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Maget: Kommunal-Wähler sollen der CSU Denkzettel verpassen

2007-11-29 @ 18:22 in Lokales, Politik

Maget in der Zellerau - Foto (C) P.WötzelMit den Schwerpunkten Bildung und Soziales will die bayerische SPD bei der Kommunalwahl um Stimmen werben. „Keiner darf verloren gehen“, lautete das Motto des gemeinsamen Wahlkampfauftakts der Sozialdemokraten aus Stadt und Landkreis mit dem Landtagsfraktionsvorsitzenden Franz Maget.

Gut hundert Bürgermeister, Gemeinderäte und Kandidaten waren gekommen, um sich von Maget auf noch gut drei Monate Kommunalwahlkampf einschwören zu lassen.

„Wenn ihr zusammenhaltet und an einem Strang zieht, habt ihr eine große Chance“, mahnte der SPD-Fraktionsvorsitzende im Landtag, wohl in Anspielung auf die Querelen um den kommenden Landtagskandidaten der Würzburg-SPD. Miteinander kämpfen um jede Stimme in Stadt und Landkreis sollen die Genossen: „Denn so gut sind die anderen hier nicht, die sind sturmreif“, betonte Maget.

In den drei größten bayerischen Städten regiert die SPD bereits, am 2. März sollen Regensburg und Würzburg als viert- und fünftgrößte Stadt dazu kommen. Maget träumt sogar davon, dass die SPD künftig in allen acht katholischen Bischofsstädten in Bayern den Oberbürgermeister stellt. Neben Würzburg und Regensburg müssten die Sozialdemokraten dann auch in Passau erfolgreich sein. München, Freising, Augsburg, Bamberg und Eichstätt sind bereits rot regiert.

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Kickers feierten hundertjähriges Jubiläum

2007-11-27 @ 17:38 in Sport, Lokales

Rote Feier, blaues Kleid. Foto (c) P.Wötzel100 teils ruhmreiche, teils schwere Jahre hat der FC Würzburger Kickers am Samstag im Cinemaxx gefeiert. Einer, der es wissen muss, fasste dabei die wechselvolle Geschichte der Rothosen in einem einzigen treffenden Satz zusammen: „Wenn es drauf ankommt, ist die Kraft da“, sagte Kickers-Chronist Rainer Adam.

Adam hat sämtliche Daten, Fakten, Ergebnisse und Ereignisse zusammengetragen und akribisch aufgelistet, die im ersten Jahrhundert der Würzburger Kickers zugetragen haben. Am 17. November 1907, exakt einhundert Jahre vor dem Festkommers vor über 200 Gästen im großen Saal des Cinemaxx, wurde der FC von 17 Gymnasiasten im Gasthaus „Zur Post“ gegründet. Schon dreieinhalb Jahre später feierten die Rothosen in einem Freundschaftsspiel gegen den damaligen Deutschen Meister aus Karlruhe ihren ersten großen Sieg. Anfang der zwanziger Jahre folgte die erfolgreichste Zeit der Kickers, als sie mehrere Jahre in Deutschlands höchster Spielklasse kickten.

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Gefährliche Körperverletzung statt versuchter Totschlag

2007-11-27 @ 17:33 in Juristisches

Weil er einen hilflosen Betrunkenen an einer Straßenbahnhaltestelle auf dem Heuchelhof brutal zusammengetreten hat, muss ein 23-jähriger Asylbewerber für fünf Jahre und drei Monate in Haft. Das Schwurgericht verurteilte den aus Palästina stammenden Mann wegen gefährlicher und vorsätzlicher Körperverletzung.

„Solche Asylbewerber wollen wir hier eigentlich nicht“, sagte der Vorsitzende des Schwurgerichts, Richter Rainer Gündert. Diese Aussage hat inzwischen mindestens sieben gute Gründe: Sechs Vorstrafen hat sich der staatenlose Mann eingehandelt, seit er im Herbst 2001 nach Deutschland kam. Die meiste Zeit hat er gesiebte Luft geatmet. Abgeschoben werden kann er derzeit nicht, weil seine Staatsangehörigkeit ungeklärt ist. Auch das offizielle Alter von 23 Jahren scheint zweifelhaft. Nach dem äußeren Erscheinungsbild dürfte Ende zwanzig eher zutreffen.

