Würzburger Mediziner streiten um teure Beißer
Um kostspieligen Zahnersatz streiten zwei Würzburger Mediziner derzeit vor dem Amtsgericht. Ein Zahnarzt der Uni-Klinik hat einen Patienten verklagt, weil der nicht den vollen Preis für seine teuren Keramik-Verblendungen bezahlen will. Der Patient ist Allgemeinarzt und wirft dem Professor unter anderem vor, beschädigte Teile eingesetzt zu haben.
Schicke Keramik-Verblendungen für 26 Zähne , so genannte „Veneers“, leistete sich der Doktor im Jahr 2005. Für die Privatbehandlung bei einem Professor der Uni-Zahnklinik sollte er insgesamt 15.000 Euro bezahlen. Als er die Behandlung durch den Spezialisten hinter sich hatte, war ihm das allerdings zu viel: Mehrere Verblendungen seien beschädigt gewesen, sagte der Mediziner jetzt im Zivilprozess vor dem Amtsgericht. Ein Veneer habe „Herr Professor“ eingesetzt und mit dem dafür vorgesehenen Spezialkleber befestigt, obwohl es schon vorher einen Haarriss hatte. „Das hatte er vorher auch gesehen. Ich dachte, mich trifft der Schlag“, sagte der Patient vor Gericht.
Der Zahnarzt habe es außerdem versäumt, vor dem Einsetzen der Verblendungen den Biss zu überprüfen. Deshalb mussten die Veneers hinterher stundenlang abgeschliffen werden, um sie in die richtige Passform zu bringen. Der Anwalt des Mediziners sprach von „zwei Stunden Maulsperre“ seines Mandanten und machte dafür 1.000 Euro Schmerzensgeld geltend.
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Unterfränkische Genossenschaftsbanken zufrieden mit 2006
Die unterfränkischen Volksbanken und Raiffeisenbanken konnten sich 2006 über ein Erfolgsjahr freuen. „Unsere Anstrengungen haben sich gelohnt, wir blicken optimistisch in die Zukunft“, sagte der Präsident des Genossenschaftsverbandes, Helmut Haun (Aschaffenburg) am Donnerstag bei der alljährlichen Bilanz-Pressekonferenz in Würzburg.
Die Belebung der Gesamtkonjunktur können die Genossenschaftsbanken an ihrer Bilanzsumme ablesen: Die wuchs um 235 Millionen auf 10,6 Milliarden Euro. Die Steigerung um 2,3 Prozent liegt knapp über dem bayerischen Durchschnitt und ist gleichzeitig die höchste Wachstumsrate seit 1998. Einen großen Anteil haben die acht Volks- und Raiffeisenbanken in Stadt und Landkreis Aschaffenburg mit zusammen 2,15 Milliarden Euro Bilanzsumme. Bei den drei Instituten im Main-Spessart-Kreis sind es 950 Millionen Euro.
Auch bei den Kundengeldern wurde zugelegt, um 2,2 Prozent auf 8,5 Milliarden Euro. Insgesamt ist man bei den 40 unterfränkischen Volks- und Raiffeisenbanken mit den Geschäften 2006 sehr zufrieden: „Vor allem auch deshalb, weil mit dieser Entwicklung zu Jahresbeginn keiner gerechnet hat“, sagte Haun.
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Bündnis fordert Bäder-Bürgerbefragung
Das im vergangenen Jahr gegründete „Aktionsbündnis für den Erhalt von Nautiland und Eisbahn“ wird wieder aktiv: In einem Schreiben an Oberbürgermeisterin Pia Beckmann und die Geschäftsführung der Stadtbau GmbH fordert das Bündnis eine breit angelegte Befragung von Bürgern und Badegästen. Das Ergebnis soll in das geplante Gesamtkonzept für alle Würzburger Bäder einfließen.
Mit einer Kundenbefragung in den Bädern könne man zu Eckpunkten für die zukünftige Entwicklung von Nautiland und Eisbahn gelangen: „Dieser Weg würde auch den oft formulierten Ansprüchen an Bürgerbeteiligung entgegen kommen“, schreibt Bündnis-Sprecher Klaus Friedrich an die OB. Im städtischen Bäderkonzept sollen nach Auffassung des Aktionsbündnisses Gesichtspunkte wie Kundenzufriedenheit, Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität und ein offensiveres Marketing stärker berücksichtigt werden.
