schlimm ist die Situation bei den ganz Kleinen: Jedes fünfte Kind unter vier Jahre in Würzburg lebt in Armut.

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Erster Bürgersozialpreis für die "Würzburger Tafel"

2007-12-12 @ 08:28 in Lokales

Weil ehrenamtliches Engagement für eine funktionierende Gesellschaft unverzichtbar geworden ist, muss der freiwillige Einsatz von Bürgern für das Gemeinwohl immer wieder besonders hervorgehoben werden. Aus diesem Grund hat die Stadt am Mittwoch zum ersten Mal den „Bürgersozialpreis“ verliehen. Preisträger bei der Premiere waren die über hundert ehrenamtlichen Mitarbeiter der „Würzburger Tafel“.

„Für mich ein ganz besonders schöner Anlass“, betonte Oberbürgermeisterin Dr. Pia Beckmann bei der Begrüßung der Gäste des Sozialempfangs im voll besetzten Ratssaal. Das Datum war mit Bedacht gewählt: Bereits 1985 wurde der 5. Dezember zum internationalen Tag des Ehrenamts ausgerufen. 14 Jahre später wurde in der Zellerauer Pfarrei Heiligkreuz die „Würzburger Tafel e.V.“ gegründet. Zehn ehrenamtliche Helfer waren es zu Beginn, inzwischen kümmern sich über hundert Freiwillige Tag für Tag darum, rund 1.700 bedürftige Menschen in Würzburg mit guten Lebensmitteln zu versorgen. Fast 700 der Tafel-Kunden sind Kinder und Jugendliche.

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Horror-Erlebnis auf dem Weg zur Arbeit

2007-12-12 @ 08:25 in Juristisches

Auf dem Weg zur Arbeit erlebte eine 17-jährige Auszubildende am 16. Juni in Würzburg ein Horrorszenario: Die junge Frau wurde am frühen Morgen ivon einem betrunkenen Mann überfallen, bedroht und in eine Seitenstraße gezerrt. Der 35-jährige Schausteller muss sich derzeit wegen gefährlicher Körperverletzung und versuchter sexueller Nötigung vor dem Würzburger Amtsgericht verantworten.

„Die Sache tut mir sehr leid. Ich weiß von der Tat nicht mehr viel“, behauptete der Angeklagte vor Gericht. Über 2,5 Promille Alkohol hatte der Schausteller im Blut, als er nach durchzechter Nacht gegen fünf Uhr morgens durch die Würzburger Innenstadt lief. Wie er dorthin gekommen ist, was er zuvor getan hat, was er von der Auszubildenden wollte – an all das kann sich der 35-Jährige nach eigenen Angaben nicht mehr erinnern. Dafür erinnert sich die 17-Jährige, die an diesem Morgen auf dem Weg zum Bahnhof war, um an ihre Ausbildungsstelle zu fahren, noch sehr genau. „Ich dachte, er will mich vergewaltigen und umbringen“, sagte sie unter Tränen im Zeugenstand.

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"Er hat versucht, uns zu verarschen"

2007-12-12 @ 08:21 in Juristisches

Die Angehörigen des Opfers sind heute noch erschüttert: „Wenn das nicht rausgekommen wäre, hätten wir ein Leben lang mit dem Mörder meiner Schwester zusammengelebt“, sagte eine Zeugin am zweiten Tag des Mordprozesses gegen einen 33 Jahre alten Mann aus Kreuzwertheim. Der Angeklagte hat gestanden, seine 30-jährige Ehefrau am Vormittag des 19. November 2006 nach einem Streitgespräch in der Badewanne gewürgt und unter Wasser gedrückt zu haben, bis sie tot war.

Nach dem Tod seiner Frau versuchte der 33-Jährige, einen Unfalltod zu inszenieren. Er warf den eingeschalteten Fön in die Badewanne, verschloss die Badezimmertür mit einem raffinierten Trick von außen und lieferte dann eine theatralische Vorstellung ab, um den vermeintlichen Stromunfall glaubwürdig erscheinen zu lassen. Als der Ehemann seiner Schwägerin ihm sein Beileid aussprechen wollte, spielte er den Verzweifelten, weil er seine Ehefrau angeblich extra davor gewarnt haben wollte, sich in der Badewanne die Haare zu fönen. Später sei der 33-Jährige „wie eine Comicfigur immer im Kreis herumgelaufen“, erzählte der Schwager des Opfers im Zeugenstand: „Jetzt wissen wir, dass er versucht hat uns zu verarschen.“

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Schwaches Spiel, achter Sieg

2007-12-10 @ 12:37 in Sport

Hallgrimson steckt durch - er hatte 8 Korbvorlagen. Foto (c) P.Wötzel Hauptsache gewonnen – das dachten sich die meisten der gut 1.400 Zuschauer in der s.Oliver-Arena nach dem letzten Heimspiel des Jahres der SCH Würzburg Baskets. Nach der wohl schwächsten Leistung der Saison holte das Team von Trainer Ivo Nakic gegen Schlusslicht BC Zwickau mit 95:82 den achten Sieg in Serie.