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Rosenthal bloggt

2007-11-23 @ 11:52 in Allgemein, Lokales, Politik

Es ist soweit: Mit SPD-Kandidat Georg Rosenthal hat sich der erste der fünf Würzburger OB-Kandidaten der Würzburger Blogosphäre angeschlossen. Seit heute ist Rosenthals Wahl-Blog im Internet freigeschaltet.

Die Idee dazu dürfte ihm nach dem Gespräch mit den beiden Würzmischern gekommen sein - er hat sogar auf die Würzmischung-Homepage verlinkt.

Nachtrag: Nur die Kommentare funktionieren noch nicht - deshalb dann eben an dieser Stelle:

Willkommen in der Würzburger Blogosphäre und Gratulation zum Vorsprung vor den anderen vier OB-Kandidaten in diesem heutzutage ja nicht ganz unwichtigen Medien-Bereich. Könnte ganz interessant werden.

Pro und Contra FH-Erweiterung im Ahlandsgrund

2007-11-20 @ 05:15 in Lokales, Politik

Lass dir raten, nimm den Spaten - Foto (c) P.WötzelDer Standort für die Erweiterung der Fachhochschule im Ahlandsgrund bleibt umstritten. Nachdem am Freitagabend rund 70 Bürger auf der Keesburg die Gründung einer Bürgerinitiative beschlossen haben, um eine FH-Ansiedlung auf dem Leighton-Areal durchzusetzen, sprach sich Ministerpräsident Günter Beckstein am Samstag für die schnelle Umsetzung der bestehenden Pläne aus.

Die FH-Gruppe Würzburg-Schweinfurt des Rings Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) und Oberbürgermeisterin Pia Beckmann forderten Beckstein vor dem CSU-Parteitag in der s.Oliver-Arena auf, einen symbolischen Spatenstich für die FH-Erweiterung am Sanderheinrichsleitenweg vozunehmen. Beckstein ließ sich nicht lange bitten und nahm für die Fotografen den Spaten in die Hand: „Mich müssen sie nicht überzeugen. Wir ziehen alle an einem Strang, und zwar in die gleiche Richtung“, sagte Beckstein.

Der Vorsitzende der RCDS-Gruppe, Johannes Liebmann, betonte im Gespräch mit dem Ministerpräsidenten die Notwendigkeit eines raschen Baubeginns des Neubaus für die Fachbereiche Gestaltung und Informatik. Die Gebäude der FH seien dringend sanierungsbedürftig, es fehlten Büros und Hörsäle, so Liebmann.

Ganz anderer Ansicht sind die Anwohner der Keesburg, die einen Eingriff in die intakte Natur am Ahlandsgrund verhindern wollen. Gut 70 Bürger versammelten sich am Freitagabend, um die Gründung einer Bürgerinitiative vorzubereiten. Die Federführung haben die grüne Stadtratsfraktion und der Würzburger ödp-Vorsitzende Raimund Binder übernommen.

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OB-Kandidaten beim Nautiland weitgehend einig

2007-11-20 @ 05:06 in Lokales, Politik

Gute Nachrichten für alle, die sich um den Fortbestand des Nautiland-Bades Sorgen machen: am Freitag haben sich Oberbürgermeisterin Pia Beckmann und drei ihrer vier Herausforderer im Kommunalwahlkampf einstimmig für den Erhalt des Familienbades ausgesprochen. Nur beim künftigen Standort herrscht keine Einigkeit.

Mit Spannung erwartet wurde die Veranstaltung des Aktionsbündnisses „für den Erhalt von Nautiland und Eisbahn“ am Freitag im Hofbräu-Keller nicht nur wegen der Zukunft des Schwimmbads. Es war auch die erste Gelegenheit, die OB und ihre Kontrahenten Georg Rosenthal (SPD), Matthias Pilz (Grüne) und Benedikt Kuttenkeuler (Würzburger Liste) gemeinsam zu erleben. Es fehlte nur der OB-Kandidat der ödp, Uwe Dolata.