Die im Herbst von einem „Runden Tisch“ zusammen mit der Stadtbau erstellten Planungsvarianten für das Nautiland sind für das Bündnis nicht mehr haltbar, seit die neuen Rahmenbedingungen für den Betrieb des Wolfgang-Adami-Bades bekannt geworden sind. Wie berichtet, hat der Stadtrat dem SV 05 Würzburg kürzlich für das Adami-Bad einen deutlich erhöhten Betriebskostenzuschuss von insgesamt 365.000 Euro sowie 248.000 Euro für die dringend benötigte Lüftung der Schwimmhalle bewilligt.
Dem Aktionsbündnis geht es nicht nur um die Zukunft des Nautilands: Auch die Eisbahn „als einzige Würzburger Wintersportmöglichkeit“ soll aus der "bisherigen stiefmütterlichen Behandlung" befreit und in die Überlegungen mit einbezogen werden. Das Aktionsbündnis trifft sich am heutigen Freitag um 20 Uhr in der Gaststätte „Zum Onkel“, Frankfurter Straße 34.
Parkgebühren: Abzocke oder Anpassung?
Notwendige Anpassung oder überflüssige Abzocke der Autofahrer? Die heftig diskutierte Erhöhung der Parkgebühren durch die SVG war am Dienstag Thema des „Stadtgesprächs“ der Mainpost im Rudolf-Alexander-Schröder-Haus. „Mit den alten Preisen kommen wir betriebswirtschaftlich nicht über die Runden“, betonte dabei SVG-Geschäftsführer Thomas Schäfer.
Die SVG hat als Tochterunternehmen der WVV von der Stadt den Auftrag, derzeit 16 Parkhäuser und Parkplätze ohne Zuschüsse aus dem städtischen Haushalt zu bewirtschaften. Durch die Mehrwertsteuer-Erhöhung auf 19 Prozent sei die Anhebung der Gebühren notwendig geworden, erläuterte Schäfer: Die SVG kalkuliert mit rund 200.000 Euro zusätzlichen Einnahmen, bis zu 160.000 Euro davon müssen an den Fiskus weitergegeben werden. An der hohen Auslastung der Parkhäuser, speziell der Marktgarage, hat sich laut Schäfer durch die Preiserhöhung nichts geändert.
Die neuen Preise seien betriebswirtschaftlich gut durchkalkuliert, so Schäfer. Nur wenn jemand anders, namentlich die Stadt oder der Einzelhandel, den Einnahmenausfall ausgleiche, könne man daran denken, die Preise wieder zu senken. Bei den etwa 40 Zuhörern stieß der SVG-Geschäftsführer damit größtenteils auf Unverständnis.
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Verwaltungsgericht: Petrini-Haus fügt sich in die Umgebung ein
Das Projekt „Petrinihaus“ am Unteren Markt hat eine wichtige Hürde vor dem Verwaltungsgericht genommen: Die Richter der 5. Kammer haben im so genannten „vorläufigen Verfahren“ den Antrag eines Vermieters aus der Nachbarschaft gegen den Neubau des Geschäftshauses der VR-Bank abgelehnt.
Der Antragsteller des Verfahrens hat beim Verwaltungsgericht Klage gegen die Baugenehmigung für das Petrinihaus erhoben. Im vorläufigen Verfahren wollte er erreichen, dass bis zur Entscheidung des Gerichts über die Klage nicht mit den Bauarbeiten begonnen werden darf. Diesen Antrag hat die 5. Kammer am Montag abgelehnt: Eine summarischer Prüfung der Argumente des Antragstellers habe ergeben, „dass die Klage voraussichtlich erfolglos bleiben wird“.
Der Kläger hält unter anderem den Baulinienauflageplan für rechtswidrig und fühlt sich wegen zu kleiner Abstandsflächen in seinen Rechten als Nachbar verletzt. Die Verwaltungsrichter sind anderer Meinung. Der Petrini-Neubau füge sich „nach Art und Maß der baulichen Nutzung, der Bauweise und der zu überbauenden Grundstücksfläche in die Eigenart der näheren Umgebung ein“, heißt es in dem Beschluss. Auch „ungesunde Wohn- oder Arbeitsverhältnisse“ seien nicht zu befürchten. Auf eventuelle ästhetische Gesichtspunkte wie die vielzitierte „Beeinträchtigung des Ortsbildes“ kann sich der Kläger als Nachbar nicht berufen.
