Rangierlokführer soll übermüdet zwei Signale überfahren haben
Drei Verletzte forderte in den frühen Morgenstunden des 30. März 2006 der Zusammenstoß einer Rangierlok mit einem Güterzug zwischen Veitshöchheim und Würzburg. Weil er nach Ansicht der Staatsanwaltschaft im Führerhaus eingeschlafen sein soll, muss sich derzeit der 66-jährige Lokführer der Rangierlok wegen fahrlässiger „Gefährdung des Bahnverkehrs“ vor dem Würzburger Amtsgericht verantworten. Der Angeklagte habe vor dem Unfall zwei Haltezeichen überfahren, so die Anklage.
Das Amtsgericht erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft einen Strafbefehl über 3.600 Euro (90 Tagessätze von 40 Euro) Geldstrafe, gegen den der Lokführer Einspruch einlegte. Vor Gericht gab er an, das Führerhaus der Lok sei kurz vor der zweitägigen Überführungsfahrt von der Fabrik in Nordrhein-Westlfalen nach Augsburg frisch gestrichen worden. Aufgrund der Ausdünstungen der frischen Farbe will der 66-Jährige ohnmächtig geworden sein. Bei dem Unfall brach er sich die Rippen, die beiden Lokführer des Güterzugs, die den Zusammenstoß auch durch eine Vollbremsung nicht verhindern konnten, wurden leicht verletzt.
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Rangierlokführer soll übermüdet zwei Signale überfahren haben
Drei Verletzte forderte in den frühen Morgenstunden des 30. März 2006 der Zusammenstoß einer Rangierlok mit einem Güterzug zwischen Veitshöchheim und Würzburg. Weil er nach Ansicht der Staatsanwaltschaft im Führerhaus eingeschlafen sein soll, muss sich derzeit der 66-jährige Lokführer der Rangierlok wegen fahrlässiger „Gefährdung des Bahnverkehrs“ vor dem Würzburger Amtsgericht verantworten. Der Angeklagte habe vor dem Unfall zwei Haltezeichen überfahren, so die Anklage.
Das Amtsgericht erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft einen Strafbefehl über 3.600 Euro (90 Tagessätze von 40 Euro) Geldstrafe, gegen den der Lokführer Einspruch einlegte. Vor Gericht gab er an, das Führerhaus der Lok sei kurz vor der zweitägigen Überführungsfahrt von der Fabrik in Nordrhein-Westlfalen nach Augsburg frisch gestrichen worden. Aufgrund der Ausdünstungen der frischen Farbe will der 66-Jährige ohnmächtig geworden sein. Bei dem Unfall brach er sich die Rippen, die beiden Lokführer des Güterzugs, die den Zusammenstoß auch durch eine Vollbremsung nicht verhindern konnten, wurden leicht verletzt.
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Teilgeständnis der Angeklagten: "Habe mit dem Messer nicht zugestoßen"
Nach einem bewaffneten Überfall auf ein Rentner-Ehepaar in Ochsenfurt (Kreis Würzburg) hat die Täterin zum Auftakt des Prozesses vor dem Würzburger Landgericht einen Großteil der Vorwürfe gestanden. Angeklagt ist die 60-jährige Friseurmeisterin aus Marktsteft (Kreis Kitzingen) wegen versuchten Mordes und versuchter schwerer räuberischer Erpressung. Sie soll im Verlauf des etwa einstündigen Überfalls einem damals 79 Jahre alten Mann ein Messer in Tötungsabsicht in die Brust gestochen haben. Den Überfall gab die Angeklagte zu, die Messerattacke nicht: "Ich habe nicht zugestoßen", sagte sie am Dienstag vor dem Schwurgericht.
Zu der Verletzung des Rentners soll es nach Angaben der Angeklagten bei einem Gerangel um das Jagdmesser gekommen sein, mit dem sie am Abend des 26. Januar 2009 die Herausgabe eines größeren Geldbetrages erzwingen wollte. Grund waren fast 400.000 Euro Schulden der früher erfolgreichen Geschäftsfrau, die sich bereits zum fünften Mal vor Gericht verantworten muss: "Ich hatte meinen wirtschaftlichen Absturz vor Augen und brauchte dringend Geld", sagte die Friseurmeisterin.