Bis auf wenige Ausnahmen war von Wahlkampf-Atmosphäre freilich nur recht wenig zu spüren. Das dürfte vor allem am Thema gelegen haben: Dass sich einer der Kandidaten dreieinhalb Monate vor der Wahl am 2. März für eine Schließung von Nautiland und Eisbahn aussprechen würde, hatte aber wohl auch niemand erwartet.

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CSU soll im Kommunalwahlkampf geschlossen auftreten

2007-11-18 @ 21:24 in Lokales, Politik

Huber, Haderthauer, Beckstein in der Arena. Foto (c) P.WötzelMit einem kleinen Parteitag in Würzburg hat die CSU am Samstag offiziell den Kommunalwahlkampf 2008 eingeläutet. Bayerns Ministerpräsident Günter Beckstein und Parteichef Erwin Huber riefen vor 260 Delegierten ihre Partei zur Geschlossenheit auf und betonten die Bedeutung der Kommunalwahl für die Landes- und Bundespolitik der CSU.

Einstimmig verabschiedet wurden von den Delegierten „Leitlinien zur Kommunalwahl“, mit denen die rund 14.000 Kommunalpolitiker der CSU den Wahlkampf bis zum 2. März bestreiten sollen. Darin enthalten ist auch ein klares Bekenntnis der Partei zum umstrittenen Transrapid zwischen dem Hauptbahnhof und dem Frlughafen in München, der ansonsten bei dem Parteitag kein Thema war.

Parteichef Erwin Huber nutzte die Gelegenheit, den Berliner Koalitionspartner SPD scharf zu kritisieren und zur verbalen Abrüstung aufzufordern. Die Sozialdemokraten sollten „zum Koalitionsvertrag stehen und konstruktiv für das Land wirken“, sagte Huber . Einen zweijährigen Dauerwahlkampf gegen die eigene Koalition bis zur Bundestagswahl 2009 werde der Bürger nicht akzeptieren.

Bei ihrem Hamburger Parteitag habe die SPD mit ihrem Bekenntnis zum demokratischen Sozialismus eine „Rolle rückwärts in das vorletzte Jahrhundert gemacht“, so der CSU-Chef. Die SPD habe sich geweigert, sich mit der Linkspartei auseinander zu setzen.

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Grünes Kommunalwahl-Programm vorgestellt

2007-11-17 @ 11:58 in Lokales, Politik

Mit kompetenten Persönlichkeiten und typisch „grünen“ Inhalten wollen die Würzburger Grünen im Kommunalwahlkampf punkten. Am Mittwoch präsentierten OB-Kandidat Matthias Pilz und Stadtrats-Spitzenkandidatin Benita Stolz das offizielle Wahlkampfprogramm: „Das sind Schrift gewordene Gedanken zu den Themen, die die Würzburger bewegen“, erklärte Stolz.

Glaubt man der von den Wirtschaftsjunioren in Auftrag gegebenen Umfrage, dann erhielte Matthias Pilz bei der OB-Wahl zum jetzigen Zeitpunkt rund neun Prozent der Stimmen. Damit habe er sein letztes Ergebnis schon fast verdoppelt, ohne richtig in den Wahlkampf eingestiegen zu sein, sagte Stadträtin Benita Stolz über ihren Fraktionsvorsitzenden: „Er hat durch sein Auftreten im Stadtrat Kompetenz bewiesen.“

Weil die Grünen die Wähler nicht nur mit Personen, sondern auch mit Inhalten überzeugen wollen, haben sie sich bisher zurückgehalten. Das soll jetzt anders werden: Das Wahlprogramm stellt den Energiewandel auf lokaler Ebene, einen Umkehr in der städtischen Verkehrspolitik und die Stadtentwicklung in all ihren unterschiedlichen Facetten in den Mittelpunkt. „Ein Programm, auf das ich sehr stolz bin“, betonte Matthias Pilz.