"Eingeschliffener krimineller Denkstil"
Nicht nur eine langjährige Gefängnisstrafe, sondern auch die Sicherungsverwahrung droht einem 28-jährigen Wiederholungstäter, der sich wegen eines Tankstellenüberfalls vor dem Würzburger Landgericht verantworten muss. „Er hat einen Hang zu erheblichen Straftaten und ist für die Allgemeinheit gefährlich“, sagte Staatsanwalt Frank Gosselke zum Prozessauftakt am Dienstag.
Insgesamt acht Jahre Freiheitsentzug wegen einschlägiger Raubüberfälle hat der 28-Jährige aus dem Raum Nürnberg bereits hinter sich. Erst war es eine zweieinhalbjährige Jugendstrafe, die das Amtsgericht Fürth nach einem Raubüberfall auf einen Lottoladen mit 6.000 D-Mark Beute aussprach. Nachdem er mehr als ein Jahr davon abgesessen hatte und kurz vor seiner Entlassung auf Bewährung stand, kehrte der Angeklagte vom Ausgang zu einem Vorstellungsgespräch nicht mehr ins Gefängnis zurück. Nur wenige Tage später überfiel er, mit einer ungeladenen Gaspistole bewaffnet, dieselbe Lottoannahmestelle in Schwabach, die er im Jahr zuvor schon einmal ausgeraubt hatte.
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CSU konzentriert sich auf Sachthemen
Mit der Diskussion verschiedener Themenschwerpunkte hat sich die CSU bei ihrem Stadtparteitag auf den anstehenden Kommunalwahlkampf vorbereitet. Die Brennpunkte der städtebaulichen Entwicklung sowie Kultur und Soziales standen am Samstag im ehemaligen Mozart-Gymnasium auf dem Programm.
Andere Parteien seien wegen ihrer Suchen nach einem geeigneten OB-Kandidaten derzeit „völlig gelähmt“, die CSU habe einen entscheidenden Vorteil, sagte der Kreisvorsitzende Oliver Jörg vor etwa 60 Zuhörern: „Wir haben die Oberbürgermeisterin und können unsere ganze Kraft auf Sachthemen konzentrieren.“ Politikverdrossenheit kann Jörg in Würzburg nicht ausmachen. In keiner anderen Stadt seien die Bürger so sehr daran interessiert, wie sich die Stadt weiterentwickelt.
Das zeigte sich auch bei den Arbeitsgruppen: Die Diskussion zum Thema städtebauliche Entwicklung war mit Abstand am Besten besucht. Für die Zukunft im Sozialbereich interessierten sich immerhin etwa zwanzig Zuhörer, bei der Kultur waren es nicht mehr als eine Handvoll.
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SPD kündigt "schwergewichtigen Wahlkampf" an
Mit rund 83 Prozent der Stimmen ist der Vorsitzende des SPD-Stadtverbandes, Gerd Eickelpasch, in seinem Amt bestätigt worden. 43 der 52 Delegierten beim SPD-Stadtparteitag gaben dem 55-Jährigen am Freitag ihre Stimme. Eickelpasch kündigte eine „schwergewichtige Kampagne“ der Sozialdemokraten für ihren OB-Kandidaten an.
Vor zwei Jahren setzte sich Eickelpasch unter Ausschluss der Öffentlichkeit in einer Kampfabstimmung mit 40 zu 34 Stimmen gegen Stadtrat Marco Schneider durch. Am Freitag trat er öffentlich und ohne Gegenkandidaten an und bat die Genossen im Hinblick auf den Kommunalwahlkampf darum, das Team für die kommenden zwei Jahre „mit einem guten Vertrauensvorsprung auszustatten“. Den bekam der 55-Jährige ebenso wie seine Vorstandskollegen: Im Amt des geschäftsführenden stellvertretenden Vorsitzenden wurde Manfred Ueberham bestätigt, Schatzmeisterin Jutta Henzler erhielt sogar hundert Prozent der Stimmen.
Das lag vielleicht auch daran, dass Henzler vorher über stabile Mitgliederzahlen (rund 600) und eine gefüllte Wahlkampf-Kasse berichten konnte: 139.000 Euro haben die Würzburger Sozialdemokraten derzeit auf dem Konto. Damit wollen sie laut Eickelpasch einen „schwergewichtigen“ Wahlkampf für ihren Oberbürgermeisterkandidaten führen, der am 10. Mai im Fechenbachhaus nominiert werden soll: „Das hat für uns eine eigene Priorität.“ Eine Woche nach dem SPD-Landesparteitag, der Mitte Juli im Congress Centrum stattfindet, will die WürzburgSPD dann ihre Stadtratsliste aufstellen.