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Anklage: Versuchter Mord
Wegen versuchten Mordes und versuchter schwerer räuberischer Erpressung muss sich eine mehrfach vorbestrafte Friseurmeisterin aus dem Kreis Kitzingen seit Dienstag an vor dem Würzburger Landgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft legt der 60-jährigen Frau zur Last, am 26. Januar 2009 mit schwarzer Perücke maskiert, einer Strumpfhose vor dem Gesicht und mit einem Messer bewaffnet in das Haus eines Rentner-Ehepaares in Ochsenfurt (Kreis Würzburg) eingedrungen und Geld gefordert zu haben.
Als der Rentner sich gegen den Überfall zur Wehr setzte, soll die Täterin ihn mit einem Telefonkabel um den Hals gewürgt und ihm dann das Messer in Tötungsabsicht gezielt in die Brust gestochen haben. Als Motiv für den brutalen Überfall hat die Staatsanwaltschaft Geldnot ausgemacht. Lebenswichtige Organe wurden durch den Stich nicht verletzt.
Anschließend soll die Angeklagte 50.000 Euro von dem schwerverletzten Mann und seiner Ehefrau gefordert haben. Erst als ihr klar wurde, dass das Paar kein Bargeld im Haus hatte, gab sie die Tat nach etwa einer Stunde auf. Die 60-Jährige stand zur Tatzeit unter Bewährung und flüchtete nach Spanien, wo sie zwei Wochen später verhaftet und anschließend ausgeliefert wurde. Derzeit sitzt sie eine Strafe in anderer Sache ab. Das Schwurgericht hat für den Prozess sieben Verhandlungstage angesetzt.
Windrad-Gegner aus Urspringen erneut erfolglos
Auch beim zweiten Versuch sind Bürger und die Gemeinden Roden und Karbach mit dem Versuch gescheitert, die immissionschutzrechtliche Genehmigung für Windräder aufheben zu lassen, die die Firma Wotan GmbH auf dem auch als „Lehmberg“ bekannten Hausberg bei Urspringen betreibt. Das Verwaltungsgericht Würzburg wies die Anfechtungsklagen ab.
Überraschend war das Urteil nicht: Schon im Frühjahr 2009 waren die Kläger mit einem gleichgelagerten Verfahren gegen zwei der vier Windkraftanlagen gescheitert. Jetzt richteten sich die Klagen gegen die anderen beiden Lehmberg-Windräder, und das Ergebnis war vorherzusehen. Die Klagen hätten „keine Erfolgsaussicht“, hatte die 4. Kammer schon im vorgelagerten Eilverfahren festgestellt und den Antrag der Kläger auf einstweiligen Rechtsschutz abgelehnt.
Die Sachlage war so klar, dass die Verfahren auf eine einzelne Richterin übertragen wurden. Im vergangenen Jahr hatte die Kammer noch in voller Besetzung entschieden. Und auch dieses Mal ließ die Einzelrichterin schon während der Verhandlung durchblicken, dass es aus Kostengründen wohl vernünftiger wäre, die Klage zurückzunehmen.
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NACHTRAG: Kiliani-Hitze-Fußball-Zwischenbilanz
Zehn Tage sind vorbei bei Unterfrankens größtem Volksfest, und die Schausteller sind trotz strahlenden Sonnenscheins nicht ganz zufrieden mit Kiliani 2010: „Die Hitze und die Fußball-Weltmeisterschaft haben sich auf die Besucherzahlen ausgewirkt. Wir gehen aber davon aus, dass es in der zweiten Woche eine Steigerung geben wird“, berichtete Schausteller-Sprecher Heiner Distel am Montag.
Sie waren auf alles vorbereitet: 2.000 dünne Regencapes hatten die Schausteller in Erwartung sommerlicher Wolkenbrüche für da diesjährige Kiliani-Volksfest geordert, um sie bei Bedarf kostenlos an die Besucher zu verteilen. Und dann war an den ersten zehn Tagen kaum eine Wolke am Himmel zu sehen: „Damit hat sich die Investition schon gelohnt, das werden wir beibehalten“, schmunzelte Distel.