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Erster Wahlkampf-Podcast des "Würzmischung"-Teams

2007-11-16 @ 08:16 in Lokales, Politik

Der Würzburger Kommunalwahlkampf hat die Würzburger Blogger-Szene erreicht: Ralf vom Würzblog und Al Gore haben als ersten der vier OB-Kandidaten den SPD-Frontrunner und WFV-Vorsitzenden Georg Rosenthal zu Wort kommen lassen.

Die Nummer 14 der mittlerweile fest etablierten "Würzmischung" dauert allerdings 49 Minuten und ist damit wie alle ihre Vorgänger eigentlich zu lang, um sie sich von Anfang bis zum Ende anzuhören. Ich werde es trotzdem versuchen, auch wenn ich wohl schon weiß, was Herr Rosenthal zu sagen hat.

Es ist auf jeden Fall eine gute Gelegenheit, die einzelnen OB-Kandidaten auf einem recht persönlichen Level kennen zu lernen. Bleibt zu hoffen, dass Matthias Pilz (sehr wahrscheinlich), Benedikt Kuttenkeuler (ganz sicher) und Pia Beckmann (eher unwahrscheinlich?) sich auch zur Verfügung stellen werden.

Nach Raubüberfällen geschossen: "Er hatte doch alles bekommen!"

2007-11-15 @ 15:24 in Juristisches

Sieben bewaffnete Raubüberfälle innerhalb von 18 Monaten gehen auf das Konto eines 19-Jährigen aus dem Main-Tauber-Kreis, der sich am Mittwoch vor dem Jugendschöffengericht in Würzburg verantworten musste. Er wurde wegen versuchter und vollendeter schwerer räuberischer Erpressung zu sieben Jahren Jugendstrafe verurteilt.

Vor Gericht erschien der junge Mann im ordentlichen dunklen Anzug, sprach leise und versuchte alles, um den Eindruck von echter Reue und Schuldeinsicht zu vermitteln. Die Taten, die er zwischen September 2005 und Frühjahr 2007 begangen hat, sprechen eine andere Sprache. Unbeeindruckt von acht Vorverurteilungen begann der heute 19-Jährige seine Serie mit einem Überfall auf eine Tankstelle in Lauda-Königshofen.

Mit Sturmhaube maskiert und Gaspistole in der Hand forderte er kurz vor Dienstschluss Geld von der Kassiererin. Als die Frau die Waffe im Genick und an der Schläfe spürte, öffnete sie die Kasse. Als der Täter rund 2.000 Euro eingesteckt hatte, schoss er der Kassiererin aus kurzer Entfernung eine Ladung Tränengas ins Gesicht. „Ich verstehe nicht, warum er das gemacht hat. Er hatte doch alles bekommen, was er wollte“, sagte die 45-Jährige im Zeugenstand.

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Versuchter Totschlag an Straba-Haltestelle?

2007-11-15 @ 15:20 in Juristisches

Mit einer brutalen Attacke auf einen Betrunkenen muss sich seit Dienstag das Würzburger Schwurgericht beschäftigen: Ein 22-Jähriger hat an einer Straßenbahnhaltestelle brutal auf einen Mann aus dem Stadtstreicher-Milieu eingeschlagen und eingetreten. Der Angeklagte muss sich wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung verantworten.

Die Tat beruht offenbar auf einem Missverständnis: Der Angeklagte und das spätere Opfer hatten am Abend des 5. August 2006 zusammen mit anderen Personen in einer Wohnung am Heuchelhof gefeiert und dabei große Mengen Alkohol konsumiert. Irgendwann kam es zum lautstarken Streit zwischen den beiden Männern. Schon in der Wohnung soll der 22-Jährige zusammen mit einem anderen Mann den Obdachlosen mit Fäusten ins Gesicht geschlagen und ihn getreten haben. Dann verließen der Angeklagte und der Obdachlose die Wohnung, noch bevor die von einem Nachbarn wegen der Lärmbelästigung gerufene Polizei eintraf. Der Angeklagte ging dann irrtümlich davon aus, dass der Obdachlose die Polizei gerufen hatte, und stellte den 43-Jährigen an der Straba-Haltestelle zur Rede.

