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"Pizzamord-Prozess": Wegen Körperverletzung mit Todesfolge verurteilt

2007-10-31 @ 16:44 in Juristisches

Ohne Tötungsvorsatz handelten die beiden 34 und 35 Jahre alten Männer, die am 17. Mai 2006 einen 44-jährigen Zechkumpanen in einer Lengfelder Wohnung zu Tode geprügelt haben. Das hat das Schwurgericht im Prozess um den so genannten „Pizzamord“ festgestellt und die beiden Angeklagten am Dienstag wegen gemeinschaftlicher Körperverletzung mit Todesfolge zu Freiheitsstrafen von acht Jahren sowie sieben Jahren und drei Monaten verurteilt.

Dass die beiden Männer ihren 44-jährigen Zechkumpan nach einer gemeinsamen Feier am Abend des 17. Mai 2006 so brutal geschlagen und getreten haben, dass der Mann an inneren Blutungen und seinen schweren Kopfverletzung starb, war ziemlich schnell klar. Schwieriger war die rechtliche Einordnung des blutigen Geschehens. Nicht nur Oberstaatsanwalt Erik Ohlenschlager und die Verteidigung, auch das Gericht kam zu dem Ergebnis, dass die beiden Angeklagten ihr Opfer nicht töten wollten.

Zwar liege bei Tritten gegen den Oberkörper und das Gesicht ein Tötungsvorsatz nahe. Es fehle aber das Motiv, sagte der Vorsitzende Richter Rainer Gündert: „Einen Menschen aus einem so nichtigen Anlass zu töten, ist nicht nachvollziehbar.“ Die drei Männer kannten sich aus dem Obdachlosen- und Bahnhofsmilieu, der 35-Jährige war mit dem Opfer sogar befreundet.

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"Volkstribun" Felgenhauer kehrt zurück zur CSU

2007-10-29 @ 11:14 in Lokales, Politik

Eine große Überraschung gab es bei der Aufstellung der Stadtratsliste der Würzburger CSU: Erich Felgenhauer, bereits von 1966 bis 1996 für die CSU im Stadtrat, geht auf Platz 28 an den Start. „Ich will wieder zurück in meine politische Heimat“, sagte der 67-jährige ehemalige Bürgermeister. Er wurde mit großem Applaus empfangen.

Von 1966 bis 1996 saß Felgenhauer für die CSU im Stadtrat, von 1978 bis 1990 war er dritter Bürgermeister. 1996 scheiterte Felgenhauer als unabhängiger OB-Kandidat erst in der Stichwahl an Jürgen Weber. Vor sechs Jahren zog der heute 67-Jährige mit dem „Bürgerforum“ wieder in den Stadtrat ein. Das Bürgerforum hatte kürzlich bekannt gegeben, Felgenhauer werde aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr für den Stadtrat kandidieren.

„Ich war gesundheitlich angeschlagen und hatte der Fraktion mitgeteilt, dass ich nicht mehr zur Verfügung stehe“, bestätigte Felgenhauer. In den letzten Wochen sei er aber „nachdenklich“ geworden, so der 67-Jährige. Als Felgenhauer bei der CSU vorsprach, musste Kreisvorsitzender Oliver Jörg wohl nicht lange überlegen. Durch die Rückkehr Felgenhauers vergrößert sich die CSU-Fraktion mit sofortiger Wirkung auf 18 Mitglieder.

Felgenhauers Stadtratskollegen beim Bürgerforum, Charlotte Schloßareck und Manfred Renner, die über den Wechsel offenbar nicht informiert waren, zeigen sich in einer Pressemitteilung „sehr verwundert“ über das Verhalten ihres ehemaligen Fraktionschefs: „Obwohl wir seinen Wechsel zur CSU sehr bedauern, freut uns seine überraschende Genesung sehr.“ Von den Delegierten der CSU wurde Felgenhauer am Samstag sehr freundlich aufgenommen.

Längeren Applaus als der Alt-Bürgermeister erhielt nur der Kreisvorsitzende, als er am Ende der zweistündigen Veranstaltung von Landtags-Vizepräsidentin Barbara Stamm über den grünen Klee gelobt wurde. Zuvor hatten die 122 Delegierten die vom Kreisvorstand vorgeschlagene Stadtratsliste mit überwaltigender Mehrheit und ohne Diskussion abgesegnet.

