Enkelin missbraucht: Verfahren ausgesetzt
Überraschende Wende im Missbrauchs-Prozess gegen einen 64-jährigen Rentner aus Gemünden: Statt das Urteil zu verkünden, setzte die Große Jugendkammer des Würzburger Landgerichts am Dienstag das Verfahren aus, um ein weiteres psychiatrisches Gutachten einzuholen.
Staatsanwalt Dr. Konrad Döpfner hatte zuvor beantragt, den 64-jährigen Angeklagten wegen acht Fällen des sexuellen Missbrauchs und schweren sexuellen Missbrauchs seiner Enkelin zu viereinhalb Jahren Gefängnis zu verurteilen.
„Über die Strafhöhe hatten wir uns schon geeinigt“, berichtete der Vorsitzende Richter Dr. Arno Heß. Doch bei der Urteilsberatung kamen offenbar Zweifel darüber auf, ob die Voraussetzungen für die vom Staatsanwalt beantragte Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus vorliegen.
Wie berichtet, hat der Angeklagte gestanden, seine damals zehn und elf Jahre alte Enkelin zwischen April 2005 und September 2006 mehrfach missbraucht zu haben. Die von der Staatsanwaltschaft zur Anklage gebrachten acht Übergriffe „sind das absolute Minimum einer unbestimmten Vielzahl von Taten. Mehr ist leider nicht sicher genug feststellbar“, betonte Staatsanwalt Döpfner. Er hatte im Gegensatz zum Gericht kein Problem damit, seinen Antrag auf das Gutachten des Würzburger Psychiaters Dr. Detlev Blocher zu stützen.
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HIV-infizierter Kenianer soll 13-Jährige vergewaltigt haben
Weil er im August 2004 ein damals 13-jähriges Mädchen zum Sex gezwungen haben soll, muss sich ein mit dem HIV-Virus infizierter Kenianer aus Würzburg erneut vor Gericht verantworten.
Am 17. Januar 2007 war der Musiker vom Würzburger Landgericht zu fünfeinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden, weil er mit mindestens sechs Frauen aus Würzburg und Nürnberg trotz seiner HIV-Infektion ungeschützten Geschlechtsverkehr hatte. Zwei der Frauen wurden dabei mit dem Aids-Erreger infiziert.
Im Laufe des Prozesses wurden weitere Vorfälle bekannt, die die Staatsanwaltschaft Würzburg jetzt zum Gegenstand einer neuen Anklage gegen den Kenianer gemacht hat. Betroffen sind drei Frauen aus dem Raum Würzburg, von denen sich zum Glück keine mit dem HIV-Virus infiziert hat.
Der gravierendste Fall betrifft eine heute 17-Jährige, die der Afrikaner im Alter von 13 Jahren gegen ihren Willen in einer Wohnung im Kreis Würzburg zum ungeschützten Geschlechtsverkehr gezwungen haben soll. Dabei soll er das Alter der Schülerin gekannt haben.
Wie Oberstaatsanwalt Thomas Bellay auf Anfrage bestätigte, hat er den 40-Jährigen wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern, Vergewaltigung und drei Fällen der versuchten gefährlichen Körperverletzung zum Landgericht angeklagt. Ein Termin für den Prozess steht noch nicht fest.
73-Jähriger belästigte Arzthelferin
Absolut uneinsichtig zeigt sich ein Rentner aus Würzburg, der eine 21 Jahre alte Arzthelferin in der Praxis auf üble Weise sexuell belästigt hat. Der 73-Jährige gab nur einen harmlosen Kuss zu und muss jetzt die Konsequenzen tragen: Das Amtsgericht Würzburg verurteilte ihn am Donnerstag zu eineinhalb Jahren Gefängnis - ohne Bewährung.
Bevor der 73-Jährige nach Deutschland übersiedelte, war er Ingenieur und Geschäftsführer einer großen Firma, die Gasleitungen von Russland nach Deutschland verlegte. In Würzburg lebt er mit seiner Frau von Sozialhilfe. Vor Gericht versuchte er, sich sich als schwacher alter Mann darzustellen.
Die 21-jährige Arzthelferin, die in einer Innenstadt-Praxis mehrmals mit ihm zu tun hatte, hat ihn aber ganz anders in Erinnerung. Nach der Injektion eines Schmerzmittels am 20. November 2007 war sie mit dem 73-Jährigen allein in einem kleinen Behandlungsraum, als er plötzlich zudringlich wurde.