Vor dem Spiel gab es Nikolausmützen, in der Halbzeit spendierte die Stadtbau den Zuschauern eine Runde Glühwein. Trotzdem hätte es die Mannschaft fast geschafft, ihrem begeisterungsfähigen Publikum die vorweihnachtliche Stimmung zu verderben. Einen deutlichen Sieg mit dreistelliger Punkteausbeute, das hatten die Baskets-Fans am Sonntagnachmittag auf ihrem Wunschzettel.

Doch im Gegensatz zu den letzten vier Auswärtsspielen, in denen die Würzburger jedes Mal mindestens hundert Punkte erzielt hatten, war gegen das Kellerkind aus Zwickau von Anfang an Sand im Baskets-Getriebe. „Keine Ahnung, wie die Jungs heute 95 Punkte geschafft haben“, meinte Baskets-Geschäftsführer Klaus Heuberger nach der Partie.

Ganze sieben Spieler hatte Zwickaus Trainer Stephan Wolf beim Gastspiel in der s.Oliver-Arena zur Verfügung. Doch kampflos geschlagen geben wollte sich der krasse Außenseiter nicht: Von Anfang an gaben die Zwickauer Vollgas, während die Würzburger in der Offensive ihren Rhythmus nicht fanden. So gab es statt des erwarteten Start-Ziel-Sieges vor ihrer Weihnachtsfeier ein hartes Stück Arbeit für die Baskets zu bewältigen.

Schon nach 89 Sekunden nahm Coach Ivo Nakic seine erste Auszeit, nach fünf Minuten lagen die Gäste trotzdem mit 11:4 vorne. Erst dann kam die Baskets-Offensive so langsam ins Rollen. „Auswärts können wir befreit aufspielen, deshalb klappt es besser. Vor so einer Kulisse steht man mächtig unter Druck. Wenn dann die ersten Angriffe daneben gehen, wird man nervös“, suchte Christoph Henneberger später nach einer Erklärung.

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Nicht überraschend: Bischof spricht sich für Kirchensteuer aus

2007-12-10 @ 09:35 in Lokales

Bischof Friedhelm Hofmann als "VIP" im Rebstock. Foto (c) P.WötzelFür den Erhalt der Kirchensteuer als wichtigste Einnahmequelle der katholischen Kirche in Deutschland hat sich der Bischof Dr. Friedhelm Hofmann ausgesprochen. Das geistliche Oberhaupt von rund 860.000 Katholiken in der Diözese Würzburg stellte sich am Donnerstag als Gast einer „VIP-Lounge“ den Fragen der Würzburger Wirtschaftsjunioren.

„Wenn wir die Kirchensteuer aufgeben, müsste der Staat unsere Aufgaben übernehmen, könnte das mit demselben Betrag aber gar nicht leisten. Denn über die Kirche kommt das Ehrenamt ins Spiel“ betonte Hofmann. Fast 90 Prozent des Diözesan-Haushalts von 2007 in Höhe von über 132 Millionen Euro wird über die Kirchensteuer finanziert. 68 Prozent der Ausgaben sind Personalkosten.

Seit 2003 fährt die Diözese einen Sparkurs, hat aber die Ausgaben bisher nur bei den Investitionen und nicht beim Personal gekürzt. „Es ist auch weiterhin unser Ziel, keine betriebsbedingten Kündigungen vorzunehmen“, so Hofmann. Für Schule und Bildung hat die Diözese im Jahr 2007 12 Millionen Euro ausgegeben, für sozial-caritative Aufgaben rund 15 Millionen Euro.

Von der Größe liegt das Bistum Würzburg mit 22 Dekanaten und 525 Pfarreien von Schweinfurt bis Aschaffenburg im gesamtdeutschen Vergleich im Mittelfeld, bei den Einnahmen aber im unteren Drittel, so Hofmann.