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FDP will drei Sitze oder mehr im neuen Stadtrat

2007-10-29 @ 11:11 in Lokales, Politik

Mit ihrem Kreisvorsitzenden Karl Graf auf Platz eins und seinem Stellvertreter Eren Basar auf Platz zwei geht die Würzburger FDP in die Kommunalwahl am 2. März 2008. „Wir haben gute Chancen, über drei Stadtratssitze hinaus zu kommen“, gibt Graf sich optimistisch.

Nicht ganz ernst gemeint war das Spielchen, mit dem Graf die Versammlung am Samstag im Falkenhaus eröffnete: Die Anwesenden sollten tippen, wie viele Plätze die Konkurrenz-Parteien im nächsten Stadtrat erreichen werden. Am Ende wurde zusammengezählt, und für die Liberalen blieben nach prognostizierten Verlusten bei allen anderen Gruppierungen neun Sitze übrig.

„So viele werden es dann wohl doch nicht werden“, meinte Graf schmunzelnd. Mit liberaler Politik und ihrer „Meinungsführerschaft“ bei vielen wichtigen Themen wie Arcaden und Mainfrankenbahn will die FDP aber mehr als die bisherigen drei Sitze im Rat erobern: „Die Chancen dafür sind gut“, so Graf.

Die Partei habe sich in den vergangenen Jahren “erneuert und verjüngt“, sagte der Vorsitzende, der selbst auf Rang eins antritt. Der Verjüngungsprozess wurde bei der Stadtratsliste fortgesetzt. Prominenteste Opfer sind die beiden Stadträte Joachim Spatz (43) und Egon Schrenk (66, früher CSU). Während Schrenk sich mit Platz acht begnügte, trat Spatz in einer Kampfkandidatur um Platz zwei gegen den 30-jährigen Eren Basar an.

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Advents-Umsätze am Mantelsonntag

2007-10-29 @ 11:09 in Lokales

„Wenn das Wetter passt, dann ist der Mantelsonntag ein Selbstläufer“, sagte ein äußerst zufriedener City-Manager Kai Hölscher am Sonntagnachmittag. Geschätzt etwa 150.000 Menschen waren gestern beim zweiten verkaufsoffenen Sonntag des Jahres in der Stadt unterwegs.

Gestern konnte man in Würzburg erleben, wie das ideale Wetter für den Mantelsonntag aussieht: Nicht zu kalt, nicht zu warm, immer wieder ein wenig Sonne und vor allem trocken war es, und die Stadt war voll. Vereinzelt standen die Kunden schon um zwölf Uhr vor noch verschlossenen Türen, erst um halb eins durften die Geschäfte in der gesamten Stadt öffnen. Auch in Heidingfeld nutzten ein Dutzend Geschäftsleute diese Gelegenheit, der Kunden-Ansturm konzentrierte sich aber erwartungsgemäß auf die Einkaufsmeile entlang der Straßenbahn von der Augustinerstraße bis zum Bahnhof.

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Erster Heimsieg für die Würzburg Baskets: FC Bayern niedergekämpft

2007-10-29 @ 10:21 in Sport

Harter Kampf am Heuchelhof. Foto (c) P.WötzelNach hartem Kampf gegen den Top-Favoriten der Regionalliga Südost haben die SCH Würzburg Baskets am Samstag ihren ersten Heimsieg eingefahren: In der bis auf den letzten Platz gefüllten Heuchelhof-Halle besiegten die Baskets den FC Bayern München mit 78:76 (36:34). Dabei wurden die Gäste, die ihre fünf Spiele zuvor im Schnitt mit 20 Punkten Unterschied gewonnen hatten, für ihre Weigerung bestraft, das Spiel zu verlegen.

Wegen einer Erotikmesse mussten die Würzburger am Samstag von der großen s.Oliver-Arena in die kleine Halle am Heuchelhof ausweichen, was sich schon früh als Vorteil erwies: Frenetisch angefeuert von 600 Zuschauern gingen die Gastgeber von Beginn an äußerst entschlossen zu Werke und kauften den Bayern schon früh den Schneid ab. Mitentscheidend für das Ergebnis war die unglaublich schwache Freiwurfquote der Bayern, die weniger als die Hälfte ihrer Freiwürfe trafen.