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Abbau im Gehirn führte zu Missbrauch der Enkelin
Dass ein 64-jähriger Rentner aus Gemünden sich immer wieder an seiner Enkelin vergangen hat, als das Mädchen noch nicht einmal zwölf Jahre alt war, ist nach Ansicht von Gutachter Dr. Detlef Blocher aus Würzburg hauptsächlich auf eine organisch bedingte Persönlichkeitsstörung zurückzuführen. Blocher geht von einer nicht unerheblichen Rückfallgefahr aus und empfahl der Jugendkammer des Würzburger Landgerichts die Unterbringung des 64-Jährigen in der Psychiatrie.
Wie berichtet, hat der Angeklagte gestanden, seine Enkelin im Alter zwischen neun und elf Jahren immer wieder sexuell missbraucht zu haben.
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Fotoclub Würzburg stellt im Rathaus aus

Mit einer Dunkelkammer in der Residenz und Club-Treffen im Amerikahaus ging es nach dem Krieg los. Inzwischen gibt es den Fotoclub Würzburg seit 60 Jahren: Grund genug für eine Jubiläumssausstellung mit 120 Fotografien der Club-Mitglieder im Rathaus-Foyer.
„FC“ kennt man normalerweise als Abkürzung für „Fussball-Club“. Der Fotoclub Würzburg hat nach den Worten seines stellvertretenden Vorsitzenden Otto Kindermann einiges mit dem Sport gemein: „Auch wir trainieren regelmäßig, gute Qualität kommt nicht über Nacht und auch nicht von der besten Ausrüstung“, zitierte Kindermann den Vereins-Vorsitzenden Kurt Treumann, der bei der Austellungseröffnung am Mittwoch nicht persönlich anwesend sein konnte.
Von der Qualität der Fotoclub-Bilder können sich die Besucher im Rathaus überzeugen: Farbig und schwarz-weiss, traditionell fotografiert oder künstlerisch am Computer verfremdet sind die Bilder, die in Würzburg, in der japanischen Partnerstadt Otsu und anderen Ländern entstanden sind.
„Diese Ausstellung ist ein mehrgängiges Menü, eine Art Zeitreise“, so Kindermann. Gezeigt werden auch prämierte Bilder, mit denen die Clubmitglieder bei Wettbewerben überzeugten. „Es fällt mir schwer, das Wort Amateurfotograf zu verwenden. Ihre Arbeit ist professionell“, meinte Oberbürgermeister Georg Rosenthal. Der Fotoclub erfülle auch eine wichtige Chronistenpflicht, in dem er seit 60 Jahren die Stadtgeschichte dokumentiere´, so Rosenthal: „Sie zeigen die Veränderung der Stadt nach dem Zweiten Weltkrieg.“
Die Ausstellung „60 Jahre Fotoclub Würzburg“ ist noch bis Donnerstag, 29. Mai, von Montag bis Donnerstag von 8 Uhr bis 18 Uhr und am Freitag von 8 bis 14 Uhr zu sehen.
Neuer OB, aber die gleichen Bürgermeister
Der Wachwechsel im Würzburger Rathaus ist vollzogen: Am Freitag wurde der neue SPD-Oberbürgermeister Georg Rosenthal vom ältesten Stadtratsmitglied Dr. Klaus Zeitler (Würzburger Liste) vereidigt.
Bei der Besetzung der beiden Bürgermeister-Posten gab es keine Überraschung: Nach Verhandlungen im Vorfeld zwischen CSU und SPD wurden Dr. Adolf Bauer (CSU) und Marion Schäfer (SPD) jeweils mit großer Mehrheit wiedergewählt.
„Wir haben mit der SPD bis vor wenigen Stunden über Inhalte, Posten und Personen gesprochen“, sagte CSU-Fraktionschef Thomas Schmitt. Auf der Suche nach „Gestaltungsmehrheiten“ für die kommenden sechs Jahre – CSU und SPD haben gemeinsam mit 28 Sitzen eine absolute Mehrheit im Stadtrat – hat man sich dabei auch auf die beiden stellvertretenden Bürgermeister geeinigt.
CSU-Mann Dr. Adolf Bauer, seit zwölf Jahren 2. Bürgermeister der Stadt, blieb ohne Gegenkandidaten und erhielt 35 von 51 Stimmen. Einige Stimmen wurden auch für Alt-OB Jürgen Weber, die abgewählte Oberbürgermeisterin Pia Beckmann und CSU-Stadtrat Willi Dürrnagel abgegeben.