In einer von seinem Verteidiger Dr. Hanjo Schrepfer verlesenen Erklärung gab der 22-Jährige zu, aus Wut immer wieder auf das Opfer eingeschlagen und eingetreten zu haben. „Ich wollte ihn nicht töten, ich wollte ihm nur eine Abreibung verpassen. Wegen des Alkohols habe ich die Kontrolle verloren und bin ausgerastet“, heißt es in dem Geständnis. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Angeklagte bei den massiven Schlägen und Tritten den Tod des Obdachlosen billigend in Kauf genommen hat.

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Im Kinderzentrum Geld gefordert

2007-11-15 @ 15:15 in Juristisches

Die Jugendstrafanstalt hat er schon häufiger von innen gesehen, jetzt muss ein 22-jähriger Würzburger zum ersten Mal in den Erwachsenen-Strafvollzug. Das Amtsgericht verurteilte den Arbeitslosen unter anderem wegen versuchter schwerer räuberischer Erpressung zu insgesamt drei Jahren und vier Monaten Gefängnis.

Was in der Entwicklung des 22-Jährigen schief gelaufen ist, kam vor Gericht nicht zur Sprache. Fest steht, dass er ein Problem mit Haschisch, Amphetamin und Alkohol hat und bereits sieben Mal strafrechtlich in Erscheinung getreten ist. Fast zwei Jahre hat er in Jungendstrafanstalten verbracht, mehrfach wurde er wegen Körperverletzungsdelikten verurteilt. „Dabei war er als Kind ein nettes Kerlchen“, sagte eine Betreuerin der Zellerauer Kinderzentrums „Spieli“ im Zeugenstand. Im Kinderzentrum war der Angeklagte seit seinem siebten Lebensjahr regelmäßiger Besucher. „Ich kenne ihn als ganz lieben Kerl“, meinte Spieli-Leiter Horst Wagner.

Es war Anfang März, als der heute 22-Jährige im Kinderzentrum auftauchte und von den Betreuern Geld forderte. Mit Drohungen gegen die Betreuer und die Kinder versuchte er, seine ehemaligen Betreuer zu erpressen. „Er stand unter Druck und wollte Geld, egal wie“, meinte ein 44-jähriger Spieli-Mitarbeiter. Bewaffnet war der Angeklagte zum Glück nicht, obwohl er immer wieder darauf hinwies, er habe am Vortag schon seinen Bruder mit einem Messer „angestochen“. Die Betreuer nahmen die Drohungen ernst und riefen die Polizei. Erst als die Beamten eingetroffen war, gab der Betreuer dem 22-Jährigen zehn Euro, um ihn zu unterstützen. „Wir wollten ihn nicht in die Pfanne hauen, er braucht dringend Hilfe“, betonte seine Kollegin vor Gericht.

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Doch juristische Probleme am Moz-Areal

2007-11-15 @ 15:13 in Lokales, Politik

In nicht unerheblichen rechtlichen Schwierigkeiten steckt die Stadt Würzburg in Sachen Bebauung des so genannten „Mozart-Areals“ nahe der Würzburger Residenz. Entgegen früherer Beteuerungen aus dem Rathaus hat sich mittlerweile herausgestellt, dass die Ausschreibung für einen Investoren-Wettbewerb juristisch fehlerhaft war.

25 Interessenten hatten die Ausschreibungsunterlagen angefordert, sechs potenzielle Investoren innerhalb der Frist ein Angebot abgegeben (wir berichteten). Das Gelände des ehemaligen Mozart-Gymnasiums, das seit einiger Zeit auf eine neue Nutzung wartet, liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zum Weltkulturerbe der Würzburger Residenz. Auch der daneben liegende Kardinal-Faulhaber-Platz, derzeit ein Parkplatz gegenüber dem Mainfranken Theater, sollte vom Gewinner des Investoren-Angebotsverfahrens mit Einzelhandel, Gastronomie, Wohnungen und Büros sowie den dazu gehörigen Stellplätzen bebaut werden.

Probleme bereitet jetzt ein Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Düsseldorf, das Mitte Juni und damit kurz nach der Würzburger Ausschreibung ergangen ist. Die Düsseldorfer Richter haben darin einen Investoren-Wettbewerb gekippt, weil er nicht europaweit ausgeschrieben war. Der Würzburger Wettbewerb hat das gleiche Problem.