Es entwickelte sich eine enge Partie, in der sich keine Mannschaft absetzen konnte. Erst als die Gäste im vierten Viertel mit vier Zählern vorne lagen, schien das Spiel entschieden. Doch die Würzburger behielten im Gegensatz zu den beiden ersten Heimspielen kühlen Kopf, verwandelten vier Freiwürfe in Folge zum Ausgleich und verteidigten am Ende noch konzentrierter als in den 38 Minuten zuvor.

Elf Sekunden vor Schluss war es dann wieder einmal Baskets-Center Grant Billmeier, der sich unter dem Münchner Korb einen seiner fünf Offensiv-Rebounds sicherte und zum 78:76 verwandelte. Am Ende kamen die Gäste zwar noch zu zwei Wurfversuchen, die aber nicht mehr zum Erfolg führten. Nach dem sensationellen Sieg wurden die Spieler minutenlang vom begeisterten Publikum gefeiert.

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Petrini-Forum-Stadtgespräch: Emotionen und Polemik

2007-10-27 @ 09:52 in Lokales

Sachlich zu diskutieren fällt den Würzburgern bei diesem Thema offenbar schwer: Beim aktuellen „Stadtgespräch“ von Mainpost und Rudolf-Alexander-Schröder-Haus zum Thema „Petrini-Haus“ am Unteren Markt ging es sehr emotional zu. Befürworter und Kritiker des Marktplatz-Projekts warfen sich im Laufe der zweistündigen Diskussion gegenseitig Polemik vor.

Stadtgespräch ist das neue Geschäftshaus der VR-Bank am Unteren Markt spätestens, seit die ersten Umrisse des Gebäudes erkennbar wurden. Obwohl das „Forum“ am Unteren Markt mittlerweile steht, macht es nach Ansicht von Mainpost-Redakteur und Moderator Andreas Jungbauer Sinn, über das Thema zu sprechen: „Ich habe den Eindruck, dass darüber mit sehr viel Unkenntnis und Halbwissen diskutiert wird.“

Der städtische Projektleiter Wolfgang Fey und VR-Bank-Vorstand Rainer Wiederer bemühten sich, die Vorteile des Projektes darzustellen, hatten aber von Anfang an einen schweren Stand. CSU-Stadtrat und Denkmalschützer Willi Dürrnagel und Kunsthistoriker Professor Dr. Stefan Kummer hatten es leichter: Die überwiegende Mehrheit der rund hundert Zuhörer waren Kritiker des Projekts und brachten das teilweise auch lautstark und in wenig freundlicher Art und Weise zum Ausdruck.

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Rothosen seit elf Landesliga-Spielen ungeschlagen

2007-10-26 @ 18:01 in Sport

Rothose Sven Michel. Foto (c) P.WötzelÜber zwei verschenkte Punkte klagten die Würzburger Kickers nach dem Heimspiel gegen den FC Sand.

Dumm gelaufen: Erst versäumten es die Rothosen, nach einer 1:0-Führung durch Jochen Breitenbach in der 50. Minute den Sack zuzumachen, dann kassierten sie mit der letzten Aktion des Spiels noch den 1:1-Ausgleich.

In der Tabelle hat sich dieser Punktverlust nicht negativ ausgewirkt, nach elf Spielen ohne Niederlage bleiben die Kickers auf Rang drei. Zum Abschluss der Hinrunde treten die Rothosen am Samstag um 16 Uhr bei Viktoria Kahl an.

Ihren tollen Lauf der letzten Wochen (fünf Spiele in Folge ungeschlagen) hat die TG Höchberg fortgesetzt: Beim FC Strullendorf holten die „Kracken“ den dritten 3:0-Sieg hintereinander.