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Leighton Barracks: "Fell des Bären nicht zu früh verteilen"
Obwohl noch nicht sicher ist, ob und wann die US-Armee die Leighton Barracks verlässt, hat Oberbürgermeisterin Pia Beckmann am Freitag erneut die Pläne einer Uni-Erweiterung auf dem Kasernen-Gelände bekräftigt. „Das muss als einmalige Chance genutzt werden“, sagte die CSU-Frau in ihrem Grußwort zum Auftakt der Regionalkonferenz der SPD-Landtagsfraktion im Congress-Centrum.
Ein gerechteres Bayern mit gleichwertigen Lebensbedingungen in allen Landesteilen fordert die Landtags-SPD. Deshalb tourt die Fraktion in 23 Regionalkonferenzen durch den gesamten Freistaat, um mit den Entscheidungsträgern vor Ort über Chancen und Probleme zu diskutieren. Der Auftakt fand gestern in Würzburg statt, das Thema lautete „Wissen, Konversion und Kompetenz“.
Da passt es gut, was sich das Rathaus und die Universität als Zukunftsvision für die Leighton Barracks ausgedacht haben: Nach dem Abzug der Amerikaner, mit dem 2008 gerechnet wird, soll dort der Hubland-Campus der Uni mit staatlicher Unterstützung erweitert werden.
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SPD fordert gleichwertige Lebensbedingungen in ganz Bayern
Bayern soll gerechter werden: Mit der Forderung von gleichwertigen Lebensbedingungen für den ganzen Freistaat hat die Landtagsfraktion der SPD in Würzburg eine Serie von 23 Regionalkonferenzen gestartet. Durch eine Stärkung der einzelnen Regionen soll der Wachstumsmotor am Laufen gehalten und sichere Arbeitsplätze geschaffen werden, sagte Fraktionschef Franz Maget.
Chancen dazu gebe es in ganz Bayern, nicht nur im bisherigen oberbayerischen „Wachstumskern“ in der Region München. Die SPD fordert deshalb ein „regionales Management der Probleme und Chancen unter Einbeziehung der Entscheidungsträger vor Ort“, betonte Maget. Er mahnte vor allem gleiche Zukunfts- und Ausbildungsperspektiven für junge Menschen an: „Es darf nicht sein, dass die Bildungschancen in Bayern vom Geldbeutel der Eltern abhängen oder von der Region, in der man lebt.“
Finanzmittel in Milliardenhöhe sollten besser in den Ausbau von Bildung und Wissenschaft gesteckt werden als in das „verkehrstechnisch sehr fragwürdige Projekt“ Transrapid in München. Entscheidend ist nach Ansicht der Landtags-SPD auch ein rascher Ausbau der Erneuerbaren Energien als technologische Antwort auf den Klimawandel. Darin steckt laut Maget ein großes wirtschaftliches Potenzial, „das man in jeder Region erkennen und weiterentwickeln muss“. Die Sozialdemokraten setzen außerdem auf eine Landwirtschaft ohne Gentechnik, auf eine moderne Verkehrs-Infrastruktur und den Ausbau der Kinderbetreuung und der Ganztagsschulen.
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Des Würzburg-Rätsels einundzwanzigster Teil
Doch schon wieder fast zwei Wochen rum seit dem letzten Rätsel-Teil - wie die Zeit vergeht .....
Inzwischen habe ich meine Fragen noch einmal überprüft und den zwnzigsten Teil (alles andere war korrekt) nach dem Hinweis von Al Gore korrigiert - gut aufgepasst, Al!
Frage Nummer 21 dreht sich wieder mal um ein Würzburger Wahrzeichen. Genauer gesagt, um den Teil der Festung, der einem ins Auge springt, wenn man die Leistenstraße Richtung Höchberg hochfährt.
Soweit ich weiß, ist dieser viergeschossige Geschützturm (wurde 1724-1729 von Balthasar Neumann zur Sicherung der Südflanke der Festung errichtet) nur selten von innen zu besichtigen.
Ich war aber noch nicht drin, sondern fahre/radle/laufe immer nur vorbei. Die Frage: Wie heißt er, der Turm? (Und warum heißt er so?)