Wirklich recht kann es der Wettergott den Schaustellern ohnehin nur selten machen. Auch strahlender Sonnenschein ist nicht nur positiv, wenn das Thermometer auf über 30 Grad im Schatten steigt: „Bei diesen Temperaturen heizt sich der Platz tagsüber so richtig auf. Da kommen die Besucher erst um 21 Uhr“, so Distel.
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Leichter erleichtern auf "Netten Toiletten"
Wen ein dringendes Bedürfnis plagt, der kann sich ab sofort in Würzburg leichter erleichtern: Durch die Aktion „Nette Toilette“ hat sich die Zahl der öffentlichen Toiletten in der Domstadt seit Anfang Juli mehr als verdoppelt.
Gut 30 Gastronomen und Einzelhändler haben sich bereit erklärt und auch vertraglich verpflichtet, ihre Toiletten während der Geschäftszeiten Passanten und Kunden zur Verfügung zu stellen. Das Konzept wurde 2001 in Aalen entwickelt und mittlerweile von über hundert deutschen Städten übernommen. Die Geschäfte und Kneipen erhalten von der Stadt einen Zuschuss für die Reinigungskosten.
Zu erkennen sind die beteiligten Läden und Gastwirtschaften an dem roten Aufkleber „Nette Toilette“. Auf unserem Bild ist der Eingang zum Bekleidungshaus „Schlier“ in der Domstraße zu sehen.
Zusammen mit den bisherigen rund 20 öffentlichen Toiletten gibt es in der Würzburger Innenstadt jetzt mehr als 50 Möglichkeiten, ein stilles Örtchen aufzusuchen.
15 Toiletten sind behindertengerecht, mehr als 20 bieten eine Wickelmöglichkeit. Die Stadt hat ein Faltblatt mit den Standorten herausgegeben, das in der Tourist Information im Falkenhaus ausliegt und im Internet abgerufen werden kann.
Internationaler Architektur-Workshop auf dem Bürgerbräu-Gelände
Am Sonntag geht es los: „Neues Leben in der alten Brauerei“ - unter diesem Motto steht der 8. internationale Architektur-Workshop vom 18. bis 30. Juli in Würzburg. Mit der „alten Brauerei“ ist das Bürgerbräu-Gelände in der Zellerau gemeint. Dort wurde von 1877 bis 1991 Bier gebraut, im Anschluss fanden dort einige kulturelle Einrichtungen, unter anderem das mittlerweile geschlossene Autonome Kulturzentrum AKW, eine Heimat.
In einer der Hallen trainieren die Zweitliga-Korbjäger der Würzburg Baskets in einem Basketball-Zentrum mit Fitness-Studio. Eine Sektkellerei stellt auf dem Gelände handgerüttelten Frankensekt her.
Der Gesamtkomplex mit seinen frühindustriellen roten Backsteinbauten und historischem Baubestand wird für zwei Wochen sozusagen „Spielwiese“ für etwa 50 Architektur-Studenten aus ganz Europa. Sie sollen bestehende Nutzungen neu definieren und Ideen für die nicht genutzten Teile des Geländes entwickeln.
Namhafte Professoren und Tutoren kommen von Hochschulen aus den Niederlanden, Protugal, Spanien, Finnland, Italien und Deutschland nach Würzburg und betreuen die Studenten. In der großen Halle auf dem bürgerbräu-Areal wird ein provisorische Architekturbüro eingerichtet. Nach Abschluss des Workshops präsentieren die Teilnehmer ihre Entwürfe, die dann auch im Würzburger Rathaus ausgestellt werden.
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Stadt und Betreiber einigen sich: Es geht 3 Jahre weiter in den Posthallen
Die Posthalle am Würzburger Hauptbahnhof bleibt auch für die kommenden drei Jahre Veranstaltungsort für Rockkonzerte und andere Events. Nachdem sich Betreiber „PH Event GmbH“ und die Stadtverwaltung nach langen Verhandlungen auf geeignete Brandschutzmaßnahmen geeignet haben, erteilte der Bau- und Ordnungssauschuss des Stadtrats am Dienstag die erforderliche Baugenehmigung für eine Nutzungsänderung. Damit ist das ehemalige Briefverteilzentrum der Post bis 2013 offiziell eine Veranstaltungshalle.