Am Samstag um 15 Uhr hat die TGH den TSV Sulzfeld zu Gast, eine Woche später kommt es dann zum Start der Rückrunde zum zweiten Würzburger Derby der Saison gegen die Würzburger Kickers auf dem Höchberger Waldsportplatz

WFV am Samstag gegen den FC Memmingen

2007-10-26 @ 17:54 in Sport

WFV-Top-Torschütze Dominik Vierheilig. Foto (c) P.WötzelEng geht es zu nach 14 Spieltagen in der Fußball-Bayernliga: Platz drei und Platz neun der Tabellen sind gerade mal durch zwei Punkte getrennt. Schon ein einziges Spiel kann deshalb große Auswirkungen haben. Davon kann auch der Würzburger FV ein Lied singen.

Trotz ihrer bereits 22 Punkte liegen die Zellerauer (sechs Siege, vier Unentschieden, vier Niederlagen) derzeit nur auf Rang neun, haben aber nur einen Zähler weniger als der TSV Großbardorf auf dem Aufstiegsplatz vier.

Die Tatsache, dass der unterfränkische Rivale aus dem Grabfeld vor seiner Mannschaft liegt, dürfte WFV-Trainer Michael Hochrein im Moment am meisten ärgern. Im Auswärtsspiel beim Schlusslicht SpVgg Bayern Hof haben seine Mannen eine bessere Platzierung verpasst.

Obwohl die Gastgeber in der Schlussphase gleich drei Platzverweise kassierten, reichte es für die Blau-Weißen nur zu einem 1:1. Ein Sieg wäre gleichbedeutend mit Platz vier und einem Zähler mehr als der TSV Großbardorf gewesen.

Trotzdem kann man an der Mainaustraße mit dem Ergebnis ganz zufrieden sein: Zum einen hatte man die letzten vier Spiele beim Angstgegner Hof verloren, zum anderen beträgt der Abstand zu den Abstiegsplätzen mittlerweile beruhigende neun Punkte.

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Pizamord-Prozess: In blutende Wunden getreten

2007-10-26 @ 17:41 in Juristisches

Die nach dem so genannten „Pizzamord“ in einer Lengfelder Wohnung festgestellten Spuren passen weitgehend zu dem in der Anklage geschilderten Geschehen. Vor allem die Blutspuren an der Kleidung der Angeklagten lassen Rückschlüsse darauf zu, dass die beiden 34 und 35 Jahre alten Männer „in blutende Wunden getreten oder geschlagen haben“, sagte Professor Dr. Dieter Patzelt vom Institut für Rechtsmedizin der Universität am Mittwoch.

Den beiden Männern aus dem Obdachlosenmilieu liegt zur Last, am 17. Mai 2006 gemeinsam einen betrunkenen 44-Jährigen totgeprügelt zu haben. Das Opfer hatte sich zuvor geweigert, eine eigens für ihn aufgewärmte Tiefkühl-Pizza zu verspeisen. Darüber soll sich vor allem der 35-jährige Angeklagte – er hatte bei der Tat gut drei Promille Alkohol im Blut – so sehr aufgeregt haben, dass er mindestens eine halbe Stunde auf den anderen Mann eingeschlagen und eingetreten haben soll. So hat es der 34-jährige Angeklagte dem Gericht berichtet. Er hat auch zugegeben, sich über die Verschmutzung der Wohnung geärgert und aus Angst vor dem 35-Jährigen ebenfalls auf das wehrlose Opfer eingetreten zu haben.

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Schuss aus der Schreckschusspistole

2007-10-26 @ 17:37 in Juristisches

Weil er bei einem Streit auf Kiliani eine mit Gaspatronen geladene Schreckschusspistole eingesetzt und dabei drei Personen verletzt hat, muss ein 21-jähriger Würzburger 80 Stunden soziale Hilfsdienste ableisten. Jugendrichter Dr. Hubert Stühler verurteilte den Arbeitslosen am Dienstag unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung.

Die recht milde Strafe hat der junge Mann vor allem der Tatsache zu verdanken, dass seit der Tat am 15. Juli 2006 auf dem Kiliani-Volksfest schon so viel Zeit vergangen ist. Normalerweise sollen Strafverfahren gegen Jugendliche und Heranwachsende so bald wie möglich nach der Tat durchgeführt werden. „Die Akte schlummerte fast ein dreiviertel Jahr bei der Polizei“, sagte Richter Stühler. Warum das so war, konnte vor Gericht nicht geklärt werden, weil der zuständige Sachbearbeiter der Polizei der Verhandlung trotz Ladung unentschuldigt fern blieb.