Gesucht ist der siebte Buchstabe des Namens, er steht im Lösungswort (garantiert) an erster Stelle.
Teilnehmerschwund beim Gedächtnislauf
Deutlich weniger Teilnehmer als bisher erwartet die deutsche Lepra- und Tuberkulose-Hilfe (DAHW) beim Gedächtnislauf von Würzburg nach Gemünden, der morgen zum 13. Mal stattfindet.
Weil die DAHW in diesem Jahr an Stelle freiwilliger Spenden eine feste Teilnahmegebühr verlangt, sind die Voranmeldungen stark zurückgegangen.
„500 Teilnehmer werden wir schaffen“, ist sich Organisator Günther Hussy sicher.
Zuletzt gingen regelmäßig über 1.000 Gedächtnisläufer auf die Strecke über Margetshöchheim (9km), Himmelstadt (21 km) und Karlstadt (28 km) bis nach Gemünden (44 Kilometer).
Der Start erfolgt am Samstag um 11 Uhr am Festzelt des Frühjahrsvolksfestes, Kurzentschlossene können sich bis 9.30 Uhr nachmelden.
Nachtrag: Laut DAHW waren 549 Teilnehmer dabei, 66 liefen bis nach Gemünden, gewonnen hat natürlich wieder Dr. Gerald Lehrieder.
Landesliga-Derby am Samstag
In der Landesliga Nord müssen die Würzburger Kickers weiter auf ihren ersten „Dreier“ nach der Winterpause warten. Nach dem 1:1 im Derby gegen Höchberg mussten sich die Rothosen mit einem 0:0 beim SV Friesen zufrieden geben und sind im Rennen um den Bayernliga-Aufstieg weiter zurückgefallen.
Tabellenführer FC 05 Schweinfurt landete einen 2:0-Sieg bei den „Kracken“. Im Abstiegskampf musste der TSV Lengfeld eine 0:4-Schlappe in Mitterteich hinnehmen. Am Samstag (15 Uhr, Kickers-Stadion am Dallenberg) kommt es zum Würzburger Derby zwischen den Rothosen und Lengfeld.
Würzburger Tischtennis-Cracks im Europapokal-Finale
Hochspannung bis zum letzten Ballwechsel in der Heuchelhof-Halle: Nach zwei Begegnungen mit zehn Spielen im Europapokal-Halbfinale entschied nur ein einziger Satz zu Gunsten der Müller Würzburger Hofbräu (MWH). Im Rückspiel gegen den TTC Fulda-Maberzell siegten die Würzburger am Sonntag vor 700 Zuschauern mit 3:2 und glichen damit die Hinspiel-Niederlage (2:3) aus.
Weil die MWH-Profis in der Endabrechnung einen Satz mehr gewonnen haben (22:21) als die Hessen, zogen sie zum zweiten Mal nach 2005 in das Finale des europäischen ETTU-Pokals um den „Nancy-Evans-Cup“ ein.
Dass das Halbfinale bis zum Schluss offen blieb, lag an einem Ex-Würzburger: Feng Zhe gewann in den beiden Begegnungen alle vier Einzel gegen seinen ehemaligen Verein. Beim Rückspiel lag der Chinese mit bulgarischem Pass gegen Chu Yan Leung mit 1:2 und gegen Tan Ruiwu sogar mit 0:2 Sätzen im Hintertreffen, drehte beide Partien aber noch zu seinen Gunsten.
Tan Ruiwu hatte zuvor Tischtennis-Legende Jan Ove Waldner mit 3:1 geschlagen, Evgeni Chetinin besiegte Qingyu Meng mit dem selben Ergebnis. Beim Spielstand von 2:2 musste somit das letzte Duell des Tages über den Einzug in die Endspiele gegen Borussia Düsseldorf entscheiden.
Leung machte es gegen „Oldie“ Waldner besonders spannend: Mit 1:2 lag der Würzburger Spitzenspieler nach Sätzen zurück, bewies dann aber Nervenstärke. Nach einem 2:4-Rückstand im entscheidenden fünften Durchgang holte der Hongkong-Chinese sechs Punkte in Folge und gewann den Satz mit 11:6.
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Residenzlauf-Anmeldungen lassen noch zu wünschen übrig
Am 29. April um 10.45 Uhr geht es los: Beim Würzburger Residenzlauf werden wieder tausende Hobbyläufer aller Altersklassen ihre Runden rund um das Weltkulturerbe drehen. Allerdings lassen die Voranmeldungen zur mittlerweile 19. Auflage noch ein wenig zu wünschen übrig.