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Sigmar Gabriel in Ochsenfurt

2007-11-15 @ 15:10 in Lokales, Politik

Gabriel, Kolbow in der TVO-Halle Foto (c) P.WötzelKaffee, Kuchen und ein leibhaftiger Bundesminister: Während es vor der Tür nasskalt stürmte, hatten es sich SPD-Kommunalpolitiker aus ganz Unterfranken am Samstag in der Ochsenfurter TVO-Halle gemütlich gemacht. Sie brauchten ihr Kommen zum „Kommunalen Klimaschutzgipfel“ nicht zu bereuen, denn Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hatte die Veranstaltung zwei Stunden lang fest im Griff.

Schon der Beginn war ungewöhnlich: Eine gute Stunde zu früh traf der Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit in der altehrwürdigen Turnhalle des TV Ochsenfurt ein und stellte damit das Programm der Veranstaltung völlig auf den Kopf. Weil man einen Minister nicht warten läßt, wurde Gabriels Rede „für eine nachhaltige Klimaschutz- und Energiepolitik“ vorgezogen.

Die anderen Referenten, unter ihnen Aschaffenburgs Oberbürgermeister Klaus Herzog und der Würzburger SPD-OB-Kandidat Georg Rosenthal, rutschten flugs ans Ende der Tagesordnung. Dass sie dann zwei Stunden warten mussten, ehe sie ans Mikrofon treten und über erfolgreiche kommunale Klima- und Umweltpolitik sprechen durften, hatten sie zu diesem Zeitpunkt sicher nicht erwartet.

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Würzburger SPD-Landtagskandidat wird erst im Frühjahr nominiert

2007-11-12 @ 15:20 in Lokales, Politik

Die Würzburger SPD wird ihren Kandidaten für die Landtagswahl 2008 erst nach der Kommunalwahl im März offiziell nominieren. Das hat der Vorstand der unterfränkischen Sozialdemokraten am Samstag beschlossen.

„Der Bezirksvorstand hat den ursprünglichen Plan bestätigt, auch in Würzburg wird es keine vorgezogene Nominierung geben“, sagte der SPD-Bezirksvorsitzende Walter Kolbow am Samstag auf Anfrage. Wie berichtet, hatte sich der amtierende Landtagsabgeordnete Rainer Boutter bei den Würzburger Genossen frühzeitig um eine erneute Aufstellung als Landtagskandidat beworben, weil er einen Engpass bei der Altersversorgung befürchtet, wenn er nicht bis 2010 im Amt bleiben kann.

Als seine Gründe an die Öffentlichkeit gelangten, kam es in der Würzburg-SPD zum Streit um die Landtagskandidatur, in dessen Verlauf Boutter seinem Stadtverband unter anderem vorwarf, er sei „massiv gemobbt“ worden. Dann zog er seine Kandidatur zurück, und der Vorstand der Würzburg-SPD verständigte sich am Donnerstag mit großer Mehrheit auf seinen Vorsitzenden Gerd Eickelpasch als Landtagskandidat.

Entgegen der Empfehlung des Landesvorstandes wollten die Würzburger Genossen die offizielle Nominierung durch die Delegierten der Partei noch vor der Kommunalwahl durchführen. Nach dem Gespräch im unterfränkischen Bezirksvorstand vom Samstag ist dieses Begehren vom Tisch. „Wir hatten eine sachliche Diskussion zur Aufarbeitung der Vorgänge in Würzburg. Jetzt soll wieder die Politik und die Kommunalwahl im Mittelpunkt stehen“, betonte Kolbow.

Würzburg-SPD-Vorstand will Eickelpasch

2007-11-10 @ 15:43 in Lokales, Politik

In der partei-internen Auseinandersetzung um den nächsten Landtagskandidaten der Würzburg-SPD hat sich der Unterbezirksvorstand am Donnerstagabend mit großer Mehrheit für seinen Vorsitzenden Gerd Eickelpasch ausgesprochen. Außerdem wurde einstimmig beschlossen, den Verzicht des Landtagsabgeordneten Rainer Boutter auf eine erneute Kandidatur im Wahlkreis Würzburg „zustimmend zur Kenntnis zu nehmen“.