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In der Heuchelhof-Halle gegen Bayern Münchens Basketballer

2007-10-25 @ 19:03 in Sport

Dieses Mal nicht in der Arena. Foto (c) P.WötzelViertes Spiel, erster Sieg für die neu formierten SCH Würzburg Baskets in der Regionalliga Südost: Im Auswärtsspiel bei der SpVgg Rattelsdorf warf sich der Aufsteiger am Samstag nach drei Niederlagen zum Saisonauftakt den Frust von der Seele und landete einen ungefährdeten 100:67-Erfolg.

Dieses Mal war es keiner der drei Baskets-Ausländer, der sich als Topscorer hervortat. Nach drei Partien mit vielen unglücklichen Szenen war es Christoph Henneberger, bei dem endlich der Knoten platzte.

Der 23-jährige Student, in der vergangenen Saison bester Punktesammler beim Baskets-Kooperationspartner TG Würzburg in der Oberliga, versenkte in der zweiten Halbzeit gleich sieben (!) Drei-Punkte-Würfe und erzielte insgesamt 29 Punkte.

Mit diesem Erfolg im Rücken können die Baskets jetzt ganz entspannt in das dritte schwere Heimspiel in Folge gehen: Nach Landshut und Baunach ist am Samstag um 20 Uhr der ungeschlagene Tabellenführer FC Bayern München (mit dem ehemaligen Würzburger Maximilian Gottwald) in Würzburg zu Gast.

Weil die s.Oliver-Arena wegen der jährlichen Erotikmesse nicht zur Verfügung steht und die Gäste einer Spielverlegung nicht zustimmten, wird die Partie in der Heuchelhofhalle ausgetragen. Dort finden nur etwa 800 Zuschauer Platz, es empfiehlt sich also, den Ticket-Vorverkauf im WOB-Shop in der Sterngasse 3 zu nutzen.

Zwei Stunden vor der Regionalliga-Partie kann man sich übrigens ein Bild vom Leistungsstand des Baskets-Kooperationspartners TG Würzburg in der 2. Regionalliga Gruppe Nord machen: Die TGW-Herren haben am Samstag um 18 Uhr BSC Bayreuth-Saas in der Feggrube zu Gast.

Bei einem Heim-Auftritt der Mannschaft von Trainer Ferdl Michel sind normalerweise 40 Minuten harte Verteidigung und schneller, athletischer Offensiv-Basketball vom Feinsten garantiert. Die TGW-Frauen, derzeit mit vier Siegen aus vier Spielen Spitzenreiter der Regionalliga, empfangen dann am Sonntag um 15.45 Uhr die Chemnitzer Basket-Girls in der Fegggrube.

Überschreitung der Sachverständigen-Kompetenz?

2007-10-23 @ 07:55 in Juristisches

Im so genannten „Foltermord-Prozess“ vor dem Würzburger Schwurgericht hat die Verteidigung am Montag eine „angemessene Freiheitsstrafe“ für den 51-jährigen Angeklagten aus Volkach (Kreis Kitzingen) beantragt. Der Handwerker habe nicht erkannt, dass seine 73-jährige Stiefmutter noch am Leben war, als er sie folterte und tötete, sagte Rechtsanwalt Norman Jacob (Würzburg).

Nach Jacobs Ansicht kann der 51-Jährige daher nur wegen gefährlicher Körperverletzung, fahrlässiger Tötung und „Störung der Totenruhe“ verurteilt werden. Oberstaatsanwalt Erik Ohlenschlager hatte in der vergangenen Woche eine lebenlange Freiheitsstrafe mit Feststellung der „besonderen Schwere der Schuld“ wegen Mordes und Vergewaltigung beantragt.

Dem Angeklagten liegt zur Last, seine verhasste Stiefmutter nach jahrelangen Streitigkeiten im Keller des gemeinsam bewohnten Hauses gefesselt, geknebelt, sadistisch gefoltert und getötet zu haben. Anschließend zerteilte er den Körper der Rentnerin. Die Leichenteile wurden zwei Tage später in einer blauen Plastiktonne aufgefunden.