Nach dem Rekordjahr 2006, als 5.304 Teilnehmer gemeldet hatten, liegt die Latte hoch für das Veranstalter-Team um Organisationschef Peter Müller-Reichart und den sportlichen Leiter Alfred Langenbrunner. Exakt 1.071 Anmeldungen lagen Mitte der vergangenen Woche vor. Das sind zwar bereits mehr Teilnehmer als bei der Residenzlauf-Premiere im Jahre 1989, als 1.028 Läufer dabei waren, aber für die Veranstalter noch zu wenig: Vor allem die Meldungen für die Aktion „Kinder und Jugendliche laufen für ihre Gesundheit“ gehen nur zögerlich ein.
Bei der vom Gesundheitsamt und Sponsoren unterstützten Aktion können alle Kindergartengruppen und Schulklassen aus der Region, die mindestens die Hälfte ihrer Kinder melden, für die symbolische Gebühr von einem Euro pro Person an den Start gehen. Für Kindergartenkinder wurde die Strecke eigens von einem Kilometer auf 600 Meter verkürzt.
Anmeldeschluss für die Aktion ist bereits am 28. März: „Die Schulen müssen jetzt Dampf machen“, fordert Langenbrunner. Alle übrigen Teilnehmer haben Zeit bis 16. April. Anmeldeformulare liegen ab kommendem Dienstag an den bekannten Stellen aus, noch leichter geht es im Internet.
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TGW-Frauen gewinnen erwartungsgemäß am "grünen Tisch"
Das am Samstag wegen Abwesenheit des Gegners ausgefallene Heimspiel der TG maxi dsl Würzburg gegen den TV Langen ist vom Spielleiter der 2. Basketball-Bundesliga der Frauen wie erwartet mit 1:0 zu Gunsten der TGW gewertet worden.
"Der Spielleiter hat trotz des Unfalls auf der A3 nicht auf höhere Gewalt entschieden, da die Anreise mit dem Bus in der eigenen Verantwortung liegt", teilte TGW-Abteilungsleiter Jürgen Cymara mit: "Für uns heißt der Sieg einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht zu haben. Aufgrund der Ergebnisse der anderen Mannschaften des letzten Wochenende (alle Konkurrenten haben auch gewonnen) benötigen wir aus den letzten beiden Spielen einen Sieg, um sicher in der Liga zu bleiben. Sollten wir beide Spiele gewinnen, sind aufgrund des besseren direkten Vergleichs sogar noch die Plyoffs möglich."
Am Sonntag haben die TGW-Frauen (15.45 Uhr, Sportzentrum Feggrube) den Tabellendritten TG 1889 Sandhausen zu Gast, zum Abschluss der Punkterunde müssen sie dann zum direkten Konkurrenten nach Jena reisen.
Fleißige Würzburger Staatsanwälte
Die Arbeitsbelastung bleibt hoch, die 42-Stunden-Woche ein Wunschtraum: Ein Drittel mehr Ermittlungsverfahren als eigentlich vorgesehen hatte die Staatsanwaltschaft Würzburg im vergangenen Jahr wieder auf dem Tisch. „Wir haben gut gearbeitet“, bilanzierte Leitender Oberstaatsanwalt Clemens Lückemann am Montag vor der Presse.
Ein Würzburger Staatsanwalt hat 2006 – wie auch im Jahr davor – rechnerisch die Arbeit von 1,3 Staatsanwälten erledigt. 23.895 neue Ermittlungsverfahren gingen ein, 23.980 Verfahren wurden erledigt. Mit dem Engagement aller Mitarbeiter ist Lückemann dementsprechend sehr zufrieden. Die 25 Würzburger Staatsanwälte, (10 Frauen, 15 Männer, Altersdurchschnitt 36 Jahre) müssen regelmäßig Überstunden machen. „Von der 42-Stunden-Woche können wir nur träumen. Wir arbeiten weiterhin an der Grenze der Belastbarkeit“, so der Behördenleiter.
Das hat man offenbar auch im Justizministerium erkannt. Ab Mai bekommt die Abteilung für Wirtschaftskriminalität, die für ganz Unterfranken zuständig ist, eine halbe Staatsanwaltsstelle hinzu.
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Hat HIV-positiver Afrikaner ein Kind missbraucht?