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Hypo-Umnutzung bitte ohne tote Ecken
An einer ganz zentralen Stelle in Würzburg tut sich was: Die HypoVereinsbank wird in absehbarer Zeit ihr Domizil am Oberen Markt verlassen, für das Areal mit einer Grundfläche von rund 1.800 Quadratmetern steht eine Nachnutzung an.
Als ersten Schritt hat der Bau- und Ordnungsausschuss des Stadtrats am Dienstag einem Bauvorbescheid zugestimmt.
Oberbürgermeister Georg Rosenthal (SPD) kann sich an der prominenten Stelle der Innenstadt Textil-Einzelhandel auf gut 7.000 Quadratmetern Verkaufsfläche vorstellen.
Vor einigen Jahren hat das Bekleidungshaus Breuninger Würzburg verlassen, weil keine attraktive Verkaufsfläche zur Verfügung stand.
„Andere Interessenten aus der Textilbranche haben in Würzburg das gleiche Problem“, so Baureferent Christian Baumgart.
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Unterfranken-CSU fordert außerunversitäre Forschungseinrichtungen: "Jetzt sind wir dran!"
Fünf Tage vor der Kabinettssitzung in Bad Kissingen hat die unterfränkische CSU von der Staatsregierung Unterstützung für den Wissenschaftsstandort Unterfranken und die Einhaltung von Zusagen zur Einrichtung eines Forschungszentrums für Nanotechnologie in Würburg eingefordert.
In Anwesenheit von Innenminister Joachim Herrmann verabschiedete der Bezirksparteitag in Randersacker am Samstag einstimmig ein Positionspapier, in dem die Einrichtung außer-universitärer Forschungseinrichtungen dringend angemahnt wird.
Das neue Motto der Unterfranken-CSU stammt von Landtagspräsidentin Barbara Stamm: „Jetzt sind wir dran“, betonte sie Anfang Mai, als Ministerpräsident Horst Seehofer an einer Vorstandssitzung in Würzburg teilnahm.
Seehofer versicherte damals, Unterfranken werde in München „gleichwertig mit allen anderen Teilräumen Bayerns“ gesehen. Während der Ministerpräsident am Samstag beim „Tag der Franken“ in Kulmbach weilte und dort schon einmal die Absicht der Staatsregierung zum „Ausbau der außeruniversitären Forschungslandschaft in Nordbayern“ zusagte, wurde sein Innenminister bei tropischen Temperaturen in der Sporthalle des Weinorts Randersacker mit ganz konkreten Forderungen konfrontiert.
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Kommt bald der Augustiner-Hochhaus-Abriss?
Die Anzeichen mehren sich, dass sich die mittlerweile über fünf Jahre währende Geschichte um das abrissreife ehemalige Ämterhochhaus in der Würzburger Augustinerstraße ihrem Ende nähert.
Nachdem der Bauherr „Informica Real Invest“ aus Reichenberg (Kreis Würzburg) neue Pläne eingereicht hat, die jetzt den Vorgaben des Stadtrats entsprechen, hat der Bau- und Ordnungsausschuss am vergangenen Dienstag dem aktualisierten Vorhaben- und Erschließungsplan für den neuen „Tricyan Tower“ grünes Licht gegeben.
Seinen 80. Geburtstag hat das marode gebäude mittlerweile gefeiert. Anfang April war es genau fünf Jahre her, dass das Haus wegen akuter Einsturzgefahr geräumt und eingerüstet wurde. Seither steht es äußerlich unverändert wie ein Fels in der Augustinerstraße und wartet auf sein Schicksal. Der Abriss ist beschlossene Sache.
Allerdings machte sich der Investor beim Stadtrat unbeliebt, weil er den Nachfolger ein gutes Stück zu hoch plante.
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Missbrauch in der Kirche: "Den Betroffenen zeigen, dass man sie ernst nimmt"
Einen weiteren Schritt bei der Aufarbeitung der zahllosen Missbrauchsfälle in ihren Einrichtungen hat die Diözese Würzburg am Mittwoch gemacht: Dekanat und Domschule hatten zu einer Podiumsdiskussion geladen, in deren Verlauf die Taten und ihre Folgen für Betroffene und die Kirche offen und sachlich diskutiert wurden.