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Rosenthal-Heimspiel bei der DGB-Maikundgebung
Ein Heimspiel hatte Oberbürgermeister Georg Rosenthal bei seiner ersten Rede im neuen Amt. Bei der traditionellen Mai-Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) am „Tag der Arbeit“ sprach Rosenthal ein fünfminütiges Grußwort und wurde mit freundlichem Applaus empfangen.
„Liebe Kolleginnen und Kollegen. Heute ist mein erster Tag als Oberbürgermeister der Stadt Würzburg, und mein Weg führt direkt hier zu dieser Kundgebung“, begrüßte SPD-Mann Rosenthal mehrere hundert Zuhörer im Biergarten des Talavera-Schlößchens. Zuvor hatten am Demonstrationszug nach Polizeiangaben etwa 650, laut Veranstalter rund 800 Menschen teilgenommen. Nach einem heftigen Regenguss waren es bei der Kundgebung nicht mehr ganz so viele.
Rosenthal unterstützt den Kampf der Gewerkschaften gegen die Zunahme von Leiharbeit und für einen Mindestlohn in allen Branchen. „Gute Arbeit muss auch fair bezahlt werden. Man muss von seiner Arbeit leben können“, so der neue Oberbürgermeister. Der Mindestlohn sei aber nur „eine Auffangleine, die man nicht überdehnen darf“.
Der DGB-Slogan zum diesjährigen Tag der Arbeit lautete „Gute Arbeit muss drin sein.“ Den Mindestlohn will der DGB im Freistaat mit einem Volksbegehren unter dem Motto „Bayern voran – Mindestlohn jetzt!“ durchsetzen, das am 1. Mai offiziell gestartet wurde. Die „Abschaffung von Armutslöhnen“ sei Ziel Nummer eins der Gewerkschaften, betonte der DGB-Regionsvorsitzende Gerd Söhnlein. 25.000 Unterschriften braucht der DGB zur Durchsetzung eines Volksentscheids. „Die Abwärtspirale bei den Löhnen muss gestoppt werden“, so Söhnlein.
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Rosenthal schickte die Ruderer in die neue Saison
Die allererste offizielle Amtshandlung war für den neuen Oberbürgermeister Georg Rosenthal nach eigenen Worten „eine sehr angenehme“.
Um exakt 10.35 Uhr gab er am Mai-Feiertag per Fahne das Startkommando beim tradionellen „Anrudern“ der Würzburger Rudervereine. Als langjähriger Vorsitzender des Würzburger Fußballvereins fühlte sich Rosenthal auch auf der fahnengeschmückten Barkasse bei den Rudersportlern wohl.
Vor der malerischen Kulisse von Festung, Löwenbrücke und Käppele hatten sich bei sonnigem Wetter zahlreiche Ruderer auf dem Main versammelt, um gemeinsam in die neue Saison zu starten. „Ein ideales Bühnenbild“, sagte der Vorsitzende des Regatta-Vereins, Klaus Reinfurt.
Der CSU-Stadtrat hatte für den SPD-Oberbürgermeister eine gute Nachricht: „Der Main ist für die Ruderer eine öffentliche Sportarena, die den Haushalt der Stadt nicht belastet.“
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Neue Tiefgaragenzufahrt durch das Rathaus
Durch ein großes rechteckiges Loch in der Außenwand des Würzburger Rathauses geht es künftig hinunter in den Untergrund: Ab der kommenden Woche können die Benutzer der Würzburger Marktgarage unter dem Amtssitz des neuen Oberbürgermeisters Georg Rosenthal hindurch in die Tiefgarage unter dem Marktplatz fahren.
Vorbei an zwanzig VIP-Parkplätzen für die Rathausspitze geht es in zwei Spuren auf die beiden Ebenen der Marktgarage, die über 300 Stellplätze mitten in der Stadt bietet.
Noch fehlt der Anstrich an der Außenmauer, auch das Gerüst vor dem Eingang wurde erst in allerletzter Minute entfernt. Die neue zweispurige Zu- und Ausfahrt in der Karmelitenstraße wurde kürzlich als letzte Amtshandlung der scheidenden Oberbürgermeisterin Pia Beckmann offiziell eingeweiht.
Auch die abgewählten Stadtratsmitglieder, die aus dem Amt verabschiedet wurden, sollten noch den Abschluss einer „riesengroßen Umbaumaßnahme“ feiern dürfen, sagte Beckmann. Nach der Eröffnung des heftig umstrittenen VR-Bank-Gebäudes am Unteren Markt sei ein weiterer wichtiger Schritt zum Abschluss der Marktplatz-Sanierung getan.