Eickelpasch, OB-Kandidat Georg Rosenthal und Bürgermeisterin Marion Schäfer demonstrierten am Freitag vor der Presse ihre Geschlossenheit: „Wir lassen uns nicht auseinander dividieren“, betonte Schäfer. Rainer Boutter hatte am Donnerstag vor der Vorstandssitzung seine erneute Kandidatur zurückgezogen. Der Vorstand sprach anschließend mit 13:3 Stimmen bei einer Enthaltung die Empfehlung an die Partei aus, Gerd Eickelpasch für den Landtag aufzustellen. „Wir danken Rainer Boutter für die Klärung der Sachlage und nehmen seinen Verzicht zustimmend zur Kenntnis“, ließ die SPD verlautbaren.

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Neuer Grundlagenvertrag für den Stadtjugendring

2007-11-10 @ 15:35 in Lokales

Neues Vorstandsmitglied, neues Logo, neue Homepage, neuer Grundlagenvertrag: Ein volles Programm hatte der Stadtjugendring (SJR) Würzburg bei seiner Vollversammlung am Donnerstag im Pfarrsaal St. Laurentius in Heidingsfeld.

Nach einem erfolgreichen Jahr kann man sich auch einmal ein Gläschen Sekt können: Sein 60-jähriges Bestehen feierte der SJR, engagierter Vertreter der verbandlichen Jugendarbeit in Würzburg, in diesem Jahr. Vor allem mit der Aktion „3 Tage Zeit für Helden“ ist man beim SJR sehr zufrieden: 455 Kinder und Jugendliche waren in Würzburg bei der bayernweiten Aktion dabei, damit liegt man hinter der Region München einen hervorragenden zweiten Platz, deutlich vor den Großstädten Nürnberg und Augsburg.

„Das zeigt, dass Würzburg eine tolle stadt ist, in der viel Jugendarbeit läuft“ ,freute sich Koordinator Alexander Kolbow. Nicht nur mit der Heldenaktion will der SJR in der Öffentlichkeit auf sich aufmerksam machen: Bei der Vollversammlung wurden eine modernisierte Homepage (www.sjr-wuerzburg.de) und ein neues Logo präsentiert. Auch ein neues Vorstandsmitglied wurde gewählt: Tanja Hauff komplettiert das siebenköpfige SJR-Führungsgremium.

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"Andere Städte haben das längst erledigt"

2007-11-09 @ 09:05 in Lokales, Linie 6

Mit einer „wichtigen Anregung“ im Zusammenhang mit der Planung einer neuen Straßenbahnlinie durch das Frauenland zum Uni-Campus am Hubland hat sich am Dienstag die „Interessengemeinschaft Würzburger Straßenbahn“ (IWS) zu Wort gemeldet.

„Wir brauchen dringend einen bindenden Grundsatzbeschluss des Stadtrats“, forderte Thomas Naumann von der IWS bei einer Veranstaltung mit SPD-OB-Kandidat Georg Rosenthal im Falkenhaus. Die Zeit drängt, wenn die so genannte „Linie 6“ möglichst bald in die Liste der Förderprojekte des Bayerischen Wirtschafts- und Verkehrsministeriums aufgenommen werden soll, betonte Naumann.

Der Verkehrsexperte hat gute Kontakte ins Ministerium und weiß, dass der für die ÖPNV-Förderprojekte zuständige Referent Ende März in den Ruhestand geht. Danach werde es viel schwieriger, zeitnah in die Projektliste aufgenommen zu werden, prognostiziert Naumann. Er befürchtet eine Verzögerung von mindestens zwölf Monaten, wenn der Stadtrat nicht noch in diesem Jahr einen Grundsatzbeschluss fasst. Damit könnte dann noch im Januar eine Delegation nach München fahren und im Ministerium ein so genanntes „Einplanungsgespräch“ führen.