"Es ist wichtig, in jedem einzelnen Fall ganz genau hinzusehen und dabei auch das Umfeld der Betroffenen, aber auch der Täter einzubeziehen", sagte Dr. Karl Hillenbrand, der Generalvikar der Diözese.
Immer noch gibt es in der Kirche Menschen, die die Probleme lieber aussitzen als lösen wollen, berichtete Hillenbrand vor gut 120 Zuhörern: "Ich halte es für töricht, wenn ich aus den eigenen Reihen höre: Das wird schon irgendwann vorüber gehen."
Nur Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit im Umgang mit den Missbrauchsfällen werde der katholischen Kirche helfen, ihre Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen, so der Generalvikar.
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Erster Neubau auf dem Leighton-Gelände: Experimentalgebäude für energeisparendes Bauen
Der erste Neubau auf den Konversionsflächen der ehemaligen „Leighton Barracks“ in Würzburg ist in trockenen Tüchern: In unmittelbarer Nachbarschaft der Universitäts-Erweiterung am Hubland baut das „Zentrum für angewandte Energieforschung Bayern“ (ZAE) demnächst ein neues Forschungsgebäude für rund 10 Millionen Euro. „Die Finanzierung ist mittlerweile gesichert“, bestätigten die CSU-Europa-Abgeordnete Anja Weisgerber und ihr Landtagskollege Oliver Jörg.
Der ZAE-Neubau ist das erste Neubau-Projekt auf den Würzburger Konversionsflächen außerhalb der 39 Hektar großen Uni-Erweiterung. Schon im vergangenen September wurde der Flächennutzungsplan geändert und ein Bebauungsplan für das rund 10.000 Quadratmeter große „Sondergebiet Zentrum für angewandte Energieforschung“ aufgestellt. Doch dann geriet die Finanzierung ins Stocken. Offenbar wurde das Projekt inzwischen etwas abgespeckt, denn in der ersten Variante war noch von Investitionen in Höhe von 13,6 Millionen Euro die Rede.
„Wir haben uns stark dafür eingesetzt, dass das Forschungsgebäude gebaut werden kann“, betonte Weisgerber. Die unterfränkischen Abgeordneten hatten die Sorge, dass die ZAE-Erweiterung neben dem geplanten „Energie-Campus“ in Nürnberg und Erlangen bei den staatlichen Zuschüssen zu kurz kommen könnte. Jetzt sind 4,5 Millionen Euro vom Bund und 3,9 Millionen Euro vom Freistaat zugesagt. Der Rest wird durch Sponsoren und Eigenmittel des ZAE aufgebracht. Von der Ansiedlung des Forschungsgebäudes für energiesparendes Bauen erhofft sich die Stadt eine Initialzündung für die Ansiedlung weiterer außeruniversitärer Forschungseinrichtungen.
Alter Kranen: Mobiles Foyer soll Anwohner vor Lärm schützen
Eine mobile „Glas-Falt-Anlage“ soll am Abend für die nötige Ruhe sorgen: Das geplante „Main-Wirtshaus“ im historischen Zoll-Gebäude „Alter Kranen“ am Würzburger Mainufer hat kürzlich eine wichtige Hürde genommen.
Der Bau- und Ordnungsausschuss des Stadtrats stimmte mit großer Mehrheit einer Planänderung zu, die dem Denkmal- und dem Lärmschutz geschuldet ist.
Aus dem ehemaligen „Haus des Frankenweins“ will die Würzburger Hofbräu ein großes Wirtshaus mit Osteria im Obergeschoss und einem „Tanzclub“ im Untergeschoss machen.
Der Umbau steht derzeit still, außerdem gibt es zahlreiche Bedenken: Die lärm-geplagten Anwohner im Umkreis fürchten zusätzliche Belästigungen, Denkmalschützer waren mit den Plänen nicht einverstanden.
Jetzt hat die Hofbräu auf den Anbau eines Balkons und zusätzliche Außentreppen an dem historischen Gebäude aus dem 17. Jahrhundert verzichtet.