Die bisherige einspurige Zufahrtsspindel vor dem Hauptportal der Marienkapelle wird ab Mitte Mai zurückgebaut. „Dann werden auch die Kritiker sehen, welche Aufwertung die gesamte Maßnahme für den Marktplatz und die Stadt bedeutet“, betonte die OB. Bis zum Weihnachtsmarkt soll alles fertig sein. Als einfache Stadträtin will Beckmann dafür einsetzen, dass die bisherige Tiefgaragenzufahrt am Unteren Markt über die Rückermainstraße vom Marktplatz verkehrsberuhigt wird.
Döner-Verkäufer fasste Schülerin an die Brust
Der Richter glaubte dem Opfer: Weil er einer 13-jährigen Schülerin an die Brust gefasst hat, wurde ein Döner-Verkäufer aus Würzburg am Mittwoch wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern zu sieben Monaten Gefängnis auf Bewährung verurteilt.
Der Angeklagte ist Verkäufer an einem türkischen Imbiss in unmittelbarer Nachbarschaft einer Schule. Bei Schülern und Nachbarn ist er bis zum heutigen Tag bekannt und sehr beliebt. In seinem Umfeld kann sich niemand vorstellen, dass er in böser Absicht einem jungen Mädchen an die Brust gefasst hat.
„Das sind doch alles meine Kinder. Ich habe sie nur ab und zu wie ein Vater umarmt“, gab der Döner-Verkäufer zu Protokoll. Seit sechs Jahren ist er in Deutschland, in der Türkei hat er zwei erwachsene Kinder. Die einzige Schülerin, die nicht nur Gutes über ihn zu berichten weiß, ist eine 13-Jährige: Sie erzählte Ende September einigen Mitschülerinnen, der Angeklagte habe ihr an die Brust gefasst.
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Wegen Zigarette: Heftige Schläge mit der Baby-Flasche
Rauchen ist und bleibt ungesund: Weil er sich in einer Würzburger Straßenbahn eine Zigarette angezündet hatte, geriet ein 28-jähriger Arbeitsloser in Streit mit einer Frau. Nach gegenseitigen Beleidigungen wurden beide Parteien handgreiflich: Die Frau schlug dem 28-Jährigen eine gläserne Babyflasche gegen den Kopf, der Mann und seine Ehefrau sollen mit Springerstiefeln zugetreten haben.
Am Ende hatte die 30-jährige Mutter, die ihr Kleinkind bei der Auseinandersetzung dabei hatte, eine riesige Beule an der Stirn und musste im Krankenhaus behandelt werden. Der 28-Jährige hatte vom Schlag mit der Baby-Flasche eine Platzwunde an der Stirn.
„Ich weiß auch nicht mehr, warum ich mit der Flasche auf ihn eingeschlagen habe, Wahrscheinlich wegen der Beleidigungen“, sagte die 30-Jährige vor dem Schöffengericht. Sie wurde bereits wegen gefährlicher Körperverletzung rechtskräftig zu einer saftigen Geldstrafe verurteilt.
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Missbrauch einer Patientin: Psychiater bekommt elf Monate mit Bewährung
Keine Wiederholungsgefahr sieht das Würzburger Landgericht im Fall eines Nervenarztes, der eine sexuelle Beziehung mit einer schwer kranken Patientin hatte. Vom Amtsgericht Würzburg war der 56-jährige Psychiater Ende Juni 2007 wegen „sexuellen Missbrauchs unter Ausnutzung eines Behandlungsverhältnisses“ in 13 Fällen zu einem Jahr und fünf Monaten Gefängnis auf Bewährung verurteilt worden. In der Berufung reduzierte die 3. Strafkammer des Landgerichts die Strafe jetzt auf elf Monate Haft mit Bewährung.
Im Mittelpunkt des Prozesses stand, wie schon in der ersten Instanz, der Missbrauch des Vertrauensverhältnisses zwischen Arzt und psychisch kranker Patientin. Nach dem Tod seiner Ehefrau im Jahr 2005 hatte 56-Jährige eine sexuelle Beziehung mit der heute 38-Jährigen begonnen.
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Gelungene Premiere für Ein-Runden-Kurs
Eine weitgehend gelungene Premiere feierte am Sonntag der neue Ein-Runden-Kurs beim Würzburg-Marathon. Bei schönsten Frühlingswetter kamen deutlich mehr Zuschauer als bisher an die Strecke und feuerten die rund 4.200 Starter an. (Video auf maxfun.de).