Einem 38 Jahre alten Kenianer, der von der kleinen Zeitung mit den vier großen Buchstaben fälschlicherweise als "Aids-Mann" bezeichnet wurde, droht eine neue Anklage, unter anderem wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern. Erst im Januar wurde der Discjockey wegen der Ansteckung von Frauen mit dem Aids-Virus vom Würzburger Schwurgericht zu fünfeinhalb Jahren Gefängnis verurteilt.
Wie die Staatsanwaltschaft gestern auf Anfrage mitteilte, haben sich mittlerweile drei weitere Opfer des Afrikaners gemeldet. Auch diese Frauen werfen dem 38-Jährigen vor, ungeschützt mit ihnen geschlafen zu haben, ohne sie vorher über seine HIV-Infektion aufzuklären. In einem Fall soll das Opfer noch keine 14 Jahre alt gewesen sein.
"Unsere Ermittlungen haben ergeben, dass der Beschuldigte das auch wusste", sagte Oberstaatsanwalt Thomas Bellay. Er wird gegen den Kenianer voraussichtlich Anklage wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern sowie versuchter gefährlicher Körperverletzung erheben. Keine der drei Frauen, die sich jetzt gemeldet haben, seien mit dem HI-Virus ínfiziert. Sie seien aber schockiert gewesen, als sie durch die Berichterstattung über den »Aids-Prozess« erfuhren, dass der 38-Jährige HIV-positiv ist, so Bellay.
Wegen seiner ungeschützten sexuellen Kontakte zu insgesamt sechs Frauen im Alter von 16 bis 24 Jahren wurde der Kenianer vor zwei Monaten vom Landgericht Würzburg wegen vollendeter und versuchter gefährlicher Körperverletzung verurteilt. Zwei der Frauen sind mit dem Aids-Erreger infiziert. Das Urteil ist mittlerweile rechtskräftig.
"Versteckte" Kundgebung für NPD-Verbot
Nur schwach besucht war am Samstag die Kundgebung zur Unterstützung der bundesweiten NPD-Verbotskampagne in Würzburg. Hauptgrund dafür war wohl der Ort: Statt in der belebten Innenstadt auf die Aktion aufmerksam zu machen, wählten die Organisatoren vom Würzburger Kreisverband der „Vereinigung der Verfolgten des Nazi-Regimes – Bund der Antifaschisten“ (VNN-BdA) die Stelle am Eingang zum Hofgarten gegenüber dem Eingang zum Rosenbach-Palais und stellten sich unter das Oegg-Denkmal. Weil etwa ein Dutzend Passanten stehen blieben, konnte man schließlich knapp 30 Teilnehmer zählen.
„Das ist doch eine bekannte Stelle für solche Aktionen“, meinten die Veranstalter. „NoNPD – NPD-Verbot jetzt!“ und „Faschischmus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen“ stand auf ihren Spruchbändern, davor hatte sich auch eine kleine Gruppe Jugendlicher aus der linken Szene mit ihren Bierflaschen niedergelassen.
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"Bissige" Auseinandersetzung unter Alkohol
Eine ausgesprochen „bissige“ Auseinandersetzung lieferten sich zwei junge Männer in einem Würzburger Vereinsheim: Ein 21-Jähriger biss seinen Kontrahenten ins linke Ohr, der revanchierte sich mit einem Biss in den Zeigefinger. Der 21-Jährige wurde vom Amtsgericht wegen Körperverletzung verurteilt. Die Entscheidung darüber, ob er dafür eine Jugendstrafe bekommt, wurde zur Bewährung ausgesetzt.
Der 21-jährige Würzburger ist kein unbeschriebenes Blatt: Schon dreimal wurde er von Jugendrichter Peter Wohlfahrt verurteilt, weil er betrunken Straftaten begangen hat. Deshalb landete er dieses Mal vor dem Jugendschöffengericht, obwohl der neueste Fall vergleichsweise harmlos ist. Fast zwei Promille Alkohol hatte der Angeklagte im Blut, als er Anfang November in dem Vereinsheim einen heftigen Zeit vom Zaun brach. Ein anderer Heranwachsender geriet als Schlichter zwischen die Fronten und wurde dafür vom Angeklagten geschubst und ins Ohr gebissen. Trotzdem ging es für den 21-Jährigen als Wiederholungstäter um viel: „Seit vier Jahren tauchen sie hier immer wieder auf“, schimpfte Wohlfahrt.
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