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NACHTRAG: Spieleufer in der Zellerau eröffnet
Sie heißen Typhoon, Nestschaukel oder Spider-M: Mit 9 neuen und attraktiven Spielgeräten für Kinder wurden die Wiesen am Mainufer in der Zellerau zwischen Waschplatz und WFV-Sportanlage ausgestattet. Ziel des „Spiele-Ufers“, das kürzlich von Oberbürgermeister Georg Rosenthal, Umweltreferent Wolfgang Kleiner und Sozialreferent Robert Scheller zusammen mit den beteiligten Bürgern und einer großen Schar Zellerauer Schulkinder offiziell eröffnet wurde.
Die Reden waren kurz, denn die Kinder wollten die neuen Spielgeräte ausprobieren. Beim Durchschneiden des rot-weißen Bandes ließen sie sich bei strahlendem Sonnenschein kaum zurückhalten.
Das Spiele-Ufer ist die erste von mehreren Maßnahmen, mit denen die Aufenthaltsqualität und der Freizeitwert am Zellerauer Mainufer verbessert werden soll. Westlich des Waschplatzes soll ein vom Spielbereich räumlich getrennter Grillplatz entstehen, ab der Kleingartenanlage in Richtung Zell werden Fuß- und Radweg räumlich getrennt. In einem letzten Bauabschnitt soll dann auf dem Waschplatz eine Skater-Anlage entstehen.
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"Therapie hilft ihnen und schützt ihre Mitmenschen"
Angeklagt war sie wegen versuchten Mordes, verurteilt wurde sie wegen gefährlicher Körperverletzung: weil sie eine Wasserflasche und eine Milchpackung ihrer Mitbewohnerin mit einem Schmerzmittel versetzt hat, muss eine 23-Jährige aus Würzburg für 2 Jahre und 8 Monate ins Gefängnis. Die Angeklagte hat angegeben, die wirkung des Schmerzmittels Tilidin an ihrer 20-jährigen Untermieterin ausprobiert zu haben, weil sie selbst möglichst schmerzfrei aus dem Leben scheiden wollte.
Dass sie ihr Leben nie richtig in den Griff bekam, hat die 23-Jährige auch einer „emotional instabilen Persönlichkeitsstörung mit Boderline-Symptomatik“ zu verdanken. Die Erkrankung ist aber nicht schwer genug, um ihre Steuerungsfähigkeit bei diversen Straftaten einzuschränken odder gar aufzuheben. „Sie hätte es auch lassen können“, bestätigte der psychiatrische Sachverständige. Drei monate vor dem Giftanschlag wurde die junge Frau zu zehn Monaten mit bewährung verurteilt, weil sie einer alten Frau im Pflegeheim Geld gestohlen hatte. Sie muss damit rechnen, dass die Bewährung widerrufen wird und sie auch diese strafe absitzen muss.
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Bis zu 5 G im Fünffach-Olympia-Looping
Am Mittwoch taten sich auf dem Kiliani-Festplatz noch einige große Lücken auf: Zwei Tage vor dem Start in Unterfrankens größtes Volksfest fehlten noch vier größere Fahrgeschäfte. Unter anderem die Wildwasserbahn „Piratenfluß“, die an heißen Tagen für willkommene abkühlung sorgen kann. „Die Kollegen reisen alle heute noch an und bauen innerhalb von zwei Tagen auf. Bis Freitag ist alles vom TÜV abgenommen und betriebsbereit“, verspricht Schausteller-Sprecher Heiner Distel.
Bei einem Volksfest dieser Größe können ohnehin nicht alle 75 Schausteller gleichzeitig aufbauen. „Der logistische Aufwand ist enorm“ so Distel. Zwischen 500 und 600 Personen arbeiten beim Aufbau und auf dem 17-tägigen Volksfest vom 2. bis 18. Juli. Die Fahr- und Vergnügungsgeschäfte werden auf über 500 LKW herangekarrt. Gut 5 Kilometer Hauptstromleitungen, 25 Kilometer andere Verkabelungen, 5 Kilometer Frischwasser- und noch einmal 5 Kilometer Abwasserleitungen müssen verlegt werden.