Allerdings gab es auch leichte Geburtswehen, der neue Kurs mit deutlich mehr Innenstadt-Strecke bereitete den Streckenposten an einigen Stellen Probleme. So legten viele Walking-Teilnehmer nur etwa zehn an Stelle von sechzehn Kilometern zurück, weil sie in der Münzstraße falsch geleitet gewurden. Sie dürfen im nächsten Jahr kostenlos teilnehmen.
Erboste Anrufe erhielt Organisationschef Günther Herrmann auch von mehreren Halbmarathon-Läufern, die im Frauenland von einem Streckenposten in die falsche Richtung geschickt wurden, dann umkehren mussten und deshalb die angestrebte Zeit nicht laufen konnten.
Die Streckenposten in der Fußgängerzone waren vor allem wegen der zahlreichen Zuschauer, die die Strecke queren wollten, im Dauerstress. „Ganz schönes Chaos hier“, sagte einer von ihnen.
„Die Strecke wurde so gelegt, dass die Anwohner möglichst wenig Probleme haben. An manchen Stellen hätten wir vielleicht mehr an die Läufer denken sollen. Es tut mir leid für jeden, der fehlgeleitet wurde“, räumte Herrmann ein.
Im kommenden Jahr sollen auch diese Probleme ausgeräumt sein: „Es wird noch mehr Absperrmaßnahmen geben.“ Herrmanns Dank ging an die vielen Helfer und an die Stadt Würzburg: "Man hat uns inzwischen akzeptiert und sehr gut unterstützt."
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Kidus Gebremeskel quälte sich ins Ziel
Fest in der Hand der TSG Kleinostheim waren die unterfränkischen Marathon-Meisterschaften beim 8. Würzburger Stadtmarathon. Beide Titel gingen an die Ausdauer-Abteilung der TSG: Bei den Männern wurde Uwe Reinke Marathon-Dritter und damit unterfränkischer Meister.
Bei den Frauen genügte Raileen Bourguignon der sechste Platz in der Gesamtwertung zum Unterfranken-Titel. Ihr Ehemann Etienne Bourguignon komplettierte den Triumph der TSG Kleinostheim mit Platz drei bei den Männern. Zweitbeste unterfränkische Teilnehmerin war Barbara Ries von der LuT Aschaffenburg.
Mit Ausnahme des Marathon-Siegers Kidus Gebremeskel aus Äthiopien suchte man beim Würzburg-Marathon internationale Teilnehmer vergebens.
„Bei uns steht der Breitensport im Mittelpunkt. Wir bezahlen keine Antrittsgelder und geben auch die Siegprämien lieber direkt an die Läufer statt an irgendwelche Mittelsmänner“, betonte Organisationsleiter Günther Herrmann. Kidus Gebremeskel, der im vergangenen Jahr Rang zwei in Würzburg belegt hatte, hat sich in der Domstadt intensiv auf den Marathon vorbereitet.
Den Sieg hatte der 29-Jährige mangels Konkurrenz schon vorher in der Tasche, mit der angestrebten persönlichen Bestzeit wurde es aber nichts. Wadenkrämpfe und Schmerzen im Fuß sorgten dafür, dass er sich erst nach 2:27,10 Stunden über die Ziellinie quälte.
Danach brach er zusammen und brauchte eine ganze Weile, bis er sich wieder erholt hatte. Immerhin 600 Euro Siegprämie hat Gebremeskel, der in einem Waisenhaus der Aktion »Menschen für Menschen« in Äthiopien aufgewachsen ist, in Würzburg verdient.
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Opfer-Aussage ist glaubhaft
Mit dem Gutachten über die Glaubhaftigkeit des Opfers ist am Mittwoch der Prozess gegen einen Handwerksmeister aus dem Raum Marktheidenfeld fortgesetzt worden, der seine Pflegetochter vergewaltigt haben soll. Wie berichtet, wird dem 43-jährigen Familienvater vorgeworfen, die Schülerin im Alter von 14 Jahren zum Sex gezwungen zu haben.
Belastet wird der Angeklagte durch das Mädchen und durch seine ehemalige Ehefrau, die sich mittlerweile von ihm getrennt hat. Der Angeklagte streitet die Tat ab. Am Mittwoch bestätigte eine Gutachterin die Glaubhaftigkeit der Aussage des Opfers: Die Aussagepsychologin geht davon aus, dass sich das Mädchen die Taten nicht ausgedacht, sondern sie selbst er lebt hat. Der Prozess wird am 26. Mai fortgesetzt.