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Töpfer wusste es früher

2007-10-22 @ 15:11 in Politik

Starke Leistung meines Kollegen Tilman Töpfer von der Mainpost: Heute wurde Christine Haderthauer (hat in Würzburg Jura studiert) auf Wunsch des neuen Parteivorsitzenden Erwin Huber zur CSU-Generalsekretärin gewählt. Die Mainpost berichtete bereits Mitte Juni darüber, dass Huber Haderthauer als "Generalin" favorisiere. Zu diesem Zeitpunkt war nicht einmal klar, ob Huber zum Parteivorsitzenden gewählt werden würde. Respekt vor ihren hervorragenden Quellen, Herr Töpfer.

Pfefferspray für unterfränkische Staatsanwälte

2007-10-22 @ 12:03 in Juristisches

Nach einer Messerattacke auf einen Schweinfurter Staatsanwalt sind bei den sieben Staatsanwaltschaften im Bezirk des Oberlandesgerichts (OLG) Bamberg die Sicherheitsvorkehrungen in der Diskussion. Unter anderem sollen alle Staatsanwälte mit Pfefferspray ausgerüstet werden, sagte Generalstaatsanwalt Dr. Heinz-Bernd Wabnitz am Rande einer Dienstbesprechung der Leitenden Oberstaatsanwälte in Würzburg.

Bei vier der sieben Staatsanwaltschaften im OLG-Bezirk wurde bereits Pfefferspray angeschafft, die übrigen Behörden sollen zeitnah damit ausgerüstet werden. Hintergrund ist der Vorfall bei der Schweinfurter Anklagebehörde im Mai: Damals hatte ein 75-jähriger Rentner einen 48-jährigen Staatsanwalt in seinem Dienstzimmer mit dem Messer angegriffen und schwer verletzt. Wabnitz sind auch weitere Vorfälle in seinem Zuständigkeitsbereich bekannt, die glimpflicher abgelaufen sind. Um seine Mitarbeiter besser zu schützen, „wären Sicherheitsschleusen in jedem Gebäude ideal“, so Wabnitz.

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Des Würzburg-Rätsels einunddreißigster Teil

2007-10-21 @ 13:57 in Würzburg-Rätsel

Damit Al Gore's Oberstübchen sich nicht nur mit Volksmusik (schauder) und Unterrichtsvorbereitung beschäftigen muss, hier wieder mal ein neuer Teil des Würzburg-Rätsels.

Kirche oder Baustelle, zwischen diesen beiden Alternativen musste ich mich heute entscheiden. Die Auswahl wird immer ein wenig von den Terminen bestimmt, die ich in letzter Zeit wahrnehmen musste durfte.

Bei den Steinen im Bild handelt es sich um das Baumaterial einer Großbaustelle. Das Foto entstand vor acht Tagen, inzwischen sind sie vermutlich verwendet worden.

Hier also die Frage: Wofür werden/wurden diese Steine (nach meiner Kenntnis handelt es sich um fränkischen Muschelkalk) eingesetzt?

Umfrage: Hässlichstes Haus am Unteren Markt?

2007-10-19 @ 17:25 in Lokales, Politik

Foto (c) Patrick WötzelWie heute im VOLKSBLATT zu lesen und auch in ansprechender Größe zu sehen, kann man inzwischen erahnen, wie das Petrini-Haus VR-Bank-Forum am Unteren Markt künftig mal aussehen wird. Mein Foto von der Glasfassade mit der sich darin spiegelnden Marienkapelle entstand am vergangenen Samstag und ist optisch bereits Schnee von gestern.

Wie das Würzblog unter der treffenden Überschrift "Großes Kino ums Petrini-Haus" ja bereits berichtet hat, lädt die MAINPOST am Donnerstag um 20 Uhr zum "Stadtgespräch" über das Projekt, mit dem bekanntlich auch eine Erneuerung und Vergrößerung des Unteren Marktes untrennbar verbunden ist, ins Rudolf-Alexander-Schröder-Haus ein.

Auf dem Podium werden der städtische Projektleiter Wolfgang Fey, VR-Bank-Vorstand Rainer Wiederer, der Vorsitzende des Verschönerungsvereins Professor Dr. Stefan Kummer und SPD UBW CSU-Stadtrat und Profi-Denkmalschützer Willi Dürrnagel über die Veränderungen rund um die Marienkapelle diskutieren.