Den größten Aufwand hat die diesjährige Hauptattraktion, die 1989 auf dem Münchner Oktoberfest Premiere feierte und 2005 zuletzt auf dem Kiliani-Festplatz vertreten war: Der auf 30 LKW transportierte „Olympia Looping“ ist die einzige mobile Achterbahn der Welt mit 5 Loopings. Mit bis zu 100 Stundenkilometern rasen die Fahrgäste durch die 5 olympischen Ringe und müssen dabei kurzzeitig ihr fünffaches Körpergewicht aushalten.
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Kein rechtfertigender Notstand für Genmais-Gegnerin
Erfolglos blieb die Berufung einer 29-jährigen Französin, die als Mitglied der Initiative „Gendreck weg“ vor zwei Jahren zusammen mit anderen Aktivisten ein Maisfeld in Westheim (Kreis Kitzingen) von gentechnisch veränderten Pflanzen „befreit“ hat. Vom Amtsgericht Kitzingen war sie im Juli 2009 wegen gemeinschaftlicher Sachbeschädigung zu 45 Tagessätzen von 15 Euro (675 Euro) Geldstrafe verurteilt worden. Dieses Urteil bestätgite jetzt die Berufungskammer des Landgerichts und verwarf die Berufung der 29-jährigen.
Die Kammer sah es als erwiesen an, das die Angeklagte zusammen mit anderen Personen auf dem Maisfeld, auf dem unter anderem auch gentechnisch veränderte Maispflanzen der Sorte MON810 angebaut waren, junge Maispflanzen herausgerissen und zerstört hat. Das hat die angeklagte auch nie abgestritten. Sie versuchte aber, sich auf einen so genannten „rechtfertigenden Notstand“, also auf Notwehr gegen die vermutete Gefahr, die von gentechnisch veränderten Pflanzen ausgehen könnte, zu berufen.
Die Kammer glaubte der 29-jährigen, dass sie aus ihrer subjektiven Sicht die Vorraussetzungen eines rechtfertigenden Notstandes angenommen hat. Die von ihr gewählten Mittel waren nach Überzeugung des Gerichts nicht geeignet, um die durch Genmais drohenden Gefahren abzuwenden. Das Berufungsurteil ist nicht rechtskräftig, die Angeklagte hat bereits Revision eingelegt.
Angeklagte Giftmischerin: Ich wollte nur die Wirkung testen
Kein versuchter heimtückischer Giftmord, sondern der Wirkungstest eines Schmerzmittels soll die Tat gewesen sein, wegen der eine 23-jährige Altenpflege-Helferin seit Dienstag vor dem Würzburger Schwurgericht auf der Anklagebank sitzt. Sie habe seit längerer Zeit Selbstmordgedanken gehabt, wollte aber um jeden Preis schmerzfrei aus dem Leben scheiden, behauptet die junge Frau. Als dem Opfer von dem heimlich in ihre Milch gespritzten Medikament übel wurde, „da kam es für mich nicht mehr in Frage“, so die 23-Jährige.
Höflich ausgedrückt, ist die Angeklagte nicht nur kräftig gebaut, sondern dick. Das soll, zumindest nach Auffassung der Staatsanwaltschaft, einer der Gründe für die Tat vom 12. Oktober 2009 gewesen sein. An diesem Tag spritzte die 23-Jährige in ihrer Würzburger Wohnung mit Hilfe einer Injektionsnadel insgesamt 131 Milligramm des Schmerzmittels „Tilidin“ in einen verschlossenen Tetrapack Milch, der ihrer Mitbewohnerin gehörte.
Die Angeklagte „litt massiv unter ihrer mangelnden Attraktivität und dem Verlust ihres Arbeitsplatzes“, so Staatsanwalt Peter Weiß. Daraus sollen sich, in Verbindung mit einer depressiven Verstimmung, „Hassgedanken“ gegenüber der schlanken, zierlich gebauten und im Leben erfolgreichen Mitbewohnerin entwickelt haben, die sich in dem Giftanschlag entluden. „Sie wollte ihre Frustration an der Mitbewohnerin auslassen“, heißt es in der Anklageschrift, der ein psychiatrisches Gutachten zugrunde liegt.
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