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33-Jähriger gesteht Tötung seiner Ehefrau

2007-12-09 @ 10:00 in Juristisches

Mit einem weitgehenden Geständnis des Angeklagten hat am Donnerstag in Würzburg der Prozess um die Ermordung einer 30-jährigen Frau aus Kreuzwertheim begonnen. Der 33-jährige Ehemann des Opfers gab zu, seine Frau im Streit am Hals gepackt, gewürgt und in der halb gefüllten Badewanne so lange unter Wasser gedrückt zu haben, bis sie tot war. „Ich weiß, dass ich mit dieser Schuld leben muss. Es ist unverzeihlich, was ich getan habe“, ließ er über seinen Verteidiger erklären.

Seit 2001 lebte das Paar zusammen, im Sommer 2004 wurde geheiratet, zwei Söhne, heute zwei und fünf Jahre alt, sind aus der Beziehung hervorgegangen. Als es am 19. November 2006 zu der Tat im gemeinsam bewohnten Anwesen im Kreuzwertheimer Ortsteil Wiebelbach kam, stand die Ehe kurz vor ihrem Ende. Zumindest aus Sicht der Frau, die dem Angeklagten an diesem Sonntagmorgen zum Verlassen des Hauses aufforderte und ihm sagte, sie habe eine Beziehung zu einem anderen Mann und wolle nach der Trennung die Kinder behalten.

Der Streit fand im Badezimmer des Hauses statt, wo die 30-jährige Industriekauffrau sich gerade ein Bad eingelassen hatte. In dieser Situation, so die Aussage des Angeklagten, habe er seiner Frau von vorne die Hände um den Hals gelegt und sie gewürgt. Beim Kampf sei man dann zusammen in die Wanne gestürzt. „Ich weiß nicht mehr, ob ich sie mehr gewürgt oder mehr unter Wasser gedrückt habe“, heißt es in der schriftlichen Einlassung des Abwassermeisters, die von seinem Verteidiger Norman Jacob verlesen wurde. Nach mehreren Minuten lag das Opfer, nur mit seinem Bademantel bekleidet, tot unter Wasser.

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"Tricyan Tower" steht für gute Laune und Kommunikation

2007-12-06 @ 11:03 in Lokales, Politik

So soll er aussehen, der Tricyan-Tower.Der Stadtbaurat hält den Entwurf für mehrheitsfähig, doch auch beim Nachfolger für das erste Würzburger Hochhaus in der Augustinerstraße ist eine emotional geführte Diskussion schon vorprogrammiert. Am Montag wurden die Sieger-Entwürfe für den Neubau mit dem klingenden Namen „Tricyan Tower“ vorgestellt.

Immerhin kommt der Siegerentwurf des Würzburger Architekturbüros Hoffmann, Keicher und Ring mit erheblich weniger Glas und Stahl aus als viele Würzburger nach den letzten Neubauten in der Innenstadt bereits befürchtet hatten. „Ich halte den Entwurf im Stadtrat für mehrheitsfähig, weil er am authentischsten ist und das bestehende Gebäude am besten aufnimmt“, sagt Würzburgs Baureferent Christian Baumgart.

Der Neubau tritt an die Stelle des ersten Würzburger Hochhauses aus dem Jahr 1930 in der Augustinerstraße. Das städtische Ämtergebäude, etwa 200 Meter von Rathaus und Alter Mainbrücke entfernt, hatte zwar die Bombenangriffe im 2. Weltkrieg weitgehend unversehrt überstanden, musste aber im April 2005 wegen Einsturzgefahr geräumt werden. Im Mai hatte sich der Stadtrat trotz Widerstand in der Bevölkerung gegen eine Sanierung und für einen Abriss entschieden.

Den Zuschlag für den Neubau erhielt die informica real invest AG mit Sitz in Reichenberg bei Würzburg, die den Wettbewerb durchführte, an dem nur Architekten aus der Region teilnehmen durften.

Vorstandsvorsitzender Friedrich Schwab erläuterte bei der Presiverleihung am Montag im Würzburger Rathaus auch den ungewöhnlichen Namen des Projekts: Der Begriff „Tricyan“ stammt aus der Naturheilkunde und steht laut Schwab für „Kommunikation und gute Laune“. An Stelle des Ämtergebäudes und des Nachbarhauses sollen im Erdgeschoss Gastronomie und Einzelhandel und darüber auf acht Geschossen Innenstadtwohnungen entstehen.

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