Ich persönlich finde den Zeitpunkt für die Diskussion zwar reichlich spät, aber langweilig wird sie sicher nicht. Meine Meinung schon mal vorab: Ich freue mich auf den vergrößerten Marktplatz und kann an der äußeren Gestaltung des Forum nichts Schlimmes finden.

Vor allem die Verlagerung der Tiefgarageneinfahrt in die Karmelitenstraße und damit ein weiteres Stück Verkehrsberuhigung bei gleichzeitiger Neu-Pflasterung und Vergrößerung des Platzes finde ich klasse.

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www.piabeckmann.de

2007-10-19 @ 17:06 in Lokales, Politik

Neues vom Würzburger Kommunalwahlkampf: Das Bürgerforum muss am 2. März auf seinen Volkstribun, Ex-Bürgermeister und Stimmengaranten Erich Felgenhauer verzichten. Der langjährige Kommunalpolitiker hat sich aus gesundheitlichen Gründen entschlossen, am 2. März nicht erneut für den Stadtrat zu kandidieren.

Dafür hat das Bürgerforum den ehemaligen Sport-, Schul- und Kulturreferenten Reiner Hartenstein an Land gezogen, der nach langjähriger Mitgliedschaft in der Weber Würzburger Liste (WL) ausgetreten ist, weil er keinen Platz unter den Top Ten der Stadtratsliste bekommen hat.

In einem Bereich hat die WL übrigens die Nase vorn: Ihr OB-Kandidat Dr. Benedikt Kuttenkeuler ist bereits seit mehreren Wochen mit einer eigenen Wahlkampf-Homepage im Internet präsent.

Das Gleiche gilt für den SPD-Kandidaten Georg Rosenthal, dessen Wahl-Homepage ich allerdings eben erst und auch eher zufällig entdeckt habe: www.rosenthal2008.de.

Am Montag will nun auch die Amtsinhaberin endlich nachziehen: So steht es wenigstens derzeit auf www.piabeckmann.de zu lesen. Ich erwarte unter dieser Adresse eine umfassende Bilanz der letzten sechs Jahre aus Sicht der Oberbürgermeisterin.

Matthias Pilz (Grüne) scheint an das Medium Internet etwas sparsamer herangehen zu wollen.

Bewertungen der einzelnen Internet-Auftritte überlasse ich aber gerne dem Experten vom Würzblog.

Nachtrag: Wie erwartet. Der Beckmann'sche Internet-Auftritt ist online, im Mitelpunkt steht die OB-Bilanz "von A bis Z".

Während der Prügel Pizza gegessen

2007-10-18 @ 08:17 in Juristisches

Im Prozess um den so genannten "Pizzamord" in Würzburg hat die einzige Augenzeugin der Tat am Dienstag die Vorwürfe der Anklage weitgehend bestätigt. Die 42-jährige Frau war Mieterin der Wohnung, in der die beiden 34 und 35 Jahre alten Angeklagten am 17. Mai 2006 einen Bekannten gemeinsam totgeschlagen und -getreten haben sollen.

Alle drei Männer kannte die 42-Jährige aus dem Obdachlosen- und Bahnhofsmilieu, mit dem 34-jährigen Angeklagten hatte sie zum Zeitpunkt der Tat eine intime Beziehung. In ihrer kleinen Würzburger Wohnung feierte sie mit den drei Männern ihren Geburtstag nach, als es zu dem Streit um eine Tiefkühl-Pizza kam.

"Da waren wir alle nicht mehr nüchtern", sagte die Frau. Sie bestätigte weitgehend die Aussage ihres früheren Freundes: Vor allem der 35-jährige Angeklagte habe brutal auf den dritten Mann eingeschlagen und eingetreten, weil der die eigens für ihn zubereitete Pizza nicht essen wollte.

Teilweise verspeist wurde die Pizza dann von der Frau und ihrem Freund, während der 105-Kilo-Mann direkt daneben auf dem Bett immer wieder auf das Opfer einschlug. Nach Aussage der Zeugin hat der 35-Jährige gut eine halbe Stunde lang auf seinen Bekannten eingeprügelt. Sie selbst und ihr Freund wollen aus Angst vor dem 35-Jährigen nicht eingegriffen haben: "Wir haben uns zurückgehalten, weil er so in Rage war."