„Andere Städte haben das längst erledigt. Es besteht schon wieder die Gefahr, dass Würzburg nur zuschaut, während andere die Fördergelder abrufen“, betonte Naumann. Die IWS fordert deshalb noch vor Jahresende den vom SPD-Fraktionsvorsitzenden und WSB-Aufsichtstratsvorsitzenden Hans-Werner Loew schon lange versprochenen interfraktionellen Antrag im Stadtrat, um die „Linie 6“ schnell auf den Weg zu bringen. OB-Kandidat Georg Rosenthal versprach, sich in einem Gespräch mit Loew dafür einzusetzen, dass die Sache im Stadtrat auf die Tagesordnung kommt.

Würzburg Baskets wollen vierten Sieg in Folge

2007-11-08 @ 09:27 in Sport

Virginijus Zilinskas - Foto (c) P:WötzelNach einigen Anlaufschwierigkeiten in den ersten drei Spielen läuft es mittlerweile richtig rund für die SCH Würzburg Baskets in der Regionalliga Südost.

Bei der Reserve des TSV Breitengüßbach spielten die Baskets am vergangenen Samstag ihre körperliche Überlegenheit von Anfang an voll aus.

Nach dem ersten Viertel lagen sie bereits mit 35:20 in Front, nach drei Spielabschnitten konnte Trainer Ivo Nakic seine besten Spieler schonen und vor 50 mitgereisten Fans den jungen Akteuren viel Einsatzzeit geben.

Am Ende siegten die Würzburg Baskets deutlich mit 107:71 (61:39), gleich fünf Spieler punkteten zweistellig.

Top-Scorer war einmal mehr der Kroate Hrvoje Pervan, der 32 Punkte erzielte und mit Center Grant Billmeier das korb-gefährlichste Duo der Liga bildet. Pervan und Billmeier erzielen zusammen fast 40 Punkte pro Partie.

Noch mehr könnten es am Samstag werden: In das Heimspiel gegen Schlusslicht TuS Jena (19 Uhr, s.Oliver-Arena) gehen die Würzburger als haushoher Favorit. Eintrittskarten sind im Vorverkauf wieder im WOB-Shop in der Sterngasse 3 zu haben.

Den ersten Auswärtssieg der Saison hat der Kooperationspartner der Würzburg Baskets in der 2. Regionalliga Gruppe Nord im Blick: Die Herren der TG Würzburg treten am Samstag um 17 Uhr beim ESV Lokomotive Erfurt an.

Zeitgleich wollen die immer noch ungeschlagenen TGW-Frauen in der Regionalliga Südost beim CVJM Erlangen ihre Erfolgsserie fortsetzen.

Rosenthal verspricht mehr Bürgerbeteiligung

2007-11-08 @ 08:34 in Lokales, Politik, Linie 6

Sollte SPD-Kandidat Georg Rosenthal im März zum neuen Würzburger Oberbürgermeister gewählt werden, dann wird es bei allen wichtigen Projekten „einen leidenschaftlichen bürgerschaftlichen Dialog geben, bevor die Entscheidungen fallen“. Das hat Rosenthal bei seinem ersten größeren Wahlkampf-Auftritt am Dienstag im Falkenhaus versprochen.

Aufhänger war ,wie so oft in diesen Tagen, der Neubau der VR-Bank am Unteren Markt. „Dieser Klotz würde dort nicht stehen, wenn vorher öffentlich darüber diskutiert worden wäre“, ist sich Rosenthal sicher. Themen, die die derzeit auf der „Baustelle Würzburg“ - so das Thema der SPD-Veranstaltung – besprochen werden müssen, gibt es auf jeden Fall genug.

Der Nachfolger des Petrini-Hauses am Unteren Markt sollte nach Rosenthals Ansicht ein Wendepunkt in der Stadtpolitik werden. Bei künftigen wichtigen Projekten wie Entwicklung der Leighton Barracks, Neubau einer Straßenbahnlinie durch das Frauenland und Bebauung von Mozart-Areal und Kardinal-Faulhaber-Platz müsse ein „öffentlicher bürgerschaftlicher Dialog“ geführt werden, forderte Rosenthal vor knapp hundert interessierten Bürgern im gut gefüllten Dauthendey-Saal.

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