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Pizza-Mord: Angeklagte belasten sich gegenseitig

2007-10-17 @ 09:00 in Juristisches

Gegenseitig belastet haben sich am Dienstag zwei 34 und 35 Jahre alte Männer, die sich wegen gemeinschaftlichen Mordes vor dem Würzburger Schwurgericht verantworten müssen. Ihnen liegt zur Last, am Abend des 17. Mai 2006 in einer Wohnung in Würzburg einen Bekannten totgeprügelt zu haben. Grund für die blutige Tat: Das Opfer soll sich geweigert haben, eine Pizza zu essen.

Eigentlich verstanden sich die drei Männer, die sich aus dem Bahnhofsmilieu kannten, gut miteinander. Das Opfer, ein Obdachloser aus den neuen Bundesländern, sei ein ruhiger, friedlicher Mensch gewesen, betonten beide Angeklagte. „Ich war gerne mit ihm unterwegs, er hat mir geholfen“, meinte der 35-Jährige. Der ehemalige Zugführer und Kurierfahrer soll die Mehrzahl der brutalen Schläge und Tritte geführt haben, die zum Tod seines Bekannten führten.

Am Abend des 17. Mai 2006 hielten sich die beiden Angeklagten nach einem gemeinsamen Zechgelage mit dem späteren Opfer in einer Würzburger Wohnung auf. Als der Obdachlose sich weigerte, eine Pizza zu essen, die die Wohnungsinhaberin auf seine Bitte hin zubereitet hatte, seien die beiden Angeklagten in Wut geraten, sagte Oberstaatsanwalt Erik Ohlenschlager. Zunächst soll der 35-Jährige mit Fäusten und Ellenbogen mehrere Minuten lang auf das Opfer eingeschlagen haben.

Die Schläge waren so massiv, dass eine große Menge Blut floss und das Bett und die Wände in der kleinen Wohnung verschmutzte. Dadurch seien die beiden Männer noch zusätzlich in Wut versetzt worden, so die Anklage. Deshalb sollen sie abwechselnd auf das inzwischen wehrlos am Boden liegende Opfer eingetreten haben. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Männer bei ihren Schlägen und Tritten den Tod ihres Bekannten billigend in Kauf genommen haben.

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Innovationspreise der Mittelstandsunion nach Aschaffenburg, Marktheidenfeld und Euerdorf

2007-10-16 @ 10:39 in Lokales, Politik

Die Firma „TeKaNet“ aus Aschaffenburg und die Warema-Unternehmensgruppe aus Marktheidenfeld gehören in diesem Jahr zu den Preisträgern des Innovationpreises der unterfränkischen Mittelstandsunion. „Wir brauchen Menschen, die für die mittelständische Idee werben“, betonte Bundeswirtschaftminister Michael Glos, der die Auszeichungen am Freitag im „Haus des Frankenweins“ in Würzburg übergab.

Mit fast 500 Mitgliedern in Unterfranken ist die Mittelstandsunion der CSU „ein kräftiges Sprachrohr“, betonte Glos, der als Müllermeister selbst aus einem mittelständischen Unternehmen stammt. Um die Bedeutung des Mittelstandes zu betonen, zitierte der Wirtschaftsminister Winston Churchill: „Der Unternehmer ist das Pferd, das den Karren zieht!“ Von den rund 440.000 neuen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen im Jahr 2006 habe der Mittelstand als Motor der deutschen Wirtschaft über 80 Prozent geschaffen, so Glos. Für das laufende Jahr werde sogar noch ein höhere Zahl erwartet.

Laut Glos hat das Bundeswirtschaftsministerium im Rahmen des Innovationsförderprogramms „Pro Inno II“ seit 1999 insgesamt 71 mittelständische Betriebe aus Unterfranken mit rund 7 Millionen Euro unterstützt. „Hier ist man ein Stück näher an der wirtschaftspolitischen Vernunft als in Berlin“, meinte ein gut gelaunter Glos im Kreise seiner unterfränkischen Parteifreunde.

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